Haarausfall durch falsche Haarpflege: Ursachen und Lösungen

Haarausfall ist ein natürliches Phänomen. Im Durchschnitt verliert ein gesunder Mensch zwischen 50 und 100 Haare pro Tag. Steigt diese Zahl jedoch an und wird der Haarverlust sichtbar, können nicht nur Erkrankungen oder eine erbliche Veranlagung die Ursache sein. Auch Haarausfall durch falsche Pflege sollte in Betracht gezogen werden, da immer mehr Menschen darunter leiden. Die richtige Pflege kann gegen Haarausfall helfen.

Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass eine falsche Haarpflege oder ein falscher Umgang mit den Haaren diesen massiv schaden kann. Wenn das Haar dünner wird und immer stärker ausfällt, geraten viele in Panik. Im Folgenden werden vier wichtige Punkte im Bereich der Haarpflege aufgezeigt, die bei den meisten Menschen optimiert werden können und für einen großen Teil des Haarausfalls verantwortlich sind.

Häufige Ursachen für Haarausfall durch falsche Haarpflege

Ein gepflegter und gesunder Eindruck ist vielen Menschen wichtig. Aus diesem Grund gehört die Haarwäsche für viele Menschen zur täglichen Routine. Hier sind einige häufige Ursachen für Haarausfall durch falsche Haarpflege:

  • Übermäßige Haarwäsche: Tägliche Haarwäsche kann die Haare austrocknen und brüchig machen. Zudem wird die Kopfhaut belastet und aus dem Gleichgewicht gebracht.
  • Straffe Frisuren: Wer längere Haare hat, bindet diese häufig sehr straff zurück. Dies ist eine Belastung für die Haare und deren Wurzeln, welche diese nur über einen begrenzten Zeitraum standhalten.
  • Falsche Styling-Produkte: Ähnliches gilt auch für Styling-Produkte wie Haargel. Auch hier kann es auf Dauer zu massiven Schäden kommen.
  • Chemische Behandlungen: Egal ob aus Gründen des Stylings oder um die ersten grauen Ansätze zu verdecken, immer mehr Menschen greifen zu Haarfarben.
  • Hitze: Auch Hitze kann zu einem Problem für die Haare und auch für die Kopfhaut werden. In diesen Fällen ist der Haarausfall durch falsche Pflege beinahe unvermeidlich.

Natürliche Färbemittel als Alternative

Der Haarausfall durch falsche Pflege ist unter anderem auch auf die falschen Produkte zurückzuführen. Verwenden Sie also nach Möglichkeit eher natürliche Färbemittel, wenn das Haar einen anderen Farbton bekommen soll.

Henna ist ein Naturfarbmittel, dass aus der Pflanze Lawsonia Inermis gewonnen wird. Zum größten Teil besteht Henna aus dem Pigment Lawson, welches verantwortlich für den Farbton ist. Mit Hilfe von Henna lassen sich Haare dauerhaft färben. Das extrahierte Pulver wird mit heißem Wasser vermengt und anschließend zu einem Brei verührt. In der Regel löst Henna keinen Haarausfall aus, da der enthaltene Farbstoff als unbedenklich eingestuft wird. Allgemein geht bei natürlichen Haarfarben ein deutlich geringeres Risiko aus als bei Haarfarben mit chemischer Basis.

Was tun bei Haarausfall durch falsche Pflege?

In vielen Fällen ist der Haarverlust nicht dauerhaft, sondern lässt nach, wenn Sie auf die falsche Pflege verzichten. Doch vor allem bei einer Schädigung der Haar-Follikel kann es schnell so problematisch werden, dass die Haare nicht oder nur noch schwer oder langsam nachwachsen. Sie müssen dafür Sorge tragen, dass Kopfhaut und Haarwurzeln wieder sicher und umfassend mit Nährstoffen versorgt werden. Nur so kann sich das Haar in Teilen erholen und auch wieder nachwachsen.

Doch leider passiert es ebenfalls, dass die Haare nicht mehr nachwachsen. Das ist bei Frauen und Männern gleichermaßen ein Problem. Besuche beim Friseur können das Haar gesünder aussehen lassen. Die brüchigen Spitzen der Haare werden entfernt und sorgen für eine schönere Optik. Früher ist man davon ausgegangen, dass das Schneiden der Spitzen für dickere und gesündere Haare sorgt.

Vorsichtig müssen Sie jedoch bei Stylingmethoden sein, bei denen die Haare intensiv strapaziert werden. Ein Beispiel dafür wäre die Glättungsmethode „Brazilian Blow Out“. Die Haare werden zwar zuverlässig geglättet aber gleichzeitig auch immensen Strapazen ausgesetzt.

Für jedes Haarproblem gibt es die passenden Haarpflege Tipps. Doch was ist die richtige Haarpflege bei Haarausfall für den Mann? Achten Sie darauf vitaminreiche Ernährung zu sich zu nehmen und verzichten Sie auf übermäßiges Verzehren von Fastfood. Die Haare müssen regelmäßig gepflegt werden damit Haarausfall, Spliss, Haarbruch, Glanzlosigkeit etc. nicht zum Problem werden.

Die optimale Haarpflege bei Haarausfall für eine Frau besteht darin, die Haare nicht übermäßig zu belasten. Vermeiden Sie häufiges Glätten und Föhnen der Haare. Haaröle und Haarkuren können das Haar mit wichtigen Nährstoffen versorgen und die Gesundheit der Haare fördern.

Kommt es zum Haarausfall und die Haare bleiben fern, sollten Sie zunächst einmal von einem Fachmann abklären lassen, wo die Gründe für den Haarausfall zu finden sind. Es gilt auszuschließen, dass eine schwerwiegende Erkrankung für den Haarverlust verantwortlich sein kann.

Sie können unter anderem auf die Möglichkeit der Eigenhaarverpflanzung zurückgreifen, um wieder über volles Haar zu verfügen. Das ist ein durchaus komplexes Verfahren, welches von erfahrenen Experten durchgeführt werden sollte. Es benötigt zwar einige Zeit, bis die Haare wieder vollständig nachgewachsen sind, dann aber erhalten Sie eine Frisur, wie Sie diese vor dem Haarverlust hatten.

Ein Haarverlust durch falsche Pflege wird immer wahrscheinlicher, auch weil immer mehr Menschen die Haare im Alltag zu stark strapazieren. Wenn Sie die von uns hier genannten Punkte der falschen Pflege auch bei sich bemerken, sollten Sie aktiv werden. Verzichten Sie zudem auf zu große Hitze mit dem Glätteisen oder dem Fön und Sie können bereits aktiv gegen den drohenden Haarverlust ankämpfen. Ist dieser schon eingetreten, kann er in einigen Fällen rückgängig gemacht werden.

Behandeln Sie Ihr Haar und Ihre Kopfhaut entsprechend gut und bleiben Sie stets positiv. Kehrt der Haarwuchs nicht auf natürliche Weise zurück, können Sie per Eigenhaarverpflanzung ebenfalls die vollen Haare zurückerhalten. Diesen Eingriff sollten Sie allerdings nur nach einer umfassenden Beratung und durch erfahrene Experten durchführen lassen.

Weitere Faktoren, die Haarausfall beeinflussen können

Es gibt viele Gründe für Haarausfall. Zwischen 60 und 100 Kopfhaare verliert ein Mensch täglich, bei Frauen ist diese Zahl oft höher. Bedenklich wird Haarausfall, wenn man beim Haarbürsten ganze Büschel verliert oder kahle Stellen bemerkt. Neben erblich bedingter Kahlheit, der sogenannten Alopezie, Mangelerscheinungen oder hormonellen Schwankungen können auch falsche Pflege- und Styling-Angewohnheiten die Ursache für Haarausfall sein.

  • Häufiges Haarewaschen: Die tägliche Haarwäsche gehört für viele Frauen zur morgendlichen Routine. Doch leider trocknet zu häufiges Haarewaschen das Haar aus und macht es brüchig. Das gilt vor allem bei der Anwendung von Shampoos mit Silikonen, welche die Haarstruktur aufrauen, sowie für "Cleansing Shampoos" - also Shampoos, die tiefenreinigend gegen Rückstände und Fett wirken sollen. Zudem bringt das häufige Waschen den pH-Wert der Kopfhaut aus dem Gleichgewicht und verstärkt so den Haarverlust.
  • Straffes Styling: Ein strenger Dutt oder Pferdeschwanz, eng gebundene Haargummis und festgesteckte Haarnadeln: Auch ein zu straffes Styling kann sich negativ auf den Haarwuchs und die Kopfhaut auswirken. Es spannt das Haar extrem und beschädigt so die Haarwurzeln. Daher sollte man seine Haare häufiger einmal offen tragen.
  • Hitze durch Föhnen, Glätten und Lockenstäbe: Um die Haare an der Luft trocknen zu lassen, fehlt vielen am Morgen die Zeit. Trotzdem sollte man versuchen, hin und wieder auf das Föhnen zu verzichten. Vor allem dann, wenn man einen vermehrten Haarausfall feststellt. Glätteisen und Lockenstab sind noch strapaziöser für geschädigtes Haar, da es dabei den hohen Temperaturen in direktem Kontakt ausgesetzt ist.
  • Chemische Farben: Dass chemische Farbe dem Haar zusetzt, ist keine neue Erkenntnis. Die meisten handelsüblichen Haarfärbemittel enthalten toxische Inhaltsstoffe wie etwa Ammoniak, die der Kopfhaut und somit den Haarwurzeln schaden und Haarausfall begünstigen können.
  • Stress: Dauerstress greift nicht nur Körper und Psyche an, sondern geht auch den Haaren an die Substanz. Der Grund: In Stressphasen ist der Androgenspiegel meist erhöht, was Haarausfall begünstigt. Darüber hinaus neigen wir in stressigen Zeiten dazu, uns unausgewogen zu ernähren.

Allgemein gilt bei dünner werdendem Haar: Wenn man über einen längeren Zeitraum hinweg und an auffällig starkem Haarausfall leidet, sollte man dies immer durch einen Arzt untersuchen lassen.

Weitere Ursachen für Haarausfall

Haarausfall ist ein häufiges Problem, von dem viele Menschen betroffen sind. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Doch ganz gleich, wo die Gründe liegen, es gibt viele gute Tipps gegen Haarausfall.

  • Schlechte Ernährung: Aufgrund der hektischen Lebensweise heutzutage wird oftmals nicht mehr auf eine vitamin- und nährstoffreiche Ernährung geachtet. Es wird gegessen, was schnell zubereitet ist und das unter ständigem Stress und Zeitmangel. Der Körper reagiert in dem Fall mit einer Übersäuerung, was zu einem Mineralstoffmangel führt. Dies wiederum ist eine der häufigsten Ursachen für ausfallendes Haar. Nährstoffe wie Vitamine, Spurenelemente und Aminosäuren sind eine wichtige Bedingung für das Wachstum. Stehen die Nährstoffe nicht oder ungenügend zur Verfügung, kann dies zu Haarausfall führen. Auch übermäßiger Stress ist ein häufiger Auslöser.
  • Krankheiten oder Medikamente: Haarausfall kann aus Erkrankungen resultieren, wie zum Beispiel einer Störung der Schilddrüsenfunktion oder Erkrankungen der Kopfhaut wie Schuppenflechte oder Ekzeme. Aber auch ein Zink-, Eisen- oder Biotinmangel kann ausschlaggebend sein, ebenso wie hormonelle Dysbalancen, beispielsweise nach der Geburt, nach dem Absetzen der Pille oder in den Wechseljahren. Manchmal sind auch Medikamente der Grund für die ausfallenden Haare, wie bei der Behandlung mit bestimmten Krebstherapeutika, Blutgerinnungs- und Schilddrüsenmitteln.
  • Erbliche Faktoren: In 80 Prozent der Fälle sind allerdings erbliche Faktoren dafür verantwortlich, dass die Haare ausfallen.

Tabelle: Übersicht über die häufigsten Ursachen für Haarausfall

Ursache Beschreibung
Falsche Haarpflege Übermäßige Haarwäsche, straffe Frisuren, falsche Styling-Produkte, chemische Behandlungen, Hitze
Schlechte Ernährung Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen
Krankheiten und Medikamente Schilddrüsenerkrankungen, Hauterkrankungen, hormonelle Dysbalancen, Medikamente
Erbliche Faktoren Genetische Veranlagung für Haarausfall

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Tipps zur Behandlung von Haarausfall

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Haarausfall zu behandeln. Hier sind einige Tipps:

  • Gesunde Ernährung: Nährstoffreiche Kost bildet die Grundlage für eine gesunde Ernährung. Viel frisches Obst und Früchte sorgen dafür, dass Ihr Körper ausreichend Mineral- und Nährstoffe erhält, die er ebenso für den Haarboden verwenden kann. Sehr wichtig ist auch eine ausreichende Zufuhr von Wasser, damit im Körper enthaltene Schadstoffe ausgeleitet werden. Ist trotz gesunder Ernährung und ausreichender Wasserzufuhr immer noch ein Biotin-, Zink- oder Eisenmangel festzustellen, kann eine Nahrungsergänzung mit speziellen Haarfit-Kapseln oder Biotin-Tabletten empfohlen werden.
  • Hochwertige, natürliche Haarpflegeprodukte: Die Auswahl der Haarprodukte kann ein entscheidender Faktor sein, um das Ausfallen der Haare zu verhindern oder zumindest zu reduzieren. Der erste Schritt ist der Verzicht auf alle chemischen Inhaltsstoffe wie Silikone, Erdölkomponenten, Tenside, Emulgatoren sowie synthetische Duft- und Farbstoffe. Dabei sollten Sie darauf achten, ausschließlich natürliche Mittel zu wählen. Ideal ist zum Beispiel das Brennnessel-Haarwasser, das den Haarboden kräftigt und die Kopfhaut stimuliert. Auch eine Haarwuchsregulanz mit Coffein-Komplex, wodurch die Wachstumsphase der Haare verlängert und somit ein vorzeitiger Ausfall der Haare verhindert wird, kann sich positiv bemerkbar machen. Das Gleiche gilt für das Coffein Liquid Haarwuchs-Tonikum, das die Wachstumsphasen bei einem beginnenden und bestehenden Haarausfall fördert.
  • Hausmittel: Wenn Sie bereits positive Erfahrungen mit Hausmitteln gesammelt haben, können Sie natürlich auch auf diese zurückgreifen. Viele schwören zum Beispiel auf eingekochte Brennnesselblätter und Essig, ätherisches Rosmarinöl oder ein Shampoo aus Zwiebelsaft, Honig und Branntweinessig.

Wenn Sie von Haarausfall betroffen sind, sollten Sie aber zunächst einmal die Ursache ermitteln. Nur dann ist es möglich, eine wirkungsvolle Therapie zu finden. Generell ist es hilfreich, sich gesund zu ernähren, Sport zu treiben und Stress zu vermeiden, um ausfallendem Haar vorzubeugen.

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