Haarausfall nach Blondierung: Ursachen und Behandlung

Viele Frauen und Männer blondieren regelmäßig ihre Haare, um graue Haare abzudecken oder einfach eine Veränderung zu erzielen. Doch das Blondieren kann auch negative Folgen haben, wie zum Beispiel Haarausfall. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Ursachen Haarausfall nach einer Blondierung haben kann und wie Sie ihn behandeln und vermeiden können.

Was ist Blondierung und wie schädigt sie das Haar?

Eine Blondierung ist das Gegenteil einer Färbung. Anstatt dem Haar Farbe zu geben, entzieht sie ihm alle Farbpigmente mithilfe von Wasserstoffperoxid in einer Konzentration von bis zu 12 Prozent. Je dunkler das Haar, desto mehr Farbpigmente müssen entzogen werden. Dieser Vorgang strapaziert Haare und Kopfhaut extrem und kann durch kaputte Disulfidbrücken und gelockerte Keratinstränge zu Haarbruch und Haarausfall führen. Dieses Aufquellen der Haare deutet bereits darauf hin, dass sie nun geschädigt werden können. Zudem können die Mittel für Blondierungen Allergien auslösen.

Die Bleichmittel in der Blondierung strapazieren das Haar und zerstören die Haarstruktur. Die Folgen sind trockene Haare mit brüchigen Spitzen, die Haare verlieren ihren natürlichen Glanz und sehen oft spröde und strohig aus. Wenn der Schaden sehr groß ist, fangen die Haare an zu brechen, sodass Babyhaare entstehen.

Beim Bleichen der Haare wird die Schuppenschicht der Haare zerstört, sodass der natürliche Glanz verloren geht und keine Feuchtigkeit mehr gespeichert werden kann. Melanin ist das Farbpigment, das unseren Haaren die Farbe verleiht und sich im Inneren des Haarschafts befindet. Beim Blondieren dringt das Bleichmittel in den Haarschaft ein und ändert das Melanin. Dabei wird die Schuppenschicht zerstört und die natürlichen Schutzfasern sowie Öle gehen verloren.

Wie macht sich Haarausfall nach Blondierung bemerkbar?

Dieser Schädigung der Haare kann dazu führen, dass das Haar sehr dünn und klebrig wird und dort abbricht, wo Disulfidbrücken von der Blondierung zerstört wurden - das kann dicht an der Kopfhaut, aber auch im Haar passieren.

Oft ist der Haarausfall nach einer Blondierung nur von kurzer Dauer, da sich die Haarfollikel wieder erholen. Bemerkbar macht sich der diffuse Haarausfall dadurch, dass täglich mehr als 100 Haare ausfallen. Mitunter macht sich der Haarausfall an den Schläfen, am Vorderkopf und im Scheitelbereich verstärkt bemerkbar.

Wie kann man Haarausfall nach Blondierung vermeiden?

Um Haarausfall durch Färben zu minimieren, sollten Sie hochwertige Haarfärbemittel verwenden, die keine aggressiven Chemikalien enthalten. Vermeiden Sie es, Ihre Haare zu oft zu färben und verwenden Sie hochwertige Haarpflegeprodukte, um Ihr Haar zu pflegen und zu stärken. Insgesamt sollte Haarfärbung mit Vorsicht durchgeführt werden, insbesondere wenn Sie bereits anfällig für Haarausfall sind oder empfindliches Haar haben.

Damit Ihre Haare nach der Blondierung nicht vermehrt ausfallen, sollten Sie folgende Tipps und Tricks beachten:

  • Sie sollten Ihre Haare nicht zu oft blondieren. Bei mehrmaligem Blondieren innerhalb eines kurzen Zeitraums werden die Haare besonders stark beschädigt, wodurch diese dünn werden und abbrechen bzw.
  • Strapazieren Sie Ihre Haare nach dem Blondieren so wenig wie möglich. Hier ist es besonders wichtig, dass Sie auf Hitze verzichten.
  • Verzichten Sie darauf, die Haare vor der Blondierung zu waschen.
  • Verwenden Sie direkt nach dem Blondieren keinen heißen Föhn, denn die hohen Temperaturen können die Haarfollikel dauerhaft beschädigen.
  • Lass die Blondierung deiner Haare immer vom Profi durchführen. Im Salon kannst du dich beraten lassen und die Experten können einschätzen, was dein Haar aushält und was besser nicht gemacht werden sollte.
  • Bereite deine Haare auf die Blondierung vor. Das klappt am besten mit dem Olaplex Hair Perfector. Dieser repariert als einziges Produkt weltweit kaputte Disulfidbrücken im Haar und macht das Haar somit stärker und widerstandsfähiger.

Was tun, wenn die Haare nach der Blondierung kaputt sind?

Sind die Haare nach der Blondierung stark aufgeraut, splissig, fühlen sich an wie Stroh und wollen nach der Haarwäsche nicht trocknen, kannst du dir sicher sein, dass sie kaputt sind. Jetzt ist es wichtig, richtig zu handeln.

Wasche deine Haare am besten nur jeden dritten Tag oder zweimal pro Woche. Auf diese Weise kann deine Kopfhaut anfangen, wieder mehr und mehr eigenes Öl zu produzieren und die trockenen Haare selbst zu versorgen. Verwende bei der Haarwäsche außerdem sehr milde Shampoos, einen guten Conditioner und einmal pro Woche eine Intensivkur. Auch ein Öl großzügig ins Haar massiert und über Nacht eingewirkt ist in regelmäßigen Abständen zu empfehlen.

Zudem ist es ratsam, in den ersten Wochen vollkommen auf Hitzestyling zu verzichten. Auch von innen kannst du dein Haar dabei unterstützen, wieder gesund zu werden. Um deinem Haar täglich zusätzliches Biotin zu geben - eine Überdosis Biotin gibt es tatsächlich nicht - kannst du zu Biotintabletten greifen.

Mit Pflege und Vitaminen ist es aber noch nicht getan. Auch ein behutsamer Umgang mit deinen Haaren ist wichtig, um sie wieder gesund zu pflegen. Achte also von nun an darauf, dein Haar vorsichtiger zu Kämmen (von den Spitzen bis zum Ansatz) und trage (wenn deine Haarlänge es zulässt) nachts einen locker geflochtenen Zopf, um weiteren Haarbruch zu vermeiden.

Was tun bei diffusem Haarausfall?

Beim diffusen Haarausfall dünnt das Haar über den gesamten Kopf aus. Anzeichen dafür ist, dass täglich mehr als 100 Haare ausgehen. Anders als beim anlagebedingten oder kreisrunden Haarausfall, bilden sich beim diffusen Haarausfall üblicherweise keine kahlen Stellen. Es passiert auch nicht, dass die Haare komplett ausfallen.

Die Ursachen für den Haarausfall sind sehr verschieden. So können zum Beispiel Hormonveränderungen, bestimmte Erkrankungen, Nährstoffmangel oder die Einnahme einiger Medikamente diffusen Haarausfall auslösen. Manchmal lässt sich auch kein Auslöser finden.

Um diffusen Haarausfall behandeln zu können, ist es wichtig, den Auslöser zu finden und zu beseitigen. Welche Therapie zum Einsatz kommt, richtet sich immer nach der jeweiligen Ursache:

  • Liegt eine Erkrankung vor, muss diese entsprechend behandelt werden.
  • Ist die Einnahme von Medikamenten der Auslöser, kann der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin eventuell ein anderes Präparat verschreiben. Wichtig ist, die Medikamente nicht eigenmächtig abzusetzen.
  • Wenn der Haarausfall durch eine Diät entstanden ist, ist es sinnvoll, die Diät zu beenden und auf eine ausgewogene Ernährung umzustellen.
  • Besteht ein anhaltender Mangel an Nähr- oder Mineralstoffen, kann die Ärztin oder der Arzt diesen feststellen und gegebenenfalls ein geeignetes Präparat verschreiben.

Hausmittel und alternative Methoden

Wünschst du dir helleres Haar, aber möchtest deine Mähne keinen Chemikalien aussetzen, die zu Haarbruch führen, dann kannst du auch auf sanftere Methoden zurückgreifen. Kamillentee und Vitamin C-Pulver sind beliebte Hausmittel zum Aufhellen der Haare. Aber auch das professionelle Blondieren einzelner Strähnen käme infrage, um nicht das ganze Haar zu strapazieren.

Egal ob gesundes oder kaputtes Haar: Eine regelmäßige Haarkur ist in jedem Fall angesagt. Die Haare werden mit extra viel Feuchtigkeit versorgt und kleine Schäden repariert. Dazu braucht ihr nicht einmal teure Pflegeprodukte zu verwenden, wir haben 2 tolle Tipps, bei denen Hausmittel zum Einsatz kommen.

  • Für eine Olivenöl-Kur werden 2 Esslöffel Olivenöl mit 1 Teelöffel Honig, einem Eigelb und 1 Esslöffel Joghurt vermischt. Gebt die Kur auf die gewaschenen, noch feuchten Haare und lasst sie 20 bis 30 Minuten einwirken. Anschließend gründlich ausspülen.
  • Für eine Avocado-Haarmaske zerdrückt ihr das Fruchtfleisch einer reifen Avocado, gebt etwas Joghurt hinzu und verteilt die Mischung im trockenen Haar. 30 Minuten einwirken lassen, anschließend mit kaltem Wasser ausspülen und die Haare mit einem milden Shampoo waschen.

Weitere Ursachen für Haarausfall

Nicht nur eine Blondierung kann die Ursache für deinen Haarausfall sein. Häufig führen auch Stress, falsche Pflegeprodukte oder Medikamente zu Haarverlust. Deshalb ist es wichtig, Balance in den Lebensstil und die Ernährung zu bringen. Das spiegelt sich tatsächlich in den Haaren und auch in der Haut wieder.

Haarfärbemittel enthalten Chemikalien, die das Haar aufhellen oder dunkler machen können. Diese Chemikalien können jedoch auch das Haar schwächen und schädigen. Eine der Hauptursachen für Haarausfall durch Färben ist, dass die Chemikalien in Haarfärbemitteln die Haarfollikel schädigen können. Ein weiterer Grund für Haarausfall durch Färben ist, dass die Chemikalien in Haarfärbemitteln die natürlichen Öle im Haar entfernen können, die das Haar geschmeidig und gesund halten.

Zusammenfassung der wichtigsten Tipps

Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Tipps, um Haarausfall nach einer Blondierung zu vermeiden und zu behandeln:

Maßnahme Beschreibung
Weniger blondieren Versuchen Sie, das Auffrischen des Haaransatzes so lange wie möglich hinauszuzögern und vermeiden Sie es, bereits blondiertes Haar erneut zu bleichen.
Hitzeschutz Vermeiden Sie Hitze durch Föhnen, Stylingtools und UV-Strahlen. Verwenden Sie Hitzeschutzsprays und schützen Sie Ihr Haar vor der Sonne.
Feuchtigkeit Verwenden Sie reichhaltige und natürliche Haarpflege ohne Chemie, um Ihr Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Conditioner Verwenden Sie nach jeder Haarwäsche einen Conditioner, um trockene Haarspitzen mit Feuchtigkeit zu versorgen und die Haarstruktur zu versiegeln.
Kopfhautmassage Integrieren Sie eine Kopfmassage in Ihre Haarwäsche, um die Durchblutung und das Haarwachstum anzuregen.
Haarbruch vermeiden Seien Sie beim Kämmen vorsichtig, verwenden Sie schonende Haargummis und vermeiden Sie es, Ihr Haar im nassen Zustand zu bürsten.
Ernährung Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit gesunden Fetten, Proteinen und Vitaminen, um ein gesundes Haarwachstum zu fördern.
Chlor vermeiden Schützen Sie Ihr Haar vor Chlor, indem Sie es vor dem Schwimmen mit klarem Wasser abspülen oder eine Badekappe tragen.
Haarwäsche reduzieren Waschen Sie Ihre Haare nur alle 2 bis 3 Tage, um sie nicht zusätzlich auszutrocknen.
Spitzen schneiden Lassen Sie regelmäßig Ihre Spitzen schneiden, um Spliss zu entfernen und das Haarwachstum zu verbessern.
Hausmittel Verwenden Sie Haarkuren mit Hausmitteln wie Olivenöl, Avocado oder Honig, um Ihr Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen und kleine Schäden zu reparieren.

Ein Profi an seiner Seite zu haben ist Gold wert! Suche dir also einen Friseursalon, in dem du wirklich gut, professionell und auf deine Haare abgestimmt beraten wirst und (wenn du zufrieden bist) bleibe dort. Dieser kann dir übrigens nach einer Blondierung auch sagen, was es zu beachten gibt und wann du das nächste Mal zum Schneiden der Spitzen auf der Matte stehen solltest.

Haarausfall adé: Effektive Wege, um Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu fördern!

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