Volles und kräftiges Haar gilt oft als Symbol für Jugend, Schönheit und Vitalität. Wenn der natürliche Haarwachstumszyklus aus dem Takt gerät und es zu vermehrtem Haarausfall kommt, kann dies für viele Betroffene sehr belastend sein. Eine der möglichen Ursachen für Haarausfall sind Schilddrüsenfunktionsstörungen.
Die Schilddrüse ist ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ im vorderen Halsbereich, das eine entscheidende Rolle in unserem Körper spielt. Sie produziert wichtige Hormone, die viele unserer Körperfunktionen regulieren - von der Temperaturregulierung bis hin zum Stoffwechsel.
Die Schilddrüse produziert die Hormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3), die über den Blutkreislauf in die Haarfollikel gelangen und dort das Haarwachstum beeinflussen. Diese Hormone steuern die Zellerneuerung und den Stoffwechsel der Haarzellen, was das Wachstum der Haare direkt unterstützt. Ebenso beeinflussen die Regelhormone der Schilddrüse - genauer das Thyreotropin-Releasing Hormon (TRH) und Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH) - wichtige Prozesse im Haarwachstumszyklus.
In den menschlichen Haarfollikelzellen wird das Haar gebildet und dort ist auch die Haarwurzel verankert. Diese Zellen besitzen Rezeptoren, an die die Schilddrüsenhormone binden können. Die dadurch ausgelösten Signale und Prozesse wirken sich direkt auf das natürliche Haarwachstum aus.
Es ist wichtig zu verstehen, dass die Haarfollikel einen natürlichen Kreislauf durchlaufen:
Wenn die Haarfollikel durch zu wenige oder zu viele Hormone fehlgesteuert werden, ist ihr Wachstum fehlgeleitet. Dadurch erlangen die Haare keine ausreichende Stabilität und werden zu fein, matt und brüchig. Zudem erreichen sie nicht ihre gewohnte Länge und fallen zu früh oder direkt aus.
Weil Deine Haare ständig wachsen und erneuert werden, sind sie auf eine konstante Versorgung mit Hormonen angewiesen. Wenn Deine Schilddrüse also aus dem Gleichgewicht gerät, leiden die Haarfollikel darunter. Besonders wichtig sind die Hormone Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (T4), die direkt die Proteinsynthese in den Haarfollikeln steuern.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone. Unter dem Begriff “Hypothyreose” versteht man eine krankhafte Unterfunktion der Schilddrüse. Dadurch resultiert eine mangelnde Versorgung des Körpers mit den Schilddrüsenhormonen Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4).
Bei Erwachsenen liegt die Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion in den meisten Fällen in einer chronische Schilddrüsenentzündung. Bei Männern ist diese Erkrankung deutlich weniger ausgeprägt als bei Frauen - häufig im mittleren Alter. Auch nach einer Entbindung kommt es bei Frauen relativ häufig zu einer temporären Unterfunktion der Schilddrüse, die sich allerdings oft von selbst wieder zurückbildet. Nach der Geburt tritt dies bei etwa vier bis zehn Frauen von 100 auf.
Dies führt dazu, dass Dein Stoffwechsel verlangsamt wird, was sich auch auf Deine Haarfollikel auswirkt. Deine Haare wachsen langsamer und es kommt häufiger zu Haarverlust, da die Haare länger in der Ruhephase verbleiben. Hypothyreose kann zu diffusem Haarausfall führen - das bedeutet, dass Du gleichmäßig über den ganzen Kopf Haare verlierst.
Symptome einer Hypothyreose können sein:
Anzeichen und Symptome einer Hypothyreose können unter anderem an Ihren Händen und Nägeln erkannt werden. Vitamin B12 kann die durch eine Schilddrüsenunterfunktion verursachten Symptome verbessern.
Entgegengesetzt zu einer Unterfunktion, können die beiden Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) auch im Überfluss produziert und ausgeschüttet werden. Dann ist von einer “Hyperthyreose” die Rede. Hierbei produziert Deine Schilddrüse zu viele Hormone, wodurch der Stoffwechsel auf Hochtouren läuft.
Diese Autoimmunerkrankung kann eine Vielzahl von verschiedenen Krankheitserscheinungen hervorrufen. Eine mögliche Folge der Überproduktion an Hormonen ist unter anderem der Haarausfall. Auch eine erhöhte Zufuhr von Schilddrüsenhormonen in Form von Medikamenten (Thyreotoxicosis factitia) kann die Überfunktion verantwortlich sein.
Dieser beschleunigte Stoffwechsel kann die Haarfollikel „überfordern“, was ebenfalls zu Haarausfall führt. Schilddrüsenbedingter Haarausfall ist meistens diffus, was bedeutet, dass Du über den ganzen Kopf verteilt Haare verlierst, ohne dass sich klare, kahle Stellen bilden. Es kann auch sein, dass sich Dein Haar insgesamt dünner und brüchiger anfühlt.
Starke Schilddrüsenüberfunktionen treten meist bei einem Morbus Basedow auf. Bei dieser Autoimmunerkrankung führen spezifische Antikörper gegen den TSH-Rezeptor zu einer vermehrten Produktion von Schilddrüsenhormonen. Auch bei der Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis kann es zu Beginn zu einer Überfunktion kommen.
Langfristig entwickeln aber viele der Patientinnen und Patienten mit einer Hashimoto-Thyreoiditis nach einer etwa sechswöchigen Überfunktionsphase eine behandlungsbedürftige Schilddrüsenunterfunktion. Darüber hinaus können „heiße“ Schilddrüsenknoten (Autonome Adenome) ebenfalls eine Überfunktion und damit einen verstärkten Haarausfall verursachen.
Symptome einer Hyperthyreose können sein:
Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow und die Hashimoto-Thyreoiditis können ebenfalls Haarausfall verursachen. Bei diesen Erkrankungen greift das Immunsystem die Schilddrüse an, was die Hormonproduktion beeinflussen kann.
Autoimmunerkrankungen erfordern oft eine gezielte medikamentöse Therapie, die das Immunsystem und die Hormonproduktion stabilisiert.
Die Diagnose der Schilddrüsenüber oder -unterfunktion ist oft nicht einfach. Denn es können sehr viele Symptome zusammentreffen, die einzeln betrachtet ebenfalls auf andere Erkrankungen hinweisen können. Die Hypothyreose oder Hypothyreose kann durch Urin- und Blutuntersuchungen festgestellt und nachgewiesen werden. Störungen werden durch eine eine Analyse des Blutbildes aufgedeckt.
Der erste Schritt ist natürlich, Deine Schilddrüse untersuchen zu lassen. Im Anschluss erfolgt normalerweise eine Überweisung zum Endokrinologen, der auf die Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten spezialisiert ist.
Die Behandlung von Haarausfall richtet sich nach der Ursache. Schilddrüsenerkrankungen: Hier muss der Arzt zunächst eine Funktionsstörung therapieren.
Hier kommt die gute Nachricht: Wenn du Deine Schilddrüsenerkrankung behandelst, kann sich auch Dein Haarwachstumszyklus wieder normalisieren.
Zunächst gilt es die Ursache für die Fehlfunktion zu finden und zu beheben. Je nach Ursache ist hierfür ein medizinischen Eingriff erforderlich oder die Einnahme von Medikamenten. In den meisten Fällen kann eine medikamentöse Behandlung die Schilddrüsenüberfunktion erfolgreich regulieren. In schwereren Fällen muss eine Operation durchgeführt werden. Oftmals setzt das Haarwachstum dann wieder von selbst ein bzw. es normalisiert sich.
Auch werde jeder Eingriff an der Schilddrüse mit einer Lupenbrille operiert, die das Operationsfeld um das 2,5- bis 3-fache vergrößere: „Dadurch können wir die feinen Strukturen in dem Organ besser sehen und schützen“, erklärte Krampulz. Mit Hilfe eines sogenannten Neuromonitorings messe und überwache der Operateur die Funktion der Stimmbandnerven, um das Risiko einer Stimmbandschädigung so gering wie möglich zu halten.
Die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion erfolgt in der Regel durch die Gabe von Schilddrüsenhormonen, die den Hormonhaushalt ausgleichen. Die Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion kann Medikamente, eine Radiojodtherapie oder in manchen Fällen eine Operation umfassen. Eine stabile Hormonproduktion ist wichtig, um das Haarwachstum wieder anzukurbeln und Haarausfall zu stoppen.
Für Menschen, die unter durch Schilddrüsenprobleme verursachtem Haarausfall leiden, können unterstützende Behandlungen wie die PRP-Therapie (Platelet-Rich Plasma) und die Mesotherapie das Haarwachstum anregen und das Haar insgesamt stärken. Beide Methoden zielen darauf ab, die Kopfhaut mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und die Haarfollikel zu revitalisieren, was besonders dann sinnvoll sein kann, wenn der Haarausfall auch nach der medikamentösen Einstellung der Schilddrüse anhält.
Diese Behandlungen sind vor allem dann sinnvoll, wenn der Haarausfall stabil ist und die Schilddrüsenerkrankung bereits gut eingestellt wurde. Da sie die Haarfollikel stärken und das Haarwachstum unterstützen, können PRP- und Mesotherapie als begleitende Maßnahmen zur Schilddrüsenbehandlung dabei helfen, das Haar wieder dichter und kräftiger wachsen zu lassen.
Beim diffusen Haarausfall lichtet sich das Haar am gesamten Kopf, sodass die Kopfhaut unter den Haaren hervorschimmert. Die Alopecia diffusa, wie Experten diese Haarausfall-Form nennen, kann viele Ursachen haben. Unter anderem Erkrankungen an der Schilddrüse, hormonelle Schwankungen oder Nährstoffmangel.
Diffuser Haarausfall zeichnet sich durch eine gleichmäßige Ausdünnung der Haare auf dem gesamten Kopf aus, wodurch die Kopfhaut darunter sichtbar wird. Experten bezeichnen diese Form des Haarausfalls auch als Alopecia diffusa.
Die Alopecia diffusa kann viele verschiedene Ursachen haben. Die Herausforderung besteht darin, herauszufinden, weshalb der Betroffene an dieser Erscheinung leidet. Erst wenn dies der Fall ist, kann der Arzt mit der Behandlung beginnen, wodurch sich der diffuse Haarausfall im Normalfall wieder reguliert.
Den genauen Auslöser für den Haarverlust herauszufinden, kann sehr mühsam sein. Diffuser Haarausfall wird durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst, darunter Stress, hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Wechseljahre), Krankheiten, Medikamente (Zytostatika), einseitige Ernährung, anhaltende Mangelerscheinungen (Zink, Eisen, Folsäure) Gewichtsverlust oder chirurgische Eingriffe.
Weitere Faktoren können sein:
Die Behandlung von Haarausfall richtet sich nach der Ursache. Es kann hilfreich sein, die zu Grunde liegenden Probleme zu beheben, Medikamente einzunehmen oder spezielle Pflegeprodukte zu verwenden. Ist zum Beispiel Stress ein Auslöser, sollte dieser von Betroffenen möglichst reduziert werden. Ein Hautarzt (Dermatologe) kann hier je nach Ursache eine individuelle Behandlung einleiten.
Wer einen Haarverlust bemerkt, sollte zunächst den eigenen Hausarzt aufsuchen. Unter Umständen überweist dieser den Patienten an einen Dermatologen (Hautarzt) weiter. Um die genauen Ursachen für den Haarausfall zu bestimmen, werden im Arztgespräch, der sogenannten Anamnese, wichtige Fragen geklärt. Durch eine Blutuntersuchung stellt der Arzt sicher, dass der Haarverlust nicht mit einer Mangelerscheinung in Verbindung steht.
Auch wenn diffuser Haarausfall nicht immer vollständig verhindert werden kann, gibt es doch einige Maßnahmen, die helfen können, das Risiko zu minimieren und die Haargesundheit zu unterstützen.
Werden die Ursachen für eine Alopecia diffusa erkannt und behandelt, kann man den Haarverlust stoppen. Ein solcher Haarausfall dauert also in der Regel nur so lange, bis die Ursache identifiziert sowie behandelt wurde.
Ein Mangel lässt sich mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung begegnen. Leiden Patienten beispielsweise an einem Eisenmangel, schaffen Eisenpräparate Abhilfe.
Wenn die Alopecia diffusa medikamentös bedingt ist, hilft es meist schon, die betreffenden Präparate in Abstimmung mit dem Arzt abzusetzen oder zu wechseln.
Entsteht die Alopezie durch Stress, liegt es an den Betroffenen selbst, das Stresslevel nach unten zu regulieren. Es ist sinnvoll, hier zunächst den Stressauslöser zu identifizieren beispielsweise zu viel Arbeit und diesem dann gezielt zu begegnen. Auch körperliche Bewegung wie Joggen, Yoga oder spezielle Entspannungstechniken können hier Abhilfe schaffen.
Schilddrüsenhormone beeinflussen und steuern im Prinzip den gesamten menschlichen Stoffwechsel. Bei einem Zuviel an Schilddrüsenhormonen (Hyperthyreose) fährt der Stoffwechsel übertourig, bei einem Zuwenig (Hypothyreose) entsprechend untertourig. Daraus lassen sich die typischen Folgen und Beschwerden hormoneller Fehlfunktionen im Stoffwechsel verschiedener Substanzen und Organe ableiten.
Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) führt zu einer verstärkten Aufnahme von Glucose (Zucker) aus dem Darm, zu einer vermehrten Freisetzung von Zucker aus der Leber und dadurch zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels. Der Körper reagiert darauf mit einer vermehrten Insulin-Ausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) ist die Glukoseaufnahme in den Darm und viele andere Organe vermindert. Das führt in Verbindung mit einer Insulinresistenz zu hohen Insulinspiegeln und bei gleichzeitig reduziertem Appetit zur Gefahr einer Unterzuckerung (Hypoglykämie).
Schilddrüsenhormone führen zu einer Steigerung der Fettmobilisierung und zu einem Abbau von Speicherfetten. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kommt es zu einer Abnahme der Cholesterinwerte im Blut, bei einer Schilddrüsenunterfunktion zu einem Anstieg der Cholesterinwerte und damit zur erhöhten Gefahr für eine Gefäßverkalkung und zu kardiovaskulären Risiken.
Schilddrüsenhormone haben auch einen Einfluss auf den Zustand und die Festigkeit unserer Knochen. Bei einem Zuviel an Schilddrüsenhormonen (Hyperthyreose) kommt es zu einem beschleunigten Knochenstoffwechsel und insbesondere zu einem vermehrten Knochenabbau. Die Folge kann eine Osteoporose sein und in deren Folge können vermehrt Knochenbrüche auftreten.
Schilddrüsenhormone beeinflussen auch das Wachstum und die Qualität der Fuß- und Fingernägel. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) wachsen die Nägel häufig sehr langsam, werden brüchig, splittern und brechen schnell. Manchmal treten auch Quer- oder Längsfurchen auf.
Sowohl bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) als auch bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) kann es zu Wachstumsstörungen der Haare und zu vermehrtem Haarausfall kommen.
Schilddrüsenhormone beeinflussen auch den Stoffwechsel der Gehirn- und Nervenzellen und haben damit Auswirkungen auf fast alle geistigen, nervlichen und auch psychischen Funktionen.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) führt zur Verlangsamung und Drosselung diverser Hirnfunktionen. Besonders fatale Folgen hat eine Hypothyreose auf die embryonale und frühkindliche Hirnreifung, sodass es zu schwerwiegenden und bleibenden Schäden kommen kann (z. B. Kretinismus).
Bei etwa 50 - 90 % der Hypothyreose Patienten können geistige Funktionseinschränkungen wie Aufmerksamkeits-, Konzentrations- oder Gedächtnisstörungen, verlangsamte Gedankengänge, Initiativlosigkeit, Stumpfheit oder Lethargie festgestellt werden. Zudem treten bei etwa 40 - 50 % der Hypothyreose Patienten depressive Zustände in unterschiedlichen Ausprägungen auf. Auch scheint eine Hypothyreose das Risiko für die Entwicklung einer Demenz zu erhöhen.
Bei einem Mangel an Schilddrüsenhormonen (Hypothyreose) kommt es daher zu einer Drosselung und Verlangsamung verschiedener körperlicher und seelischer Prozesse. Typische Folgen einer Unterfunktion sind eine ausgeprägte Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Mutlosigkeit oder eine depressive Verstimmung.
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) sind Betroffene häufig überdreht, hyperaktiv und nervös und haben dadurch Ein- und Durchschlafprobleme. Weniger bekannt ist, dass es auch bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) vermehrt zu Schlafstörungen kommt.
Bei einem Zuviel an Schilddrüsenhormonen (Hyperthyreose) kommt es u. a. zu einer Übersteuerung verschiedener Prozesse im gesamten Nervensystem. Typische Symptome sind eine gesteigerte Reiz- und Erregbarkeit bis hin zu ungewohnt aggressivem Verhalten. Den Betroffenen fällt es schwer, sich zu entspannen und Sie haben häufig Ein- und Durchschlafprobleme.
Es gibt auch Kombinationen und Überschneidungen mit anderen Erkrankungen und Ursachen für einen krankhaften Haarausfall. Daher sollte bei krankhaftem Haarausfall und sonstigen Haarproblemen wie Haarbrüchen oder dünner werdenden Haaren auch an die Schilddrüse als mögliche Ursache gedacht werden.
Patienten mit einem Typ-1-Diabetes leiden überproportional häufig auch an einem M. Basedow (Autoimmunhyperthyreose) und Patienten mit einem Typ-2-Diabetes häufiger an einer zusätzlichen Schilddrüsenautonomie (gutartige Drüsenwucherungen mit möglicher Schilddrüsenüberfunktion). Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kommt es bei bis zu 2⁄3 der Betroffenen auch zu Verschlechterungen des Zuckerstoffwechsels und zu einer verminderten Insulinwirksamkeit (Insulinresistenz).
Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) neigen häufig zu auffällig niedrigen Blutzuckerwerte. Das ist bei ansonsten gesunden Menschen in aller Regel nicht schlimm, bei medikamentös behandelten Diabetikern birgt das jedoch das Risiko für unerwünschte Unterzuckerungen (Hypoglykämien) mit zum Teil gefährlichen Folgen.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) kann es durch den verlangsamten Stoffwechsel und den geringeren Energieverbrauch zu einem Anstieg des gesamten Cholesterinspiegels und insbesondere auch des „bösen“ LDL-Cholesterins im Blut kommen. Das wiederum fördert u. a. die Verkalkung der Blutgefäße.
Die Schilddrüse spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um Dein Haarwachstum geht. Sowohl eine Unter- als auch eine Überfunktion der Schilddrüse können zu Haarausfall und anderen Haarproblemen führen. Falls Sie bei sich vermehrten Haarausfall beobachten und gleichzeitig Symptome einer Schilddrüsenstörung feststellen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen und Ihre Schilddrüsenwerte überprüfen zu lassen.
Mit der richtigen Behandlung und etwas Geduld kann sich das Haarwachstum in den meisten Fällen wieder normalisieren. Generell gilt: Je früher gehandelt wird, desto schneller lässt sich weiterem Haarausfall vorbeugen. Denn es kann mitunter Jahre dauern, bis die Haare in Länge und Volumen wieder nachgewachsen sind.
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