Gesunde Haare signalisieren Vitalität und Jugendlichkeit. Fakt ist, dass Haarprobleme wie vermehrter Haarausfall, kahle Stellen oder ein fliehender Haaransatz für Betroffene ein ästhetischer Störfaktor und oft auch eine psychische Belastung darstellen. Die PRP Haarwurzelbehandlung, die mit Eigenblut den Haarausfall stoppen und dem Haar zu neuer Dichte verhelfen soll, hat sich als erfolgsversprechende Methode etabliert.
Die PRP Eigenbluttherapie kommt auf verschiedenen medizinischen Gebieten zum Einsatz. Im Bereich der Haarmedizin und der Haarchirurgie im Besonderen wirkt PRP positiv auf Haarwachstum, Regeneration und Dickenwachstum der Haare. PRP steht für „platelet rich plasma“ (zu Deutsch: plättchenreiches bzw. thrombozytenreiches Blutplasma). Dieses Konzentrat wird aus dem Eigenblut des Patienten gewonnen und zum Aufbau sowie zur Stärkung der Haarwurzel in die Kopfhaut injiziert. Die Behandlung der Haarwurzeln mit körpereigenen Stammzellen aus dem Blut reichert sie mit lebensnotwendigen Nährstoffen an, wodurch das Haarwachstum wieder stimuliert wird und insgesamt eine Qualitätsverbesserung der Haare erreicht wird.
Die PRP-Behandlung der Kopfhaut ist eine Form der Eigenbluttherapie. Das heißt, PRP wird aus dem Blut der Patienten gewonnen und dann in die Kopfhaut injiziert. Die Thrombozyten helfen der Kopfhaut, sich zu regenerieren. Schwache Haarwurzeln werden gestärkt und das Haarwachstum dadurch stimuliert.
Grundsätzlich ist die Eigenbluttherapie für jeden geeignet, der sein Haar kräftigen möchte und gegen Haarverlust vorgehen möchte. Patienten mit starkem Haarausfall und schlechtem Haarzustand - sei es stressbedingt, durch eine lange Krankheit oder genetisch begründet - können mit einer PRP Haarbehandlung den Haarverlust deutlich reduzieren und sogar gänzlich stoppen. Die insgesamte Haardichte kann mittels PRP insgesamt um 10 bis 15 Prozent gesteigert werden.
Die PRP-Therapie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit beginnendem oder mäßigem Haarausfall, bei denen die Haarwurzeln noch vital, aber in ihrer Aktivität geschwächt sind. Die PRP-Therapie ist immer dann besonders effektiv, wenn der Haarausfall klar auf eine Alterung und Schwächung der Haarwurzeln zurückzuführen ist. Viele der oben beschriebenen Ursachen verstärken diese Effekte. Die Eigenbluttherapie mit PRP kann die Alterung bis zu einem gewissen Grad verlangsamen. Die I-PRF-Eigenbluttherapie wirkt am besten, wenn wir sie bereits bei beginnendem Haarausfall durchführen. Je früher, desto besser.
Am besten geeignet ist PRP für Patientinnen und Patienten, die an einer leichten bis mittelschweren Form von erblich bedingtem Haarausfall leiden.
Eine PRP Haarwurzelbehandlung ist jedoch nicht möglich bei vorliegenden Krankheiten, die das Blut betreffen oder durch Blut übertragen werden. Kontraindikationen sind beispielsweise bei Hepatitis und HIV gegeben. Auch Störungen der Blutgerinnung, Autoimmunerkrankungen, Leberkrankheiten und Krebs sprechen eher dagegen. Schwangere sollten nicht mit PRP behandelt werden.
Die Haarwurzeltherapie mit PRP ist im Prinzip keine aufwendige Behandlung. In einem ersten Schritt wird - wie beim Blut abnehmen - eine kleine Menge Blut (meist aus der Armvene des Patienten) entnommen. Dieses wird in einem speziellen Zentrifugationsverfahren aufbereitet, um das wirkstoffreiche PRP zu isolieren. Durch die Zentrifugalkräfte wird das Blutplasma von den restlichen Blutbestandteilen getrennt. Bereits nach 10 Minuten ist das körpereigene Blutkonzentrat für die Weiterbehandlung einsatzbereit. Mit feinsten Mikronadeln wird das plättchenreiche Plasma in die zu behandelnden Bereiche der Kopfhaut direkt an die Haarwurzel gespritzt.
Die PRP Mesotherapie ist eine Methode, mit der verschiedene hochkonzentrierte Wirkstoffe wie Blutplasma, Seren, Vitamine, Medikamente oder Mineralstoffe exakt und sicher in tiefe Hautschichten gespritzt werden können. Bei der PRP Eigenbluttherapie kann das PRP Blutplasma mit der Meso gun gezielt und wesentlich schmerzfreier in die Kopfhaut eingebracht werden. So wird neuer Haarwuchs gefördert sowie die Haardichte und die Haarstruktur signifikant verbessert.
Im Rahmen einer Haartransplantation macht man sich die regenerierende Wirkung des körpereigenen Blutkonzentrats PRP zunutze. Wird PRP vor und in gewissen Abständen nach der Haartransplantation in die zu behandelnden Kopfregionen eingebracht, unterstützt das Plasmakonzentrat den Haarwuchs, beschleunigt und verbessert zugleich das Ergebnis der Haarverpflanzung. So regeneriert sich die Haarfollikelumgebung optimal und das Zellwachstum wird gesteigert.
Wichtige Hinweise vor und nach der Behandlung:
Eine Behandlungszyklus von mindestens zwei Sitzungen ist in der Regel notwendig, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Je nach Effektivität der Behandlung, bzw. wie der Patient auf die Behandlung anspringt, können auch weitere Sitzungen unumgänglich sein. Der Behandlungsumfang einer PRP Haartherapie kann bis zu sechs Sitzungen betragen. Es kommt häufig vor, dass Patienten die Eigenbluttherapie mindestens ein bis zweimal im Jahr durchführen lassen, um das Ergebnis langfristig zu erhalten.
Die Preise für eine PRP Haarwurzelbehandlung können je nach Umfang und Dauer der Behandlung, individueller Beschaffenheit von Haaren und Kopfhaut sowie dem Herstellungsverfahren des PRP variieren. Eine PRP Haarwurzelbehandlung kostet zwischen 300 bis 1.200 Euro pro Sitzung. In der Regel ist Minimum eine Folgebehandlung notwendig. Eine einzelne Eigenbluttherapie Haare kostet 300 Euro , 4 PRP Eigenblutbehandlungen kosten im Paket je 250 Euro pro Behandlung. Bei 6 Behandlungen kostet jede PRP Spritze im Paket 200 Euro.
In der Traumpraxis Hamburg bieten wir Ihnen die PRP-Behandlung der Haare ab 150 €* pro Sitzung an.
Hinweis: Bei Billigangeboten sollte man generell vorsichtig sein. Niemand hat etwas zu verschenken, sodass Einsparungen oft an falscher Stelle gemacht werden. Bei PRP-Therapien, die extrem günstig angeboten werden, erfolgt die Aufbereitung und Herstellung des Blutplasmas oft nicht sachgemäß und entsprechend bleibt der gewünschte Therapieerfolg aus.
Übernahme der Kosten durch Krankenkassen:
Eine PRP-Haarwuchsbehandlung ist - wie die meisten ästhetischen Behandlungen - eine Privatleistung. Die gesetzlichen Krankenkassen oder die Beihilfe kommen daher in der Regel für die Behandlungskosten nicht auf. Eine Ausnahme kann für Patienten mit einer Krebserkrankung gelten, denen eine PRP-Therapie zur Haarwiederherstellung nach dem Abschluss ihrer onkologischen Behandlung oft empfohlen wird.
Wer unter Haarausfall leidet, kann das Haar mit PRP auf natürliche Weise zum Wachstum stimulieren. Injiziert man die PRP-Wirkstoffmischung gezielt in die Regionen, die von Haarausfall betroffen sind, kann Haarausfall nachhaltig gestoppt und das Haar wieder dichter werden. Die Stammzellen des Blutes bauen die Haarwurzel biologisch auf und enthalten Wachstumsfaktoren, die die Zellerneuerung anregen. Oft wird die Behandlung innerhalb von kurzen Abständen bis zu 3 Mal wiederholt, um den Wachstumseffekt zu bestärken und langfristig anzuheizen.
Erste Ergebnisse zeigen sich meist nach 8-12 Wochen, wenn neue Haare in die Wachstumsphase eintreten. Die volle Wirkung entfaltet sich nach etwa 3-6 Monaten, insbesondere nach Abschluss einer Behandlungsserie. Regelmäßige Auffrischungen helfen, das Ergebnis langfristig zu stabilisieren.
Mittlerweile konnte die Wirkung von PRP gegen Haarausfall in einer Vielzahl von wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden.
Da das verabreichte Konzentrat aus dem eigenen Blut des Patienten hergestellt wird, besteht kein Risiko auf allergische Reaktionen. Die Blutplättchen sind außerdem für die Immunabwehr des Körpers zuständig, sodass auch Immunreaktionen wie Infektionen nahezu komplett ausgeschlossen werden können. Als sichtbare Nebenwirkungen sind kleine Blutergüsse, Rötungen oder Schwellungen möglich. Als Nebenwirkung einer PRP Haarwurzelbehandlung kann es in seltenen Fällen einen Ausschlag geben, Kopfschmerzen und Fieber können auftreten oder auch Schmerzen an der Einstichstelle.
Grundsätzlich ist die PRP-Behandlung äußerst risikoarm. Da ausschließlich Eigenblut zum Einsatz kommt, wird das injizierte Plasma vom Körper gut aufgenommen und nicht abgestoßen.
Da sich die Eigenbluttherapie gegen Haarausfall in den letzten Jahren zunehmend etabliert hat, gibt es bereits einige Studien über die Wirksamkeit der PRP-Haarwurzelbehandlung. In einer Doppelblindstudie aus dem Jahre 2013 konnte beispielsweise festgestellt werden, dass die PRP-Behandlung bei allen 45 Patienten zu signifikanten Verbesserung des Haarausfalls (Alopezia areata) führte. Insbesondere die Anzahl der dystrophen Haare konnte mittels PRP deutlich reduziert werden. Nebenwirkungen wurden nicht verzeichnet.
In einer weiteren Studie wurde bei 23 Männern mit androgenetischer Alopezie in 3 Behandlungssitzungen im Abstand von 30 Tagen 0,1 ml PRP pro cm2 in ausgewählte, von Haarausfall betroffene Kopfhautareale injiziert. Dabei konnte drei Monate nach Behandlungsbeginn eine Zunahme der Haardichte in der mit PRP behandelten Region (durchschnittlich 45,9 Haare pro cm2) festgestellt werden.
Während Eigenblut im Frühstadium von Haarausfall sichtbare Erfolge erzielen kann, sind Haartransplantationen meist die einzige Möglichkeit, um bereits fortgeschrittenen Haarausfall aufzuhalten.
Trotzdem entscheiden sich immer wieder Patienten für eine begleitende Therapie gegen Haarausfall: Die Mesotherapie bietet beispielsweise eine weitere Möglichkeit zur Behandlung von Haarausfall, bzw. Förderung der Regeneration und dem Dickenwachstum der Haare. Bei einer Mesotherapie werden hochwirksame Substanzen wie Wachstumsfaktoren, Vitamine, Antioxidantien und Spurenelemente zwei bis vier Millimeter tief unter die Kopfhaut injiziert. Ziel dabei ist es, Haarausfall zu minimieren, das Haar generell zu stärken und die Haarstruktur zu verbessern.
Für die Wahl des richtigen Arztes ist unter anderem die Spezialisierung im Bereich der Haarchirurgie bzw. Haarmedizin sowie der Facharzttitel wichtig. Infrage kommen beispielsweise Ästhetisch-Plastische Chirurgen, Chirurgen und Dermatologen. Ärzte und Einrichtungen, die zusätzlich das myBody® Qualitätssiegel tragen, erfüllen bestimmte Qualitätskriterien und verpflichten sich zur Einhaltung strenger Qualitätsstandards.
Bei einem ausführlichen Gespräch beraten Sie unsere Expertinnen und Experten zur Eigenbluttherapie. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir den Behandlungsablauf, die Kosten sowie Vorbereitung und Nachbehandlung einer PRP-Therapie.
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