Viele kennen das Problem: Am grauen Ansatz hält die Haarfarbe oft nicht so, wie man es sich wünscht. Der Grund dafür liegt in der besonderen Struktur grauer Haare. Sie enthalten kaum noch Pigmente, die Farbstoffe aufnehmen können, und ihre Schuppenschicht ist meist fester geschlossen. Doch es gibt viele weitere Ursachen, die dazu führen können, dass die Haare die Farbe nicht richtig annehmen. Hier werden die häufigsten Gründe und mögliche Lösungen vorgestellt.
Viele Shampoos, Conditioner, Leave-in-Produkte oder Hitzeschutzsprays enthalten Silikone. Diese legen sich wie ein Schutzfilm um das Haar und machen es weich und glatt. Problematisch wird es, wenn es sich um schwer auswaschbare Silikone handelt. Sie verhindern nicht nur, dass pflegende Inhaltsstoffe ins Haar gelangen, sondern blockieren auch das Eindringen der Farbpigmente. Wenn die Haarfarbe nicht haftet, kann ein sogenannter Silikon-Build-up der Grund sein.
Die Lösung: Um diese Rückstände zu entfernen, helfen ein bis zwei Haarwäschen mit einem tiefenreinigenden Shampoo.
Eine gesunde Haarstruktur ist besonders wichtig, damit die Haarfarbe dauerhaft hält. Sind die Haare stark geschädigt, nehmen sie die Pigmente kaum noch auf. Ist die Haarstruktur stark geschädigt, kann die Farbe nicht mehr zuverlässig aufgenommen werden.
Die Lösung: In solchen Fällen braucht man vor allem Geduld: Die Haare sollten möglichst geschont und nicht weiter gefärbt werden, bis gesundes Haar nachwächst. Nach jeder Haarwäsche empfiehlt sich ein mildes Shampoo in Kombination mit einem Conditioner. Dieser glättet die Schuppenschicht, sorgt für mehr Glanz, bessere Kämmbarkeit und schützt vor äußeren Einflüssen.
Manchmal kann es vorkommen, dass naturbelassene und nicht blondierte Haare eine Haarfarbe nicht annehmen. Die meisten Farbpigmente halten auf leicht blondiertem Haar am besten, da beim Blondieren die Schuppenschicht des Haares leicht aufgeraut wird und offen für Pigmente ist.
Hormonelle Schwankungen können ebenfalls das Farbergebnis beeinflussen. Hartnäckig hält sich der Mythos, dass man während der Periode nicht färben sollte. Dadurch können die Haare die Farbe schlechter aufnehmen, was besonders bei der Abdeckung grauer Haare auffällt. Deshalb empfiehlt es sich, den nächsten Friseurtermin nicht während der Periode zu legen.
Mit zunehmendem Alter verändert sich die Haarstruktur: Graue Haare enthalten weniger Keratin, verlieren Feuchtigkeit und fühlen sich grober oder drahtiger an. Manche entwickeln sogar eine andere Form, etwa leichte Locken, obwohl sie früher glattes Haar hatten. Diese Veränderungen machen es schwieriger, gleichmäßig zu färben.
Wenn die Haarfarbe am Ansatz nicht hält, kann das auch daran liegen, dass die Coloration eine zu geringe Farbintensität aufweist. Eine hochpigmentierte Färbung mit Farbentwickler ist die Lösung. Die Coloration sollte gleichmäßig und in ausreichender Menge über den gesamten Ansatz verteilt werden. Danach darf die Farbe intensiv einwirken.
Langanhaltender Stress kann körperliche Prozesse durcheinanderbringen und die Melaninproduktion in den Haarwurzeln beeinträchtigen. Dadurch wird das Risiko erhöht, schon in jüngeren Jahren graue Haare zu bekommen. Doch die gute Nachricht: Bekämpft man den Auslöser für die stressige Phase, können die Haare wieder farbig nachwachsen.
Auch gesundheitliche Faktoren spielen eine Rolle. Bestimmte Krankheiten oder ein Mangel an Vitamin B12, Eisen oder Kupfer können die Pigmentbildung stören.
Graue Haare sind ein natürlicher Teil des Älterwerdens - doch beim Haarefärben können sie schnell zur Herausforderung werden. Anders als pigmentiertes Haar nehmen sie die Haarfarbe oft schlechter an, sind störrischer und lassen den grauen Ansatz trotz Farbe manchmal noch durchscheinen. Viele kennen das Problem: Am grauen Ansatz hält die Haarfarbe oft nicht so, wie man es sich wünscht.
Lösung: Um dennoch ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, empfiehlt sich die Verwendung von dauerhaften Colorationen, da diese tiefer in das Haar eindringen und graue Haare besser abdecken als Tönungen. Besonders bei einem höheren Grauanteil sind spezielle Produkte für graues Haar geeignet, die eine intensivere Deckkraft bieten. Hilfreich kann außerdem eine Vorbehandlung sein. Beim sogenannten Pre-Pigmentieren wird das Haar zunächst mit einer vorbereitenden Tönung behandelt, sodass die anschließende Haarfarbe besser haftet. Auch spezielle Produkte, die die Haarstruktur leicht öffnen, können das Eindringen der Farbpigmente erleichtern.
Für eine zuverlässige Grauabdeckung reicht eine Tönung in der Regel nicht aus. Auch Intensiv-Tönungen bieten nur begrenzte Deckkraft und waschen sich mit der Zeit aus.
Wenn die ersten grauen Haare sichtbar werden, stellt sich schnell die Frage: Abdecken, kaschieren oder bewusst betonen? Die richtige Haarfarbe kann graues Haar entweder unauffällig verschwinden lassen oder es modern und stilvoll in Szene setzen.
Viele entscheiden sich bewusst für ihre natürliche Haarfarbe. Das Aufhören, graue Haare zu färben, kann eine befreiende Entscheidung sein, die deine natürliche Schönheit unterstreicht und dir Zeit, Geld und Stress erspart.
Prominente Beispiele: Königin Letizia und Prinzessin Caroline von Monaco zeigen sich bewusst mit ihren grauen Haaren und setzen damit ein Zeichen.
Ob man die grauen Haare vollständig abdecken, sanft kaschieren oder bewusst betonen möchte - wichtig ist, die Struktur des Haares zu berücksichtigen.
| Ursache | Lösung |
|---|---|
| Silikon-Build-up | Tiefenreinigendes Shampoo verwenden |
| Geschädigte Haarstruktur | Haare schonen, pflegen und gesund nachwachsen lassen |
| Naturbelassenes Haar | Haare leicht blondieren |
| Hormonelle Schwankungen | Färbetermin nicht während der Periode legen |
| Alternde Haarstruktur | Spezielle Produkte für graues Haar verwenden |
| Stress | Stress reduzieren |
| Gesundheitliche Faktoren | Mangelerscheinungen ausgleichen |
| Mangelnde Farbkraft | Hochpigmentierte Coloration verwenden |
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