Fasten hat eine lange Geschichte, die bis ins alte Ägypten zurückreicht. Seine Anwender praktizieren das Fasten sowohl aus religiösen wie auch gesundheitlichen Gründen. Doch welche Auswirkungen hat diese Ernährungsweise auf die Haare? Kann sie zu Haarausfall führen?
Intervallfasten, auch bekannt als intermittierendes Fasten, ist eine beliebte Methode, um Gewicht zu reduzieren und die allgemeine Gesundheit zu fördern. Intervallfasten basiert auf einem Wechsel zwischen Essensphasen und Fastenphasen. Die bekanntesten Methoden sind:
Diese Praktiken sollen den Stoffwechsel anregen, die Insulinsensitivität verbessern und den Fettabbau fördern.
Verschiedene Methoden des Intervallfastens
Es gibt verschiedene Formen des Fastens:
Haarausfall durch Intervallfasten ist nicht direkt auf das Fasten selbst zurückzuführen, sondern auf mögliche Nährstoffmängel oder Stress, die durch diese Ernährungsweise entstehen können. Intervallfasten kann bei unsachgemäßer Anwendung indirekt zu Haarausfall führen, insbesondere durch Nährstoffmängel oder Kalorienrestriktion.
Nährstoffmangel ist einer der Hauptgründe für Haarausfall während des Fastens. Wenn der Körper nicht genug Vitamine, Mineralstoffe und Proteine bekommt, um seine normalen Funktionen aufrechtzuerhalten, kann dies zu einer Schwächung des Haarfollikels führen und zu Haarausfall führen. Insbesondere ein Mangel an Proteinen, Eisen und Zink kann zu Haarausfall führen. Insbesondere bei längeren Fastenperioden oder extremen Diäten kann dieses Problem auftreten.
Haare bestehen größtenteils aus Keratin, einem Protein. Eine proteinarme Diät kann dazu führen, dass der Körper weniger Energie für das Haarwachstum bereitstellt.
Nicht jeder, der abnimmt, muss unter Haarausfall leiden. In den meisten Fällen wird Haarausfall durch einen Mangel an Nährstoffen verursacht, die Sie durch eine Diät zu sich nehmen. Die Hauptnährstoffe, die dafür verantwortlich sind, sind Eiweiße.
Bei einer Crash-Diät besteht das Ziel darin, in kurzer Zeit so viele Kilos wie möglich zu verlieren. Schnelle Diäterfolge durch Crash-Diäten sind oft mit starken Kaloriendefiziten verbunden. Um dies zu erreichen, essen Sie in dieser Zeit wahrscheinlich zu wenig oder mit zu wenig Variation. Langfristige Nährstoffmängel können nicht nur Haarausfall verursachen, sondern auch die Struktur und Qualität der Haare beeinträchtigen.
Wenn Sie unter Magersucht leiden, werden Sie vielleicht feststellen, dass Ihr Haar zunächst sehr dünn und brüchig wird. Dies ist auf einen Mangel an Feuchtigkeit zurückzuführen. Wenn Ihr Körper merkt, dass er nicht genug Nährstoffe bekommt, kann er anfangen, mehr und mehr Haare zu verlieren.
Wenn Sie unter Bulimie leiden, werden Ihre Speisen und Getränke so schnell aus dem Körper entfernt, dass Ihr Körper keine Chance hat, die Nährstoffe aufzunehmen.
Diese Form der Diät, bei der Sie in kurzer Zeit viel Gewicht verlieren und nicht viel Eiweiß zu sich nehmen, kann Telogenes Effluvium als Konsequenz haben. Telogenes Effluvium ist ein plötzlicher, über die gesamte Kopfhaut verteilter Haarausfall.
Telogenes Effluvium kann durch Stress, Krankheit, Medikamente und Hormonschwankungen, aber auch durch Gewichtsverlust verursacht werden (Quelle: die Studie 'Telogen effluvium: a comprehensive review'). Eine große Anzahl von Haaren tritt gleichzeitig in die Ruhephase ein, was dazu führt, dass viele dieser Haare ausfallen.
Das Haar wird dünner, aber kahle Stellen treten nicht wirklich auf. Der Haarausfall kann plötzlich auftreten und so stark sein, dass das Haar in kurzer Zeit merklich dünner wird, er kann aber auch langsamer beginnen und länger anhalten.
Die Umstellung auf Intervallfasten kann für den Körper anfangs Stress bedeuten. Darüber hinaus kann Fasten auch Stress verursachen und das Hormonsystem beeinträchtigen, was ebenfalls zu Haarausfall beitragen kann.
Studien und Experimente an Mäusen zeigten, dass periodisches Fasten das Leben dieser Mäuse um drei Monate verlängerte. Zudem war der Insulinspiegel um 90 Prozent niedriger als in der Kontrollgruppe. Auch das Risiko an Krebs zu erkranken sank. Zudem zeigte sich eine Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit.
Nahrungskarenz im Sinne des Fastens zwingt den Körper alternative Energiequellen zu finden. Daher beginnt der Körper während des Fastens mit der Glukoneogenese, der selbstständigen Produktion von Zucker. Die Leber wandelt Laktat, Aminosäuren und Fette in Glukoseenergie und Ketone um. Auf diese Weise konserviert unser Körper während des Fastens Energie und senkt die Herzfrequenz und den Blutdruck.
Das Gehirn ist dann in der Lage, Ketone wie β-Hydroxybutyrat (βHB) und Acetoacetat (AcAc) während des Fastens oder längeren Hungerns zu verwerten. Ketone fördern die geistige Leistungsfähigkeit - womöglich verbessern sich dadurch die neuronalen Verbindungen.
Menschen, die fasten, berichten nicht selten, dass anfangs zwar die Konzentration leidet, aber diese sich im Verlauf erheblich verbessert und sogar stärker empfunden wird als vor der Fastenzeit. Beim Fasten geht es nicht darum, abzunehmen. Vielmehr führt das Fasten dazu, dass der Körper von sich aus Fett zur Energiegewinnung verwendet anstatt Glukose. Als positiver Nebeneffekt kommt es zur Gewichtsreduktion.
Um Haarausfall während des Intervallfastens vorzubeugen, sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:
Wenn Sie unter säurebedingtem Haarausfall leiden, können Sie über eine Ernährungsumstellung wieder Einfluss auf Ihr Haarwachstum nehmen. Um Ihre Säure-Basen-Balance wiederherzustellen gehören auf den Speiseplan 80 % basenbildende Lebensmittel und nur 20 % säurebildende. Zu den Basenbildner gehört viel unbehandeltes oder schonend gegartes Obst und Gemüse. Peppen Sie Ihre Speisen mit frischen Kräutern auf, die enthalten auch zahlreiche Mineralstoffe! Greifen Sie also ordentlich zu bei Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer und Co.!Essen wir also zu viele säurebildende säurebildende Lebensmittel wie Fleisch, Milchprodukte, Käse oder Süßigkeiten, übersäuert der Körper sehr. Wenn gleichzeitig zu wenig Mineralstoffe auf dem Speiseplan stehen, werden die körpereigenen Mineralstoffdepots angegriffen.
Haarausfall durch Fasten kann für viele Menschen ein großes Problem darstellen. Es gibt jedoch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, um diesen Zustand zu lindern oder sogar zu verhindern. Eine Option ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die die Haarfollikel stärken und das Haarwachstum fördern können. Auch eine ausgewogene Ernährung mit viel Protein und Vitaminen kann helfen, den Haarausfall zu reduzieren. Kopfmassagen und spezielle Shampoos können ebenfalls dazu beitragen, dass das Haar gesund bleibt und nicht ausfällt.
Hier sind einige Produkte, die helfen können:
Der durch den Gewichtsverlust bedingte Haarausfall sollte nach 3 bis 6 Monaten zurückgehen. Sollten Sie nach diesem Zeitraum immer noch unter Haarausfall leiden, empfehlen wir Ihnen, einen Arzt oder Dermatologen aufzusuchen.
Vor dem Fasten sollte bei bereits bestehendem Haarausfall oder einer Veranlagung dazu mit einem Arzt gesprochen werden, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen und den Körper zu unterstützen.
Menschen mit schweren Erkrankungen, wie Herz- und Krebserkrankungen, sollten auf das Fasten verzichten. Das gilt auch für schwangere und stillende Frauen, Menschen im hohen Alter sowie auch Menschen mit psychischen Erkrankungen und Essstörungen. Menschen mit Stoffwechselerkrankungen, chronischen Krankheiten, niedrigem Blutdruck oder Untergewicht sollten sich vor dem Fasten unbedingt ärztlich beraten lassen. Grundsätzlich ist eine ärztliche Abklärung vor dem Beginn des Fastens, insbesondere beim Trockenfasten, zu empfehlen.
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