Glänzendes, volles Haar - für viele Frauen ein positiver Nebeneffekt einer Schwangerschaft. Allerdings geht es längst nicht allen Schwangeren so. Im Gegenteil: Einige verlieren auf einmal ungewöhnlich viele Haare. Was ist die Ursache für Haarausfall in der Schwangerschaft? Und was kannst du gegen ihn tun? Wir haben die Antworten.
Haarausfall an sich ist erstmal völlig normal. Ein Mensch verliert im Durchschnitt zwischen 50 und 100 Haare am Tag. Schwierig wird es für die eigene Haarpracht nur dann, wenn an den ausgefallenen Stellen keine neuen Haare mehr nachwachsen. In der Schwangerschaft verändert sich dein Hormonhaushalt - der Östrogenspiegel ist erhöht. In der Regel verlangsamt dieser Wert den Haarzyklus und damit den natürlichen Prozess des Haarausfalls. Aber das ist längst nicht immer der Fall.
Gründe für Haarausfall in der Schwangerschaft lassen sich meist auf Stress, hormonelle Veränderungen (vor allem der plötzliche Anstieg von Östrogen und Progesteron) oder medizinische Ursachen zurückführen.
Der Haarzyklus besteht aus drei Phasen, der Wachstumsphase (anagene Phase), der Ruhephase (telogene Phase), in der das Haar aus der Haut geschoben wird und der Übergangsphase dazwischen.
Im Fall von Stress spricht man von Telogen-Effluvium (TE). TE beschreibt den Verlust von Haaren, die sich in der Ruhephase befinden. Das Muster des Haarverlusts ist hier zumeist diffus über den ganzen Kopf der Schwangeren verteilt. Tritt TE in der Schwangerschaft auf, ist das zwar erstmal nicht schön. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: In der Regel reguliert sich diese Form des Haarausfalls nach der Geburt innerhalb eines Jahres von selbst. Es bleiben keine sichtbaren kahlen Stellen zurück.
Doch warum taucht gerade in dieser besonderen Zeit manchmal plötzlich kreisrunder Haarausfall, also Alopecia Areata, auf?
Wichtig zu wissen: Kreisrunder Haarausfall in der Schwangerschaft ist selten ein Zeichen für eine schwerwiegende Erkrankung. Die Ursachen sind komplex und oft spielt eine Mischung aus den genannten Faktoren zusammen. Eine eindeutige, einzelne Ursache lässt sich meist nicht festmachen - das macht die Diagnose manchmal zu einer echten Detektivarbeit.
Bei Schwangeren fällt kreisrunder Haarausfall oft zunächst durch plötzlich auftretende, scharf begrenzte kahle Stellen am Kopf auf. Diese Areale sind meist rund oder oval, können aber in ihrer Größe variieren - von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern Durchmesser.
Manchmal verschwinden die kahlen Stellen nach einigen Wochen von selbst wieder, in anderen Fällen bleiben sie länger bestehen oder es kommen neue hinzu.
Fallbeispiel: Sarah, 31, im sechsten Monat schwanger, erinnert sich an den Moment, als sie morgens vor dem Spiegel stand und plötzlich eine münzgroße, kahle Stelle am Hinterkopf entdeckte. Sie hatte in den Wochen zuvor keinerlei Beschwerden, keine Schmerzen, kein Jucken - einfach nur diesen kleinen, haarlosen Fleck. Doch die Unsicherheit ließ sie nicht los. In den nächsten Tagen bemerkte sie, dass die Stelle nicht kleiner wurde. Im Gegenteil: Nach etwa zwei Wochen tauchte eine weitere kahle Stelle auf, diesmal über dem Ohr. Ihre Friseurin, die sie darauf ansprach, riet ihr, einen Hautarzt aufzusuchen.
Grundsätzlich gilt: Wenn du die Ursache für den Haarausfall kennst, kannst du ihm entgegenwirken. Ist beispielsweise Eisenmangel der Grund, helfen entsprechende Zusatzpräparate. Da berät dich deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt entsprechend.
Erste Unsicherheit ist ganz normal, aber jetzt kommt es auf kluge Schritte an. Wer während der Schwangerschaft plötzlich runde, kahle Stellen entdeckt, sollte nicht in Panik verfallen.
Checkliste für Betroffene:
Das Wichtigste: Geduld bewahren. Viele Fälle von kreisrundem Haarausfall verlaufen harmlos und bessern sich nach der Schwangerschaft wieder.
Eine ärztliche Abklärung ist besonders dann ratsam, wenn Unsicherheiten über die Ursache des Haarausfalls bestehen oder zusätzliche Symptome auftreten.
Kreisrunder Haarausfall in der Schwangerschaft kann die Psyche stark belasten - das Selbstbild gerät ins Wanken, Unsicherheiten wachsen, und manchmal kommt Scham hinzu. Die Angst, dass andere die kahlen Stellen bemerken, begleitet viele Betroffene durch den Alltag.
Wie man damit umgehen kann:
Wichtig ist: Die psychische Belastung ist real und verdient Aufmerksamkeit.
Haarteile und moderne Haarsysteme bieten Schwangeren mit kreisrundem Haarausfall eine diskrete, sofort wirksame und vollkommen sichere Möglichkeit, sich wieder wohlzufühlen. Anders als Medikamente oder invasive Behandlungen, die in der Schwangerschaft meist tabu sind, können hochwertige Haarteile ohne jede gesundheitliche Einschränkung getragen werden.
Fazit: Wer sich mit kahlen Stellen unwohl fühlt, muss sich nicht verstecken. Ein professionell angepasstes Haarteil schenkt sofort neue Lebensqualität - und das ganz ohne Risiko für die Schwangerschaft.
Wenn der Haarausfall nach der Geburt auch lästig ist, so gehört er doch zum natürlichen Prozess dazu. Aber es gibt Möglichkeiten, dem Körper das zu geben, was er in dieser Phase braucht: Vitamine und Mineralstoffe. Ernähre Dich dafür gesund und ausgewogen. Möchtest Du neben einer ausreichenden Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen aber mehr tun, so können folgende Tipps hilfreich sein:
Falls Dir der Haarausfall nach der Schwangerschaft und in der Stillzeit zu schaffen macht, darfst Du geduldig mit Deinem Körper sein. Das Haarwachstum pendelt sich wieder ein.
Abschließend lässt sich sagen, dass Haarausfall in der Schwangerschaft und nach der Geburt ein häufiges Problem ist, das viele Frauen betrifft. Es ist wichtig, die Ursachen zu verstehen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um das Haarwachstum zu unterstützen und die psychische Belastung zu minimieren.
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