Volles, gesundes Haar gilt als Zeichen von Schönheit und Wohlbefinden. Wenn das Haar jedoch dünner wird oder langsamer wächst, kann dies zu Verunsicherung führen. Glücklicherweise gibt es verschiedene natürliche Wege, das Haarwachstum anzuregen oder zu unterstützen. Grüner Tee ist eines davon. Er ist nicht nur ein beliebtes Getränk, sondern auch für seine positiven Wirkungen auf die Gesundheit der Haare bekannt.
Hormone haben einen wesentlichen Einfluss auf das Haarwachstum. Der häufigste hormonell bedingte Haarausfall ist erblich und manifestiert sich bei Männern und Frauen in typischen Mustern. Bei Frauen werden die Haare oft dünner und brüchiger und wachsen langsamer. Insbesondere die Region um den Scheitel lichtet sich deutlich. Bei Männern beginnt der Haarausfall in der Regel mit Geheimratsecken, die Haarlinie weicht zurück, und es kann sich eine kahle Tonsur am Hinterkopf bilden. Der mit Abstand häufigste Grund für Haarausfall bei Männern ist der erblich bedingte Haarverlust.
Weitere hormonelle Schwankungen, die mit Haarausfall einhergehen, sind Schilddrüsenerkrankungen und Stress. Auch eine Hormontherapie kann zu Haarausfall führen. Am häufigsten ist hormoneller Haarausfall jedoch erblich bedingt, verursacht durch Dihydrotestosteron (DHT), das die Wachstumsphase der Haare verkürzt und die Nährstoffversorgung der Haarwurzeln beeinträchtigt.
Um die richtige Diagnose zu stellen, ist eine ausführliche Anamnese wichtig, bei der die Krankengeschichte, Symptome und Lebensumstände des Patienten beleuchtet werden. Ein Trichogramm oder Trichoscan kann helfen, die Haarwurzeln und den Wachstumszyklus der Haare genauer zu betrachten. Endokrinologische Untersuchungen können Fehlfunktionen der Schilddrüse oder Ungleichgewichte der Geschlechtshormone feststellen.
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für hormonellen Haarausfall. Minoxidil wird lokal auf der Kopfhaut angewendet und verbessert die Durchblutung. Finasterid ist ein DHT-Blocker, der die Bildung von DHT verringert. Teilweise werden auch Antiandrogene eingesetzt, die die Wirkung von männlichen Geschlechtshormonen unterdrücken. Gelegentlich werden östrogenhaltige hormonelle Verhütungsmittel gegen hormonellen Haarausfall bei Frauen eingesetzt.
Es gibt einige Hausmittel, deren Einnahme zur Verbesserung eines hormonellen Haarausfalls empfohlen wird. Heilpflanzen, die Phytohormone enthalten, wie Yamswurzel, Mönchspfeffer oder Nachtkerze, sollen hormonelle Ungleichgewichte beheben. Pflanzen wie Brennnessel oder Rosmarin enthalten ätherische Öle, die die Durchblutung der Kopfhaut anregen. Auch Nahrungsergänzungsmittel mit Biotin, Zink, Eisen oder Omega-3-Fettsäuren werden gelegentlich empfohlen. Eine ausgewogene Ernährung und Stressmanagement sind ebenfalls wichtig für die Haarpflege.
Zu den natürlichen DHT-Hemmern gehören:
Grüner Tee ist reich an Antioxidantien, die freie Radikale reduzieren können, die die Kopfhaut schädigen. Die enthaltenen Polyphenole versorgen die Haarfollikel mit zusätzlichen Nährstoffen wie Vitamin C, Selen, Zink, Chrom und weiteren Vitaminen. Der Wirkstoff Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) reduziert Entzündungen und stimuliert neues Zellwachstum, was bei verschiedenen Arten von Haarausfall hilfreich sein kann.
Es gibt Studien, die das belegen. Eine Studie kam zu dem Schluss: Die Wirkung von Rosmarinöl gegen hormonell bedingten Haarausfall ist vergleichbar mit der von Minoxidil, einem beliebten medizinischen Haarwuchsmittel [4]. Nebenwirkungen wie eine juckende Kopfhaut traten bei der Anwendung von Rosmarinöl seltener auf, als bei Minoxidil. Rosmarin gilt als echter Geheimtipp gegen hormonell bedingen Haarausfall, da er haarwachstumsfördernde Eigenschaften beinhaltet. Weitere Studien liefern Hinweise auf die Wirkung von Rosmarinextrakt als natürlicher DHT-Blocker: Es hemmt die Bindung von DHT an die Androgen-Rezeptoren und unterbindet auf diese Weise die Störung des Haarwachstumszyklus [5].
Studien zeigen: Direkt auf der Kopfhaut angewendet kann Coffein das Haarwachstum unterstützen, indem es ganz natürlich den wachstumshemmenden Effekten von Testosteron entgegenwirkt [2]. In einer Laborstudie konnten Wissenschaftler*innen außerdem zeigen: Im Gegensatz zur Kontrollgruppe war der Haarschaft bei der mit Koffein behandelten Kopfhaut schon 120 Stunden nach der Anwendung deutlich verlängert [6].
Thailändische Wissenschaftler*innen fanden im Jahr 2010 heraus: Basilikum hemmt das Enzym, das für die Umwandlung von Testosteron in DHT verantwortlich ist [7]. Die Wissenschaftler hatten zehn in Thailand vorkommende Pflanzen untersucht, um herauszufinden, welche sich zur natürlichen Behandlung von DHT-bedingten Störungen eignen. Basilikum schnitt in diesem Vergleich am besten ab.
Gegen hormonellen Haarausfall bzw. androgenetische Alopezie wirkt EGCG durch seinen Einfluss auf den Androgen-Stoffwechsel. Es hemmt das für die Umwandlung in DHT verantwortliche Enzym und unterdrückt gleichzeitig die Übertragung an die Androgen-Rezeptoren [8].
In einer Studie wurde der Effekt einer Formulierung mit Rotklee auf das Haarwachstum untersucht. Das Ergebnis am Ende des viermonatigen Untersuchungszeitraums: Die Zahl der Haare in der Wachstumsphase erhöhte sich, während die Zahl der Haare in der Ausfallphase abnahm [9].
Grünen Tee kann man in den Alltag integrieren, indem man täglich eine Tasse davon trinkt. Für eine bessere Wirkung gegen Haarausfall kann man die Wirkstoffe direkt auf die Kopfhaut auftragen. Dies kann in Form von Haarwäschen mit Grünem Tee geschehen, aber auch mit klinisch getesteten Haarwuchsmitteln, die Grüntee-Extrakt als Inhaltsstoff nutzen. Die Mittel von Neofollics nutzen beispielsweise Grüntee-Extrakt in Kombination mit weiteren hilfreichen Wirkstoffen, um das Haarwachstum zu verbessern.
Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die den Haarwachstumszyklus - und somit auch die Anzahl der ausfallenden Haare - beeinflussen können. Von besonderer Bedeutung sind unsere Gene. Beim anlagebedingten Haarausfall (med. androgenetische Alopezie) reagieren die Haarwurzeln besonders empfindlich auf die aktive Form des männlichen Hormons Testosteron (sogenanntes Dihydrotestosteron, DHT), wodurch die Wachstumsphase verkürzt und die Haarfollikel kleiner werden. Dies führt dazu, dass die Haare dünner werden oder ganz ausfallen. Anders als der Name es vermuten lässt, sind auch Frauen von dieser Haarwachstumsstörung betroffen, wenn auch in unterschiedlicher Form.
Zusätzlich schwächt Rauchen das Immunsystem und kann somit Entzündungsreaktionen am Haarfollikel oder der Kopfhaut begünstigen. Wer Haarwachstumsstörungen vermeiden möchte, sollte unbedingt auch auf die Auswahl der Pflegeprodukte achten und aggressive Inhaltsstoffe wie Alkohol oder Silikone meiden. Geraten der Säureschutzmantel und das Hautmikrobiom aus der Balance, werden Hauttrockenheit, Schuppenbildung und Entzündungen begünstigt. Dies wiederum kann sich negativ auf den Haarwachstumszyklus auswirken.
Glänzende, kräftige Haare und eine entspannte Kopfhaut brauchen nicht nur äußerliche Pflege. Im Gegenteil. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit ausgewählten Lebensmitteln ist für gesundes Haarwachstum mindestens genauso relevant. Haut und Haare bestehen zu einem Großteil aus Proteinen, daher können Eier nicht nur äußerlich als Haarkur verwendet, den Haaren zu neuer Kraft verhelfen.
Grüner Tee ist ein wirksames Mittel gegen einige Arten von Haarausfall und eine natürliche Alternative zu vielen anderen Behandlungen. Er ist reich an Vitaminen und Mineralien, die für ein gesundes Haarwachstum unerlässlich sind. Klinisch getestete Haarwuchsmittel, die den Wirkstoff EGCG beinhalten, eignen sich besonders gut für die Behandlung von Haarausfall mit Grünem Tee. Durch die lokale Anwendung auf der Kopfhaut können Sie die Produktion neuer Haare fördern, Entzündungen reduzieren und die allgemeine Gesundheit der Kopfhaut verbessern.
| Inhaltsstoff | Wirkung |
|---|---|
| Rosmarin | Haarwachstumsfördernd, ähnlich wie Minoxidil |
| Coffein | Wirkt wachstumshemmenden Effekten von Testosteron entgegen |
| Basilikum | Hemmt die Umwandlung von Testosteron in DHT |
| Grüntee (EGCG) | Beeinflusst den Androgen-Stoffwechsel, hemmt die Umwandlung in DHT |
| Rotklee (Biohanin A) | Hemmt die Umwandlung von Testosteron in DHT |
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