Haarausfall und Zwischenblutungen: Ursachen und Zusammenhänge

Viele Frauen erleben im Laufe ihres Lebens Veränderungen im Menstruationszyklus und Veränderungen der Haargesundheit. Während diese Symptome isoliert betrachtet werden können, kann ihr gleichzeitiges Auftreten auf zugrunde liegende Ursachen hinweisen, die eine weitere Untersuchung erfordern.

Ursachen von Zwischenblutungen

Es gibt unterschiedliche Ursachen, die einer Zwischenblutung zugrunde liegen können. Dazu gehören hormonelle Veränderungen während der Pubertät, im Zyklusverlauf, vor oder während der Schwangerschaft sowie in den Wechseljahren. Auch in der Pubertät oder in den Wechseljahren kann es zu Zwischenblutungen kommen, weil der weibliche Hormonspiegel sich in diesen Lebensphasen in einem starken Wandel befindet.

Hormonelle Dysbalance

Der häufigste Grund für eine Zwischenblutung ist eine hormonelle Dysbalance, die beispielsweise während der Pubertät oder in den Wechseljahren auftreten kann, wenn sich der weibliche Hormonhaushalt stark verändert. Während des Menstruationszyklus treten Zwischenblutungen vor allem um den Eisprung herum auf. Ausgelöst wird die Blutung, die sich in den meisten Fällen als kurze, leichte Zwischenblutung kurz vor oder nach dem Eisprung äußert, durch ein Absinken des Östrogenspiegels bei gleichzeitigem Anstieg des Progesteronspiegels.

Bei einer sogenannten Gelbkörperschwäche kommt es vor allem in der zweiten Zyklushälfte, die meist verkürzt ist, zu Zwischenblutungen vor der Periode.

Einnistungsblutungen

Zwischenblutungen in der Frühschwangerschaft nennt man auch Einnistungsblutungen. Sie sind in der Regel harmlos und werden dadurch ausgelöst, dass sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet und dabei kleinste Gefäße verletzt. Meist äußert sich eine solche Zwischenblutung durch hellrotes Blut.

Nachblutungen

Auch eine Nachblutung nach der eigentlichen Periode ist weit verbreitet. Es kommt dabei zum Abgang von verbliebenem Menstruationsblut und Schleimhautresten, die sich noch im Körper befanden.

Weitere Ursachen

Vor allem bei hormonell bedingter Scheidentrockenheit, wie sie in den Wechseljahren weit verbreitet ist, kann es schnell zu kleineren Verletzungen der Scheidenschleimhaut kommen, die sich dann in einer minimalen Blutung äußern.

Ursachen von Haarausfall

Schätzungsweise 20 - 30 Prozent der Frauen sind von Haarausfall betroffen und weniger als die Hälfte der Frauen haben lebenslang volles Haar. Täglich Haare zu verlieren ist normal. Die Ursachen für Haarausfall sind bei Frauen sehr vielfältig.

Bei einem gesunden Menschen ohne Haarausfall sind 80 Prozent der Haare in der Wachstumsphase (Anagenphase). Sie dauert ca. 2 - 10 Jahre an. Negative Einflüsse wie z. B. Haarausfall ist aber nicht immer auf einen schädlichen Einfluss zurückzuführen. Häufig kommt es auch nach einer starken Wachstumsphase zu Haarausfall, weil auf eine Wachstumsphase immer die Übergangs- und Ruhephase folgen, was z. B. Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) ist eine Autoimmunerkrankung.

Frauen können von allen Arten betroffen sein, aber diffuser und androgener Haarausfall sind die häufigsten Ursachen für Haarverlust bei Frauen. Allerdings können auch Mischformen vorliegen, insbesondere im fortgeschrittenen Alter. Auf diese beiden Arten des Haarausfalls gehen wir im Folgenden näher ein.

Androgener Haarausfall

Bei androgenem Haarausfall handelt es sich um eine vererbte Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber Dihydrotestosteron (DHT). DHT ist ein Testosteron-Derivat und gehört zu den Androgenen. Bei androgenem Haarausfall denkt man meist zuerst an Männer. Er ist für die typischen Geheimratsecken und Glatzen bei Männern verantwortlich. Aber auch bei Frauen ist diese Art des Haarausfalls sehr häufig. Ähnlich wie bei Männern steigt das Risiko mit dem Alter. Die Rolle der Androgene ist bei weiblichem androgenem Haarausfall allerdings nicht so eindeutig wie bei Männern.

Bei Frauen gehen die Haare auch nicht im Stirnbereich zurück, bei ihnen dünnen die Haare eher im Bereich des Scheitels und der Kopfmitte aus. In der Schulmedizin wird androgener Haarausfall bei Frauen meist mit Minoxidil behandelt. Östrogenhaltige Anti-Baby-Pillen haben eine antiandrogene Wirkung und können so bei androgenem Haarausfall helfen. Ein weiterer Ansatz ist die Behandlung mit antiandrogenen Wirkstoffen, die den DHT-Spiegel senken.

Es gibt viele natürliche Substanzen, die bei androgenem Haarausfall helfen können und oft auch für Frauen empfohlen werden. Studien umfassen meist nur Männer und man kann höchstens vermuten, dass diese Substanzen bei Frauen ähnlich effektiv sind.

Diffuser Haarausfall

Diffuser Haarausfall führt zu einem gleichmäßigen Haarverlust über den gesamten Kopf. Es gibt viele verschiedene Faktoren, die diffusen Haarausfall verursachen können, z. B. Schwangerschaft und Stillen, Wechseljahre oder das Absetzen der Antibabypille. Auch Infektionen, Erkrankung der inneren Organe (z. B. Genauso gelten extremer Stress, eine erhöhte Schadstoffbelastung, auszehrende Erkrankungen (z. B. Krebs), bestimmte Medikamente (z. B. Statine, Betablocker, Blutverdünner, Schilddrüsenmedikamente) sowie Nährstoffmängel (z. B. Auch ein übertriebenes Styling, chemische Haarfarben und falsche Haarpflege können das Haar so strapazieren, dass es verstärkt ausfällt.

In der Schwangerschaft ist der Östrogenspiegel hoch, wodurch viele Haare in der Wachstumsphase sind. Nach der Geburt normalisiert sich der Östrogenspiegel wieder und ein Großteil der Haare gehen erst in die Übergangs- und dann in die Ruhephase über, woraufhin sie ausfallen. Der Haarausfall, der oft nach Absetzen der Antibabypille beobachtet wird, hat die gleiche Ursache wie nach der Schwangerschaft: ein absinkender Östrogenspiegel.

Frauen haben durch die Menstruation einen erhöhten Bedarf an Eisen. Außerdem wird Eisen nicht so gut aufgenommen wie bei Männern, da Testosteron die Eisenaufnahme fördert. Mechanischer Zug, z. B. durch zu fest geflochtene Zöpfe oder einen zu fest gebundenen Dutt, kann auf Dauer Haarausfall begünstigen. Das gilt auch für Extensions. Auch Haarfärbemittel können Haarausfall verursachen.

Zusammenhang zwischen Haarausfall und Zwischenblutungen

Zyklusbedingter Haarausfall tritt bei Frauen auf und wird durch hormonelle Veränderungen im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus verursacht. Während des Menstruationszyklus durchlaufen Frauen mehrere Phasen, in denen sich das Hormonspiegel im Körper verändert. Wenn sich der Hormonspiegel im Körper verändert, kann dies den Haarwachstumszyklus beeinflussen.

Zyklusbedingter Haarausfall zeigt sich durch einen allmählichen Rückgang der Haardichte, der normalerweise in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus auftritt. Die Haare können auch schwächer und dünner werden und brechen leichter ab.

Zyklusbedingter Haarausfall ist normalerweise vorübergehend und erfordert keine spezielle Behandlung. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, um das Haarwachstum zu unterstützen und die Haare gesund zu halten. In seltenen Fällen kann zyklusbedingter Haarausfall auch ein Symptom für eine zugrunde liegende Erkrankung sein, wie zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Autoimmunerkrankung.

Hormonelle Einflüsse und Erkrankungen

Der weibliche Körper ist in den Lebensphasen - Pubertät, fruchtbare Jahre, Wechseljahre, Alter - Veränderungsprozessen unterworfen, die zu einem großen Teil von Hormonen abhängig sind. Mit der Geschlechtsreife in der Pubertät nehmen die Geschlechtsorgane ihre Funktion auf. In einem monatlichen Zyklus, der von den Hormonen des Hypothalamus, der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) und denen aus den Eierstöcken gesteuert wird, bereitet sich der weibliche Körper auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor. Mit den Wechseljahren klingen diese Prozesse nach und nach aus.

Die Geschlechtshormone, d. h. vor allem die Östrogene, das Gelbkörperhormon und das Testosteron spielen im Leben einer Frau eine besondere Rolle. Östrogene steuern die Geschlechtsentwicklung in der Pubertät. In der fruchtbaren Lebensphase sind die Östrogene dafür verantwortlich, dass jeden Monat ein Ei reift und die Gebärmutterschleimhaut - mit Unterstützung des Gelbkörperhormons - auf die Einnistung eines befruchteten Eis vorbereitet wird.

PCO-Syndrom

Etwa eine Million Frauen in Deutschland leiden am PCO-Syndrom. Verursacht wird es durch mehrere Störungen des Hormonhaushalts, die sich zudem gegenseitig verstärken. Das PCO-Syndrom ist auch mit einer gesteigerten Ausschüttung von Insulin vergesellschaftet. Man findet eine Insulinresistenz, d. h., das Insulin verliert seine Wirksamkeit und es entwickelt sich unter Umständen eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Länger andauernde (chronische) Zyklusstörungen mit sehr langen Abständen zwischen den Regelblutungen (Oligomenorrhö) oder Ausbleiben der Regel (Amenorrhö) und Anzeichen einer „Vermännlichung" weisen auch auf ein PCO-Syndrom hin. Ein Überschuss an männlichen Hormonen (Androgenen) äußert sich in männlichem Behaarungsmuster (Hirsutismus), Akne, Haarausfall (Alopezie) und erhöhten Androgen- und Testosteronwerten im Blut.

Die Haare auf dem Kopf fallen aus, dafür wachsen sie an unliebsamen Stellen, der Körper wird männlicher, Akne kommt hinzu, der Kinderwunsch bleibt unerfüllt: Das PCO-Syndrom, ist eine der häufigsten Ursachen von Unfruchtbarkeit.

Schilddrüsenprobleme

Es könnte an deiner Schilddrüse liegen. Die ist u. a. für die Hormon Produktion zustädnig. Wenn sie zu viele Hormone produziert, kann es mal zu Haarausfall kommen und auch Schmierblutungen verursachen. Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)Häufige Symptome sind Herzklopfen, Müdigkeit, Nervosität, Zittern, Gewichtsverlust bei normalem Appetit, vermehrtes Schwitzen, Wärmeintoleranz und in manchen Fällen verstärkte Regelblutungen.Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)Typische Symptome sind Müdigkeit, Trägheit, Kälteintoleranz, Muskelschmerzen, erhöhter Schlafbedarf, Gewichtszunahme (in der Regel mäßig), Verstopfung, Schwindel, trockene Haut, Haarausfall, belegte Stimme. In manchen Fällen treten auch verstärkte Regelblutungen auf.

Menstruationsstörungen

Hormonale Störungen, besonders in der Hypothalamus-Hypophysen-Eierstock-Achse, haben meist Auswirkungen auf den Monatszyklus und äußern sich in unterschiedlichen Menstruationsstörungen bis hin zur Unfruchtbarkeit. Menstruationsstörungen sind Abweichungen vom normalen Monatszyklus und heißen auch Zyklusstörungen oder Blutungsanomalien. Verändert ist entweder die Dauer und/oder die Stärke der Blutung oder der Abstand zwischen den Blutungen.

Zu den Menstruationsstörungen, die bei regelmäßigem Monatszyklus auftreten, gehören Zwischenblutungen sowie leichte Blutungen, die vor oder nach der Monatsblutung auftreten. Ursache der Blutung in der Zyklusmitte, zum Zeitpunkt des Eisprungs, kann ein kurzzeitiger Östrogenabfall sein. Eine Schmierblutung zwei bis drei Tage vor der Regelblutung kann durch eine Gelbkörperschwäche (Gelbkörperhormonmangel) bedingt sein. Eine Schmierblutung für zwei bis drei Tage im Anschluss an die Regelblutung tritt auf, wenn sich der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verzögert (Östrogenmangel).

Verlängerte oder verstärkte Regelblutungen

Wenn Harnwegsinfekte v.a. Blutungen, die regelmäßig und in normalen Intervallen auftreten, jedoch von längerer Dauer sind (mehr als 8 Tage). Oftmals sind diese mit erhöhtem Blutverlust (mehr als 80 ml je Menstruation) verbunden.Was sind verlängerte bzw. verstärkte Regelblutungen?In der Fachsprache werden zur starke und zu lange Regelblutungen als Menorrhagie bezeichnet.Blutungen in regelmäßigen, normalen Regelintervallen, die jedochlänger andauern (mehr als 8 Tage)und oftmals auch mit erhöhtem Blutverlust von mehr als 80 ml pro Monat verbunden sind.Wenn die Dauer der Menstruation normal ist und nur die Blutung deutlich stärker ausfällt, spricht man von einer Hypermenorrhö.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Grundsätzlich sollte jedoch sowohl bei einer ungewöhnlich langanhaltenden Blutung, die nach dem normalen Verlauf der Menstruation nicht abebbt, als auch bei Zwischenblutungen, die länger anhalten als wenige Stunden oder Tage, ärztlicher Rat eingeholt werden. Tritt eine Zwischenblutung während des normalen Zyklus einmalig auf und verschwindet nach kurzer Zeit von selbst, ist das kein Grund zur Besorgnis. Genauso verhält es sich mit einer Monatsblutung, die nur leicht verlängert ist.

Blutungen nach der Menopause sollen immer zeitnah ärztlich abgeklärt werden, ebenso wie verstärkte Regelblutungen über einen längeren Zeitraum.

Wechseljahre: Symptome, Tipps bei Hitzewallungen und Haarausfall | Dr. Julia Fischer | ARD Gesund

Diagnose und Behandlung

Es ist wichtig, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache von Haarausfall und Zwischenblutungen abzuklären. Die Diagnose kann eine körperliche Untersuchung, Bluttests und andere Tests umfassen. Die Behandlung hängt von der Ursache ab und kann Medikamente, eine Operation oder Änderungen des Lebensstils umfassen.

Wie geht die Ärztin/der Arzt vor?

  • Anamnese - folgende Fragen können gestellt werden
    • Wie äußern sich die Regelblutungen? Jetzt im Vergleich zu früher?
    • Dauer und Intervall?
    • Menge? Wird die Binde/der Tampon durchgeblutet?
    • Wie oft muss die Binde/der Tampon gewechselt werden?
    • Muss die Binde/der Tampon während der Nacht gewechselt werden?
    • Kommen Beimischungen von Blutklümpchen (Koageln) vor?
    • Sind die Regelblutungen schmerzhaft?
    • Treten Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr auf?
    • Wird eine Spirale verwendet?
    • Nehmen Sie andere Verhütungsmittel oder Medikamente ein?
    • Bestehen weitere Symptome?
    • Leiden Sie an anderen Erkrankungen?
    • Besteht auch ansonsten eine Blutungsneigung? Nasenbluten? Blaue Flecken auf der Haut?
    • Gibt es Fälle erhöhter Blutungsneigung in der Verwandtschaft? (Gilt für alle Formen von Blutungen)
  • Untersuchung
    • In der Regel nimmt Ihre Ärztin/Ihr Arzt eine gynäkologische Untersuchung der Gebärmutter und Eierstöcke vor.
    • Sofern nicht gerade erst erfolgt, werden Zellabstriche vom Gebärmutterhals (Pap-Abstrich) und/oder ggf. aus der Gebärmutter entnommen.
    • Bei Verdacht auf eine andere Grunderkrankung ist ggf. eine umfassendere Untersuchung erforderlich.
    • Eine Reihe von Blutuntersuchungen werden durchgeführt, u. a. zur Kontrolle der Hämoglobin- und Eisenwerte, denn häufig kommt es durch den hohen Blutverlust zur Blutarmut (Anämie).
    • Wird eine eine andere Grunderkrankung vermutet, werden ggf. andere Blutuntersuchungen durchgeführt.
    • Eine Ultraschalluntersuchung kann Myome und andere Veränderungen der Gebärmutter aufzeigen.
  • Überweisung zu Spezialist*innen
    • Bei Störungen der Menstruationsblutung werden Sie an eine gynäkologische Praxis überwiesen.
    • Bei ungeklärter Diagnose werden weitergehende Untersuchungen durchgeführt.

Behandlung von Menstruationsstörungen

Vor Beginn einer medikamentösen Behandlung sollten zugrunde liegende Erkrankungen ausgeschlossen werden. Bei vorliegender Blutarmut (Anämie) sollte auf ausreichende Eisenzufuhr, ggf. durch ein Eisenpräparat, geachtet werden.

Menstruationsstörungen können mit der Gabe von Hormonen behandelt werden. Dazu eignen sich orale Kontrazeptiva („Pille“), eine Hormonspirale oder eine Gestagentherapie vom 5. bis 26. Zyklustag (alternativ vom 16. bis 25. Zyklustag).

Alternativ können übermäßig starke Menstruationsblutungen mit Tranexamsäure behandelt werden. Das Medikament wird über 3-5 Tage eingenommen, sobald die starke Blutung beginnt.

Welche Menorrhagie-Therapie beim Auftreten einer Periode, die länger als sonst andauert, zum Einsatz kommt, hängt zunächst davon ab, worin die Ursache der Dauerblutung liegt. Eine ungewöhnlich starke und anhaltende Blutung kann medikamentös mit nicht-hormonellen Präparaten gestoppt werden. Eine hormon-basierte Menorrhagie-Therapie kann beispielsweise durch Kontrazeptiva wie die Pille, die Gabe synthetischer Gestagene (Gelbkörperhormone) oder sogenannte GnRH-Analoga (Antihormontherapie) erfolgen.

Behandlung von Haarausfall

In der Schulmedizin wird androgener Haarausfall bei Frauen meist mit Minoxidil behandelt (4). Dabei handelt es sich um eine Lösung, die auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Minoxidil verbessert die Durchblutung der Kopfhaut. Östrogenhaltige Anti-Baby-Pillen haben eine antiandrogene Wirkung und können so bei androgenem Haarausfall helfen (5). Die Pille hat aber auch viele Nebenwirkungen. Die Wirksamkeit bei Haarausfall ist jedoch nicht eindeutig erwiesen (6) und die Therapie ist umstritten, da auch hier Nebenwirkungen auftreten können, z. B. Ein weiterer Ansatz ist die Behandlung mit antiandrogenen Wirkstoffen, die den DHT-Spiegel senken.

Ernährung und Lebensstil

Auch beim Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) liegt eine Insulinresistenz zugrunde. Insulinresistenz ist die Ursache von Diabetes Typ 2, aber man kann auch insulinresistent sein, ohne Diabetes zu haben. Insulinresistenz schadet dem ganzen Körper. Die Haarwurzeln reagieren sehr empfindlich auf oxidativen Stress und Entzündungen, die durch Insulinresistenz verursacht werden.

Die Ernährung nimmt bei der Entstehung von Insulinresistenz eine zentrale Stellung ein. Insbesondere Zucker, Weißmehl und schlechte Fette fördern sie. Eine antientzündliche, pflanzenbasierte Ernährung kann Insulinresistenz hingegen gut entgegenwirken.

Am Haarwachstum sind viele verschiedene Nährstoffe beteiligt. Bei Frauen können zu häufige Diäten Nährstoffmängel begünstigen. Haarausfall ist ein typisches Symptom von Zinkmangel. Silicium stärkt die Haarstruktur und fördert die Durchblutung der Kopfhaut. Silicium steckt reichlich in Hafer und Braunhirse oder in speziellen Nahrungsergänzungen, z. B.

Eine gesunde Ernährung kann Haarausfall direkt und indirekt entgegenwirken. Chronische Entzündungen und Insulinresistenz verursachen aber nicht nur Haarausfall. Sie erhöhen auch das Risiko für Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und Demenz. Außerdem verringert eine gesunde Ernährung die Anfälligkeit für viele schädigende Einflüsse, die zu Haarausfall beitragen.

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