Haarausfall bei Mädchen im Alter von 11 Jahren: Ursachen, Diagnose und Behandlungen

Jeder Mensch verliert natürlicherweise Haare. Pro Tag gehen üblicherweise bis zu 100 Haare verloren. Es ist also normal, wenn man vereinzelt Haare auf dem Kopfkissen entdeckt, im Waschbecken oder in der Haarbürste.

Von Haarausfall sprechen Ärztinnen und Ärzte, wenn:

  • täglich mehr als 100 Haare verloren gehen
  • die Haare über einige Wochen hinweg ausfallen, aber nicht nachwachsen
  • sich einzelne haarlose Stellen bilden
Haarausfall kann zur Haarlosigkeit führen. Ärztinnen und Ärzte sprechen dann von Alopezie oder Alopecia.

Je nach Form des Haarausfalls, kann der Haarverlust nur vorübergehend sein oder dauerhaft bestehen. Medizinerinnen und Mediziner benutzen oft die Begriffe nicht vernarbend und vernarbend, um die Wachstumsfähigkeit zu beschreiben.

Ist Haarausfall vernarbend, bedeutet das, dass die Haare nicht nachwachsen können.

Ursachen für Haarausfall

Die möglichen Ursachen für Haarausfall sind vielfältig. Sie reichen von Fehlern bei der Haarpflege, über bestimmte Erkrankungen bis hin zur Einnahme von Medikamenten und manchen Krebstherapien. Nährstoffmangel, Stress, Vererbung und Hormone spielen bei Haarausfall ebenfalls eine Rolle. Manchmal kann es sein, dass sich keine Ursache für den Haarausfall finden lässt.

Pflegefehler

Zu viel oder falsche Pflege strapazieren und schädigen die Haare. Intensives heißes Fönen, häufiges Bleichen oder Dauerwellen setzen den Haaren zu. Wer regelmäßig zum Lockenstab greift, tut seinen Haaren ebenfalls nichts Gutes. All das kann dazu führen, dass das Haar spröde aussieht oder verstärkt abbricht.

Erkrankungen

Es gibt verschiedene Erkrankungen, die mit Haarausfall in Verbindung stehen, zum Beispiel:

  • Autoimmunerkrankungen
  • Infektiöse und entzündliche Erkrankungen der Kopfhaut
  • Fieberhafte Infektionskrankheiten
  • Erkrankungen des Hormonsystems
  • Chronische Erkrankungen
  • Vergiftungen

Einnahme von Medikamenten

Manchmal tritt diffuser Haarausfall als Nebenwirkung von Medikamenten auf. Besteht der Verdacht, ist es wichtig, dies ärztlich abklären zu lassen. Auf keinen Fall sollte man das Medikament eigenmächtig absetzen.

Therapien bei Krebs

Krebsbehandlungen können ebenfalls mit Haarausfall einhergehen, insbesondere Chemotherapien. Neben dem Kopfhaar betrifft dies meist auch Wimpern, Augenbrauen und Schambehaarung.

Nährstoffmangel

Mitunter führt ein Mangel an Mineralstoffen wie Eisen oder Zink zu Haarausfall. Ist dieser zum Beispiel bedingt durch eine Diät, ist es sinnvoll, auf eine ausgewogene Ernährung umzustellen. Steckt eine krankhafte Unterversorgung dahinter, kann die Ärztin oder der Arzt das feststellen und entsprechende Präparate verschreiben.

Hormone

Veränderungen im Hormonhaushalt können Haarausfall begünstigen. So lösen zum Beispiel Ereignisse wie Geburt, Wechseljahre oder das Absetzen hormoneller Verhütungsmittel diffusen Haarausfall aus. Bei der Entstehung von anlagebedingtem Haarausfall spielen männliche Geschlechtshormone eine wichtige Rolle.

Vererbung

Der anlagebedingte Haarausfall ist genetisch bedingt und wird häufig vererbt. Auch kreisrunder Haarausfall kommt mitunter gehäuft in der Familie vor.

Stress

Akute Stress-Situationen werden ebenfalls als Auslöser angesehen. So können zum Beispiel Verletzungen, Operationen und emotionale Belastungen zu diffusem Haarausfall führen.

Plötzlich büschelweise HAARAUSFALL! Arzt erklärt Grund für Haarverlust (kein Vitaminmangel!)

Ursachen für Haarausfall bei Teenagern

Im Teenageralter verändert sich der Hormonspiegel erheblich und kann das Haarwachstum beeinträchtigen. Diese Veränderungen treten sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen auf und können zu dünner werdendem Haar und sogar zu Haarausfall führen. Hormonbedingter Haarausfall sollte von einem Arzt untersucht werden, damit er die beste Behandlung verschreiben kann.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit unserer Haare. Bei Teenagern mit einer Ernährung, der es an wichtigen Vitaminen und Mineralien wie Biotin, Eisen, Zink und Vitamin A mangelt, kann es zu stumpfem, schütterem Haar und sogar zu Haarausfall kommen. Extreme Diäten können ebenfalls zu Haarausfall führen.

Trichotillomanie ist eine psychische Störung, bei der an den Haaren gezogen wird, bis sie entwurzelt sind und Bereiche mit dünnem oder gar keinem Haar zurückbleiben. Trichotillomanie entsteht oft als Gewohnheit in der Kindheit und kann die Follikel nach und nach schädigen, was zu dauerhaftem Haarausfall bei Teenagern und jungen Erwachsenen führt.

Alopezie (Haarausfall) ist eine Krankheit, bei der die Haare ausfallen, und sie kann sich in verschiedenen Formen äußern. Es gibt verschiedene Arten von Alopezie, und jede hat mehrere Ursachen.

Alopezie Areata

Eine der bekanntesten Formen der Alopezie ist Alopecia areata, eine Autoimmunerkrankung, die in der Regel Jugendliche und junge Erwachsene betrifft. Bei Alopecia areata handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der der Haarfollikel sein Immunprivileg verliert, so dass sich um die Haarzwiebel an der Basis des Follikels eine Entzündung entwickelt, die zu einem "lückenhaften" Haarausfall führt. Die Krankheit kann vererbt werden und tritt häufiger bei Menschen auf, in deren Familie Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Zöliakie oder Typ-1-Diabetes vorkommen.

Es gibt auch andere, fortgeschrittenere Formen der Alopezie, wie z. B. die Alopecia totalis, bei der das gesamte Kopfhaar ausfällt, oder die Alopecia universalis, bei der der Haarausfall am gesamten Körper auftritt. Je nach Größe der kahlen Stellen ist es möglich, dass das Haar nachwächst und dichter wird.

Einige gängigen Behandlungen für Alopecia areata sind:

  • Cremes, Tabletten und/oder Injektionen auf Steroidbasis
  • Ultraviolettes Licht
  • Behandlungen zur Kontaktsensibilisierung
  • Minoxidil-Lotion
  • Dithranol-Creme
  • Immunsuppressive Tabletten

Es kann schwierig sein, mit den emotionalen Auswirkungen von Alopecia areata umzugehen, vor allem in einer Zeit, in der du das Gefühl hast, dass deine Mitmenschen sich stark auf dein Aussehen konzentrieren. Wenn du damit zu kämpfen hast, ist es wichtig, dass du psychologische und soziale Unterstützung erhälst, die dir hilft, mit dieser Erkrankung umzugehen und sie zu verstehen.

Traktionsalopezie

Diese Art von Alopezie tritt in der Regel auf, wenn das Haar durch Zöpfe, Dutt oder Haarverlängerungen stark beansprucht wird. Die Auswirkungen können rückgängig gemacht werden, wenn sie früh genug diagnostiziert und die "verursachenden Faktoren" beseitigt werden.

Androgenetische Alopezie

Androgenetische Alopezie, auch bekannt als männliche oder weibliche Kahlköpfigkeit, ist eine häufige Ursache für Haarausfall, der bereits im mittleren Lebensalter beginnen kann. Obwohl beide Geschlechter betroffen sein können, ist die männliche Form der Kahlheit häufiger.

Die meisten Fälle von Kahlheit bei Männern hängen mit vererbten Genen zusammen, von denen viele die Empfindlichkeit gegenüber Dihydrotestosteron (DHT), einem vom Testosteron produzierten Hormon, bestimmen. Die DHT-Empfindlichkeit führt zu einer Schwächung der Haarfollikel, wodurch die Strähnen kürzer und dünner werden. Dies führt zu einer Ausdünnung um den Scheitel herum, und bei Männern entsteht eine ausgeprägte M-förmige Haarlinie sowie eine hellere Pigmentierung.

Diese Empfindlichkeit gegenüber DHT und der Beginn der Haarausdünnung können bereits in der Pubertät beginnen. Man hat festgestellt, dass bei 20 % der jungen Männer bis zum Alter von 20 Jahren eine erhebliche Ausdünnung der Haare auftritt, und dieser Prozentsatz nimmt mit dem Alter zu. Natürlich gibt es bei beiden Geschlechtern weitere Ursachen für Haarausfall und dünner werdendes Haar, aber bei Männern und Jungen spielt die Genetik eine entscheidende Rolle.

Wie kann der Arzt oder die Ärztin Haarausfall feststellen?

Um Haarausfall zu diagnostizieren, ist ein ausführliches Gespräch wichtig. Daneben genügt es häufig schon, das Muster des Haarausfalls zu prüfen und die Kopfhaut zu betrachten.

Ärztliches Gespräch

Hier geht es unter anderem darum zu ermitteln:

  • wann der Haarausfall eingesetzt hat, wie lange er bereits anhält und ob er voranschreitet
  • ob weitere Symptome wie Schmerzen und Juckreiz bestehen
  • ob und welche Medikamente man einnimmt
  • ob man andere Erkrankungen hat und es Haarausfall in der Familie gibt
  • wie die Ernährungsgewohnheiten aussehen
  • in welcher Lebensphase und welchen Lebensumständen man sich befindet
  • ob man kürzlich ein Kind geboren hat, operiert wurde oder Umweltbelastungen ausgesetzt war
  • wie die Haare gepflegt und frisiert werden

Äußerliche Untersuchung der Kopfhaut

Mithilfe eines Auflichtmikroskops (Dermatoskop) kann sich die Ärztin der der Arzt die Kopfhaut stark vergrößert anschauen.

So lässt sich zum Beispiel erkennen, ob es an den haarlosen Stellen noch Poren der Haarbälge (Haarfollikel) gibt. Ist das der Fall, deutet das darauf hin, dass die Haare wieder nachwachsen können. Zudem lassen sich Zeichen für eine mögliche Erkrankung der Kopfhaut finden.

Weiterführende Untersuchungen

Darüber hinaus gibt es weitere Tests und Laboruntersuchungen, die Hinweise zur Form des Haarausfalls und deren Ursachen liefern.

  • Untersuchung von Nägeln und Körperhaar
  • Zupftest
  • Erregerkultur
  • Gewebeprobe aus der Kopfhaut
  • Blut-Tests
  • Mikroskopie der Haarwurzeln (Trichogramm)
  • Phototrichogramm und Trichoscan

Gibt es wirksame Behandlungen gegen Haarausfall?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Haarausfall zu behandeln. Wichtig: In vielen Fällen muss man die Behandlung selber bezahlen. Lassen Sie sich gut über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Therapie und die anfallenden Kosten beraten.

Kosmetische Maßnahmen

Alle Formen von Haarausfall lassen sich kosmetisch verbergen (kaschieren). Manche Menschen fühlen sich wohler, wenn sie eine Perücke oder ein Haarteil tragen. Andere versuchen, mit speziellen Frisuren oder Haare färben, den Ausfall zu kaschieren.

Medikamente

  • Minoxidil und Finasterid
  • Kortison

Andere medizinische Maßnahmen

  • Haartransplantation
  • Reiz- und Immuntherapien
  • Psychotherapeutische Betreuung

Vitaminmangel ausgleichen: So bekämpfen Sie Haarausfall effektiv

Eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen wirkt Haarausfall entgegen und stärkt die Haarfollikel. Hier erfahren Sie, wie Sie Schritt für Schritt Ihren Vitaminmangel ausgleichen und Ihr Haarwachstum fördern können.

Vitaminstatus überprüfen

Bevor Sie gegen Haarausfall vorgehen, klären Sie die Ursachen. Stellen Sie zunächst fest, ob ein Vitaminmangel besteht und welcher Nährstoff betroffen ist, um anschließend die richtigen Schritte zu unternehmen. Dabei hilft eine umfassende Diagnose durch eine medizinische Fachkraft.

Sie kann auf verschiedene Weise erfolgen:

  • Blutuntersuchung
  • Anamnese und Ernährungsgespräch

Ernährung optimieren

Eine ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für gesundes Haar. Sie liefert die notwendigen Vitamine und Mineralstoffe, um die Haarfollikel zu stärken und das Wachstum zu fördern. Setzen Sie auf nährstoffreiche Lebensmittel, um Ihren Bedarf an essenziellen Nährstoffen zu decken:

  • Eisen
  • Zink
  • Vitamin B12
  • Vitamin C
  • Vitamin D

Nahrungsergänzungsmittel gezielt einsetzen

Manchmal reicht die Ernährung allein nicht aus, um den Vitamin- und Mineralstoffbedarf zu decken - vor allem bei einem starken Vitaminmangel oder besonderen Lebensumständen. In diesen Fällen sind Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Ergänzung.

Sämtliche Vitamine und Mineralstoffe können Sie einzeln als Präparate einnehmen, um gezielt Mängel auszugleichen. Außerdem gibt es zahlreiche Supplements, die speziell für die Förderung gesunder Haare entwickelt wurden. Kombipräparate für Haar, Haut und Nägel enthalten oft eine ausgewogene Formel, die die Zellregeneration fördert und die Haarstruktur stärkt.

Haarpflegeprodukte zur Unterstützung

Neben der inneren Versorgung spielt auch die äußere Pflege eine wichtige Rolle beim Kampf gegen Haarausfall. Spezielle Haarpflegeprodukte unterstützen das Haarwachstum und stärken die Kopfhaut.

Durch die regelmäßige Anwendung dieser Produkte können Sie die äußeren Bedürfnisse Ihres Haares gezielt unterstützen und gleichzeitig die innere Versorgung ergänzen. Wählen Sie Pflegeprodukte, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind, und integrieren Sie diese in Ihre tägliche Haarpflege. Eine regelmäßige Anwendung kann sichtbare Verbesserungen erzielen und Ihre Haare wieder kräftig und vital wirken lassen.

Vitamin/MineralWirkung auf das HaarLebensmittelquellen
EisenUnterstützt die Sauerstoffversorgung der HaarwurzelnSpinat, Linsen, Rote Beete, mageres Rindfleisch
ZinkStärkt die HaarstrukturKürbiskerne, Haferflocken, Garnelen, Austern
Vitamin B12Fördert die Zellteilung in den HaarfollikelnEier, Lachs, Milchprodukte
Vitamin CVerbessert die Eisenaufnahme und schützt vor freien RadikalenKiwis, Orangen, Paprika, Brokkoli
Vitamin DAktiviert die HaarfollikelFettreicher Fisch, Eier, angereicherte Produkte

tags: #haarausfall #ursachen #mädchen #11 #jahre

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen