Haarausfall nach Loreal Coloration: Ursachen und Lösungen

In den letzten Jahren hat die Beliebtheit von Haarfarben und -veränderungen enorm zugenommen. Allerdings können diese Behandlungen das Haar schwächen und im schlimmsten Fall zu Haarausfall führen. Etwa 33 % der Frauen über 18 und 10 % der Männer über 40 in Europa färben ihre Haare. Viele sind sich jedoch nicht bewusst, welche Inhaltsstoffe ihre Produkte enthalten.

Haarfarben und ihre Inhaltsstoffe

Permanente Colorationen können bei richtiger Anwendung viele Vorteile bieten. Diese Farbstoffe enthalten Pigmente wie Para-Phenylendiamin, Para-Toluoldiamin und Para-Aminophenol, die als primäre Zwischenprodukte bekannt sind. Ammoniak wird oft verwendet, um den pH-Wert des Haares zu erhöhen und das Ergebnis zu verbessern. Bei der Verwendung von permanenten Haarfärbemitteln besteht jedoch ein Risiko, da das Öffnen oder Entfernen der natürlichen Schuppenschicht des Haares zu dauerhaften Schäden und Austrocknung führen kann.

Semipermanente Haarfarben sind eine Alternative zu herkömmlichen Haarfärbemitteln. Diese Farben enthalten kein Ammoniak oder Ethanolamin und sind daher schonender für Haar und Kopfhaut. Semipermanente Haarfarben enthalten auch Wasserstoffperoxid und Parafarbstoffe, jedoch in geringerer Konzentration als herkömmliche Haarfarben (ca. Dies bedeutet, dass semipermanente Farben graues oder weißes Haar nicht so effektiv abdecken wie herkömmliche Farben.

Ursachen für Haarausfall nach dem Färben

Theoretisch ist Haarausfall durch Haarefärben sehr unwahrscheinlich. Wird jedoch ein Aufheller mit einem zu hohen Gehalt an Wasserstoffperoxid verwendet oder die Einwirkzeit überschritten, besteht ein großes Risiko für irreparable Haarschäden und Haarausfall. Aufheller sind bereits mit einem Wasserstoffperoxidgehalt von 3 % erhältlich. Bei Unsicherheit ist es ratsam, einen Friseur aufzusuchen.

Haarverlust kann auch krankheitsbedingt, saisonbedingt oder hormonell bedingt sein. Nach dem Färben kann es oft zu Haarausfall kommen. Die Gründe dafür sind:

  • Aggressive Inhaltsstoffe: Die meisten Haarfarben enthalten Ammoniak, das die Aufnahme der Farbe ins Haar fördert, aber die Haarstruktur stark angreift.
  • Haarbruch: Durch das Färben wird die Haarstruktur stark angegriffen, wodurch die Haare schnell abbrechen.
  • Durchblutungsstörungen: Einige Bestandteile der Haarfarbe können die Durchblutung der Kopfhaut verschlechtern.

Was tun bei brennender Kopfhaut nach der Anwendung von L’Oréal Anti-Haarverlust Serum?

Einige Anwender berichten von einem brennenden Gefühl auf der Kopfhaut nach der Anwendung von L’Oréal Anti-Haarverlust Serum. Dies kann an Inhaltsstoffen wie 1.5 Aminexil liegen, die die Durchblutung steigern und ein Kribbeln oder leichtes Brennen verursachen können. Normalerweise sollte dieses Gefühl nicht lange anhalten. Bei anhaltenden Beschwerden sollte das Produkt jedoch ausgespült und ein Arzt konsultiert werden.

Tipps zur Vorbeugung von Haarausfall beim Färben

Beim Haarefärben gibt es einige Aspekte zu beachten, um ein hervorragendes Ergebnis zu erzielen und Haarausfall vorzubeugen:

  • Qualität der Produkte: Verwenden Sie hochwertige Färbemittel und Pflegeprodukte. Hochwertige Farben sind zwar teurer, aber Haarschäden durch minderwertige Produkte sind oft irreparabel.
  • Allergietest: Tragen Sie die Haarfarbe vor dem Färben an einer unauffälligen Stelle auf, um zu sehen, ob Sie allergisch reagieren.
  • Handschuhe tragen: Verwenden Sie Handschuhe, um Hautreizungen und Verfärbungen der Hände zu vermeiden.
  • Gebrauchsanweisung beachten: Befolgen Sie die Anweisungen des Färbemittels sorgfältig, auch wenn Sie es schon oft angewendet haben.
  • Farbpflegeprodukte: Verwenden Sie hochwertige Farbpflegeprodukte für ein langanhaltendes und glänzendes Ergebnis.
  • Färbeintervalle: Tönen Sie Ihre Haare maximal alle 4 bis 6 Wochen, damit sich Ihre Haare zwischen den Anwendungen erholen können.
  • Regelmäßiger Spitzenschnitt: Lassen Sie sich regelmäßig die Spitzen schneiden, um kaputtes und brüchiges Haar zu entfernen.

Die Bedeutung der Haarpflege

Wenn Sie die Farbe Ihrer Haare ändern möchten, aber Haarschäden oder sogar Haarausfall vermeiden möchten, achten Sie auf eine hochwertige Qualität der Inhaltsstoffe sowohl bei der Auswahl der Färbemittel als auch der Pflegeprodukte. Haarverlust durch Haarefärben ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber Ihre Haare können durchaus Schaden davontragen.

Sicherheit moderner Haarfarben

Laut Fachleuten sind moderne Haarfarben nicht krebserregend. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt an, dass bei Anwendung der heute in Deutschland verfügbaren chemischen Haarfarben kein erhöhtes Krebsrisiko besteht. Es ist jedoch wichtig, die Warnhinweise zu beachten und sich über die Inhaltsstoffe zu informieren.

Pflanzenhaarfarben als Alternative

Reine Henna- oder Indigo-Haarfarben werden von Experten als sicher bewertet. Es gibt jedoch Produkte, die zusätzlich Pflanzenschutzmittel oder chemische Färbestoffe enthalten können, die gesundheitsschädlich sein können. Solche möglicherweise gesundheitsschädlichen Henna-Haarfarben sind in Deutschland von den Behörden aus dem Verkehr gezogen worden.

Falsche Anwendung beim Haarefärben vermeiden

Wer seine Haare färben will, kann dabei viel falsch machen. Hier sind einige häufige Fehler:

  • Farbe nach Bild statt nach Typ ausgewählt: Nur weil der Farbton auf der Packung gut aussieht, heißt das nicht, dass er Ihnen steht.
  • Keine Vorbereitung: Keine Handschuhe bereitgelegt, keine Kleidung geschützt, keine Farbschale in der Nähe.
  • Keine Partie-Einteilung gemacht: Wer die Haare nicht scheitelt und in mehrere Partien aufteilt, erwischt schnell Strähnen doppelt - oder gar nicht.
  • Zu sparsam mit der Farbe umgegangen: Wer zu wenig Farbe nimmt, riskiert ein ungleichmäßiges Farbergebnis.
  • Färbereste falsch entsorgt: Haarfarben enthalten Chemikalien, die nicht ins Abwasser gehören.

Was hilft gegen Haarausfall?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Haarausfall entgegenzuwirken:

  • Ursachenforschung: Klären Sie die Ursache des Haarausfalls ab, um die richtige Behandlung zu finden.
  • Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen.
  • Haarpflege: Verwenden Sie sanfte Shampoos und Conditioner ohne Alkohole, Silikone und Sulfate.
  • Kopfhautmassage: Massieren Sie regelmäßig Ihre Kopfhaut, um die Durchblutung anzuregen.
  • Schonender Umgang mit den Haaren: Vermeiden Sie Hitze-Styling, grobes Bürsten und enge Haargummis.
  • Medikamentöse Behandlung: In einigen Fällen können Medikamente wie Minoxidil oder Finasterid helfen.
  • Haartransplantation: Bei dauerhaftem Haarausfall kann eine Haartransplantation eine Lösung sein.

Es ist wichtig, bei anhaltendem oder starkem Haarausfall einen Arzt oder Spezialisten zu konsultieren, um die Ursache zu ermitteln und eine geeignete Behandlung zu beginnen.

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Hausmittel gegen Haarausfall

Einige Hausmittel können ebenfalls helfen, Haarausfall zu reduzieren:

  • Bockshornklee: Kräftigt die Haarwurzeln und wirkt sich positiv auf den Haarwuchs aus.
  • Zwiebelsaft: Regt die Durchblutung der Kopfhaut an und enthält eine haarwuchsfördernde Schwefelverbindung.
  • Aloe Vera: Beruhigt und spendet Feuchtigkeit.

Denken Sie daran, dass eine konsequente Anwendung der gewählten Pflegeprodukte über einen längeren Zeitraum erforderlich ist, um positive Ergebnisse zu erzielen.

Ursache Maßnahmen
Aggressive Inhaltsstoffe in Haarfarben Verwendung hochwertiger, ammoniakfreier Produkte
Falsche Anwendung von Haarfarben Sorgfältiges Befolgen der Gebrauchsanweisung, Allergietest
Mangelnde Haarpflege Verwendung von Farbpflegeprodukten, regelmäßiger Spitzenschnitt
Hormonelle Schwankungen Ärztliche Beratung, ausgewogene Ernährung
Stress Stressabbau, Entspannungstechniken

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