Haarausfall nach Erkältung: Ursachen und was Sie dagegen tun können

Haarausfall ist keine Diagnose, sondern ein Symptom und die Ursachen von Haarausfall sind äußerst vielfältig. In diesem Artikel werden wir die Ursachen von Haarausfall nach einer Erkältung beleuchten und Ihnen wertvolle Tipps geben, wie Sie Ihre Haarpracht erfolgreich regenerieren können.

Bei einem schwachen Immunsystem denken Sie in erster Linie an eine erhöhte Anfälligkeit für Erkältungen und virale Infekte. Doch es gibt zahlreiche weitere Symptome, die auf ein erhöhtes Risiko für Haarausfall durch ein geschwächtes Immunsystem hinweisen.

Warum es zu Haarausfall durch ein geschwächtes Immunsystem kommt

Ihr Immunsystem ist für die Abwehr gefährlicher Keime, Viren und Bakterien zuständig. Es bewahrt Sie vor Infektionen. Wenn es zu Haarverlust durch ein geschwächtes Immunsystem kommt, liegt diesem Symptom meist ein längerer stressiger Zeitraum oder gar chronischer Stress zugrunde. Zu wenig Schlaf, zu viel Arbeit und psychische Probleme können die Abwehr mindern und zu einer Schwächung führen. Ehe der Stoffwechsel in der Kopfhaut stattfindet und Ihr Haar mit lebenswichtigen Vitalstoffen versorgt wird, kümmert sich Ihr Körper um die Abwehr von äußeren Einflüssen und der damit verbundenen Schädigung Ihrer Gesundheit. Je schwächer das körpereigene System ist, umso weniger wird Ihr Haar versorgt und umso höher ist das Risiko von Haarschwund.

Wenn der Körper eine Infektion bekämpft, wird ein Schutzmechanismus ausgelöst: bestimmte Immunzellen werden aktiviert, um Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren zu bekämpfen. Die gesamte Immunabwehr ist hier beschäftigt, alle verfügbaren Energien sind auf Erregerabwehr und Heilungsprozess konzentriert. Im Zuge der Infektabwehr kann das Haar von der Blutversorgung getrennt werden und von der Wachstumsphase in die Ausfallphase (Telogene Phase) wechseln. Man spricht von Telogenem Effluvium, bei dem mehr Haare als gewöhnlich in diesen Zustand eintreten. Dabei verbleiben sie jedoch noch bis zu sechs Monate in ihrer sich zunehmend lösenden Verankerung. Somit zeigt sich der Haarausfall typischerweise erst einige Wochen bis drei Monate nach der Infektion und dauert sechs bis neun Monate an, wobei dies von Person zu Person stark variieren kann.

Ursachenforschung steht im Vordergrund

Von einem geschwächten Immunsystem ist immer sehr schnell die Rede. Doch ohne die Ursachenforschung, Ihre körpereigene Abwehr und die Selbstheilungsmechanismen kritisch zu betrachten, ist eine Diagnose zur Stärke oder Schwäche Ihres körpereigenen Systems kaum möglich.

In einer dermatologischen Untersuchung mit Blutbild wird der Grund für Ihr Haarproblem am ehesten und am schnellsten erkannt. Sie können Ihren Körper stärken, indem Sie sich gesund und vitaminreich ernähren. Ehe Sie sich um Ihren Haarwuchs kümmern und über die Behandlung des Haarverlusts, welcher durch ein geschwächtes Immunsystem verursacht wird, nachdenken, sollten Sie Ihre innere Harmonie und die Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte in den Fokus stellen.

Symptome für Haarschwund bei Immunproblemen

Fällt das Haar aus und der Grund liegt im körpereigenen System, kommt der Haarschwund meist nicht als solitäres Signal. Weitere Symptome wie Ausschlag, Herpes oder Bläschen in der Mundschleimhaut oder am Zahnfleisch sind keine Seltenheit. Auch ein fahler Teint mit vermehrter Talgbildung kann auf das Problem hinweisen und mit starkem Haarausfall einhergehen.

Wenn es zu Haarausfall durch ein geschwächtes Immunsystem kommt, ist die Ausprägung meist diffus und betrifft Ihren ganzen Kopf. Kreisrunder Haarschwund tritt eher selten auf, so dass Sie bei sichtbaren Geheimratsecken oder einer Tonsur nicht von Immunproblemen ausgehen müssen. Neben den optischen Anzeichen sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche sowie das Gefühl einer Erkältung häufige Begleitsymptome, wenn der Körper versagt und die Abwehr von äußeren Einflüssen nicht mehr schafft.

Diffuser Haarausfall zeigt sich durch ein vermehrtes Ausfallen der Kopfhaare. Es kommt zum Ausfall von mehr als 50-100 Haaren pro Tag. Diffuser Haarausfall verursacht keine kahlen Stellen, es kommt aber zu einem insgesamt dünner werdendem Kopfhaar. Mitunter kann die Kopfhaut, insbesondere am Haaransatz sichtbarer werden. Die Ursache, warum es zu diffusem Haarausfall kommt, kann verschiedene Gründe haben. Diese können sein:

  • Eisenmangel
  • Mangelernährung (insbesondere Zink und Vitamine)
  • Stress und eine hohe psychische Belastung
  • Infekte: ca. 2-4 Monate nach einer Infektion kann es zu plötzlich einsetzendem Haarausfall kommen, beispielsweise nach einer Grippe
  • Hauterkrankungen der Kopfhaut, z. B. Schuppenflechte, Neurodermitis oder Pilzerkrankungen
  • Jahreszeitenwechsel (besonders im Frühling und Herbst)
  • schwere Erkrankungen wie z. B. Tumorerkrankungen
  • Hormonumstellungen: Menopause, Absetzen der Antibabypille, Schwangerschaft
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Medikamente (z. B. Chemotherapeutika)
  • Zug oder Druck (z. B. Du brauchst schnelle, kompetente Hilfe für Dein Haut-, Haar- oder Nagelproblem? Besuche jetzt unsere digitale Hautarztpraxis per App!Über unsere App DERMAFY schickst Du unserem kompetenten Ärzteteam ein paar Bilder Deines Hautproblems.

Stress als hauptsächlicher Auslöser

Sie sind eigentlich kerngesund, haben keine schwächenden Erkrankungen und hatten auch noch nie einen Ausbruch von Herpes. Doch mit einer Veränderung in Ihrem Leben wird alles anders und auf einmal fühlen Sie sich abgeschlagen und Ihre Haut sendet deutliche Signale. Das Haar ist stumpf und fällt in größerer Menge aus. Sie schwitzen stark und leiden unter Schuppen auf der Kopfhaut. Fakt ist, dass die häufigste Ursache für Haarverlust durch ein geschwächtes Immunsystem im Kern durch Stress verursacht wird. Hierdurch werden die Immunzellen geschwächt, was auch gleichzeitig der Auslöser für häufigere Erkrankungen und Infektionen ist. Sollte dieser Punkt erreicht sein, hat Ihr Körper keine Kraft mehr für die Stärkung der Haarfollikel und es kommt zwangsläufig zu Haarschwund.

Um dem Problem zu begegnen und Ihre Abwehr zu stärken, müssen Sie sich vom Stress befreien. Das funktioniert im Regelfall nur durch eine Umstellung Ihrer Lebensgewohnheiten und einen stärkeren Fokus auf sich und Ihr Wohlbefinden.

Haartransplantation hilft bei Haarverlust durch ein geschwächtes Immunsystem

Auch wenn Sie die Ursache für den Haarausfall und Ihr geschwächtes Immunsystem kennen ist nicht gesagt, dass Ihr Haar wieder voll und gesund nachwächst. Sind die Follikel bereits abgestorben und ausgefallen, kann nur eine Haartransplantation gegen die Glatze und alle bei Ihnen vorherrschenden Empfindungen in diesem Zusammenhang helfen.

Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung minimalinvasiv vorgenommen. Das Behandlungsteam entnimmt Grafts im Spenderbereich, um sie anschließend im Empfängerbereich auf Ihrem Kopf zu verpflanzen. In erster Linie müssen Sie Ihren Körper stärken und dafür sorgen, dass es nach der Behandlung nicht erneut zu Haarverlust durch ein geschwächtes Immunsystem kommt. In der Haarklinik werden Sie diesbezüglich ausführlich beraten und untersucht. Nur wenn dem Eingriff und der mehrmonatigen Heilungsphase nichts entgegensteht, können Sie den Termin für die Eigenhaarverpflanzung vereinbaren und die Behandlung vornehmen lassen.

Wenn auch Sie an Haarausfall am Bart leiden, kann eine Haartransplantation mit Hairtravel dauerhaft Abhilfe schaffen. Unser Experten-Team analysiert völlig kostenlos und unverbindlich Ihre individuelle Haarsituation und steht Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Haarausfall und Erkältungsneigung - ein Zeichen von Zinkmangel?

Zink zählt zu den essentiellen Spurenelementen, was bedeutet, dass es für den Menschen lebenswichtig ist und vom Körper nicht selbst produziert werden kann. Doch es gibt eine Besonderheit: Anders als bei einigen anderen Nährstoffen gibt es für Zink keine klassischen Speicherorgane.

Zink beeinflusst die ganze Haarstruktur, es ist beispielsweise für die Teilung der Zellen mitverantwortlich. Dies ermöglicht das Haarwachstum. Ferner ist es für die Kollagenbildung wichtig und an der Bildung von Keratin, dem Hauptbestandteil der Haare, beteiligt. Bei Zinkmangel können tatsächlich Immunsystem, Haut und Haare betroffen sein. Deshalb sei, so Schuler, ein Erforschen der Ursachen wichtig. Schließlich könne eine Zinkeinnahme, wenn kein Mangel vorliegt, mit Nebenwirkungen einhergehen, gibt die langjährige VdK-Patientenberaterin zu bedenken.

Bevor Sie sich ein Zinkpräparat kaufen, besprechen sie Ihre Sorgen und Beschwerden zuerst einmal mit der Hausärztin. Wenn sie Ihren Verdacht teilt, dann kann sie folgende Blutuntersuchung veranlassen - eine Analyse im Vollblut, die besser als in der Untersuchung des Serums die Erythrozyten, sprich die roten Blutkörperchen berücksichtigt. Der überwiegende Teil des Zinks im menschlichen Körper sei an die Erythrozyten gebunden. Falls Frau P. noch weitere Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, können die Ärztin und die Apotheke abklären, ob es Wechselwirkungen mit anderen verordneten Medikamenten geben kann. Eine Überdosierung von Zink kann nämlich zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Magenkrämpfen führen und so weitere Störungen des Immunsystems verursachen.

Greta Schuler verweist noch auf eine qualifizierte Ernährungsberatung, die weitere Informationen liefern könne. Zugleich gibt sie Manuela P. Gerade dieser Tipp gefällt Manuela P. gut.

Spurenelement Zink: Haben Sie Probleme mit Haarausfall, Ihrer Haut oder Ihrem Immunsystem?

Was tun bei Haarausfall nach einer Grippe?

Haarausfall nach einer Grippe wird in der Regel als vorübergehende Erscheinung angesehen, die ohne spezielle Behandlung abklingt. Diese Erkenntnis basiert auf der Erfahrung, dass das Fieber einer Grippe schnell ansteigt, während sich das Haarwachstum erst allmählich wieder normalisiert. Im Gegensatz dazu steht die androgenetische Alopezie, die meistverbreitete Form des Haarverlusts, bei der ein allmähliches Absterben der Haarwurzeln zu beobachten ist.

Personen, die nach einer Grippe unter diffusem Haarausfall leiden, sollten sich vor allem gedulden. Beim diffusen Haarausfall dünnt das Haar über den gesamten Kopf aus. Bemerkbar macht sich das dadurch, dass täglich mehr als 100 Haare ausfallen.

Es gibt verschiedene Faktoren, Einflüsse und Erkrankungen, die diffusen Haarausfall auslösen können. Bei einem Teil der betroffenen Menschen ist die Ursache unklar.

Mögliche Ursachen für diffusen Haarausfall:

  • Akute Stress-Situationen
  • Geburt
  • Wechseljahre
  • Empfängnisverhütung mit Hormonen
  • infektiöse und entzündliche Erkrankungen der Kopfhaut
  • Erkrankungen des Hormonsystems
  • fieberhafte Infektionskrankheiten
  • chronische Erkrankungen
  • Einnahme von Medikamenten
  • Nährstoffmangel

Findet man den Auslöser für den diffusen Haarausfall und kann ihn beheben, wachsen die Haare innerhalb eines halben bis ganzen Jahres nach.

Wie wird diffuser Haarausfall diagnostiziert?

Um diffusen Haarausfall festzustellen, sind ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung wichtig. Bei Menschen, die natürlicherweise fülliges Haar haben, ist ein diffuser Haarausfall häufig nicht zu erkennen. Es kann daher hilfreich sein, zum Besuch bei der Ärztin oder dem Arzt Vorher-Nachher-Fotos mitzunehmen.

Ärztliches Gespräch:

Im Gespräch wird die Ärztin oder der Arzt verschiedene Fragen zur Lebenssituation, Ernährungsgewohnheiten und zur Krankengeschichte stellen. Dabei geht es zum Beispiel darum herauszufinden, ob man:

  • zuletzt akut krank war und Fieber hatte
  • eine chronische Erkrankung hat, beispielsweise der Haut oder der Leber
  • regelmäßig Medikamente einnimmt
  • seine Ernährung umgestellt hat oder eine Diät macht
  • emotionalem Stress ausgesetzt ist oder war
  • mit hormonellen Präparaten wie der Anti-Baby-Pille verhütet und diese abgesetzt hat
  • vor einigen Wochen ein Kind geboren hat

Körperliche Untersuchung und Blut-Tests:

Die Ärztin oder der Arzt untersucht die Haare, die Kopfhaut und die Nägel. Außerdem prüft sie oder er eventuell mit einem Zupftest, ob es sich um einen aktiven Haarausfall handelt. Zusätzlich lässt sich mit einem Trichogramm bestimmen, wie viele Haare sich im Ausfall-Stadium befinden.

Besteht der Verdacht, dass ein Mangel an Mineralstoffen wie Eisen oder eine Schilddrüsen-Erkrankung den Haarausfall ausgelöst hat, helfen Blutuntersuchungen weiter. Möchte der Arzt oder die Ärztin den Haarausfall von anderen Formen abgrenzen, kann eine Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop (Dermatoskop) sinnvoll sein. Ist trotz eines ausführlichen Gesprächs und einer genauen Untersuchung der Kopfhaut die Diagnose unklar, kann die Entnahme von Gewebe (Biopsie) manchmal weiterhelfen.

Wie lässt sich diffuser Haarausfall behandeln?

Um diffusen Haarausfall behandeln zu können, ist es wichtig, den Auslöser zu finden und zu beseitigen. Welche Therapie zum Einsatz kommt, richtet sich immer nach der jeweiligen Ursache:

  • Liegt eine Erkrankung vor, muss diese entsprechend behandelt werden.
  • Ist die Einnahme von Medikamenten der Auslöser, kann der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin eventuell ein anderes Präparat verschreiben. Wichtig ist, die Medikamente nicht eigenmächtig abzusetzen.
  • Wenn der Haarausfall durch eine Diät entstanden ist, ist es sinnvoll, die Diät zu beenden und auf eine ausgewogene Ernährung umzustellen.
  • Besteht ein anhaltender Mangel an Nähr- oder Mineralstoffen, kann die Ärztin oder der Arzt diesen feststellen und gegebenenfalls ein geeignetes Präparat verschreiben.

Manche Ärztinnen und Ärzte verschreiben Minoxidil-Präparate zum Auftragen auf die Haut oder zum Einnehmen. Dieser Wirkstoff kommt vornehmlich beim anlagebedingten Haarausfall zum Einsatz. Ob er auch bei diffusem Haarausfall hilft, ist nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Eigenhaar zu verpflanzen, ist bei Menschen mit diffusem Haarausfall keine geeignete Maßnahme.

Wer sich mit Haarverlust unwohl fühlt, kann ihn auf verschiedene Weise verbergen (kaschieren). Belastet der Haarausfall sehr stark, ist es sinnvoll, sich zusätzlich an eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten zu wenden.

Manche Menschen mit Haarausfall entscheiden sich dafür, ein Kopftuch, eine Mütze oder einen Hut zu tragen. Andere fühlen sich wohler damit, den Haarausfall mit einem Haarteil oder einer Perücke zu kaschieren. In manchen Fällen - etwa bei Haarausfall aufgrund einer Chemotherapie - trägt die Krankenkasse die Kosten für den Haarersatz.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann eine ärztliche Beratung nicht ersetzen.

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