Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das Männer und Frauen gleichermaßen betrifft und das Selbstwertgefühl sowie das persönliche Wohlbefinden stark beeinträchtigen kann. Oftmals werden die Symptome als diffus wahrgenommen und auf Stress oder Schlafmangel zurückgeführt. Doch gerade bei Frauen ist Eisenmangel häufig die Ursache für Beschwerden wie Müdigkeit, Haarausfall und Kopfschmerzen.
Eisen ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff, der in zahlreichen biologischen Prozessen eine wichtige Rolle spielt. Eisen spielt eine entscheidende Rolle im Körper, von der Energiegewinnung bis zur Funktion des Immunsystems.
In diesem Artikel werden wir uns mit den Ursachen von Haarausfall, Schwindel und Kopfschmerzen befassen, insbesondere im Zusammenhang mit Eisenmangel und Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Wir werden auch die Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten untersuchen.
Eine oft unterschätzte, aber bedeutende Ursache für diffusen Haarausfall ist Eisenmangel. Eisenmangel ist eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall. Das Spurenelement ist für den Sauerstofftransport zu den Haarfollikeln verantwortlich, es stärkt und nährt die Haarwurzeln. Eisen verleiht den Blutzellen nicht nur ihre rote Farbe, sondern auch die Fähigkeit, Sauerstoff von der Lunge zu den Körperzellen zu transportieren, um daraus Energie zu gewinnen. Deshalb fühlt man sich bei Eisenmangel müde und schwach. Zudem ist Eisen wichtig für die Muskelfunktion. Fehlt dem Körper Eisen, kann dies zu einer Muskelschwäche führen.
Haarausfall bei Eisenmangel tritt auf, weil Eisen entscheidend für die Gesundheit der Haarfollikel ist. Eisenmangel führt zu einer verminderten Sauerstoffversorgung der Haarfollikel. Dies führt dazu, dass das das Haarwachstum verlangsamt wird. Zudem stört Eisenmangel den Energiestoffwechsel und die Zellteilung in den Follikeln.
Anämie ist eine häufig übersehene Ursache für Haarausfall, obwohl sie das Haarwachstum erheblich beeinträchtigen kann. Mehr als 500 Millionen Menschen weltweit leiden an Eisenmangelanämie - sie ist damit eine der häufigsten Formen der Blutarmut.
Ohne ausreichend Eisen ist die Sauerstoffversorgung der Haarfollikel beeinträchtigt. Das wirkt sich negativ auf den Zellstoffwechsel aus, was dazu führen kann, dass die Haarwurzeln geschwächt werden. Die Folge: Die Haare werden brüchig, dünner und fallen vermehrt aus.
Ein niedriger Hämoglobinwert bedeutet, dass die Haarwurzeln schlechter mit Sauerstoff versorgt werden. Das kann die Haarproduktion verlangsamen und zu vermehrtem Ausfall führen. Besonders bei Frauen ist Haarausfall durch Eisenmangel weit verbreitet.
Haarausfall bei Eisenmangel ist eine spezielle Form des Haarausfalls, die unter dem Begriff telogenes Effluvium bekannt ist. Dabei wechseln viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase und fallen schließlich vermehrt aus. Dies führt dazu, dass mehr Haare in die Telogenphase übergehen, was als Telogenes Effluvium bekannt ist.
Damit es erst gar nicht so weit kommt und Haarausfall frühzeitig vorgebeugt werden kann, ist ein frühes Erkennen von Eisenmangel wichtig. Wenn du Haarausfall durch Eisenmangel vermutest, ist ein Bluttest zur Bestimmung des Ferritinwertes sinnvoll. Insbesondere den Ferritinwert, da dieser die Eisenspeicher im Körper widerspiegelt.
Ursachen für einen Eisenmangel können vielfältig sein: Eine einseitige Ernährung, starke Menstruationsblutungen, chronische Blutverluste oder eine Schwangerschaft zählen zu den häufigsten Auslösern. Für Männer: ca.
Wenn der Körper nicht ausreichend Eisen zur Verfügung hat, sinkt der Hämoglobinwert, was die Sauerstoffversorgung der Haarwurzeln beeinträchtigt. Doch Haarausfall bei Eisenmangel tritt meist nicht allein auf.
Typische Dosierungen liegen hier bei 30-60 mg elementarem Eisen, also tatsächlich im Präparat verfügbares Eisen pro Tag. Im Alltag, bei leichtem Mangel, reichen meist schon niedrigere Dosierungen aus, um einen guten Eisenspiegel zu erreichen oder zu halten. Achte also immer auch präventiv auf deine Eisenzufuhr.
Eisenmangel ist eine häufige, aber oft übersehene Ursache für Haarausfall, insbesondere bei Frauen.
Die gute Nachricht: Haarausfall durch Eisenmangel ist in den meisten Fällen nicht dauerhaft. Allerdings ist Geduld gefragt. Der Körper benötigt zunächst ausreichend Eisen und andere Nährstoffe, um die Haarfollikel zu regenerieren. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, doch in den meisten Fällen lässt der Haarverlust nach 8-12 Wochen gezielter Therapie deutlich nach.
Ein ausgewogener Speiseplan mit einem hohen Eisengehalt ist entscheidend für gesunde, kräftige Haare. Besonders bei Haarausfall durch Eisenmangel. Eisen spielt eine wichtige Rolle für die Sauerstoffversorgung der Haarfollikel. Fehlt es, werden die Haare dünn, spröde und fallen vermehrt aus.
Tierische Produkte enthalten Hämeisen, das der Körper besser aufnimmt. Pflanzliches Eisen benötigt zur besseren Verwertung Vitamin C. Daher ist die Kombination z. B. mit Vitamin C (z. B. Vitamin C (z. B. Vor allem bei pflanzlichem Eisen ist für eine optimale Aufnahme die Kombination mit Vitamin C reichen Lebensmitteln (z.B. Paprika, Zitrusfrüchte, Tomaten) wichtig.
Zusätzlich sollten bestimmte Lebensmittel in Kombination mit eisenreichen Lebensmitteln vermieden werden, da bestimmte Stoffe die Eisenaufnahme hemmen. Dazu gehören z.B. Kaffee und calciumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte. Achte hier auf einen ausreichenden Abstand (ca.
Regelmäßige Blutuntersuchungen können helfen, Defizite frühzeitig zu erkennen und Überdosierungen zu vermeiden.
Hilft Eisen gegen Haarausfall? Ja - insbesondere dann, wenn Eisenmangel die Ursache ist.
Haarausfall durch Eisenmangel ist in den meisten Fällen reversibel, sofern die Ursache rechtzeitig erkannt und gezielt behandelt wird.
Eisenhaltige Lebensmittel:
Eisenaufnahme verbessern:
Eisenaufnahme hemmen:
Die Rolle der Schilddrüse bei Haarausfall, Schwindel und Kopfschmerzen
Schilddrüsenerkrankungen nehmen ab der Lebensmitte zu, vor allem bei Frauen. Beschwerden wie Müdigkeit, Schwitzen, Haarausfall, Gewichtszunahme und Schlaflosigkeit werden dann häufig vorschnell den Wechseljahren zugeschrieben.
Schilddrüsenhormone beeinflussen unter anderem auch die haarbildenden Zellen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) verlangsamt sich das Haarwachstum, die Haare werden brüchig, matt, stumpf und können ausfallen. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) wachsen die Haare zu schnell, werden immer dünner, können leicht abbrechen und so nur noch eine kurze Länge erreichen. Zudem kann der Wachstumsrhythmus gestört werden, sodass auch ein diffuser Haarausfall auftreten kann. Schließlich können auch Medikamente, die zur Behandlung einer Hyperthyreose verordnet werden (Thyreostatika), zum Haarausfall führen. Daher sollte bei Problemen mit der Haarpracht und bei Haarausfall immer auch die Schilddrüsenfunktion abgeklärt werden.
Auch psychische Beschwerden wie Depressivität, Antriebsarmut, Teilnahmslosigkeit oder Konzentrations- und Gedächtnisstörungen können durch die Erkrankung hervorgerufen werden.
Schilddrüsenhormone regulieren unter anderem auch den Hirnstoffwechsel. Bei einem Mangel an Schilddrüsenhormonen (Hypothyreose) kommt es zu einer Verlangsamung verschiedener Gehirnfunktionen. Typische Folgen sind eine depressive Verstimmung, Antriebslosigkeit oder Konzentrationsstörungen.
Vereinfacht ausgedrückt wirken Schilddrüsenhormone wie Energielieferanten für viele Körperzellen. Bei einem Mangel an Schilddrüsenhormonen (Hypothyreose) kommt es daher zu einer Drosselung und Verlangsamung vieler körperlicher und seelischer Körperfunktionen. Ein typisches Symptom der Unterfunktion ist eine ausgeprägte Müdigkeit in Kombination u. a. mit Antriebslosigkeit, Mutlosigkeit und depressiver Verstimmung.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion kommt es zu langsamerem Puls, einem eher niedrigen Blutdruck und auch zu Herzrhythmusstörungen. Schilddrüsenhormone beeinflussen auch das Wachstum und die Qualität der Fuß- und Fingernägel.
Typische Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) sind eine verringerte Libido und ein abnehmendes sexuelles Interesse.
Die Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion erfolgt stufenweise. Zunächst wird der TSH-Wert bestimmt. Dabei handelt es sich um ein Hormon (Thyreoidea-stimulierendes Hormon), das in der Hypophyse produziert wird und die Produktion von T3 und T4 in der Schilddrüse stimuliert. Ist es erhöht, kann das - vereinfacht gesagt - ein Zeichen dafür sein, dass dem Körper Schilddrüsenhormone fehlen.
Die Behandlung einer symptomatischen Hypothyreose erfolgt durch die Substitution mit L-Thyroxin (Levothyroxin). Es entspricht dem körpereigenen Schilddrüsenhormon T4. Im Blut und den meisten Körperzellen wird es in T3 umgewandelt. Das ist die biologisch deutlich aktivere und wirksamere Form der beiden Schilddrüsenhormone.
L-Thyroxin sollte am besten auf nüchternen Magen, 30 Minuten vor dem Essen, am besten vor dem Frühstück, eingenommen werden. Hormonausschüttungen im Körper unterliegen einem tageszeitlichen Rhythmus, deshalb ist es ratsam, auch L-Thyroxin immer zur selben Uhrzeit einzunehmen.
Frauen leiden häufiger als Männer an einer Schilddrüsenunterfunktion und besonders häufig an Hashimoto-Thyreoiditis. Insbesondere im Alter zwischen 30 und 50 tritt die Erkrankung bei ihnen auf. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann bei einer Frau auch spezifische Symptome verursachen: Zum einen kann sie zu Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus, wie einem Ausbleiben der Monatsblutung oder besonders starken Regelblutungen, führen.
In der Schwangerschaft sind ausreichende Schilddrüsenhormone auch für das heranwachsende Kind essenziell, denn ein ausgeprägter Mangel kann zu Gedeihstörungen und Intelligenzminderung führen.
Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion müssen auf keine Lebensmittel verzichten.
Symptome der Schilddrüsenunterfunktion:
Ursachen der Schilddrüsenunterfunktion:
Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion:
Was Sie bei Verdacht auf Eisenmangel und/oder Schilddrüsenunterfunktion tun sollten:
Wenn Sie mehrere der genannten Symptome bei sich feststellen, insbesondere wenn Sie eine Frau sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Ein Bluttest kann den Eisenspiegel im Körper bestimmen und klären, ob ein Eisenmangel vorliegt.
Sollten Sie eine oder mehrere der unten aufgeführten Veränderungen an Ihrem Körper feststellen, empfiehlt es sich, einen Arzt / eine Ärztin aufzusuchen. In den meisten Fällen handelt es sich aber nicht um Krebs, sondern um andere Erkrankungen. Sollte jedoch eine bösartige Gewebeveränderung vorliegen, kann der Arzt / die Ärztin sie vielleicht noch in einem frühen Stadium feststellen - dann ist die Chance groß, dass die Erkrankung heilbar ist.
Auch wenn solcherlei Beschwerden oft durch andere Erkrankungen ausgelöst werden - Klärung diesbezüglich kann nur der Arzt oder die Ärztin herbeiführen.
Referenzen:
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