Haarausfall bei jungen Männern: Ursachen und Behandlung

Geheimratsecken werden sichtbar, der Haaransatz zieht sich zurück: Genetisch bedingter Haarausfall kann bereits in jungen Jahren auftreten. Doch Haarausfall ist keine Frage des Alters. Auch junge Männer können betroffen sein.

In manchen Fällen zeigt sich genetisch bedingter Haarausfall - die häufigste Haarausfallursache bei Männern - schon mit unter 30. Auch Krankheiten und Stress können frühen Haarverlust fördern. Ein Hautarzt verrät, was jungen Männern helfen kann.

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die zu berücksichtigen sind, z. B. Letztendlich wäre es am besten, wenn Sie Ihren Arzt oder Haarpflegespezialisten aufsuchen, um eine offizielle Diagnose zu erhalten. In diesem Artikel werden die häufigsten Gründe für Haarausfall bei Männern, die etwa 20 Jahre alt sind, erläutert. Doch das bedeutet nicht, dass man machtlos ist.

Die Generation Z steht unter immensem Druck: soziale Medien, Karriereanforderungen und der ständige Vergleich mit anderen erzeugen Stress, der sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Die häufigste Form des Haarausfalls bei jungen Männern ist der erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie). Bereits in den Zwanzigern kann sich lichter werdendes Haar oder Geheimratsecken bemerkbar machen.

Ursachen für Haarausfall bei jungen Männern

Es gibt unterschiedliche Arten von Haarausfall, die verschiedene Ursachen haben können. Doch bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren, ist noch normal. Erst wenn es mehr werden, spricht man in der Medizin von krankhaftem Haarausfall (Effluvium). Er sollte behandelt werden, bevor noch mehr Haare verloren gehen.

Hier sind einige der Hauptursachen für Haarausfall bei jungen Männern:

Androgenetische Alopezie

Männlichem Haarausfall liegt in 95 Prozent der Fälle erblich bedingter Haarausfall zugrunde, auch androgenetische Alopezie genannt. Eine Alterserscheinung ist diese Form des Haarausfalls nicht: Im Alter von 30 Jahren haben geschätzt etwa 30 Prozent aller Männer deutlichen Haarverlust. Manchmal zeigen sich Geheimratsecken und eine lichte Stelle am Oberkopf sogar noch früher.

Wann der verstärkte Haarverlust einsetzt, ist, wie der Name bereits andeutet, genetisch vorbestimmt. Der Haarausfall beginnt oft in dem Alter, in dem auch der Vater oder die Mutter Haarausfall bekommen haben, und kann sich ähnlich dem der Eltern entwickeln. Der Hauptauslöser für erblich bedingten Haarausfall ist das männliche Sexualhormon Dihydrotestosteron, kurz DHT.

Die Haarfollikel der Betroffenen, welche die Haarwurzeln umgeben, reagieren zunehmend empfindlich auf die Variante von Testosteron. Sie nehmen Schaden und die Haare fallen verstärkt aus oder wachsen unzureichend nach. Anlagebedingter Haarverlust betrifft Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit zufolge bis zu 70 Prozent der Männer.

Je nach genetischer Veranlagung kann die androgenetische Alopezie bei manchen Männern bereits ab dem 16. Lebensjahr beginnen und erste Veränderungen des Haarbildes mit sich bringen. Im weiteren Verlauf steigt die Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber DHT und der Haarverlust wird auffälliger. Je rascher die androgenetische Alopezie behandelt werde, desto besser seien die Chancen, dem Haarverlust entgegenzuwirken.

Kreisrunder Haarausfall

Kreisrunder Haarausfall, auch als Alopecia areata bekannt, wird nicht durch genetische Faktoren verursacht. Stattdessen entstehen bei den betroffenen Männern scharf begrenzte, kahle Stellen auf der Kopfhaut. Diese Art des Haarausfalls kann durch Autoimmunerkrankungen oder als Reaktion auf starken Stress ausgelöst werden.

Dabei greift das Immunsystem fälschlicherweise die Haarfollikel an. Eine genaue Diagnose und Behandlung sollte ein Arzt vornehmen. Obwohl der kreisrunde Haarausfall nicht gefährlich ist, beeinträchtigt er das Leben betroffener Männer durch das veränderte äußere Erscheinungsbild.

In vielen Fällen wachsen die Haare nach einer Weile von selbst wieder nach, doch es gibt auch medikamentöse Behandlungen, die den Prozess unterstützen können. Die lichten Areale entstehen dadurch, dass sich das Immunsystem gegen die Haarfollikel richtet. Kreisrunder Haarausfall kann bei einer besonders starken Ausprägung auch zu einem vollkommenen Haarverlust führen.

Die Erkrankung tritt vornehmlich bei jüngeren Menschen auf. Liegt ein Haarausfall bei einem Mann mit 20 Jahren vor, ist es also durchaus sinnvoll, in diese Richtung zu denken. Im Gegensatz zum anlagebedingten Haarausfall kann der kreisrunde Haarverlust auch die Körperbehaarung betreffen - bilden sich vereinzelt kahle Stellen, beispielsweise im Bart, suchen Männer am besten einen Dermatologen oder eine Dermatologin auf.

Diffuser Haarausfall

Beim diffusen Haarausfall kommt es zu einem schnellen und gleichmäßigen Haarverlust über den gesamten Kopf hinweg. Diese Art des Haarausfalls kann durch verschiedene Faktoren wie die Einnahme bestimmter Medikamente, Strahlentherapie, Stoffwechselstörungen, Nährstoffmangel oder Schilddrüsenprobleme ausgelöst werden.

Diffuser Haarausfall ist oft eine Reaktion des Körpers auf Stress oder gesundheitliche Probleme. Die Behandlung erfordert eine genaue Diagnosestellung durch einen Arzt. Oft reicht es, die zugrunde liegende Ursache zu beheben, um das Haarwachstum bei Männern wieder anzuregen.

Weitere Ursachen

Neben dem erblich bedingten Haarausfall, Stress und Erkrankungen können auch weitere Ursachen für (vorübergehenden) Haarausfall bei Männern sorgen:

  • Autoimmunerkrankungen
  • Hormonelle Überempfindlichkeit
  • Mangelernährung
  • Medikamente, z. B. Chemotherapie
  • Schilddrüsenprobleme
  • Jahreszeitenwechsel

Diese vielfältigen Ursachen zeigen, dass Haarausfall bei Männern durch eine Kombination aus genetischen, körperlichen und emotionalen Faktoren ausgelöst werden kann. Für die Behandlung von Haarausfall ist es wichtig, die genaue Ursache zu identifizieren, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall

Die schlechte Nachricht vorneweg: Erblich bedingter Haarausfall ist bei Männern weder heilbar noch umkehrbar. Die gute Nachricht ist aber: Männer, die frühzeitig mit einer Behandlung der restlichen Haare beginnen, können den Haarausfall stoppen oder zumindest verlangsamen und für mehr Volumen beim verbleibenden Haar sorgen.

Einmal verursachte Schäden an den Haarwurzeln lassen sich nicht rückgängig machen. Bereits ausgefallene Haare wachsen bei der androgenetischen Alopezie nicht wieder nach. Daher ist ein früher Therapiebeginn von großer Bedeutung. Eingesetzt werden zwei Wirkstoffe: Finasterid und Minoxidil.

Um den Haarausfall aufzuhalten, müssen Sie Ihre Haare sehr sorgfältig behandeln:

  • Früherkennung und Diagnose: Konsultieren Sie einen Dermatologen, um die genaue Ursache des Haarausfalls zu bestimmen und die passende Behandlung zu wählen.
  • Sanfte Haarpflege: Vermeiden Sie aggressives Bürsten und zu straffe Frisuren, die an der Haarwurzel ziehen und das Haar schädigen können. Verwenden Sie milde Shampoos und Pflegemittel, um die Kopfhaut gesund zu halten und Haarbruch zu verhindern.
  • Vermeidung von Haarschäden: Vermeiden Sie heiße Haarbehandlungen wie Föhnen oder chemische Behandlungen, die das Haar schwächen und Haarausfall verursachen können.
  • Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Eisen, Zink und B-Vitaminen ist, um die Gesundheit der Haarwurzeln zu unterstützen.
  • Nahrungsergänzung: Bei Bedarf können Sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, um Nährstoffdefizite auszugleichen.
  • Stressreduktion: Reduzieren Sie Stress durch regelmäßige Entspannungsübungen wie Yoga, Meditation oder autogenes Training, um den negativen Einfluss von Stress auf das Haarwachstum zu minimieren.
  • Kopfhautmassage: Massieren Sie täglich Ihre Kopfhaut für etwa zwei Minuten, um die Durchblutung zu fördern und die Nährstoffversorgung der Haarwurzeln zu verbessern.
  • Medikamentöse Behandlung: Wenn der Haarausfall trotz der genannten Gegenmaßnahmen weiter fortschreitet, besprechen Sie mit Ihrem Arzt rezeptfreie und verschreibungspflichtige Medikamente.

Hier sind einige der bekanntesten Wirkstoffe, die Männern bei der Behandlung von Haarausfall helfen können:

  • Minoxidil: Minoxidil ist einer der bekanntesten Wirkstoffe zur Behandlung von Haarausfall. In Form einer Lösung oder eines Schaums wird er direkt auf die Kopfhaut aufgetragen. Minoxidil verbessert die Durchblutung der Haarfollikel und verlängert die Wachstumsphase des Haares. Dies kann dazu beitragen, den Haarausfall zu verlangsamen und das Haarwachstum zu fördern.
  • Finasterid: Das verschreibungspflichtige Medikament wird zur Behandlung von androgenetischer Alopezie, dem erblich bedingten Haarausfall, eingesetzt. Es wirkt, indem es das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) blockiert, welches die Haarfollikel schrumpfen lässt und so den Haarausfall verursacht. Durch die Reduktion von DHT im Körper kann Finasterid helfen, den Haarausfall zu stoppen und sogar neues Haarwachstum zu stimulieren.

Wichtig zu wissen: Der Haarverlust wird nur so lange gestoppt, wie die Mittel angewendet werden. Setzen Männer die Präparate ab, schreitet auch die Schädigung der Haarfollikel weiter fort.

Es gibt auch weitere Optionen:

  • Ästhetische Optionen: Studien belegen, dass Microneedling die Wirksamkeit von haarwachstumsstimulierenden Mitteln erhöht. Die Ergebnisse unterstützen die Verwendung von Dermarollern zur Behandlung von Haarausfall.
  • Platelet-Rich Plasma (PRP): Manche Therapeuten bieten diese, auch als Eigenbluttherapie bezeichnete, Behandlung zur Förderung des Haarwachstums an. Dabei wird Plasma aus Ihrem eigenen Blut in die Kopfhaut injiziert.
  • Haartransplantation: Bei fortgeschrittenem Haarausfall kann eine Haartransplantation für viele Männer eine dauerhafte Lösung bieten. Hierbei werden gesunde Haarfollikel in kahlen Bereiche verpflanzt.

Viele Männer experimentieren früh mit aggressiven Haarpflegeprodukten und häufigen Stylings wie Bleichen oder Glätten, was das Haar zusätzlich strapaziert. Für Männer der Generation Z, die frühzeitig unter Haarausfall leiden, gibt es effektive Lösungen, um das Problem anzugehen und das Selbstbewusstsein wiederherzustellen.

Tabelle: Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall

Behandlung Beschreibung Wirkung
Minoxidil Topische Lösung oder Schaum Verbessert die Durchblutung der Haarfollikel, verlängert die Wachstumsphase
Finasterid Verschreibungspflichtige Tabletten oder Spray Blockiert DHT, stoppt Haarausfall und stimuliert neues Wachstum
Microneedling Anwendung mit Dermaroller Erhöht die Wirksamkeit von haarwachstumsstimulierenden Mitteln
PRP-Therapie Injektion von Eigenblutplasma in die Kopfhaut Fördert Haarwachstum und Durchblutung
Haartransplantation Verpflanzung gesunder Haarfollikel in kahle Bereiche Dauerhafte Lösung bei fortgeschrittenem Haarausfall

Es ist wichtig, die Ursache des Haarausfalls zu identifizieren und einen Arzt oder Spezialisten zu konsultieren, um die am besten geeignete Behandlung zu finden.

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