Irgendwann kommt für viele Frauen der Zeitpunkt: Nach einigen Jahren in einer glücklichen Beziehung wünscht man sich allmählich ein Baby. Nach Gesprächen mit dem Partner und dem Frauenarzt wird nun erst einmal die Pille abgesetzt, damit dem Kinderwunsch hormonell nichts mehr im Weg steht. Viele Frauen klagen nach dem Absetzen der Pille über Haarausfall. Hier haben wir für dich zusammengefasst, warum das so ist und was du dagegen tun kannst.
Dichtes und gesundes Haar ist für viele Frauen ein Symbol von Attraktivität und Selbstbewusstsein. Doch manchmal können äußere Faktoren, wie die Einnahme oder das Absetzen der Antibabypille, zu diffusem Haarausfall führen.
Die Antibabypille ist ein hormonelles Verhütungsmittel, das den Eisprung verhindert. Sie enthält die Hormone Östrogen und Gestagen, welche die hormonellen Regelkreise zwischen dem Gehirn und den Eierstöcken beeinflussen. Obwohl die Pille in den letzten Jahrzehnten stetig weiterentwickelt wurde und die Hormonkonzentration sehr gering ist, hat sie einen starken hormonellen Einfluss auf Körper und Geist.
Wird die Pille abgesetzt, fällt der Östrogenspiegel, weil die künstlichen Sexualhormone, die durch die Pille zugeführt wurden, ausbleiben. Das führt dazu, dass die Haare von der Wachstums- in die Ruhephase wechseln und vermehrt ausfallen. Bis sich der Hormonhaushalt wieder von selbst einpendelt, dauert es oft ein paar Monate.
In den ersten Monaten nach dem Absetzen der Pille produzieren die Eierstöcke außerdem mehr Testosteron, das für die Talgproduktion zuständig ist und so oft das Hautbild verschlechtert.
Haarausfall durch die Pille gehört zu den bekanntesten Arten von Haarausfall bei Frauen. Hormonveränderungen, die zu plötzlich starkem Haarausfall führen, treten übrigens auch nach der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auf.
Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass die Einnahme der Pille, also orale Kontrazeptiva, diffusen Haarausfall verursachen kann. Ein Grund dafür sind bestimmte Gestagene, die in der Pille enthalten sind. Diese künstlich hergestellten Hormone ähneln dem Schwangerschaftshormon Progesteron, kommen jedoch im natürlichen Hormonhaushalt des Körpers nicht vor. Einige Gestagene, die eine androgene Wirkung haben, können diffusen Haarausfall begünstigen. Zu diesen gehören beispielsweise Norethisteron, Levonorgestrel und Tibolon.
Ein Wechsel zu einer Pille mit geringerem Gestagengehalt kann eine mögliche Lösung sein. Gestagene wie Desogestrel, Gestoden oder Norgestimal, die eine geringere androgene Wirkung haben, können dabei helfen, den Haarausfall zu reduzieren. Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich hierbei von Ihrem Gynäkologen/Ihrer Gynäkologin beraten lassen, um die für Sie passende Option zu finden.
Zudem klagen viele Frauen über diffusen Haarausfall nach dem Absetzen der Pille. Der Grund hierfür liegt im starken Absinken der Östrogenspiegel im Körper. Dadurch wechseln die Haare im Wachstumsstadium (Anagenphase) plötzlich in das Ruhe- und Ausfallsstadium (Telogenphase).
In der Regel normalisiert sich der Haarausfall im Laufe der Zeit von selbst, und die verlorenen Haare beginnen nachzuwachsen. Sollte der Haarausfall jedoch über mehrere Monate anhalten oder sehr stark ausgeprägt sein, ist es ratsam, einen Facharzt/eine Fachärztin zur Abklärung aufzusuchen.
Zum Glück gibt es einiges, das man tun kann, um den Umstellungsprozess der Hormone zu beschleunigen und Haarausfall zu stoppen. Hier sind unsere Empfehlungen, um Haarausfall nach Absetzen der Pille vorzubeugen bzw. zu vermindern.
Gerade nach der Pille sind Leber und Darm oft aus dem Gleichgewicht geraten. Um deinen Darm unterstützen zu können, solltest du Weizen und Zucker, sowie Milchprodukte vermeiden. Achte auf eine ausgewogene Ernährung. Für die Leber solltest du Bitterstoffe konsumieren, auch Leberwickel können hervorragend helfen.
Auch Stresshormone können den Haarzyklus stören. Die gute Nachricht ist, dass du dein Stresslevel schon mit kleinen Veränderungen positiv beeinflussen kannst. Versuche mal eine Meditation oder etabliere eine neue Morgenroutine. Mache Yoga oder schreibe Tagebuch. Auch der Weg in die Natur kann unglaublich guttun.
Auch Koffein Shampoos und Produkte mit dem Wirkstoff Aminexil haben sich als bewährte Behandlungen gegen Haarausfall bewiesen.
Rosmarin verbessert deinen Haarwuchs, es fördert die Durchblutung und stimuliert die Haarfollikel. Außerdem werden die Haarwurzeln gestärkt. Das Öl kannst du vor dem Duschen einfach in die Kopfhaut einmassieren (2-3 Tropfen) und den Tee einen Monat lang täglich trinken.
Unsere Haarpflege bringt deine Kopfhaut wieder in Balance. Unser paopao Shampoo enthält unter anderem Rosmarin, dieses verbessert dein Haarwachstum. Im paopao Conditioner ist Bockshornklee enthalten, dieser verhindert Haarausfall. Außerdem hilft die Haarpflege dabei, dass deine Haare weniger fetten.
Sepia ist ein homöopathisches Mittel, das bei klassischen Frauenproblemen, wie Regelschmerzen, Beschwerden in der Schwangerschaft und in den Wechseljahren zum Einsatz kommt. Bei hormonell bedingtem Haarausfall, wie es beim Absetzen der Pille der Fall ist, wird Sepia als Hilfsmittel empfohlen.
In der Regel gleicht sich der Hormonhaushalt circa 3 bis 6 Monate nach dem Absetzen der Pille von selbst aus.
Egal in welchen Foren du nachliest, Erfahrungen zu Haarausfall nach dem Absetzen der Pille wirst du zu Genüge finden. Also sei gewiss: Du bist nicht alleine!
Es gibt zahlreiche Faktoren, die diffusen Haarausfall auslösen können. Neben rein mechanischen Ursachen, wie zu strenge Frisuren, können auch Krankheiten und falsche Ernährungsformen Haarausfall hervorrufen. Vieles, was zu dieser Form von Haarausfall führen kann, betrifft Frauen öfter oder in stärkerem Ausmaß als Männer.
Ursache bzw. Auslöser können Krankheiten sein, wie z. B. Eisenmangel / Eisenspeicherkrankheiten, gestörte Schilddrüsenfunktion (Schilddrüsenüberfunktion, Schilddrüsenunterfunktion), Diabetes mellitus, Infektionen oder hormonelle Einflüsse. Auch Stress und Mangelernährung können als Grund in Betracht gezogen werden.
Haarausfall kann für viele Frauen ein sensibles Thema sein, da das Aussehen der Haare oft eng mit dem Selbstwertgefühl und dem persönlichen Erscheinungsbild verbunden ist. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass Haarausfall nach dem Absetzen der Pille meist nur eine vorübergehende Phase ist und es Möglichkeiten gibt, damit umzugehen.
Es kann hilfreich sein, sich daran zu erinnern, dass Haare ein natürlicher Teil des Körpers sind und dass ihre Gesundheit von vielen Faktoren abhängt, die manchmal außerhalb der eigenen Kontrolle liegen.
Es kann auch von Vorteil sein, mit anderen Frauen zu sprechen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Der Austausch von Erfahrungen, Sorgen und Tipps kann dazu beitragen, sich verstanden zu fühlen und neue Perspektiven zu gewinnen. Online-Foren, Support-Gruppen oder der Besuch von Veranstaltungen zum Thema Haargesundheit können Möglichkeiten bieten, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen.
Bei Haarausfall nach dem Absetzen der Pille kannst du deinen Körper beispielsweise mit folgenden Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen, um ganz nebenbei auch den Haarwuchs fördern: Vitamin-B-Komplex, Vitamin C, Magnesium, Zink und Eisen.
Die Brennnessel ist ein wahres Wundermittel und regt auch den Haarwuchs an. Noch dazu ist sie basisch sowie höchst nähr- und vitalstoffreich. Du nimmst sie am besten verabreicht als Tee, Suppe oder Salat zu dir. Den Sud kannst du außerdem direkt als Haarwasser nutzen. Brennnesseltee hilft übrigens auch dabei, den Körper zu entwässern.
Aber: Dieser Haarausfall ist fast immer vorübergehend!
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