Volles Haar ist ein wichtiger Bestandteil für Wohlbefinden und Lebensqualität. Viele Menschen leiden jedoch unter Haarausfall und zunehmender Lichtung der Kopfbehaarung.
Im Medizinischen Versorgungszentrum Dillingen-Merzig (MVZ Dillingen-Merzig) sind wir mit unserem Expertenteam an den beiden Standorten für Sie da. Unsere Schwerpunkte sind die medizinische Ästhetik, Lasermedizin und Behandlung gegen Haarausfall. Viele Ärzte und Ärztinnen arbeiten in Dillingen und Merzig seit vielen Jahren zusammen.
Alopezie ist der Fachbegriff für eine verminderte Haardichte, umgangssprachlich Haarausfall. Das Wort „Alopezie“ stammt von dem altgriechischen Wort für „Fuchs“ άλώπηξ (alōpēx) ab. Der Haarwechsel oder ein krankheitsbedingter Haarverlust der Füchse erklären möglicherweise die Herkunft des Wortes.
Normalerweise verfügt jeder Mensch über rund 1 Mio. Haarfollikel. Dabei sind die meisten Eigenschaften der Haare veranlagt. So entscheiden unsere Gene darüber, wie viele Haare wir haben und wie dicht diese sind. Auch die Farbe gehört zu diesen Aspekten. Normalerweise fallen täglich bei gesunden Menschen etwa 100 Kopfhaare aus. Wenn mehr als 80 Haare pro Tag ausfallen, handelt es sich nicht um den normalen Haarwechsel. Sie sollten etwas dagegen tun.
Fällt eine wesentlich höhere Zahl aus, könnte eine Haarausfall-Erkrankung vorliegen. In diesem Fall bitten wir Sie darum, einen Termin in unserer Praxis zu vereinbaren. Wir untersuchen Sie sorgfältig, um Ihnen eine effektive Behandlung anzubieten.
Die Art und Schwere des Haarausfalles kann sehr unterschiedlich sein. In den meisten Fällen ist der Verlust von Haaren auf das Alter oder den Hormonhaushalt zurückzuführen. Was Ihrer individuellen Situation zugrunde liegt, finden wir in unserer Praxis anhand einer umfassenden Anamnese sowie einer Blut- und Haaranalyse heraus.
Häufige Ursachen für Haarausfall sind:
In 8 von 10 Fällen ist Haarausfall erblich bedingt. Die Haarwurzeln sind „überempfindlich“ gegenüber den Androgenen (männlichen Hormonen) und es kommt zu einem schleichenden Haarausfall bis zur Glatze - auch bei Frauen. Die alleinige Hormonuntersuchung im Blut reicht nicht aus, um diesen Haarausfall zu erkennen. Auch Menschen mit völlig normalem Hormonstatus können wegen der Überempfindlichkeit der Haarwurzeln daran erkranken.
Schadstoffe können in sehr unterschiedlichen Konzentrationen über die Atemluft oder Nahrungsmittel aufgenommen werden. Plötzliche (akute) Vergiftungen gehen in der Regel mit heftigen, teilweise lebensbedrohlichen Symptomen kurze Zeit nach der Einnahme einer größeren Schadstoffmenge einher. Eine chronische Vergiftung (Langzeitvergiftung) ist häufig schwer zu diagnostizieren. Unspezifische und leichte Beschwerden lange Zeit nach Beginn der Giftaufnahme über einen langen Zeitraum erschweren den Verdacht. Ein Haarausfall kann in sehr seltenen Fällen ein Anzeichen einer chronischen Vergiftung sein.
Einige Schadstoffquellen und ihre Auswirkungen:
Der hormonell-erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie) betrifft sowohl Männer als auch Frauen. Wie der Name schon verrät, hängt der Haarausfall in diesem Fall mit der hormonellen Umstellung und den Genen zusammen. Die Regionen des Haarausfalls unterscheiden sich jedoch zwischen beiden Geschlechtern. Bei Männern kommt es zum Haarverlust an den Schläfen und der Stirn während bei Frauen die Haare sich im Scheitelbereich lichten.
Aufgrund ihrer Anwenderfreundlichkeit sind bei männlichem Haarausfall die Norwood-Hamilton- und bei Haarausfall bei Frauen die Ludwig-Klassifikation weit verbreitet.
Norwood-Hamilton-Klassifikation (Männer):
Ludwig-Klassifikation (Frauen):
Um den richtigen Grund herauszufinden, brauchen wir eine Haaranamnese, Trichogramm (Haarwurzelanalyse) oder Trichoscan (Kopfhaut und Haaranalyse), Blut/ Laboranalyse (Blutbild, Eisen und andere Spurenelemente). Es ist notwendig für eine erfolgreiche Therapie. Blutergebnisse sollten frisch sein, maximal 4 Wochen alt.
Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall. Deshalb ist als erster Schritt eine sorgfältige Untersuchung erforderlich:
Verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten zur Feststellung von Haarausfall:
Wenn die Ursache Ihres Haarausfalles durch die fachärztliche Untersuchung geklärt ist, kann eine gezielte Behandlung erfolgen. Auf diese Weise können wir in den meisten Fällen die Ursache Ihres Haarausfalles herausfinden und eine passgenaue wissenschaftlich belegte Therapie empfehlen, um dem weiteren Verlust des Haares so effektiv wie möglich vorzubeugen. Diese führen - regelmäßig und dauerhaft angewandt - meist zu einem sehr guten Behandlungsergebnis. Wir beraten Sie gerne.
Therapiemöglichkeiten bei Haarausfall:
Eine besondere Therapiemöglichkeit, die unsere Praxis durchführt, ist die PRP-Therapie. Da sich nicht jede Behandlung immer anbietet, entscheiden wir uns gezielt und sorgfältig für die passende Methode. Selbstverständlich beziehen wir Sie und Ihre Anliegen mit ein.
PRP-Therapie (Eigenbluttherapie):
Die Behandlung mit eigenem Blut stoppt den Haarausfall und regt das Haarwachstum an. Es liegen zahlreiche wissenschaftliche Studien vor, die den Nutzen der Behandlung belegen [1][2][3][4]. Die Behandlung sollte in der Regel drei Mal wiederholt werden.
Blutplättchen enthalten zahlreiche Wachstumsfaktoren und stimulierende Mediatoren. Wachstumsfaktoren wie der insulinähnliche Wachstumsfaktor (IGF-1), der Hepatozyten-Wachstumsfaktor (HGF), der Keratinozyten-Wachstumsfaktor und der vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor (VEGF) fördern die Wachstumsphase des Haarzyklus [6].
In Untersuchungen zeigt sich, dass die Haardichte und Haardicke bei der Kombinationsbehandlung mit eigenem Blut und Microneedling stärker und schneller zunimmt als bei alleiniger Behandlung mit eigenem Blut [9] oder bei alleiniger Behandlung mit Microneedling [10].
Microneedling:
Das Microneedling ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem mehrere feine Nadeln verwendet werden, um Mikropunkturen in der Haut zu erzeugen. Das Microneedling ist ein sicheres Verfahren zur Behandlung von Aknenarben, Mundfalten, Krähenfüßen, Verbrennungsnarben und Schwangerschaftsstreifen, entweder allein oder in Kombination mit anderen Verfahren [8].
Die Kosmetikindustrie empfiehlt für jede Bedürfnisse ein passendes Shampoo. Hier muss unterschieden werden, ob der Hersteller eine Wirkung an der Haarwurzel oder am Haarschaft verspricht. Ein Shampoo, welches das Haarwachstum mit Coffein anregen soll, gibt eine Wirkung an der Haarwurzel vor.
Unabhängige wissenschaftliche Belege für eine haarwachstumsfördernde Wirkung von Shampoos gibt es nicht. Von der Wirksamkeit der Wirkstoffe abgesehen, ist zu bezweifeln, dass die Stoffe bei der Haarwäsche in ausreichender Konzentration und ausreichend lange einwirken können.
Ein Shampoo enthält waschaktive Substanzen (Tenside), Wasser, Pflegestoffe und Zusatzstoffe (Konservierungsmittel, Duftstoffe, Farbstoffe, Verdickungsmittel). Ein Haarwaschmittel setzt sich durchschnittlich aus 10 bis 30 Inhaltsstoffen zusammen [53].
Die Tenside lösen die Fette im Wasser und bilden den Schaum. Positiv geladene kationische TensideVertreter: Stearalkonium chloride, Behentrimonium Methosulfate, Cetrimonium chlorideEigenschaften: Wirken antistatisch, reinigen schlecht und schäumen nicht gut.
Im Durchschnitt kommen in einem Shampoo drei verschiedene Tenside zum Einsatz. Am häufigsten finden sich Natriumlaurylethersulfat, Kokosbetain (Cocamidopropyl Betaine) und Glykoldistearat. Kokosbetain (Cocamidopropyl Betaine) ist gut hautverträglich und wird aus Kokosnussöl und Dimethylaminopropylamin hergestellt.
Gewisse Zusatzstoffe von Shampoos können Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen. Diese Stoffe werden auch als Allergene bezeichnet. Besonders häufig eingesetzte Allergene sind die Duftstoffe Linalool, Limonene, Citronellol, Hexylzimtaldehyd, Benzyl Salicylate und Benzylalkohol.
Zu den häufigsten Konservierungsstoffen in Shampoos gehören Sodium Benzoate, Phenoxyethanol und Benzoesäure.
Zusatzstoffe aus der Gruppe der Ethanolamines werden in Shampoos zur Einstellung des pH-Wertes eingesetzt. Zu dieser Stoffgruppe gehören Monoethanolamine (MEA), Diethanolamine (DEA) und Triethanolamine (TEA). Die Substanzen können Allergien, Hautreizungen und asthmaähnliche Symptome auslösen und stehen im Verdacht, eine krebserzeugende Wirkung zu haben [58].
Phthalate werden in Haarpflegeprodukten eingesetzt, um die Haare geschmeidiger zu machen. Zu den Vertretern dieser Gruppe gehören: Benzyl Butyl Phthalate (BBP), Diethylhexyl Phthalate (DEHP), Diethylhexyl Terephthalate (DEHTP), Dimethyl Phthalate (DMP), Di-Isobutyl Phthalate (DiBP), Di-n-Butyl Phthalate (DBP), Di-Isononyl Phthalate (DiNP).
Bisphenole insbesondere Bisphenol A (BPA) wird bei Herstellung von Kunststoffen eingesetzt und kann von der Verpackung auf den Verpackungsinhalt übergehen [60]. Bisphenol A entfaltet im menschlichen Körper hormonähnliche Wirkungen.
Die Nachhaltigkeit von Shampoos sollte ebenfalls ein Auswahlkriterium sein, angesichts der Tatsache, dass ein Europäer im Durchschnitt 2kg Shampoo pro Jahr verbraucht. Über die Inhaltsstoffe hinaus, haben die Verpackung, die Herstellung und der Transport einen Einfluss auf den CO2 Ausstoß und die Wasserverschmutzung [62].
Die waschaktiven Substanzen (Tenside) in herkömmlichen Shampoos werden in der Regel auf Erdölbasis hergestellt (Ammonium Lauryl Sulfate und Natriumlaurylsulfat).
Silikone machen das Haar glatt, geschmeidig und besser kämmbar. Zu den Silikonen gehören unter anderem Dimethicone, Dimethiconol, Cyclomethicone, Phenyltrimethicone, Octamethylcyclotetrasiloxan (D4), Decamethylcyclopentasiloxan (D5) und Dodecamethylcyclohexasiloxan (D6) und Amidomethicone. Silikone sind langlebig und können sich in der Umwelt anreichern.
Etwa jeder zweite US-Bürger nimmt Nahrungsergänzungsmittel zu sich [68]. Jährlich werden weltweit etwa 7 Milliarden US-Dollar für Nahrungsergänzungsmittel ausgegeben [69]. Anders als bei Arzneimitteln ist für die Herstellung und Vermarktung der Nachweis der Wirksamkeit nicht erforderlich. Auch gibt es keine Gesetze, die den Verbraucher vor irreführenden Werbeversprechen schützen, wie bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Dennoch sind Nahrungsergänzungsmittel nicht frei von Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen. Viele Anbieter machen irreführende Werbeversprechen oder irreführende Angaben zum tatsächlichen Tagesbedarf an Vitaminen und Spurenelementen [71].
Vitamine und ihre Auswirkungen auf das Haar:
Im Mittelpunkt unseres ärztlichen Handelns steht immer Ihre Hautgesundheit. Deswegen nehmen wir uns Zeit für Anamnese und Beratung und erstellen anschließend ein individuelles Behandlungskonzept.
Das MVZ Dillingen-Merzig ist aus der Praxis Dr. Kessler hervorgegangen. Mit den verschiedenen Spezialisierungen decken wir nun ein breites Behandlungsspektrum unter einem Dach ab. So profitieren Sie von unserer jahrzehntelangen Erfahrung in der ästhetischen Medizin, Dermatologie, Allergologie und Chirurgie.
Zudem sorgt unser freundliches Praxisteam für kurze Wartezeiten und optimale Abläufe - damit Sie sich bei uns rundum wohlfühlen.
All unser Wissen für Ihre Haut, das leben wir jeden Tag aufs Neue!
Vereinbaren Sie einen Termin mit unseren Fachärzten! Bei weiteren Fragen zum Thema Diagnostik und Therapie bei Haarausfall oder zur Vereinbarung eines Termins wenden Sie sich gerne an unser Team.
Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt, wenn Sie gesundheitliche Bedenken haben.
tags: #haarausfall #spezialist #saarland
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.