Haarausfall am Hinterkopf: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Sind Sie von Haarausfall am Hinterkopf betroffen? Hierbei handelt es sich um eine Ausprägung des Haarschwunds, die verhältnismäßig häufig vorkommt. Der erblich bedingte Haarausfall ist aber nicht der einzige Grund dafür, dass sich das Haar auf diesem Areal lichtet.

Für Haarausfall am Hinterkopf sind häufig externe Faktoren verantwortlich. Wollen Sie das Leiden in den Griff kriegen, gilt es, den Auslöser zu identifizieren. Nur auf diese Weise stellen Sie sicher, dass sich Ihre Kopfhaut in jenem Bereich erholt. Wenden Sie sich dafür unbedingt an einen Experten. Dieser kann Ihnen nicht nur die Ursache für den Haarverlust nennen, sondern Ihnen auch eine geeignete Therapie nahe legen.

Mögliche Ursachen für Haarausfall am Hinterkopf

Die möglichen Ursachen sind vielseitig und bedürfen daher unbedingt einer frühzeitigen medizinischen Abklärung. Die Gene sind nur selten dafür verantwortlich, dass Ihnen die Haare am Hinterkopf ausfallen. Allerdings kommt für dieses Leiden eine Vielzahl an Gründen infrage. Und diese gilt es zu ermitteln, wenn der Haarverlust gezielt und effektiv behandelt werden soll.

Folgende Ursachen kommen für den Haarausfall am Hinterkopf in Frage:

  • Genetische Veranlagung: Liegt der Haarschwund am Hinterkopf in den Genen begründet, handelt es sich um eine androgenetische Alopezie. Diese Art von Haarausfall ist ein typisches Zeichen für androgenetische Alopezie. Der erblich bedingte Haarverlust tritt bei rund 80 Prozent aller Männer weltweit auf.
  • Mechanische Belastung: Vor allem dann, wenn Sie Ihre Haare gerne streng zusammenbinden und einen Pferdeschwanz tragen, kann es in diesem Bereich zur sogenannten Traktionsalopezie kommen. Sie wird durch einen steten Zug an den Haarwurzeln verursacht. Mit der Zeit bilden sich diese zurück, bis das Kopfhaar schließlich ganz ausfällt. In diesem Fall ist es natürlich notwendig, die Belastung zu reduzieren. Sie können das Haarwachstum außerdem durch eine Nährstoffversorgung der Haarfollikel anregen.
  • Stress: Stress wirkt sich auf die Kopfhautdurchblutung und auf die Versorgung der Haarwurzeln aus. Akute Stress-Situationen werden ebenfalls als Auslöser angesehen. So können zum Beispiel Verletzungen, Operationen und emotionale Belastungen zu diffusem Haarausfall führen.
  • Nährstoffmangel: Die Haarwurzeln benötigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente für einen gesunden Wuchs. Für kräftiges Haar sind zahlreiche Nährstoffe und Spurenelemente notwendig, wie Zink, Magnesium, Vitamine und Biotin. Eine ausgewogene Ernährung ist essenziell, da nur so die Haarwurzeln optimal versorgt werden können. Eine unausgewogene, nährstoffarme Ernährung kann langfristig zu Haarausfall führen, besonders am Hinterkopf.
  • Krankheiten: Fehlfunktionen der Schilddrüse, Hauterkrankungen und Durchblutungsstörungen verschieben die drei Phasen des Haarwuchses. Jene Leiden führen oft zum vernarbenden Haarausfall. Er ist durch Narbenbildung an den kahlen Stellen gekennzeichnet, sodass dort keine Haare mehr wachsen. Wollen Sie dieses Szenario vermeiden, sollten Sie sich bei Hautkrankheiten sofort in Behandlung begeben. Auch ein Pilz, der in die tieferen Schichten des Kopfes vordringt, kann zu vernarbendem Haarverlust führen. Die Alopecia areata (AA) ist eine chronische, immunvermittelte Krankheit, die durch einen akut einsetzenden Haarausfall gegenzeichnet ist. Die Alopecia areata ist nach dem anlagenbedingten Haarausfall die zweithäufigste Ursache für Haarausfall.
  • Medikamenteneinnahme: Bei einigen Medikamenten ist Haarausfall als Nebenwirkung aufgeführt.
  • Kreisrunder Haarausfall: Die Alopecia areata ist durch kreisrunde, scharf abgegrenzte kahlen Stellen gekennzeichnet. Sie tritt oftmals plötzlich auf und schreitet auch schnell voran. Zu Beginn sind die Bereiche etwa münzgroß. Sie können sich aber auch zu einer Vollglatze verbinden. Verantwortlich für den kreisrunden Haarausfall ist eine gestörte Immunabwehr. Behandeln lässt sich das Leiden heute noch nicht. Allerdings kommt es manchmal zu einer Spontanheilung.
  • Mangelernährung: Pflegen Sie einen ungesunden Lebensstil, indem Sie eher auf Fast Food setzen, kann dies ebenfalls den Ausfall des Kopfhaars begünstigen. Allerdings kommt es hierbei eher zum diffusen Haarverlust - dabei verlieren Sie Ihr Kopfhaar gleichmäßig. Allerdings macht sich diese Art von Haarausfall bei einigen Menschen zuerst am Hinterkopf bemerkbar.

Symptome und Diagnose

Fallen mehr als 100 Haare pro Tag aus, spricht man von Haarausfall. Beginnt das Haar am Hinterkopf auszufallen, äußert sich das zuerst in einer Ausdünnung, welche die Kopfhaut sichtbar werden lässt. Dazu kommen viele kurze, kaum frisierbare und in die Höhe stehende Haare, die als weiteres Frühsymptom von Haarausfall im hinteren Kopfbereich gelten.

Findet bei Ihnen Haarausfall am Hinterkopf statt, sollten Sie sich sofort mit einem Mediziner in Verbindung setzen. Am besten wenden Sie sich dafür an einen Hautarzt. Er wird sich zuerst den Zustand der Haare und der Kopfhaut ansehen. Auf diese Weise lassen sich Hautkrankheiten ausschließen. Außerdem führt er einen Bluttest durch. Er zeigt an, ob bei Ihnen Mangelerscheinungen oder etwaige Grunderkrankungen vorliegen.

In einer Kopfhaut- und Haaranalyse sowie im großen Blutbild lässt sich die Ursache von einem erfahrenen Arzt gut diagnostizieren. Auch wird der Arzt ermitteln, welche Art von Haarverlust bei Ihnen vorliegt. Danach richtet sich nämlich die Behandlung.

Die Form des Haarausfalls lässt sich entweder durch eine Blickdiagnose oder mittels eines Trichoscans ermitteln. Letztgenannte Methode erweist sich als besonders zuverlässig. Hier analysiert nämlich ein Programm die Haarstruktur und die Geschwindigkeit des Haarwuchses. Auch lässt sich mit dem Scan ermitteln, ob eine Behandlung anschlägt. Dafür ist aber eine regelmäßige Analyse der Haare erforderlich.

Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt unterschiedliche Behandlungen, mit denen man den Haarschwund am Hinterkopf stoppen oder verlangsamen kann. Welche Behandlung sich eignet, hängt von der Ursache und von der Intensität des Haarausfalls ab. Aus diesem Grund ist die frühzeitige ärztliche Konsultation besonders wichtig und dient als Grundlage jeder Behandlung, die Sie gegen den Haarschwund vornehmen möchten.

Die Therapie richtet sich stets nach der Ursache des Haarverlusts. Wird dieser durch externe Faktoren ausgelöst, gilt es, diese zu unterlassen, um der Kopfhaut und den Haaren Ruhe zu gönnen. So ist bei einer Tranktionsalopezie beispielsweise vom Tragen enger Kopfbedeckungen und strenger Frisuren abzuraten. Hautkrankheiten lassen sich durch Salben und Tabletten schnell in den Griff kriegen. Achten Sie des Weiteren auf eine ausgewogene Ernährung.

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bewährte Wirkstoffe sind Minoxidil (80-90% Erfolgsquote) und bei Männern Finasterid.

Hier sind einige Behandlungsansätze:

  • Medikamente: Medikamente wie Minoxidil und Finasterid sind dafür bekannt, den Haarwuchs zu verdichten und bestehenden Haarausfall aufzuhalten. Allerdings sollten mögliche Nebenwirkungen wie Libidoverlust oder erektile Dysfunktion beachtet werden. Medikamente wie Minoxidil und Finasterid können den Haarausfall verlangsamen, allerdings nicht vollständig aufhalten.
  • Eigenhaarverpflanzung: Wenn Sie von anlagebedingtem Haarverlust betroffen sind, ist die Eigenhaarverpflanzung die einzige Lösung, die wirklich dauerhaft und effektiv ist. Der große Vorteil der androgenetischen Alopezie ist jedoch, dass sich im Bereich der Seiten meist noch genügend intakte Haarfollikel befinden, die keine Überempfindlichkeit gegen Dihydrotestosteron aufweisen. Bei Elithair kommt hierzu die innovative und bewährte FUE-Methode zum Einsatz. Diese Methode ermöglicht ein besonders schmerzarmes und effektives Verfahren. Diese Entnahme findet unter einer örtlichen Anästhesie statt. Nachdem die Follikel im Labor aufbereitet wurde, sind sie bereit zur Einpflanzung.
  • Haarwuchsmittel: Haarwuchsmittel, die außerhalb der Medikation erhältlich sind, wirken am besten bei leichtem Haarausfall, dessen Ursachen bereits diagnostiziert wurden.
  • Sanfte Haarpflege: Eine sanfte Haarpflege ist entscheidend für eine gesunde Kopfhaut und starke Haarwurzeln. Vermeiden Sie heißes Wasser beim Waschen, verwenden Sie milde Shampoos und achten Sie darauf, dass Föhn, Glätteisen und Lockenstab nicht zu heiß eingestellt sind.
  • Ausgewogene Ernährung: Für kräftiges Haar sind zahlreiche Nährstoffe und Spurenelemente notwendig, wie Zink, Magnesium, Vitamine und Biotin. Eine ausgewogene Ernährung ist essenziell, da nur so die Haarwurzeln optimal versorgt werden können.

Alopecia Areata (Kreisrunder Haarausfall)

Die Alopecia areata (AA) ist eine chronische, immunvermittelte Krankheit, die durch einen akut einsetzenden Haarausfall gekennzeichnet ist. Die Alopecia areata ist nach dem anlagenbedingten Haarausfall die zweithäufigste Ursache für Haarausfall. Die Wahrscheinlichkeit, mindestens einmal im Leben an einer AA zu erkranken, beträgt 2 % (Lebenszeitinzidenz).

Der häufigste Typ ist die umschriebene Alopecia areata. Seltener auftretende Typen sind Ophiasis -Typ, Alopecia totalis und Alopecia universalis, mit Prävalenzen von 0,02%, 0,08% und 0,03%. Die AA betrifft die Geschlechter gleichermaßen und tritt in allen Altersgruppen und ethnischen Gruppen auf. Bei 40 % der Patienten tritt die AA das erste Mal vor dem 20. Lebensjahr auf - bei ca. 85% zeigt sich die AA bis zum 40.

Die Alopecia areata zeigt ein sehr breites klinisches Bild. Der Haarverlust kann alle behaarten Bereiche des Kopfes und Körpers betreffen. Die Hautoberfläche ist unauffällig. Die klinische Untersuchung gemeinsam mit der Dermatoskopie der Kopfhaut sind die wichtigsten Schritte und, in meisten Fällen, ausreichend um die Diagnose Alopecia areata zu stellen.

Der Test wird am Randbereich der haarlosen Areale sowie an klinisch unauffälligen Haaren durchgeführt. Hierbei wird ein dickes Haarbüschel (ca. 20-50 Haare) zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger am Haaransatz nahe der Kopfhaut fest gefasst, und dann fest, aber nicht gewaltsam von der Kopfhaut weggezogen. Wenn mehr als 10 % der erfassten Haare zwischen den Fingern am Ende verbleiben, gilt dies als positiver Zupftest und deutet auf aktiven Haarausfall hin. Für einen gültigen Test sollten die Haare mindestens einen Tag lang nicht gewaschen werden.

Therapeutische Vorgehensweisen bei Alopecia Areata

Das therapeutische Vorgehen ist bei jedem Patienten unterschiedlich und abhängig von individuellen Faktoren wie der Ausprägung der Erkrankung und Nebenerkrankungen. Die derzeitig eingesetzten Therapien zielen vor allem auf das Unterdrücken des Entzündungsprozesses ab und bekämpfen nicht die eigentliche Ursache der Krankheit.

  • Topische Kortikosteroide: Hierbei wird ein stark bis sehr stark wirksames Kortikosteroid (Klasse III/IV) im Bereich der Haarausfallherde an der Kopfhaut angewendet.
  • Intraläsionale Kortikosteroide: Hier wird mit einer dünnen Nadel eine bestimmte Menge eines Kortisonpräparates (Triamcinolonacetonid Kristallsuspension) in die Kopfhaut eingespritzt.
  • Systemische Therapie mit Kortison: Diese erfolgt meistens in Form einer oralen Prednisolon-Stoßtherapie, d.h. tägliche ca. einwöchige orale Einnahme von Kortikosteroiden jeweils unterbrochen durch einnahmefreie Intervalle.
  • Dithranol: Diese Option ist aufgrund ihres günstigeren Risikoprofils eine Alternative zur Sensibilisierungstherapie, besonders bei Kindern.
  • JAK-Inhibitoren: Bislang sind zwei Januskinase (JAK) Inhibitoren für die Behandlung der schweren AA zugelassen.
  • Minoxidil: Dies ist eine Substanz, die die Durchblutung um den Haarfollikel verbessert und so das Haarwachstum anregt.
  • Zink Supplementierung: Zink hilft die Immunantwort zu modulieren, und könnte bei Zink-Mangel hilfreich sein.
  • Vitamin D Supplementierung: Die Einnahme bei entsprechendem Vitaminmangel könnte von Bedeutung sein.

Wichtige Hinweise und Vorbeugung

  • Bei Haarverlust sollten Sie den Arztbesuch nicht auf die lange Bank schieben. Im Anfangsstadium lässt sich Haarschwund am Hinterkopf am schnellsten und besten behandeln.
  • Sobald Sie erste Symptome bemerken, lassen Sie Ihr Blut, Ihren Hormonspiegel und Ihre Kopfhaut auf mögliche Ursachen untersuchen.
  • Da die effektive Behandlung maßgeblich von der Ursache abhängt, ist es wichtig, den Grund medizinisch diagnostizieren zu lassen. Bedenken Sie, dass es sich bei Haarausfall um ein Symptom und nicht um die Ursache selbst handelt.

Erfolgreiche Haarwuchsbehandlungen beruhen daher auf einer Vorbehandlung der Haarschwundursache, die fachkundig und präzise diagnostiziert werden muss. Ist der Grund bekannt und wird behandelt, kann die individuelle Symptombehandlung mit der vom Arzt empfohlenen Methode beginnen.

In einigen Fällen lässt sich der Haarausfall am Hinterkopf allerdings nicht behandeln. Wachsen an der kahlen Stelle keine Haare mehr nach, ziehen Sie eine Eigenhaarverpflanzung in Erwägung. Doch dafür müssen Sie sich zeitnah an einen Spezialisten wenden. Für die Haartransplantation sind nämlich Haare vom Hinterkopf zu entnehmen.

Hegen Sie den Verdacht, dass bei Ihnen Haarausfall am Hinterkopf vorliegt, sollten Sie sich rechtzeitig an einen Arzt wenden. Denn viele Leiden lassen sich im Anfangsstadium gut in den Griff kriegen. Dies gilt sowohl für einen Haarverlust durch externe Faktoren als auch für Hautkrankheiten. Warten Sie zu lange ab, kann eine Pilzerkrankung beispielsweise zu einem vernarbenden Haarausfall führen. An den betreffenden Stellen wachsen dann keine Haare mehr nach.

Lässt sich der Ausfall des Kopfhaars mit konservativen Mitteln nicht mehr aufhalten, sollten Sie eine Eigenhaartransplantation in Erwägung ziehen. Bei Haarverlust auf dem Hinterkopf ist hier jedoch schnelles Handeln erforderlich. Denn von ebendiesem Bereich entnimmt der Operateur auch die Spenderhaare.

Eine frühzeitige ärztliche Diagnose ist wichtig für den Behandlungserfolg.

Zusammenfassung der Ursachen und Behandlungen

Hier ist eine Tabelle, die die häufigsten Ursachen und Behandlungen für Haarausfall am Hinterkopf zusammenfasst:

Ursache Behandlung
Androgenetische Alopezie Minoxidil, Finasterid, Haartransplantation
Traktionsalopezie Vermeidung enger Frisuren, Nährstoffversorgung
Stress Stressmanagement, Entspannungstechniken
Nährstoffmangel Ausgewogene Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel
Hautkrankheiten Salben, Tabletten, medizinische Behandlung
Alopecia Areata Kortikosteroide, JAK-Inhibitoren, Minoxidil

Ein täglicher Verlust von 50-100 Haaren ist normal. Von krankhaftem Haarausfall (Alopezie) sprechen Ärzte erst bei über 100 Haaren pro Tag. Die androgenetische Alopezie ist die häufigste Form des Haarausfalls und betrifft bis zu 70% der Männer und 40% der Frauen. Weitere wichtige Auslöser für Haarausfall sind hormonelle Veränderungen (z.B.

Eine frühzeitige ärztliche Diagnose ist wichtig für den Behandlungserfolg.

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