Volles, gesundes Haar gilt als äusseres Zeichen von Schönheit und Gesundheit. Doch was tun, wenn die volle Haarpracht schwindet? Eine der möglichen Ursachen von Haarausfall könnte ein Eisenmangel sein - so zeigen Untersuchungen. Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das Männer und Frauen gleichermaßen betrifft.
In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Zusammenhänge zwischen Eisenmangel und Haarausfall, wie Sie einen Eisenmangel erkennen und behandeln können, und welche Rolle die Ernährung dabei spielt.
Eisen ist ein essentielles Spurenelement. Es muss also regelmässig mit der Nahrung aufgenommen werden. Eisen ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff, der in zahlreichen biologischen Prozessen eine wichtige Rolle spielt.
Eisen spielt eine Schlüsselrolle für das Haarwachstum:
Wenn dem Körper Eisen fehlt, haben die Haarzellen nicht genug Energie, um sich zu teilen und neues Haar zu bilden. Dies führt dazu, dass mehr Haare in die Telogenphase übergehen, was als Telogenes Effluvium bekannt ist. Man kann sich das wie bei einer Pflanze vorstellen: Ohne genügend Nährstoffe im Boden wächst sie nicht richtig nach, wenn sie einmal verblüht ist.
Das Wachstum eines Haares im Haarfollikel verläuft in Zyklen, bestehend aus mehrjähriger Wachstumsphase (Anagen), kurzer Follikel-Rückbauphase (Katagen) und zwei- bis viermonatiger Ruhephase (Telogen). Danach fällt das Haar aus, um nach einigen Wochen wieder neu aus dem Follikel zu wachsen. Der Haarfollikel durchläuft immer wieder alternierend Phasen des Wachstums und der Ruhe.
Eisenmangel kann diesen Zyklus stören:
Eisenmangel kann dabei oft schon bei geringem Eisenmangel auftreten, also noch bevor die typischen Eisenmangelsymptome wie Müdigkeit und Erschöpfung bemerkbar sind.
Es gibt verschiedene Ursachen für Eisenmangel:
Neben einer eisenarmen Ernährung können bei Frauen natürlich auch die Monatsblutung oder eine Schwangerschaft die Gefahr eines Eisenmangels erhöhen.
Besonders gefährdet für Haarausfall durch Vitaminmangel sind:
Ein Eisenmangel kann sich auf verschiedene Weisen bemerkbar machen. Haarausfall zählt dabei zu den häufigsten und auffälligsten Symptomen, insbesondere bei Frauen. Doch Haarausfall bei Eisenmangel tritt meist nicht allein auf.
Weitere Symptome können sein:
Wenn Sie daher einen durch Eisenmangel bedingten Haarausfall bei sich vermuten, lassen Sie bei Ihrem Arzt oder Heilpraktiker Ihre Eisen-Blutwerte bestimmen. Erst dann kann es gegebenenfalls sinnvoll sein, ein geeignetes Präparat einzunehmen.
Die Diagnose eines Eisenmangels erfolgt durch eine Blutuntersuchung. Dabei werden folgende Werte bestimmt:
Normale Eisenwerte beim Mann liegen bei 50 bis 160 Mikrogramm pro Deziliter Blut. Bei Frauen liegen gesunde Werte zwischen 50 und 150 Mikrogramm pro Deziliter Blut. Liegen die Werte darunter, spricht man von einem Eisenmangel.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Eisenmangel zu behandeln. Die Wahl der Behandlung hängt von der Ursache und dem Schweregrad des Mangels ab.
| Behandlungsmethode | Beschreibung |
|---|---|
| Eisenpräparate | Bei einem starken, nachgewiesenen Mangel können Eisenpräparate notwendig sein. Typische Dosierungen liegen hier bei 30-60 mg elementarem Eisen, also tatsächlich im Präparat verfügbares Eisen pro Tag. Im Alltag, bei leichtem Mangel, reichen meist schon niedrigere Dosierungen aus, um einen guten Eisenspiegel zu erreichen oder zu halten. |
| Eisenreiche Ernährung | Nicht nur Fleisch enthält Eisen, sondern vor allem dunkelgrüne Gemüse, Kürbiskerne, Amaranth und auch Quinoa. In 150 Gramm Spinat sind beispielsweise 5 mg Eisen enthalten. Das entspricht zirka 50 Prozent des täglichen Bedarfs eines erwachsenen Mannes. |
| Infusionstherapie | Eine Infusionstherapie kann bei Haarausfall sehr hilfreich sein, besonders nach einem Bluttest, der spezifische Mängel aufzeigt. Da die Mikronährstoffe bei einer Infusion direkt in den Blutkreislauf gelangen, umgehen sie den Verdauungstrakt und stehen dem Körper sofort zur Verfügung. So können hohe Dosen an Eisen und anderen wichtigen Vitaminen und Spurenelementen zugeführt werden, die das Haarwachstum unterstützen. |
Eine ausgewogene Ernährung mit eisenreichen Lebensmitteln ist wichtig, um einem Eisenmangel vorzubeugen und ihn zu behandeln.
Eisenreiche Lebensmittel sind:
Vor allem bei pflanzlichem Eisen ist für eine optimale Aufnahme die Kombination mit Vitamin C reichen Lebensmitteln (z.B. Paprika, Zitrusfrüchte, Tomaten) wichtig. Zusätzlich sollten bestimmte Lebensmittel in Kombination mit eisenreichen Lebensmitteln vermieden werden, da bestimmte Stoffe die Eisenaufnahme hemmen. Dazu gehören z.B. Kaffee und calciumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte. Achte hier auf einen ausreichenden Abstand (ca.
Mit ersten Verbesserungen kannst du oft schon nach 6-8 Wochen rechnen, sofern du gezielt den Eisenmangel behandelst und gleichzeitig auf eine haarschonende Pflegeroutine setzt. Das Haarwachstum verläuft allerdings individuell, manche erleben eine sichtbare Normalisierung schon früher, andere erst nach ein paar Monaten.
Eine Faustregel:
Neben Eisen gibt es noch weitere Nährstoffe, die für gesundes Haarwachstum wichtig sind:
Haarausfall durch Eisenmangel ist eine häufige, aber behandelbare Ursache für diffusen Haarverlust. Wer seine Blutwerte kennt, auf seinen Körper hört und gezielt gegensteuert, kann seine Haare stärken und regenerieren.
tags: #haarausfall #eisenmangel #ursachen #behandlung
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.