Haaranalyse bei Haarausfall: Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft. Oftmals wird er als gegeben hingenommen, ohne die Ursachen genauer zu untersuchen. Eine Haaranalyse kann hier Abhilfe schaffen, indem sie die möglichen Gründe für den Haarverlust identifiziert und so gezielte Gegenmaßnahmen ermöglicht. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Haaranalyse im Zusammenhang mit Haarausfall.

Was ist eine Haaranalyse?

Im Rahmen einer Haaranalyse wird die individuelle Haarsituation erfasst, der mutmaßliche weitere Verlauf besprochen und anschließend die verschiedenen Möglichkeiten der Behandlung evaluiert. Zu einer professionellen Analyse gehört neben einer klinischen Begutachtung des Ist-Zustandes auch ein ausführliches Beratungsgespräch. In einigen Fällen sind auch verschiedene Laboruntersuchungen Teil einer Haaranalyse.

Eine Haaranalyse dient dazu, die möglichen Ursachen eines Haarausfalls zu identifizieren und mögliche Gegenmaßnahmen einzuleiten, um so den Haarverlust so gering wie möglich zu halten.

Wann ist eine Haaranalyse sinnvoll?

Eine Haaranalyse kann immer dann sinnvoll sein, wenn der Haarverlust bei den Betroffenen einen Leidensdruck verursacht. Dann sollte diese möglichst frühzeitig durchgeführt werden. Möglichkeiten zur Intervention können jedoch bei genauer Kenntnis über die Ursachen in Erwägung gezogen werden, sodass den Betroffenen geholfen werden kann.

Häufige Ursachen für Haarausfall

Haarausfall, Haarerkrankungen und Haarwachstumsstörungen können viele Ursachen haben: Mangelernährung oder übertriebene Diäten, Stress, Umwelteinflüsse, zunehmendes Alter sowie Krankheiten, die Einnahme von Medikamenten oder hormonhaltigen Präparaten, Operationen etc.

Die 5 häufigsten Gründe für Haarausfall:

  1. Genetische Veranlagung: Erblich bedingter Haarausfall stellt die häufigste Form des Haarverlustes dar. Dabei reagieren die Haarwurzeln bei entsprechender genetischer Veranlagung besonders empfindlich auf das männliche Geschlechtshormon Testosteron.
  2. Hormonelle Ursachen: Hormone steuern die verschiedensten Vorgänge im menschlichen Körper und sind an zahlreichen Prozessen beteiligt. Durch Eingriffe in den Hormonhaushalt kann somit auch ein Haarverlust begünstigt werden. Diese Form des Haarausfalls lässt sich vor allem bei Frauen beobachten, wobei beispielsweise die Einnahme der sogenannten Pille oder das Einsetzen der Wechseljahre eine Rolle spielen können.
  3. Stress: Akuter, vor allem aber auch chronischer Stress beeinflusst nicht nur das emotionale Wohlbefinden, sondern kann auch verschiedene körperliche Symptome hervorrufen. Eines dieser möglichen Symptome ist der stressbedingte Haarausfall.
  4. Mineralstoff- oder Vitaminmangel: Auch Einflussfaktoren wie ein ungesunder Lebensstil oder eine unausgewogene Ernährung können zu Haarverlust führen. Liegt nun ein Mangel an Mineralstoffen oder Vitaminen vor, so wird dadurch die Zellteilung erschwert und der Haarzyklus gestört.
  5. Autoimmunerkrankungen: Hierbei bildet das Immunsystem Antikörper gegen eigene Strukturen, sodass diese fälschlicherweise angegriffen werden. Bei diesen Strukturen kann es sich im Rahmen einiger Erkrankungen auch um die Haarwurzeln handeln, weshalb diese im Wachstum gestört werden. Ein bekanntes Beispiel für eine solche Autoimmunerkrankung ist der kreisrunde Haarausfall.

Weitere mögliche Ursachen:

  • Mangelhafte oder einseitige Ernährung
  • Medikamente
  • Infektionen
  • Entzündliche Hauterkrankungen oder Hautschäden
  • Anhaltender oder häufiger Zug auf die Haarwurzel (z.B. durch bestimmte Frisuren)

Es gibt eine Vielzahl von seriösen und auch weniger seriösen Angeboten, um Haarausfall entgegen zu wirken - nicht alle Mittel wirken und nicht jedes Mittel ist für jede Art von Haarausfall geeignet.

Formen des Haarausfalls

Es gibt verschiedene Formen von Haarausfall, die unterschiedliche Ursachen haben können:

  • Androgene Alopezie: Genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln auf Dihydrotestosteron.
  • Diffuser Haarausfall: Allgemeine, gleichmäßige Ausdünnung der Kopfhaare.
  • Alopecia areata: Kreisrunder Haarausfall.
  • Trichotillomanie: Zwanghafter Drang, sich die Haare auszureißen.
  • Traktionsalopezie: Entsteht durch leichte Verletzungen der Haare und Kopfhaut, z.B. durch enge Frisuren.
  • Entzündliche Alopezie: Entzündung der Kopfhaut, die zur Zerstörung der Haarfollikel führt.

Diagnosemethoden bei Haarausfall

Um die Ursache des Haarausfalls zu ermitteln, stehen verschiedene Diagnosemethoden zur Verfügung:

  • Kopfhautinspektion: Der Arzt untersucht die Haarstruktur, Kopfhaut und Haardichte.
  • Zupf- oder Epilationstest: Der Arzt versucht, Haare mit einem sanften Ruck herauszuziehen, um die Schwere des Haarausfalls zu bestimmen.
  • Durchstreifung der Haare: Der Arzt fasst dem Patienten mit gespreizten Fingern entgegen der Wachstumsrichtung ins Haar und führt einen langsamen Zug mit geschlossenen Fingern in Haarwuchsrichtung durch.
  • Haarreibetest: Der Arzt nimmt einige Haare zwischen seine Finger und zerreibt diese, um eine erhöhte Brüchigkeit festzustellen.
  • Blutuntersuchung: Der Arzt nimmt Blut ab, um z. B. Schilddrüsen- oder Eisenwerte sowie weitere relevante Nährstoffe (Zink) und Vitamine (u. a. Biotin, Thiamin und Folsäure) zu überprüfen.
  • Trichometrie/TrichoScan: Ein computergestütztes Analyseverfahren zur Bestimmung der Haardichte und des Haarwurzelstatus.
  • Kopfhaut-Biopsie: Der Arzt entnimmt ein ca. 4 mm großes Stück der Kopfhaut inklusive Haarwurzeln zur mikroskopischen Untersuchung.
  • Trichogramm: Lichtmikroskopische Untersuchung der Haarwurzeln.

Kopfhaut-Biopsie

Die Trichoscan-Untersuchung

Die Trichoscan-Untersuchung liefert vielerlei Informationen: die Anzahl und der Anteil der Haare in den verschiedenen Wachstumsphasen (prozentualer Anteil der Telogenhaare, Anagenhaare, Velushaare, Terminalhaare...), das Längenwachstum in diesen 3 Tagen, die Haardichte und Haarfülle. Wir können daran erkennen, an welcher Form von Haarausfall Sie leiden und damit die optimale Behandlung auswählen. Bei Wiederholung der Untersuchung nach einigen Wochen oder Monaten können wir beurteilen, ob die begonnene Behandlung erfolgreich ist.

Vorteile des Trichoscan:

  • Es müssen keine Haare ausgezupft werden.
  • Die Haare können wie gewohnt vorher gewaschen werden.
  • Die Ergebnisse sind im Computer archivierbar.

Haaranalyse: Was kann sie beweisen?

Tatsächlich werden viele im Blut zirkulierende chemische Stoffe im wachsenden, lebenden Haar eingelagert. Sie werde auch durch Waschen, Tönen oder andere Behandlungen nicht entfernt. Wenn man die Wachstumsgeschwindigkeit des Haares berücksichtigt, kann man sogar auf den Zeitpunkt und die Dauer des Medikamenten/Drogenkonsum rückschliessen. Vergiftungen (zB mit Rattengift, Arsen, Thallium) werden heute nur noch selten über das Haar nachgewiesen.

Viel schwieriger ist es allerdings, die Versorgung eines Menschen - oder einen Mangel an Spurenelementen und Mineralien im Haar nachzuweisen. Wiederholte Untersuchungen und standardisierten Bedingungen können durchaus Fehlernährungen beweisen. Eine einzelne Untersuchung ist allerdings völlig ungeeignet dazu. Stoffwechselstörungen und Mangelkrankheiten lassen sich so nicht diagnostizieren.

Wichtig: Sparen Sie sich Ihr Geld. Die Haaranalyse ist für eine vernünftige Krankheitserforschung nicht sinnvoll. Lediglich unter speziellen Bedingungen, zB in einer Uniklinik, kann sie im Einzelfall notwendig sein.

Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall

Je früher ein Nährstoffdefizit oder eine Hormonstörung aufgedeckt wird, desto besser kann Ihr Haarausfall behandelt werden. Da die notwendigen Analysen sehr individuell sind, empfehlen wir Ihnen eine ärztliche Beratung.

Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die je nach Ursache des Haarausfalls in Frage kommen:

  1. Änderung des Lebensstils
  2. Medikamentöse Therapie
  3. Vitalisierende Behandlung der Kopfhaut
  4. Haartransplantation

Möchten Sie wissen, welche Behandlungsmethode infrage kommt, um Ihnen wieder zu vollem, gesundem Haar zu verhelfen? Kontaktieren Sie einen Spezialisten!

Vorteile einer Analyse durch einen Haarspezialisten

Ein Haarspezialist verfügt über weitreichende Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen Formen des Haarverlustes. Patienten, die unter Haarausfall leiden, können von dieser Erfahrung profitieren. Zum einen, um besser über die eigene Haarsituation informiert zu sein und zum anderen, um passende Behandlungsmöglichkeiten in Erwägung ziehen zu können.

Kosten einer Haaranalyse

Viele Labore bieten Haaranalysen an, bei denen Kunden eine Haarprobe in das jeweilige Labor entsenden und anschließend die Ergebnisse per Post erhalten. Die Kosten für eine sogenannte Haarmineralanalyse schwanken sehr zwischen den verschiedenen Anbietern und können bis zu 160 Euro betragen. Die Experten bieten eine professionelle Haaranalyse an, die sich vor allem am individuellen klinischen Erscheinungsbild und einer ausführlichen Anamnese orientiert. Diese Leistung sowie ein ausführliches Beratungsgespräch wird dabei absolut kostenfrei angeboten.

Prognosen und Erkenntnisse einer Haaranalyse

Das vorwiegende Ziel einer professionellen Haaranalyse ist eine genaue Kenntnis über die Ursachen des Haarausfalls. Diese wiederum dient dazu, mögliche Behandlungsoptionen abwägen zu können. Hierbei wird die Entscheidung über eine mögliche Therapie unter Berücksichtigung mehrere Aspekte diskutiert, unter anderem spielt die vermutete weitere Entwicklung des Haarverlustes eine wichtige Rolle.

Nach Abschluss der Haaranalyse sollte der Patient ein genaues Bild seiner aktuellen Haarsituation sowie einen Überblick über die verschiedenen Behandlungsoptionen haben. Zusammen mit einem Haarspezialisten muss nun erwogen werden, ob eine bestimmte Therapie sinnvoll ist.

Es gibt viele Optionen der Behandlung, dazu gehören beispielsweise die PRP Therapie oder auch die Haarpigmentierung.

Wichtig: Bei Fragen oder Unsicherheiten bezüglich Haarausfall sollten Sie sich nicht scheuen, einen Arzt oder Spezialisten zu konsultieren. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können den Verlauf positiv beeinflussen und Ihnen helfen, Ihr Haarproblem in den Griff zu bekommen.

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