Haarausfall nach der Schwangerschaft: Ursachen und wirksame Behandlungen

Viele frisch gebackene Mütter leiden unter plötzlichem Haarausfall. Während der Schwangerschaft war die Haarpracht noch voll, nach der Geburt des Kindes fallen die Haare aber vermehrt aus und sind stumpf. Auch wenn Muttersein das höchste Glück ist - vor allem in den ersten Monaten kann es auch sehr anstrengend sein. Der Alltag mit Baby ist überwiegend geprägt von Schlafmangel. Und obendrein findet man gefühlt mehr Haare in der Bürste, Dusche und auf dem Kissen als auf dem eigenen Kopf. Unsere Experten aus dem HAARZENTRUM AN DER OPER erklären, welche Ursachen hinter dem Haarausfall nach der Schwangerschaft stecken und welche Behandlungen am hilfreichsten sind.

Eine Schwangerschaft beeinflusst den Hormonhaushalt der Frau während und nach der Schwangerschaft in signifikanter Weise, daher sind Haarveränderungen in der Schwangerschaft häufig. Während viele Frauen zunächst volleres Haar bemerken, kann es nach der Geburt zu verstärktem Haarausfall kommen. Dieser postpartale Haarverlust ist in den meisten Fällen völlig normal und vorübergehend.

Hormonell bedingter Haarausfall nach der Schwangerschaft - wirkungsvolle Tipps

Ist Haarausfall nach der Schwangerschaft normal?

Auch wenn Mütter zurecht in Panik verfallen, wenn das Haar immer dünner wird und es zunächst für den Haarausfall kein Halten zu geben scheint. Wir können sie beruhigen: Der Haarausfall nach der Schwangerschaft ist ganz normal und tritt sehr häufig auf.

Ursachen für Haarausfall nach der Schwangerschaft

Die Ursache für das postpartale Effluvium liegt wie so oft im Hormonhaushalt: Während der Schwangerschaft sorgt der Östrogenschub dafür, dass mehr Haare als üblich in der Wachstumsphase gehalten werden. Das Haar hat also eine längere Lebenszeit als normal, was die Mähne noch voller macht. Nach der Geburt jedoch fällt der Östrogenspiegel ab, wodurch die Haare aus der Wachstumsphase in die Ruhezeit verlegt werden. Dort verweilen die Haare eine Weile, bevor sie ausfallen. Dies geschieht ungefähr wenige Wochen bis zu fünf Monate nach der Entbindung.

Der Haarausfall hat zu diesem Zeitpunkt aber entgegen vieler Gerüchte nichts mit dem Stillen zu tun. Der Körper benötigt zwar die Fettreserven der Mutter, um die Milch kalorienreich herzustellen und beansprucht auch viele Nährstoffe für die Milchproduktion, Haarausfall wird jedoch nicht dadurch verursacht.

Weitere mögliche Gründe für Haarausfall in der Schwangerschaft:

  • Eisenmangel: Gerade in der zweiten Schwangerschaftshälfte kommt es bei vielen werdenden Müttern zu einem Eisenmangel. Dieser kann unter anderem auch zu Haarausfall in der Schwangerschaft führen.
  • Schilddrüsenprobleme: Neben Eisenmangel sind auch Probleme mit der Schilddrüse weit verbreitet unter Schwangeren. Und eine Über- oder Unterfunktion kann auch Haarausfall verursachen.
  • Stress: Ist Stress die Ursache für den Haarverlust in der Schwangerschaft, kommt es in manchen Fällen zu Telogen-Effluvium (TE), einem diffusem Haarausfall von Haaren im Ruhezustand, der über den ganzen Kopf verteilt auftritt.

Wie lange dauert der Haarausfall nach der Schwangerschaft?

In der Regel normalisiert sich das Haarwachstum innerhalb von sechs bis zwölf Monaten von selbst. Meist beginnt der Haarausfall nach Schwangerschaft und Geburt bereits wenige Wochen nach der Entbindung, manchmal setzt er auch erst nach fünf Monaten ein. Bei manchen Frauen fallen viele Haare aus und sammeln sich in der Bürste oder im Waschbecken. Das erscheint bedrohlich, ist aber kein Grund zur Sorge.

Was hilft gegen Haarausfall nach der Schwangerschaft?

Um den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen und den Körper nach den Strapazen der Schwangerschaft und der Geburt zu regenerieren, braucht es Zeit! Auch der Haarausfall wird sich in der Regel nach ein paar Monaten wieder einstellen und die Haarpracht wird nach und nach zurückkehren. Hier ist also Geduld das beste Rezept.

Um den Haarausfall aber nicht zusätzlich zu verstärken und das Wachstum neuer Haare ein wenig zu beschleunigen, gibt es mögliche Behandlungen, die helfen.

Tipps gegen Haarausfall nach der Schwangerschaft:

  • Ausreichend Nährstoffe zu sich nehmen! Ernähren Sie sich ausgewogen und achten Sie auf ausreichend zink-, eisen-, und magnesiumreiche Nahrung.
  • Sich Ruhe gönnen! Was kurz nach der Entbindung besonders schwer ist, sollte aber zumindest versucht werden. Zusätzlich hoher Stress ist leider nicht hilfreich.
  • Sanfte Shampoos verwenden! So werden das Haar und die Kopfhaut geschont.
  • Den Kopf massieren! Eine Massage der Kopfhaut regt die Durchblutung und die Haarfollikel an. Außerdem hilft es auch, zur Ruhe zu finden.
  • Behandeln Sie Ihr Haar behutsam! Benutzen Sie milde Shampoos und gute Kämme und Bürsten, die das Haar sanft entwirren und die Hornschicht nicht aufrauen.
  • Verzichten Sie auf chemische Färbemittel, heiße Föhnluft, Glätteisen oder Lockenstäbe, die die Haarstruktur schädigen können.
  • Gönnen Sie sich einen guten Haarschnitt, damit Sie sich auch mit der veränderten Haarsituation wohlfühlen.
  • Sorgen Sie im Wochenbett für ausreichenden Schlaf zum Regenerieren. Schlafen Sie am besten immer dann, wenn Ihr Baby auch schläft.

Auch hormonell bedingt: die androgenetische Alopezie Neben den hormonellen Veränderungen, die zu einem Haarausfall nach der Schwangerschaft führen, gibt es auch Veranlagungen, die Auslöser für eine weitere Art des Haarausfalls sind, nämlich den hormonell erblich bedingten Haarausfall.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Die Haare fallen auch zehn Monate nach der Entbindung noch aus? Es treten vermehrt kahle Stellen am Kopf auf? Sicherheitshalber sollten dann der Frauenarzt und ein Dermatologe aufgesucht werden. Die Ursache kann ein Nährstoffmangel sein. Auch eine Schilddrüsenerkrankung ist eine mögliche Ursache. Beides lässt sich aber einfach behandeln, sodass auf jeden Fall noch Hoffnung bleibt, dass die alte Haarpracht zurückkehrt.

Wenn der Haarausfall besonders stark ist, über ein Jahr anhält oder kahle Stellen entstehen, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. In einigen Fällen können auch andere Ursachen wie ein Nährstoffmangel oder Schilddrüsenerkrankungen vorliegen, die behandelt werden müssen.

Behandlungsmöglichkeiten im HAARZENTRUM AN DER OPER

Im HAARZENTRUM AN DER OPER gibt es verschiedene Behandlungen, mit denen auch genetisch bedingter Haarausfall bekämpft werden kann. Wir bieten Behandlungen an, in denen von innen heraus das Haarwachstum angeregt wird. Auch Laserbehandlungen, Methoden mit Eigenblut wie bei der PRP-Behandlung, Behandlungen mit LED-Licht und einige mehr, mit denen das Haarwachstum wieder angeregt wird, gehören ebenfalls zu unseren Leistungen.

Meist kann schon eine regenerative Therapie, die PRP-Therapie, helfen, den Haarverlust aufzuhalten. Die Behandlung ist minimal-invasiv und frei von Nebenwirkungen. Die PRP-Therapie ist eine Eigenblut-Plasma-Therapie. Die Grundsubstanz, das "Platelet Rich Plasma", wird durch eine spezielle Aufbereitung des von der Patientin entnommenen Blutes gewonnen. Es handelt sich um hochkonzentriertes Blutplasma, welches viele Wachstumsfaktoren, Zytokine und Mikronährstoffe enthält. Diese Stoffe sind wichtig für die Zellteilung und -regeneration. Dadurch werden die Haarfollikel stimuliert und die Kopfhaut besser durchblutet.

Lässt sich das eigene Haar nicht mehr regenerieren, kann eine Haartransplantation die rettende Alternative sein. Mit der I-FUE-Technik (Intermittent Follicular Unit Extraction) wird Ihr eigenes Haar an die kahlen Stellen transplantiert. Ein schonender Eingriff, bei dem hohe Anwuchsraten zu erwarten sind.

Darum gilt: je früher der Haarausfall durch regenerative Behandlungen gestoppt wird, desto erfolgreicher wird die späte Haartransplantation sein.

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