Haarausfall kann viele Ursachen haben. Er kann ein ganz natürlicher Vorgang sein, bei dem ein altes Haar ausfällt und ein neues Haar nachwächst. Täglich verlieren wir etwa 100 Haare. Allerdings kann Haarausfall auch ein Warnsignal für eine ernste Erkrankung sein. In einigen Fällen tritt er in Verbindung mit geschwollenen Lymphknoten auf, was weitere Untersuchungen erforderlich macht.
In diesem Artikel klären wir über die Ursachen, Symptome und mögliche Behandlungsformen auf.
Es gibt verschiedene Ursachen, die sowohl Haarausfall als auch geschwollene Lymphknoten auslösen können. Hier sind einige der häufigsten:
Vor allem bei Kindern beruhen Lymphknotenschwellungen meist auf Infektionen, vor allem Virusinfektionen. Eine Entzündung an der Kopfhaut kann recht unangenehm sein. Zum einen kann sie mit sichtbaren Rötungen und anderen Hautveränderungen einhergehen, wie Pusteln, Schuppen oder nässenden Stellen. Zum anderen ist damit verbundener Juckreiz nicht selten.
Es gibt offen sichtbare Entzündungen der Kopfhaut, die zu Haarausfall führen (z.B. mit Rötung, Schuppung und Juckreiz, Seborrhoische Dermatitis), aber auch weniger sichtbare Entzündungen, die die Abläufe im Körper stören (z.B.
Unser Immunsystem verteidigt uns permanent gegen Viren, Bakterien und andere Gefahren. Doch mitunter macht es auch Fehler und greift unseren eigenen Körper an. Bei Autoimmunerkrankungen attackieren Teile des Immunsystems irrtümlich auch gesundes, körpereigenes Gewebe. Der Lupus erythematodes gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Er greift unter anderem die Haut an und führt zu vernarbenden Hautentzündungen auch im Gesicht.
Bei einer Alopecia areata greift unser Immunsystem die Haarfollikel an, die mit Entzündung und Haarverlust reagieren.
Alopecia Areata
Lymphome sind seltene, zumeist maligne, also bösartige Tumoren des lymphatischen Systems. Umgangssprachlich ist daher oft von „Lymphdrüsenkrebs“ oder „Lymphknotenkrebs“ die Rede. Die Hodgkin-Krankheit ist eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems (malignes Lymphom). Mediziner sprechen auch von Hodgkin-Lymphom, früher auch von Morbus Hodgkin oder Lymphogranulomatose.
Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) kann sich bei den Betroffenen sehr unterschiedlich auswirken: Frühe Anzeichen sind beispielsweise geschwollene Lymphknoten und Abgeschlagenheit. Eine chronische lymphatische Leukämie kann lange Zeit ohne Beschwerden bestehen. Häufig entdecken Ärzte eine CLL zufällig. Häufige Symptome einer CLL bei Diagnosestellung können sein: schmerzlose Schwellungen der Lymphknoten in der Hals-, Schlüsselbein-, Achsel- oder Leistenregion.
Sogenannte B-Symptome können auftreten, wenn eine chronische lymphatische Leukämie (CLL) fortschreitet. Zu den B-Symptomen zählen: Fieber: über 38 Grad Celsius ohne gleichzeitigen Infekt, starker Nachtschweiß: so ausgeprägt, dass beispielsweise ein Wechsel der Nachtwäsche notwendig ist, Gewichtsverlust: das Körpergewicht nimmt ohne spezielle Diät innerhalb von 6 Monaten um mehr als ein Zehntel ab.
Die Symptome können je nach Ursache variieren. Einige der häufigsten Symptome sind:
Um die Ursache für Haarausfall und geschwollene Lymphknoten zu finden, sind verschiedene Untersuchungen notwendig. Dazu gehören:
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Einige mögliche Behandlungen sind:
Neben den bereits genannten Ursachen gibt es noch weitere Faktoren, die Haarausfall begünstigen können:
Entzündungen können direkt zu Haarausfall führen. In manchen Fällen richtet sich die Entzündung auch gegen körpereigene Zellen, was ebenfalls zu Haarausfall führt. In diesem Fall spricht man von einer fehlgesteuerten Immunreaktion bzw. Darüber hinaus können Entzündungen andere Ursachen verstärken und sind somit Multiplikatoren: Entzündungen führen zu Funktionseinschränkungen körpereigener Prozesse, wodurch Wachstum und Entwicklung gestört werden. Die Haarwurzeln sind nicht mehr so widerstandsfähig und werden anfälliger für alle "Herausforderungen" wie Nährstoffmangel, DHT-Sensibilität etc.
Eine Entzündung an der Kopfhaut kann recht unangenehm sein. Zum einen kann sie mit sichtbaren Rötungen und anderen Hautveränderungen einhergehen, wie Pusteln, Schuppen oder nässenden Stellen. Zum anderen ist damit verbundener Juckreiz nicht selten. Zu guter Letzt kann die Entzündungsreaktion zu einem Haarverlust führen, was für viele Betroffene ein ästhetisches Problem darstellt.
Aber auch verborgene Entzündungen an den Haarwurzeln, deren umliegenden Gefäße und Nerven wirkt sich auf das Haarwachstum aus. Prozesse werden gestört, die Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff behindert.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Entzündungen der Kopfhaut und damit einhergehenden Haarausfall zu behandeln:
Es ist wichtig, bei Haarausfall und geschwollenen Lymphknoten einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären und eine geeignete Behandlung zu beginnen.
Die Hodgkin-Krankheit ist eine relativ seltene Krebserkrankung des Lymphsystems. Laut Angaben des Robert Koch Instituts wurde im Jahr 2019 in rund 2.500 Fällen Morbus Hodgkin diagnostiziert. Betroffen waren vor allem Männer und Frauen im jungen bis mittleren Erwachsenenalter; Kinder und Jugendliche erkranken vor allem zwischen dem zehnten und 15. Lebensjahr, ungefähr ein Viertel der Patientinnen und Patienten war älter als 60 Jahre.
Ein Hauptsymptom bei der Hodgkin-Krankheit sind schmerzlos geschwollene Lymphknoten. Über 90 Prozent der Betroffenen weisen zum Zeitpunkt der Diagnose Lymphknoten-Schwellungen, insbesondere im Halsbereich (zervikal), auf.
Außerdem können Lymphknoten bei Morbus Hodgkin beispielsweise in folgenden Bereichen vergrößert sein:
Symptome Morbus Hodgkin
Bei einem Morbus Hodgkin kann es zudem zu einer sogenannten B-Symptomatik kommen. Mediziner bezeichen so eine Kombination aus Allgemeinbeschwerden: Fieber (über 38°C), nächtliches Schwitzen, das mit einem Wechsel der Nachtwäsche verbunden ist, und ein Gewichtsverlust von über zehn Prozent des Körpergewichts innerhalb von sechs Monaten.
Die Hodgkin-Krankheit lässt sich sehr gut durch eine kombinierte Chemo- und Strahlentherapie behandeln. Mit einer Kombination von Chemotherapie und Strahlenbehandlung kann die Krebserkrankung, früh erkannt, in über 90 Prozent der Fälle geheilt werden. Auch in fortgeschrittenen Stadien ist eine Heilung der Hodgkin-Krankheit noch möglich.
Umso wichtiger ist, die Gefahr möglicher Langzeitfolgen einer Bestrahlung und möglicher sekundärer Malignome (Zweittumoren) zu reduzieren. Genau hier setzt die Protonentherapie an. Denn die physikalischen Eigenschaften der Protonen machen eine äußerst präzise Bestrahlung von Lymphomen möglich. Vor allem Hodgkin-Lymphome gehören zu einer der am effizientesten behandelbaren Krebserkrankungen bei Erwachsenen mit hohen langfristigen Heilungsraten.
Haarausfall in Verbindung mit geschwollenen Lymphknoten kann verschiedene Ursachen haben, von harmlosen Infektionen bis hin zu ernsteren Erkrankungen wie Autoimmunerkrankungen oder Lymphomen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend für den Therapieerfolg. Bei anhaltenden Symptomen sollte daher unbedingt ein Arzt konsultiert werden.
tags: #haarausfall #lymphknoten #geschwollen #ursachen
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.