Die Corona-Pandemie hat nicht nur akute Erkrankungen verursacht, sondern auch unerwartete Langzeitfolgen. Viele Menschen, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben, leiden unter dem sogenannten Long-Covid-Syndrom. Zu den vielfältigen Symptomen gehört auch Haarausfall.
Das Long-Covid-Syndrom umfasst Symptome, die mehr als vier Wochen nach Beginn einer Covid-19-Erkrankung fortbestehen oder neu auftreten. Es schließt sowohl die subakute Covid-19-Phase (4 bis 12 Wochen nach Symptombeginn) als auch das Post-Covid-19-Syndrom (Symptome, die länger als 12 Wochen nach Beginn der Covid-19-Erkrankung andauern) mit ein. Dabei kann es sich auch um eine Verschlechterung einer vorbestehenden Grunderkrankung handeln.
Das Long-Covid-Syndrom kann unterschiedliche Beschwerden hervorrufen, die einzeln oder in Kombination auftreten. Die Intensität der Symptome kann variieren. Häufige Symptome sind:
Auch Haarausfall ist dokumentiert. Grundsätzlich kann nach jeder Covid-19-Erkrankung ein Long-Covid-Syndrom auftreten, auch nach einem milden oder symptomlosen Verlauf. Langzeitfolgen können auch bei Kindern, jungen Menschen und Personen ohne Vorerkrankungen auftreten.
Die Virusinfektion stellt eine starke Belastung für den Körper dar. Eine solche Belastung kann zur Entwicklung eines Telogenen Effluviums führen. Dies bedeutet, dass das Haar aus seiner Wachstumsphase in die Ausfallphase wechselt. Das Haar löst sich dabei von der Blutversorgung und seiner Verankerung ab. Die Symptomatik des Haarausfalls beginnt daher in der Regel erst Monate nach der eigentlichen Covid-Erkrankung.
Aktuellen Erkenntnissen zufolge greifen Autoantikörper die innere Haut der Gefäße an (Endothel). Woraufhin die Versorgung von Zellen und Organen nicht mehr optimal funktioniert. Durch eine Unterversorgung der Haarfollikel mit Sauerstoff und Nährstoffen werden sie geschädigt und funktionieren nicht mehr richtig bzw. sterben ab. Das zeigt sich im anagenen Effluvium (Haarausfall in der Wachstumsphase der Haare mit unterschiedlichen Haarlängen).
Es wird zwischen der vernarbender und nicht-vernarbender Alopezie unterschieden. Bei der nicht vernarbenden Alopezie sterben die Haarwurzeln in aller Regel nicht ab. Sie gehen in einen Ruhezustand über. Bei der vernarbenden Form der Autoimmunerkrankung werden die Haarfollikel und teilweise auch das umgebende Bindegewebe (bspw. die Haut) zerstört. Dies äußert sich in einem Absterben und Vernarben der Haarwurzeln.
Risikofaktoren für Long-Covid:
Für die Diagnosestellung wird die Krankengeschichte erfragt und eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Derzeit gibt es keine spezifischen Laborwerte, um das Long-Covid-Syndrom zu diagnostizieren. Es werden aber verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um andere Erkrankungen auszuschließen. Je nach vorherrschenden Symptomen können Blutwerte, Lungenfunktion, EKG oder Ultraschall erforderlich sein.
Zur Behandlung des Long-Covid-Syndroms gibt es bislang keine ursächliche Therapie. Es wird symptomorientiert behandelt.
Medikamente und Therapien gegen Haarausfall:
Die Komplementärmedizin kann mit ihrem multimodalen Ansatz einen wichtigen Beitrag leisten. Im Krankenhaus für Naturheilweisen (KfN) in München wird ein integrativer Behandlungsansatz verfolgt, der konventionelle Schulmedizin mit Naturheilkunde und Homöopathie kombiniert.
Naturheilkundliche Komplexbehandlung:
Weitere naturheilkundliche Maßnahmen:
Auch mit Schüßler-Salzen versuchen viele Menschen, Haarausfall zu bekämpfen. Generell sollen vor allem Natrium phosphoricum und Silicea (Nr. 9 und 11 der Schüßler-Salze) die Haare stärken. Bei diffusem Haarausfall wird etwa Nr. 11 Silicea empfohlen, bei kreisrundem Haarausfall Nr. 5 Kalium phosphoricum.
Diese Schüßler-Salze sollen Haarausfall bremsen:
Wichtiger Hinweis: Die Wirksamkeit des Konzepts der Schüßler-Salze ist wissenschaftlich umstritten und nicht eindeutig belegt.
Neben spezifischen Therapien können auch allgemeine Maßnahmen die Haargesundheit unterstützen:
Es ist wichtig, die Ursache des Haarausfalls zu finden und diese spezifisch zu therapieren. Ein Experte kann Ihnen helfen, die richtige Diagnose zu stellen und die passende Behandlung zu finden.
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