Kopfläuse sind eine häufige Erkrankung im Kindesalter, besonders in den Herbst- und Wintermonaten. Fast alle Kinder werden einmal oder mehrmals von Kopfläusen heimgesucht. Symptome wie starker Juckreiz, rötliche Hautveränderungen am Kopf, Nissen an den Haaren und kratzbedingte Entzündungen der Kopfhaut sind typisch. In diesem Artikel werden wir uns mit dem Thema Haarausfall im Zusammenhang mit Läuseshampoo auseinandersetzen und die Ursachen sowie Behandlungsmöglichkeiten beleuchten.
Typische Symptome von Kopfläusen
Kopfläuse sind 1-4 mm groß und überleben nur im menschlichen Kopfhaar. Dort ernähren sie sich ausschließlich vom Blut der Kopfhaut, indem sie ihren Stechrüssel zum Blutsaugen mehrmals täglich in die Kopfhaut einstechen. Durch die Absonderung von Speichel wird die Blutgerinnung verhindert. Die Weibchen legen ungefähr einen Monat lang bis zu 10 Eier täglich und kleben diese samt der sie umgebenden Eihülle mithilfe eines wasserunlöslichen Klebstoffs als sogenannte Nisse an das Haar, und zwar etwa 3-4 mm von der Kopfhaut entfernt.
Kopfläuse werden meist von Mensch zu Mensch durch engen Kontakt übertragen. Die Tierchen können zwar weder fliegen noch springen, sind aber schnelle Läufer. Seltener ist die indirekte Übertragung z. B. Kopfläuse haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun - auch gewaschene Haare sind für Läuse attraktiv.
Durch das Kratzen entstehen nässende Wunden an der Kopfhaut, die sich leicht entzünden und eine gelbliche Kruste zeigen (Ekzem).
Symptome wie Juckreiz an typischen Stellen verweisen bereits auf die Diagnose (sog. Blickdiagnose). Ansonsten sucht die Ärzt*in die Haare in Nähe der Kopfhaut strähnchenweise auf die weißlichen Nissen ab. Am besten geht dies bei hellem Licht mit einer Lupe. Wird die Ärzt*in fündig, verordnet sie ein Mittel (siehe unten) zur Läuseabtötung.
Bei stark gereizter Kopfhaut empfiehlt er möglicherweise eine pflegende Creme zum Einreiben der Kopfhaut, eine Heilsalbe oder auch ein Weidenrindenshampoo. Leidet Ihr Kind durch das Jucken und Kratzen stark, verschreibt die Ärzt*in womöglich Antihistaminika für die Nacht.
Obwohl Läuseshampoos entwickelt wurden, um Kopfläuse zu beseitigen, können einige Inhaltsstoffe potenziell zu Haarausfall führen. Hier sind einige mögliche Ursachen:
Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben
Die Behandlung von Kopfläusen erfordert einen mehrstufigen Ansatz, um sowohl die Läuse als auch die Nissen zu beseitigen:
Es ist wichtig, den Kindergarten oder die Schule sowie die Eltern befreundeter Kinder zu informieren, da die Läusebehandlung eine Gemeinschaftsangelegenheit ist.
Da Läuse mind. Die gesamte Wäsche, die das Kind in der letzten Zeit getragen hat, ebenso Handtücher, Bettwäsche und waschbare Stofftiere, werden bei mind. 60 °C in der Waschmaschine gewaschen oder möglichst heiß in den Trockner gegeben. Bei dieser Temperatur überlebt keine Laus.
Kämme, Bürsten Haarspangen, -reifen und -gummis werden 10 Minuten in mind. 60 °C heißes Seifenwasser gelegt und anschließend gründlich gereinigt. Gegenstände, die diese Hitze nicht vertragen, werden in einem dicht verschlossenen Plastiksack 2 Tage tiefgefroren.
Bei ganz empfindlichen Teilen, die weder Hitze noch Kälte vertragen, werden die Läuse ausgehungert. Den Gegenstand in einen Plastiksack geben, gut verschließen und 4 Wochen bei Zimmertemperatur lagern, ohne ihn zu öffnen. Zur Behandlung der Wohnung (z. B. Sofas) reicht gründliches Saugen.
Im Zeitalter immer häufiger auftretender Resistenzen gegen die klassischen Insektizide sind die komplementärmedizinischen Methoden durchaus eine Überlegung wert - gerade für kleinere Kinder.
Studien zeigen, dass allein schon das nasse Auskämmen mit Haarpflegespülung und Läusekamm alle 3-4 Tage in über 50 % der Fälle zur effektiven Entlausung führt. Präparate aus dem indischen Neembaum bieten einen interessanten Ansatz: Sie hemmen die Bildung des Chitinpanzers der Laus.
Ein anderer Ansatz besteht im Besprühen der Haare mit (nicht giftigem) Dimeticon, einer öligen Lösung, die auf dem Kunststoff Silikon basiert. Allerdings sind silikonhaltige Mittel leicht entflammbar. Deshalb sollten behandelte Kinder während der gesamten Anwendung bis zum Ausspülen keinesfalls in die Nähe offener Flammen oder eines Haarföns kommen.
Wenn Sie nach der Anwendung von Läuseshampoo Haarausfall feststellen, gibt es mehrere Maßnahmen, die Sie ergreifen können:
Jeder Mensch verliert am Tag bis zu 100 Haare. Das ist ganz normal und kein Grund zur Besorgnis. Wenn Sie jedoch das Gefühl haben, mehr Haare als sonst zu verlieren und sogar Haarbüschel auf dem Kopfkissen finden, könnte das ein Anzeichen für Alopezie sein.
Die Ursachen von Haarausfall sind vielfältig. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen können erbliche Faktoren, Stress oder eine ungesunde Ernährung eine Rolle spielen. Darüber hinaus können bei Frauen hormonelle Veränderungen (wie Wechseljahre oder Schwangerschaft) zu einem Haarverlust beitragen.
Es gibt verschiedene Formen des Haarausfalls, die vier häufigsten sind:
Ja. Sofern die Haare plötzlich in großer Zahl (Stichwort: büschelweise) ausfallen beziehungsweise sich deutlich kahle Stellen am Kopf, den Augenbrauen oder im Bart zeigen, ist es ratsam, einen Hautarzt (Dermatologen) aufzusuchen.
Abhängig von der Ursache des Haarausfalls stehen Betroffenen verschiedene Mittel zur Verfügung. Beispielsweise gibt es einen Schaum oder auch ein Spray gegen Haarausfall. Ihr Arzt oder Apotheker kann Sie zur bestmöglichen Therapieform beraten.
Hier ist eine Übersicht über einige gängige Läusemittel und ihre Wirkstoffe:
| Läusemittel | Wirkstoff | Hinweise |
|---|---|---|
| Goldgeist® forte | Pyrethrum-Extrakt | Kann Hautreizungen verursachen, Behandlung muss wiederholt werden |
| InfectoPedicul® | Permethrin | Wirkstoff bleibt an den Haaren haften, Behandlung muss wiederholt werden |
| Jacutin® N | Allethrin und Piperonylbutoxid | Spray, von Sprays ist generell abzuraten |
| NYDA®L oder Etopril® | Dimeticon | Erstickt Läuse, leicht entflammbar |
Ein Läusekamm kann helfen, Läuse und Nissen zu entfernen
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