Schorf auf der Kopfhaut kann sehr unangenehm sein und Juckreiz verursachen. Oftmals steckt dahinter eine seborrhoische Dermatitis, eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die besonders an Stellen mit vielen Talgdrüsen auftritt. Es ist wichtig, die Symptome zu erkennen und richtig zu behandeln, um Komplikationen wie Haarausfall zu vermeiden.
Schorf und Schuppen werden oft synonym verwendet, sind aber nicht dasselbe:
Zudem geht Schorf häufig mit Juckreiz, Rötungen und manchmal sogar nässenden Stellen einher.
Hinter Schorf auf der Kopfhaut steckt häufig eine seborrhoische Dermatitis. Diese chronisch-entzündliche Hauterkrankung tritt besonders an Stellen mit vielen Talgdrüsen auf - vor allem auf der Kopfhaut, im Gesicht und hinter den Ohren. Die Entzündungen an der Kopfhaut können die Haarwurzeln schwächen, wodurch die Haarfollikel in ihrer Funktion gestört werden können. Besonders, wenn sich der Schorf direkt an den Haarwurzeln bildet, können die Haare abbrechen oder ausfallen.
Schorf auf der Kopfhaut kann plötzlich auftreten, wenn Faktoren wie Stress, hormonelle Veränderungen oder eine geschwächte Immunabwehr die Haut aus dem Gleichgewicht bringen.
Hautveränderungen wie gelbe Schuppen und Verkrustungen auf der Kopfhaut von Neugeborenen und Babys werden von vielen Eltern allgemein als Milchschorf bezeichnet. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch um Kopfgneis. Dieser Begriff wird seltener genutzt und ist daher um einiges unbekannter. Kopfgneis und Milchschorf haben allerdings unterschiedliche Merkmale. Der meist harmlose Kopfgneis kommt häufiger vor und ist unkomplizierter als echter Milchschorf. Der Milchschorf hingegen kann ein Anzeichen für eine spätere Neurodermitis sein.
Es ist wichtig, Milchschorf von Kopfgneis zu unterscheiden, da sie unterschiedliche Ursachen und Behandlungen haben:
Kopfgneis:
Milchschorf:
Kopfgneis:
Kopfgneis ist ein kosmetisches Problem und bedarf grundsätzlich keiner Behandlung. Ist eine Entfernung aus kosmetischen Gründen oder wegen des Geruchs angedacht, sollte die Kopfhaut des Babys vorher mit Öl eingerieben werden. Dafür eignen sich zum Beispiel gut Baby- oder Mandelöl. Nach kurzer Einwirkzeit können die Schuppen mithilfe einer weichen Bürste ausgekämmt werden.
Milchschorf:
Die Behandlung von Milchschorf ist immer notwendig. Insbesondere wenn Juckreiz die Kinder plagt und sich durch das Kratzen Entzündungen verschlimmern. Ohne Vorbehandlung sollten Schuppen niemals von der Kopfhaut abgekratzt werden, da die Verletzungsgefahr zu hoch ist. Es können sich Narben bilden und die Entzündung verschlimmern. Die Schuppen werden mit speziellen Öl- und Gel-Präparaten aufgeweicht. Das Rezept für diese Präparate erhalten Eltern nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Kinderarzt.
Es ist wichtig, Schorf nicht gewaltsam zu entfernen, da dies die Kopfhaut verletzen und Entzündungen verschlimmern kann. Eine eigenständige Entfernung birgt zudem das Risiko von Verletzungen und einer damit einhergehenden Infektion, welche eine Entzündung zur Folge haben kann.
Eltern sollten den Kinderarzt aufsuchen, wenn die Hautveränderungen dauerhaft bestehen oder Hautschuppen erst nach dem dritten Lebensmonat auftreten. Verschlimmert sich der Juckreiz, entstehen Entzündungen auf der Kopfhaut oder breitet sich das Milchschorfekzem im Gesicht aus, ist unbedingt eine medizinische Abklärung notwendig. Kommen zusätzlich Windeldermatitis oder Fieber hinzu, sollten Eltern unverzüglich die Kinderärztin oder den Kinderarzt aufsuchen.
Einige Empfehlungen können helfen, die Beschwerden bei Ihrem Kind zu lindern. Wir haben Ihnen verschiedene Tipps zusammengestellt:
Um Schorf auf der Kopfhaut zu behandeln, ist die richtige Pflege entscheidend. Ein Shampoo, das speziell gegen die Symptome der seborrhoischen Dermatitis entwickelt wurde, hilft dabei, die entzündeten Hautstellen zu beruhigen, Schorf zu lösen und das Gleichgewicht der Kopfhaut wiederherzustellen. Shampoos gegen Schorf auf der Kopfhaut wirken entzündungshemmend und reduzieren die übermäßige Vermehrung bestimmter Hefepilze, die für die Entzündung verantwortlich sind.
Um die seborrhoische Dermatitis richtig zu behandeln, wendest du am besten regelmäßig das DERCOS Anti-Schuppen Shampoo von Vichy an. Es enthält den hochwirksamen Inhaltsstoff Selenium Disulfid (auch: Seleniumdisulfid), der gezielt gegen die Ursache der seborrhoischen Dermatitis vorgeht. Selenium wirkt antimykotisch, reduziert das Wachstum bestimmter Hefepilze und hilft, die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Salicylsäure fördert den Abschuppungsprozess und löst Schorf sanft auf, sodass sich die Kopfhaut schneller regenerieren kann. Bereits nach der ersten Anwendung wird der Juckreiz spürbar reduziert.
Mit einer konsequenten Pflege und passenden Produkten kannst du die Symptome deutlich reduzieren und erneuten Schüben vorbeugen. Wann die ersten Verbesserungen eintreten, hängt vom Schweregrad ab. Meistens spürst du schon nach wenigen Anwendungen eine merkliche Wirkung.
Es ist wichtig, durch eine gezielte Pflege dem Juckreiz entgegenzuwirken und die Haare wieder zu festigen. Für Männer ist die Dercos Aminexil Clinical 5 Kur ebenfalls mit Aminexil und Vitaminen angereichert.
Dein Baby wurde mit einem Schopf voller Haare geboren und jetzt findest du sie überall verteilt in Babybett und Kinderwagen? Keine Sorge: Haarausfall bei Babys ist in den meisten Fällen völlig normal. Haarausfall betrifft Babys in unterschiedlichem Maß. Hat dein Baby beispielsweise nur einen dünnen Flaum auf dem Kopf, fällt dir der Haarverlust vielleicht gar nicht auf. Wurde es andererseits mit einer richtigen Haarpracht geboren, ist er kaum zu übersehen. Und während manche Babys nur hier und da ein paar Haare verlieren, sind andere wenige Monate nach der Geburt auf einmal komplett kahl.
Haarausfall bei Babys tritt zumeist innerhalb der ersten sechs Lebensmonate auf. Um die Drei-Monats-Marke ist der Verlust normalerweise am stärksten. Allerdings ist der Haarausfall nicht immer gleich erkennbar. Denn in vielen Fällen überschneiden sich Haarwuchs und Haarausfall.
Der häufigste Grund für Haarausfall bei Babys sind Hormone. Schon während der Schwangerschaft wird dein Baby von deinen Hormonen beeinflusst. Unter anderem ist dein Östrogenspiegel erhöht (was für viele Frauen eine vollere Haarpracht zur Folge hat). Kurz nach der Geburt sinkt der Östrogenspiegel aber rapide ab. Haare, die sich durch den erhöhten Wert während der Schwangerschaft länger in der Ruhephase befanden, gehen jetzt aus. Den gleichen Effekt erleben nun zahlreiche Babys.
Viele Babys entwickeln nach einiger Zeit runde, kahle Stellen am Hinterkopf. Die Ursache: Reibung. Zurückzuführen ist das auf die Schlaf- und Liegepositionen der Kleinen. Ruht dein Baby über einen längeren Zeitraum in der gleichen Position in Babybett und Kinderwagen, sorgt die Reibung gegen die Unterlage für den Haarausfall. Wissenschaftlich spricht man hier von einer okzipitalen Alopezie. Sobald sich dein Baby drehen kann, füllen sich die kahlen Stellen aber nach und nach von selbst wieder.
Weitere Ursachen für Haarausfall bei Babys können sein:
Was kannst du gegen Haarausfall bei deinem Baby tun? Tatsächlich brauchst und kannst du nicht wirklich etwas gegen ihn tun. Verwende milde Shampoos und wasche die Haare deines Babys idealerweise nicht öfter als zwei bis drei Mal pro Woche.
Spezielle Bürsten für Babys sind besonders sanft und ziehen nicht so stark an den Haaren.
Versuche, deinem Baby in seinen Wachphasen ausreichend Zeit auf dem Bauch zu geben. Das ist ohnehin sinnvoll, vermeidet aber auch ständigen Druck auf den Hinterkopf und beugt somit kahlen Stellen vor. Denk aber daran, dass dein Baby immer auf seinem Rücken schlafen sollte!
Fazit: Haarausfall bei Babys ist fast immer hormonell bedingt, harmlos und reguliert sich bis zum ersten Lebensjahr von selbst wieder. Sollte dein Kind nach einem Jahr immer noch mit Haarausfall zu kämpfen haben, oder aber du entdeckst einen Ausschlag oder ungewöhnliche Verkrustungen, dann lohnt es sich, einen Kinderarzt aufzusuchen.
tags: #Milchschorf #Haarausfall #Ursachen
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