Die Gesundheit unserer Haare ist oft ein Spiegelbild unseres allgemeinen Gesundheitszustands. Ein oft übersehener Aspekt ist die Rolle des Darms. Studien zeigen, dass der Darm nicht nur für die Verdauung zuständig ist, sondern auch eine zentrale Rolle für das Immunsystem, die Nährstoffaufnahme und die allgemeine Gesundheit spielt. Aber kann Haarausfall tatsächlich vom Darm kommen?
Der Darm ist ein zentraler Akteur im komplexen Zusammenspiel unseres Körpers. Er beherbergt Milliarden von Mikroorganismen, die zusammen das sogenannte Mikrobiom bilden. Ein gesundes Mikrobiom unterstützt:
Ein Ungleichgewicht im Darm, auch Dysbiose genannt, kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:
Betroffene, die vermuten, dass ihr Haarausfall durch eine gestörte Darmgesundheit verursacht wird, sollten zunächst die Ursache klären. Folgende Maßnahmen können helfen:
Nach einem operativen Eingriff klagen viele Patientinnen und Patienten über Haarausfall. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Haare ausfallen - oft in Form von diffusem Haarausfall -, und dies kann sowohl auf eine körperliche als auch psychische Belastung hindeuten. Mehrere Faktoren können Haarausfall nach einer Operation verursachen. Ein wesentlicher Grund ist die körperliche Belastung durch den operativen Eingriff. Dieser Zustand wird als telogenes Effluvium bezeichnet. Typischerweise beginnt der Haarausfall nach einer Narkose etwa drei bis sechs Monate nach dem operativen Eingriff. In dieser Zeit wechseln die Haarfollikel in die Ruhephase, und es kommt zu einem vorübergehenden, diffusen Haarausfall.
Durch einen operativen Eingriff unter Vollnarkose kann der menschliche Körper unter ziemlich starken Stress gesetzt werden. Auch die Psyche kann bei ängstlichen Patienten allein bei dem Gedanken an die OP bereits lange vor dem eigentlichen Eingriff leiden. Doch nicht jeder, der sich einer Operation unter Vollnarkose unterzieht, muss im Anschluss über Haarausfall klagen, denn Menschen reagieren eben unterschiedlich auf körperliche Belastungen.
Stress, sowohl physisch oder psychisch, ist bekanntermaßen ein potenzieller Auslöser von Haarausfall. Darüber hinaus wird diskutiert, ob die empfindlichen Haarwurzeln während einer Anästhesie nur mangelhaft versorgt werden, denn der Stoffwechsel des Körpers wird in dieser Zeit „heruntergefahren“. Umstritten ist auch die These, dass während der Narkose bestimmte Zellen der Haarwurzel ebenso wie die restliche Muskulatur des Körpers erschlaffen könnten und dies einen Haarausfall zur Folge hätte.
Falls ein diffuser Haarausfall nach einer Narkose auftreten sollte, könnte dieser vermutlich zwei bis drei Monate nach OP einsetzen. Der zeitversetzte Haarverlust ist dem Haarwachstums-Zyklus geschuldet. Erfolgt nämlich eine Störung in der Versorgung der Haarwurzel, fällt das Haar nicht unmittelbar aus, sondern durchläuft erst einen Prozess, der mehrere Wochen dauern kann.
Falls es doch so sein sollte, ist dies meist eine vorübergehende Erscheinung, die nur wenige Wochen oder Monate anhält. In dieser Zeit kann die Versorgung der Haarwurzeln mit Nährstoffen unterstützt werden, z. B. mit B-Vitaminen, Aminosäuren und Mineralstoffen.
Haarausfall gehört zu den typischen Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Aber: Nicht jede Chemo lässt die Haare ausfallen. Etwa 1 bis 4 Wochen nach Therapiebeginn können die Haare mehr oder weniger stark ausfallen. Der Grund: Eine Chemotherapie wirkt auf Zellen, die sich schnell und häufig teilen. Dazu zählen neben Krebszellen auch Haarwurzelzellen.
Sehr häufig (betrifft mehr als 1 von 10 Behandelten): Cyclophosphamid, Daunorubicin, Doxorubicin, Epirubicin, Etoposid, Docetaxel, Ifosfamid, Irinotecan, Paclitaxel, Topotecan, Vindesin, Vinorelbin
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen): Amsacrin, Bleomycin, Busulfan, Cytarabin, 5-Fluorouracil, Gemcitabin, Lomustin, Melphalan, Thiotepa, Vinblastin, Vincristin
Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen): Capecitabin, Carboplatin, Carmustin, Cisplatin, Fludarabin, 6-Mercaptopurin, Methotrexat, Mitoxantron, Procarbazin, Raltritrexed, Streptozotocin
Meist verlieren die Patientinnen und Patienten nach einer Chemo alle Haare auf dem Kopf. Die Haare fallen in der Regel aber nicht alle auf einmal aus, sondern nach und nach, manchmal auch büschelweise.
Die Haare fangen meist wieder an nachzuwachsen, wenn die Krebsmedikamente im Körper abgebaut sind: in der Regel innerhalb von 3 bis 6 Monaten. Der unfreiwillige Verlust der Haare kann sehr belastend sein. Folgende Maßnahmen können Ihnen den Umgang damit erleichtern:
In der KÖ-HAIR Klinik verstehen wir, dass Haarausfall eine vielschichtige Ursache haben kann. Wir bieten umfassende Beratungen und Diagnostik an, um die genauen Gründe für Ihren Haarausfall zu identifizieren. Unsere Expertinnen und Experten arbeiten eng mit Ihnen zusammen, um individuelle Lösungsansätze zu entwickeln, darunter:
Eine Mesotherapie ist eine effektive Methode, um Haarausfall gezielt entgegenzuwirken - auch wenn er durch eine gestörte Darmgesundheit begünstigt wird. Dabei werden individuell abgestimmte Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente direkt in die Kopfhaut injiziert. Gerade bei Nährstoffmängeln, die durch eine beeinträchtigte Darmflora entstehen, kann die Mesotherapie helfen, diese Defizite auszugleichen und das Haar gezielt mit wichtigen Bausteinen zu versorgen.
Die Gesundheit des Darms hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Haargesundheit. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Haarausfall durch eine gestörte Darmflora verursacht wird, sind wir in der KÖ-HAIR Klinik für Sie da. Gemeinsam finden wir die Ursachen und entwickeln eine auf Sie abgestimmte Behandlung.
Gerne empfängt Sie das KÖ-HAIR Team zu einem kostenlosen, unverbindlichen Beratungstermin. Rufen Sie uns an, nutzen Sie unsere Online-Beratung oder das Kontaktformular. Erfahren Sie alles über KÖ-HAIR, bleiben Sie auf dem neusten Stand der Entwicklung!
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