Haarausfall durch Solarium: Ursachen und Prävention

Viele Menschen genießen den Sommer und die damit verbundene Sonne, aber wussten Sie, dass übermäßige Sonneneinstrahlung und Solarium-Besuche zu Haarausfall führen können? In diesem Artikel werden die Ursachen von Haarausfall im Zusammenhang mit Solarien erläutert und Tipps zur Vorbeugung gegeben.

Die Auswirkungen von UV-Strahlung auf Haare und Kopfhaut

Eine Erklärung, warum Menschen im Sommer mehr Haare verlieren, sind die längeren Tage und somit auch die höhere Sonneneinwirkung auf Haare und Kopfhaut. Dies sorgt dafür, dass mehr Haare von der Wachstumsphase in die Ruhephase wechseln.

UV-Strahlung kann die Haarstruktur schädigen und die Kopfhaut austrocknen, was Haarausfall fördern kann. Die Dauer der Sonneneinstrahlung kann den Haarausfall verstärken.

Haarschäden können entstehen, weil Salz- und Chlorwasser die Haare spröder und stumpfer machen. Dadurch sind sie anfälliger für Reibung. Salzkristalle können zudem die Sonneneinstrahlung wie ein Brennglas verstärken.

Wie man saisonalen Sommer-Haarausfall erkennt

Um festzustellen, ob Sie unter saisonalem Sommer-Haarausfall leiden, zählen Sie mindestens eine Woche lang ihre ausgefallenen Haare, die Sie in der Bürste, im Waschbecken oder auf dem Fußboden finden können.

Gerade bei längeren Haaren scheint es oft nur so, als würden viele Haare ausfallen. Wenn man über einige Tage nachzählt, bekommt man Gewissheit.

Vorbeugung von Haarausfall im Sommer

Sommerliche Temperaturen, UV-Strahlung und vermehrtes Schwitzen können das Haar belasten und Haarausfall im Sommer begünstigen. Hier sind einige Tipps, wie Sie dem entgegenwirken können:

  1. UV-Schutz für das Haar: Spezielle UV-Schutzsprays für Haare schützen vor UV-Strahlung.
  2. Feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte verwenden: Eine trockene Kopfhaut kann zu Reizungen und Haarausfall führen. Feuchtigkeitsspendende Shampoos oder Conditioner mit zum Beispiel Aloe vera wirken dem Austrocknen entgegen.
  3. Gesunde Ernährung: Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren oder Eisen, Zink oder Vitamin D kann Haarausfall auslösen.

Solarium und Vitamin D: Ein Mythos?

Viele glauben, dass Solarium-Besuche die Vitamin-D-Produktion ankurbeln können. Unsere Haut kann Vitamin D selbst bilden - doch dafür braucht sie die UV-Strahlung der Sonne.

Unter der Sonnenbank trifft häufig vor allem UV-A-Strahlung auf die Haut. Der Grund: „UV-A kann sogar nach einmaliger Bestrahlung kurzzeitig zu einer vorübergehenden Bräunung führen, da die Melanin-Vorstufen ‚ausreifen‘“, erklärt der Dermatologe Peter Weisenseel.

Allerdings hat der Gang ins Solarium keinen Effekt auf unsere Vitamin-D-Reserven: „UV-B wird zur Bildung von Vitamin D in der Haut benötigt. UV-A alleine hat keinen Einfluss darauf“, erklärt Weisenseel.

Es gibt zwar Solarium-Geräte, die auch UV-B-Strahlung produzieren, doch um einen Vitamin-D-Mangel auszugleichen oder ihm vorzubeugen, seien Sonnenbänke alles andere als empfehlenswert.

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Risiken von UV-Strahlung

Ein Übermaß an UV-B- oder UV-A-Belastung kann zu Hautkrebs führen. Die UV-bedingten Zellschäden verursachen diesen nicht sofort, sondern erst nach vielen Jahren oder Jahrzehnten. UV-Strahlen richten innerhalb von Sekunden Schäden an der DNA an und fördern so das Wachstum bösartiger Tumore.

Regelmäßige Sonnenbäder und Solariumgänge gehen daher mit einem erheblichen Hautkrebsrisiko einher. Bei Menschen, die vor ihrem 35. Lebensjahr häufig auf die Sonnenbank gehen, ist dieses laut BfS sogar doppelt so hoch.

Hinzu kommt, dass UV-A-Strahlen die Haut vorzeitig altern lassen: „UV-A dringt tiefer in die Haut ein und führt bei wiederholter, jahrelanger Einwirkung über die Zerstörung der Elastin- und Kollagenfasern zur vermehrten Hautalterung, zur Faltenbildung und zu Pigmentflecken“, erklärt Weisenseel.

Was tun bei Haarausfall?

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Es gibt verschiedene Arten und Ursachen von Haarausfall, die eine individuelle Behandlung erfordern.

Behandlungsmethoden bei Haarausfall

Je nach Art und Ursache des Haarausfalls gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:

  • Medikamentöse Behandlungen: Haarwuchsmittel in Form von Schaum oder verschreibungspflichtige Medikamente können bei erblich bedingtem Haarausfall helfen.
  • Mesotherapie: Injektionen mit Substanzen, die die Durchblutung der Haarfollikel anregen können.
  • Haartransplantation: Eine operative Haarverpflanzung, bei der Haarfollikel von anderen Körperstellen an die kahlen Stellen transplantiert werden.
  • PRF-Eigenbluttherapie: Diese Therapie kann bei leichtem bis moderatem Haarausfall angewendet werden.
Behandlungsmethode Erfolgsrate Zeitrahmen Dauerhaftigkeit
PRP-Therapie 70-80% 3-6 Monate Auffrischung nötig
Minoxidil 60-65% 4-6 Monate Nur bei Anwendung
Haartransplantation 95-98% Sofort sichtbar Dauerhaft

Vorbeugende Maßnahmen und Selbsthilfe

Auch wenn Haarausfall oft genetisch bedingt ist, gibt es Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihr Haar gesund zu halten und weiteren Haarausfall zu minimieren:

  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen ist wichtig für gesundes Haarwachstum.
  • Schonende Haarpflege: Verwenden Sie milde Shampoos, vermeiden Sie häufiges Föhnen und Glätten, und tragen Sie keine zu straffen Frisuren.
  • Stressmanagement: Reduzieren Sie Stress durch regelmäßige Bewegung, Entspannungstechniken und ausreichend Schlaf.

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