Ursachen für Augenbrauenausfall im Zusammenhang mit der Schilddrüse

Hast Du in letzter Zeit mehr Haare auf Deinem Kissen oder in der Dusche bemerkt? Und hast Du vielleicht auch schon von Deiner Schilddrüse gehört, die sich nicht ganz so verhält, wie sie sollte? Die Schilddrüse mag klein sein, aber sie hat großen Einfluss auf viele Prozesse in Deinem Körper - und ja, auch auf Dein Haar! Die Augenbrauen sind in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Visagisten gerückt. Waren in den neunziger Jahren noch dünne, gezupfte Augenbrauen im Trend, gilt jetzt ein kräftiger Haarwuchs als Schönheitsideal, weil er dem Gesicht mehr Ausdruck verleiht.

Statt mit der Pinzette die Härchen zu einem dünnen Strich zu zupfen, werden die Bögen mit Styling-Gel, Puder, Stiften oder Permanent-Make-up („Microblading“) betont. Außerdem gibt es spezielle Augenbrauenseren, die zu mehr Haarwachstum führen sollen. Doch was kannst du tun, wenn deine Augenbrauen ausfallen? Der Haarausfall auf dem Kopf kann hormonell, stress-, genetisch- oder krankheitsbedingt sein. Das gilt auch für den Ausfall der Haare an den Augenbrauen.

In diesem Artikel werden wir den Zusammenhang zwischen Haarausfall, insbesondere den Verlust der Augenbrauen, und Schilddrüsenerkrankungen untersuchen. Wir werden die verschiedenen Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten beleuchten, um Ihnen ein umfassendes Verständnis dieser Thematik zu ermöglichen.

Die Rolle der Schilddrüse für das Haarwachstum

Deine Schilddrüse produziert Hormone (T3 und T4), die dafür verantwortlich sind, den Stoffwechsel und das Wachstum in den Zellen zu regulieren. Dazu gehört auch der Haarzyklus, der drei Phasen durchläuft: die Wachstumsphase, die Übergangsphase und die Ruhephase. Die Schilddrüse ist ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ, das sich im vorderen Halsbereich befindet und eine entscheidende Rolle in unserem Körper spielt. Sie produziert wichtige Hormone, die viele unserer Körperfunktionen regulieren - von der Temperaturregulierung bis hin zum Stoffwechsel.

Die Schilddrüse produziert die Hormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3), die über den Blutkreislauf in die Haarfollikel gelangen und dort das Haarwachstum beeinflussen. Diese Hormone steuern die Zellerneuerung und den Stoffwechsel der Haarzellen, was das Wachstum der Haare direkt unterstützt. Weil Deine Haare ständig wachsen und erneuert werden, sind sie auf eine konstante Versorgung mit Hormonen angewiesen. Besonders wichtig sind die Hormone Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (T4), die direkt die Proteinsynthese in den Haarfollikeln steuern.

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) und Haarausfall

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone. Das führt dazu, dass Dein Stoffwechsel verlangsamt wird, was sich auch auf Deine Haarfollikel auswirkt. Deine Haare wachsen langsamer und es kommt häufiger zu Haarverlust, da die Haare länger in der Ruhephase verbleiben. Unter dem Begriff “Hypothyreose” versteht man eine krankhafte Unterfunktion der Schilddrüse. Dadurch resultiert eine mangelnde Versorgung des Körpers mit den Schilddrüsenhormonen Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4).

Die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion erfolgt in der Regel durch die Gabe von Schilddrüsenhormonen, die den Hormonhaushalt ausgleichen. Dies kann das Haarwachstum häufig wieder stabilisieren. Hypothyreose kann zu diffusem Haarausfall führen - das bedeutet, dass Du gleichmäßig über den ganzen Kopf Haare verlierst.

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) werden zu wenig Hormone ausgeschüttet. Dies kann sich in einer verringerten Haardichte und einem kleinen Haardurchmesser äußern. Auch die Körperhaare, wie z.B. die Augenbrauen, können betroffen sein.

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) und Haarausfall

Hierbei produziert Deine Schilddrüse zu viele Hormone, wodurch der Stoffwechsel auf Hochtouren läuft. Dieser beschleunigte Stoffwechsel kann die Haarfollikel „überfordern“, was ebenfalls zu Haarausfall führt. Entgegengesetzt zu einer Unterfunktion, können die beiden Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) auch im Überfluss produziert und ausgeschüttet werden. Dann ist von einer “Hyperthyreose” die Rede.

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) produziert die Schilddrüse zu viele Hormone, was zu einem beschleunigten Stoffwechsel führt. Die Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion kann Medikamente, eine Radiojodtherapie oder in manchen Fällen eine Operation umfassen. Eine stabile Hormonproduktion ist wichtig, um das Haarwachstum wieder anzukurbeln und Haarausfall zu stoppen.

Auch die Hyperthyreose, also eine Schilddrüsenüberfunktion, kann Haarausfall auslösen. Dies zeigt sich ebenfalls in Form von Haarbruch und dadurch, dass die Haare nur eine gewisse Länge erreichen. Sie wechseln früher in Ruhephase, sodass das Wachstum vorzeitig beendet wird. Schilddrüsenbedingter Haarausfall ist meistens diffus, was bedeutet, dass Du über den ganzen Kopf verteilt Haare verlierst, ohne dass sich klare, kahle Stellen bilden. Es kann auch sein, dass sich Dein Haar insgesamt dünner und brüchiger anfühlt.

Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse und Haarausfall

Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow und die Hashimoto-Thyreoiditis können ebenfalls Haarausfall verursachen. Bei diesen Erkrankungen greift das Immunsystem die Schilddrüse an, was die Hormonproduktion beeinflussen kann.

  • Hashimoto-Thyreoiditis: Diese Erkrankung führt häufig zu einer Schilddrüsenunterfunktion, was das Haarwachstum verlangsamt und Haarausfall verursacht. Auch zwischen Haarausfall und Hashimoto kann ein direkter Zusammenhang entstehen. Bei der Autoimmunkrankheit Hashimoto handelt es sich um eine Entzündung der Schilddrüse, die eine verlangsamte Funktion zur Folge hat, die sich unter anderem in Haarausfall äußern kann.
  • Morbus Basedow: Diese Autoimmunerkrankung verursacht oft eine Schilddrüsenüberfunktion und kann zu diffusen Haarausfall führen.

Autoimmunerkrankungen erfordern oft eine gezielte medikamentöse Therapie, die das Immunsystem und die Hormonproduktion stabilisiert. Diese Autoimmunerkrankung kann eine Vielzahl von verschiedenen Krankheitserscheinungen hervorrufen. Eine mögliche Folge der Überproduktion an Hormonen ist unter anderem der Haarausfall.

Was kannst tun, wenn Du Haarausfall durch deine Schilddrüse hast?

Weitere Ursachen für Augenbrauenausfall

Neben Schilddrüsenerkrankungen gibt es noch andere Faktoren, die zu Augenbrauenausfall führen können:

  • Hormonelle Veränderungen: Hormonelle Ursachen können bei Frauen in den Wechseljahren (Menopause) liegen oder während oder nach einer Schwangerschaft auftreten, da sich in dieser Zeit der Östrogenspiegel im Blut verändert. Aber auch während der Periode oder nach Absetzen der Antibabypille kann es zwischenzeitlich zu einer Ausdünnung der Augenbrauen kommen.
  • Stress: Haarausfall an den Augenbrauen kann auch stressbedingt sein.
  • Stoffwechselerkrankungen: Zu den Stoffwechselerkrankungen, die Ausfall der Augenbrauen verursachen können, zählen Diabetes mellitus oder Schilddrüsenunter- oder -überfunktion, sowie eine Schilddrüsenentzündung („Hashimoto Thyreoiditis“).
  • Hauterkrankungen: Komplizierter wird die Ursachenforschung bei speziellen Hauterkrankungen wie Pilzinfektionen, Kontaktallergien gegen Kosmetika oder deine Brille sowie bei den Nebenwirkungen von Medikamenten.
  • Psychische Probleme: Ebenso ernst sollte man bei Haarausfall die Wirkung von Stress oder psychische Probleme nehmen.

Diagnose von Schilddrüsenproblemen bei Haarausfall

Die Diagnose der Schilddrüsenüber oder -unterfunktion ist oft nicht einfach. Denn es können sehr viele Symptome zusammentreffen, die einzeln betrachtet ebenfalls auf andere Erkrankungen hinweisen können. Leiden Sie unter Haarausfall und können Sie sich keine direkte Ursache erklären? Denken Sie dann auch einmal an die Schilddrüse. Wenn bei Ihnen jedoch bereits eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) oder eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) vorliegt, sollten Sie Ihr Haarwachstum gut im Auge behalten, denn immer wieder gilt eine Schilddrüsenerkrankung als Ursache für Haarausfall. Die Hypothyreose oder Hypothyreose kann durch Urin- und Blutuntersuchungen festgestellt und nachgewiesen werden.

Störungen werden durch eine Analyse des Blutbildes aufgedeckt. Im Anschluss erfolgt normalerweise eine Überweisung zum Endokrinologen, der auf die Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten spezialisiert ist. Ein Bluttest bei deinem Hausarzt kann schnell Aufschluss über deinen Gesundheitsstatus bringen und gleichzeitig aufklären, ob du aufgrund einer speziellen Diät unter einem Vitamin- oder Nährstoffmangel leidest vorliegen. Liefert die Blutuntersuchung keine Ergebnisse, ist noch eine Haaranalyse möglich. Zunächst gilt es die Ursache für die Fehlfunktion zu finden und zu beheben. Je nach Ursache ist hierfür ein medizinischen Eingriff erforderlich oder die Einnahme von Medikamenten.

Behandlungsmöglichkeiten bei schilddrüsenbedingtem Haarausfall

Hier kommt die gute Nachricht: Wenn du Deine Schilddrüsenerkrankung behandelst, kann sich auch Dein Haarwachstumszyklus wieder normalisieren.

  • Schilddrüsenfunktion überprüfen lassen: Der erste Schritt ist natürlich, Deine Schilddrüse untersuchen zu lassen.
  • Medikamentöse Behandlung: Wenn bei Dir eine Schilddrüsenunter- oder -überfunktion diagnostiziert wird, wird Dir Dein Arzt in der Regel Medikamente verschreiben, um die Hormonspiegel zu regulieren.
  • Ernährung optimieren: Deine Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle. Achte darauf, dass Du genug Nährstoffe wie Selen, Zink, und Eisen zu Dir nimmst, die Deine Schilddrüse unterstützen.
  • Geduld haben: Leider wird der Haarausfall nicht sofort aufhören, sobald Du mit der Behandlung beginnst. Es kann mehrere Monate dauern, bis Deine Haare wieder in ihren normalen Zyklus zurückkehren.

Oftmals setzt das Haarwachstum dann wieder von selbst ein bzw. es normalisiert sich. Falls die Erkrankung lange zurückliegt bzw. die regenerative PRP Behandlung versäumt wurde, entstehen kahle Stellen, welche mittels einer Haartransplantation behandelt werden müssen.

Unterstützende Behandlungen

Für Menschen, die unter durch Schilddrüsenprobleme verursachtem Haarausfall leiden, können unterstützende Behandlungen wie die PRP-Therapie (Platelet-Rich Plasma) und die Mesotherapie das Haarwachstum anregen und das Haar insgesamt stärken. Beide Methoden zielen darauf ab, die Kopfhaut mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und die Haarfollikel zu revitalisieren, was besonders dann sinnvoll sein kann, wenn der Haarausfall auch nach der medikamentösen Einstellung der Schilddrüse anhält.

  • PRP-Therapie: Bei der PRP-Behandlung wird körpereigenes, plättchenreiches Plasma in die Kopfhaut injiziert. Dieses Plasma enthält eine hohe Konzentration an Wachstumsfaktoren, die die Durchblutung und die Zellregeneration in der Kopfhaut fördern. Gerade bei Haarausfall aufgrund hormoneller Schwankungen - wie etwa durch Schilddrüsenprobleme - kann die PRP-Therapie helfen, das Haarwachstum zu stimulieren und dünner werdendes Haar zu kräftigen.
  • Mesotherapie: Diese Methode verwendet Mikroinjektionen, um eine Mischung aus Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und manchmal auch Medikamenten direkt in die Kopfhaut einzubringen. Die Mesotherapie kann die Haarfollikel stärken und die Kopfhaut mit wichtigen Nährstoffen versorgen, die für ein gesundes Haarwachstum erforderlich sind. Bei schilddrüsenbedingtem Haarausfall kann diese Behandlung den Zustand der Kopfhaut verbessern und das Wachstum neuer Haare anregen.

Diese Behandlungen sind vor allem dann sinnvoll, wenn der Haarausfall stabil ist und die Schilddrüsenerkrankung bereits gut eingestellt wurde. Da sie die Haarfollikel stärken und das Haarwachstum unterstützen, können PRP- und Mesotherapie als begleitende Maßnahmen zur Schilddrüsenbehandlung dabei helfen, das Haar wieder dichter und kräftiger wachsen zu lassen.

Es besteht zudem kein Zusammenhang zwischen der Intensität der Fehlfunktion und der Stärke des Haarausfalls. So kann die Schilddrüse Haarausfall verursachen, wenn sie nicht richtig funktioniert, muss sie aber nicht. Ebenso kann ein sehr starker Haarausfall einer Schilddrüse mit leichter Fehlfunktion folgen, oder aber eine sehr starke Fehlfunktion auftreten, die sich in nur leichtem Haarausfall äußert.

Dass eine Fehlfunktion der Schilddrüse Haarausfall verursacht, muss keinesfalls das Ende Ihrer schönen Haare bedeuten. Ja, in einigen Situationen kann auch starker Haarausfall durch die Schilddrüse ausgelöst werden, aber auch in diesen Fällen gibt es klinisch getestete Mittel, die das Haarwachstum anregen und damit den Weg zu gesundem, kräftigen Haar ebnen können. Wir empfehlen in dieser Lage diverse Produkte der Reihe Neofollics, die seit Jahren Produkte entwickelt haben, um Haarverlust zu bekämpfen und das Haarwachstum anzuregen. Mit dem Einsatz des Neofollics Shampoos, der Neofollics Lotion sowie den Neofollics Tabletten kann auf diese Art und Weise das Haarwachstum stimuliert werden, sodass neue, dicke und gesunde Haare entstehen.

Alopecia Areata (Kreisrunder Haarausfall)

Symptome bei Alopecia areataKreisrunder Haarausfall mit einem oder mehreren Herden und plötzlichem Auftreten. Die Autoimmunerkrankung Alopecia areataAlopecia areata ist besser bekannt als »kreisrunder Haarausfall«.

Auf der Kopfhaut, manchmal auch im Bart oder in den Augenbrauen von Betroffenen bilden sich eine oder mehrere kahle Stellen mit klarer Begrenzung. Die Krankheit tritt oft im Kindes- und Jugendalter auf. Häufig beginnen die Haare auf den kahlen Stellen nach einiger Zeit spontan wieder zu wachsen. Es kann aber im fortschreitenden Verlauf zu weiteren Schüben kommen, die wiederum andere Areale betreffen. Das Spektrum reicht von milden Krankheitserscheinungen, von einem oder wenigen Kahlstellen bis hin zu ernsten Schweregraden mit dem Verlust aller Körperhaare, einschließlich Wimpern und Schambehaarung (Alopecia areata universalis).

„Bei kreisrundem Haarausfall, in der Fachsprache als Alopecia areata bezeichnet, handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung gegen die in der Haut liegenden Haarbestandteile. Die Ursache dafür ist noch nicht eindeutig geklärt“, sagt Prof. Dr. Michael Tronnier, Chefarzt der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Helios Klinikum Hildesheim.

Die Alopecia areata (AA) tritt zu 80 Prozent der Fälle im Kopfbereich auf. Bei Männern kann zusätzlich der Bartwuchs betroffen sein. Der entzündliche Haarausfall beginnt häufig im Kindes- und jungen Erwachsenalter, kann aber prinzipiell in jedem Alter auftreten.

Formen der Alopecia Areata

  • Alopecia areata: Kreisartiger Haarausfall. Wimpern, Augenbrauen und restliche Körperbehaarung meist normal vorhanden.
  • Alopecia ophiasis: Kranzartiges Fehlen der Haare im Ohren- und Nackenbereich. Augenbrauen, Haare oben und seitlich am Kopf sowie die restliche Körperbehaarung sind nicht betroffen.
  • Alopecia totalis: Fehlen der gesamten Kopfbehaarung, inklusive Augenbrauen und Wimpern. Diese Form tritt eher selten auf.
  • Alopecia universalis: Komplette Körperbehaarung fällt aus, inklusive Augenbrauen, Wimpern und Nasenhaare.

„Die AA ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich die körpereigenen Immunzellen gegen die Strukturen der Haarwurzel richten und Antikörper bilden. Als Folge der fehlgesteuerten Immunreaktion entzünden sich die Haarwurzeln, wodurch die Haare nicht mehr richtig wachsen und es zum kreisrunden Haarausfall kommt“, erklärt Prof. Dr. Auch genetische Faktoren scheinen den kreisrunden Haarausfall zu begünstigen. So ist das Erkrankungsrisiko von Verwandten eines Betroffenen erhöht. Die genauen genetischen Hintergründe sind jedoch noch nicht ausreichend erforscht.

Kreisrunder Haarausfall tritt oft zusammen mit anderen Erkrankungen auf. Dazu zählen etwa Autoimmunerkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion und die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo), aber auch atopische Erkrankungen, also mit Allergieneigung wie Neurodermitis und Heuschnupfen. Neben diesen können auch ein Vitamin D-Mangel sowie psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen vorliegen.

Behandlung der Alopecia Areata

In der Regel reicht bereits das klinische Bild - die typischen runden kahlen Stellen -für die Diagnose des kreisrunden Haarausfalls aus. "Zunächst schaue ich mir die Haare am Kopf, im Gesicht und an Körper an, danach untersuche ich die Kopfhaut genauer. Die Behandlung einer Alopecia areata ist nicht immer einfach und von verschiedenen Faktoren, wie der Ausprägung der Erkrankung sowie Begleitdiagnosen abhängig.

„Da es sich um eine entzündliche Erkrankung handelt, beobachten wir oft eine Verbesserung unter Kortison. Diese Form der lokalen Therapie kann Betroffenen durchaus helfen und die Haare wieder wachsen lassen. Jakunkinase (JAK) Inhibitoren können als Entzündungshemmer entzündliche Prozesse unterdrücken, wodurch es wieder zum Haarwachstum kommen kann. Der Wirkstoff Baricitinib ist das erste zugelassene Medikament zur Behandlung der Alopecia areata. Zunächst wurde der Wirkstoff 2020 als Mittel gegen rheumatoide Arthritis zugelassen. Im Juni 2022 erweitere die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung um die Behandlung der Alopecia areata bei Erwachsenen.

Krankenkassen sind allerdings bisher nicht verpflichtet, die noch hohen Behandlungskosten zu übernehmen. Zwar hat der kreisrunde Haarausfall keine Auswirkungen auf die Lebenserwartung, dennoch ist die psychische Gesundheit oft sehr erheblich beeinträchtigt. Der Verlauf einer Alopecia areata ist schwer vorherzusagen und individuell sehr unterschiedlich. Bei einigen Betroffenen, die nur eine leichte Ausprägung haben, kommt es oft zu einer spontanen Rückbildung. Die kahlen Stellen wachsen wieder zu und kommen nicht mehr zurück.

Prof. Dr. Michael Tronnier: „Zwar hat der kreisrunde Haarausfall keine Auswirkungen auf die Lebenserwartung, dennoch ist die psychische Gesundheit oft sehr erheblich beeinträchtigt.

Ursache Symptome Behandlung
Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) Verlangsamtes Haarwachstum, Haarausfall Hormonersatztherapie
Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) Beschleunigter Stoffwechsel, Haarausfall Medikamente, Radiojodtherapie, Operation
Alopecia Areata Kreisrunder Haarausfall Kortison, JAK-Inhibitoren

Ein gesunder Schilddrüsenhaushalt ist entscheidend für das Wachstum und die Gesundheit unserer Haare. Sowohl eine Unter- als auch eine Überfunktion der Schilddrüse können zu Haarausfall und anderen Haarproblemen führen. Falls Sie bei sich vermehrten Haarausfall beobachten und gleichzeitig Symptome einer Schilddrüsenstörung feststellen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen und Ihre Schilddrüsenwerte überprüfen zu lassen.

Gerne empfängt Sie das KÖ-HAIR Team zu einem kostenlosen, unverbindlichen Beratungstermin. Rufen Sie uns an, nutzen Sie unsere Online-Beratung oder das Kontaktformular. Erfahren Sie alles über KÖ-HAIR, bleiben Sie auf dem neusten Stand der Entwicklung!

tags: #haarausfall #augenbrauen #schilddruse #ursachen

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen