Graue oder weiße Haare: Ursachen und was man dagegen tun kann

Graue Haare sind ein faszinierendes Phänomen, das viele Menschen betrifft. Viele verbinden das Ergrauen mit dem Älterwerden, aber es gibt noch weitere Faktoren, die eine Rolle spielen. Schließlich verbinden viele das Ergrauen mit dem Älterwerden.

Was sind graue Haare?

Graue Haare verbinden wir zwangsläufig mit dem Älterwerden. Graue Haare entstehen meist im fortschreitenden Alter, wenn im Haar die Produktion des natürlichen Farbpigments Melanin abnimmt. Graue Haare sind tatsächlich nur eine optische Täuschung.

Tatsächlich sind graue Haare eine Mischung aus farblosen und pigmentierten Haaren, die zusammen grau erscheinen. Einzelne graue Haare gibt es an sich gar nicht, denn sobald die Haarwurzel keine Pigmente mehr produziert, sind Haare farblos und erscheinen weiß. Das, was ihr als Haarfarbe seht, ist das Pigment das innen in deinem Haaren ist, deswegen muss auch Haarfarbe, die lange halten soll in die Haare reingefärbt werden.

Die große Vielfalt an natürlichen Haarfarben verdanken wir zwei Sorten von Melanin-Farbkörnchen: dem schwarz-braunen Eumelanin und dem rot-gelben Phäomelanin. Das Mischungsverhältnis der beiden Stoffe sowie die Gesamtmenge an Pigmenten, die das einzelne Haar speichert, entscheiden über die Haarfarbe.

Eigentlich gibt es also gar keine grauen Haare. Das, was auf dem Kopf grau aussieht, sind farblose Haare. Sie wirken nur im Kontrast zu den übrigen Haaren grau. Anstelle der Pigmente werden nämlich winzige Sauerstoffbläschen im Haar eingelagert. Diese Bläschen streuen das Licht; dadurch sehen Haare weiß aus.

Wie entstehen graue Haare aus biologischer Sicht?

Haare erhalten ihre Farbe durch Pigmente (genauer gesagt: Melanine), die von spezialisierten Zellen namens Melanozyten produziert werden. Diese Zellen befinden sich im Haarfollikel, dem Bereich der Haut, der das Haar bildet. Werden die Zellen der Haarwurzel jedoch älter, stellen sie nicht mehr ausreichend Melanin her - später stellen sie die Produktion ganz ein. Dann werden keine Pigmente mehr in den Hornschaft der Haare eingelagert, sondern winzige Luftbläschen.

Weitere Faktoren, die die Melaninproduktion beeinträchtigen:

  • Oxidativer Stress: Freie Radikale wie Wasserstoffperoxid, die durch Stoffwechselprozesse und Umweltfaktoren entstehen, können die Melanozyten schädigen. Zugleich beeinträchtigen sie die Melaninproduktion, weil sie die Produktion des Enzyms Tyrosinase hemmen.
  • Erschöpfung der Stammzellen: Die Anzahl der Stammzellen, aus denen Melanozyten entstehen, nimmt mit der Zeit ab.

Ursachen für graue Haare

Die Ursachen für graue Haare sind vielfältig. Unsere Veranlagung bestimmt, wann und wie ausgeprägt wir graue Haare bekommen. Neben dem natürlichen Alterungsprozess sind graue Haare bei Männern genauso wie bei Frauen vorwiegend auf die genetischen Erbanlagen zurückzuführen - darüber ist sich die Wissenschaft einig. Im Folgenden werden einige der Hauptursachen näher beleuchtet:

Genetik

Der Zeitpunkt des Ergrauens ist genetisch festgelegt. Die Geschwindigkeit und das Alter, in dem Haare ergrauen, werden stark durch die Gene beeinflusst. Bei wem die betagten Großeltern noch ihre ursprüngliche Haarfarbe zur Schau tragen, der hat ebenfalls gute Chancen, spät das erste graue Haar zu finden. Wenn Eltern oder Großeltern bereits in jungen Jahren graue Haare hatten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dies auch bei ihren Nachkommen der Fall ist.

Stress

Dass Stress und graue Haare zusammenhängen, vermutet man schon eine Weile. Chronischer Stress kann die Melanozytenstammzellen im Haarfollikel schädigen und das Ergrauen beschleunigen. Lange Zeit fehlte jedoch der wissenschaftliche Nachweis, obwohl Forschende die biochemischen und molekularen Veränderungen im Haarfollikel immer besser verstehen.

Der Grund: Solange sich Haare noch als Follikel in der Haut befinden, werden sie von Stresshormonen und zahlreichen anderen Prozessen beeinflusst, die sich in unserem Körper und Geist abspielen. Möglicherweise vermitteln sie über Veränderung bestimmter Proteine die entsprechenden Informationen an die Melanozyten in den Haarwurzeln.

Graue Haare durch Stress – Mythos oder Realität? | Ist beruflicher Stress der Grund für graue Haare?

Ernährung

Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen, wie Vitamin B12, Eisen, Kupfer und Zink, kann die Gesundheit der Haarfollikel beeinträchtigen. Diese Nährstoffe sind entscheidend für die Melaninproduktion und die Zellgesundheit.

Verzichte auf aggressive Reinigungsmittel, übermäßiges Föhnen und zu häufiges Haarefärben. Stress beschleunigt den Alterungsprozess und zehrt uns aus. Dies kann auch die Haare grau werden lassen. Vitamine und Mineralstoffe sind nicht nur lebenswichtig, sondern fördern auch gesunde Haut und schönes Haar.

Weitere Faktoren

  • Alter: Bei den meisten Menschen erscheinen graue Haare zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr.
  • Ethnische Zugehörigkeit: Studien haben gezeigt, dass die ethnische Zugehörigkeit den Beginn des Ergrauens beeinflussen kann. Menschen asiatischer oder afrikanischer Herkunft bekommen oft später graue Haare als Menschen europäischer Abstammung.
  • Rauchen: Aus einer Studie geht hervor, dass Rauchen tatsächlich das Risiko für graue Haare steigert. Rauchen ist ein Faktor für oxidativen Stress und kann dafür sorgen, dass die Haare schneller grau werden.
  • UV-Strahlung: Wenn die Haare lange UV-Strahlen ausgesetzt sind, kann das die Haarfollikel schädigen und oxidativen Stress verstärken.
  • Hormonelle Veränderungen
  • Schilddrüsen-Erkrankungen
  • Mineralstoff- oder Vitaminmangel (zum Beispiel Eisenmangel)
  • übermäßiger Alkohol- oder Nikotinkonsum

Was kann man gegen graue Haare tun?

Leider (noch) nicht viel. Das schrittweise Ergrauen der Haare wird von Menschen unterschiedlich wahrgenommen. Zumindest früh ergraute Haare werden vielfach immer noch als Anzeichen für vorzeitiges Altern und eine ungesunde Lebensweise wahrgenommen. Wer graue Haare hat und dazu steht, kann dafür sorgen, dass der Schopf gesund, glänzend und kräftig aussieht.

Graue Haare sind in der Regel kein medizinisches Problem, manche empfinden sie jedoch ästhetisch als störend. Es gibt kosmetische Behandlungen, um graue Haare zu überdecken, von Haarfärbemitteln bis hin zu Henna. Für diejenigen, die dauerhaftere Lösungen suchen, gibt es medizinische Behandlungen, die das Ergrauen verlangsamen oder möglicherweise teilweise rückgängig machen können.

Es gibt Frauen, die ihre graue Mähne mit Stolz tragen und denen sie super steht - auch wenn die meisten ein zwiegespaltenes Verhältnis zu ihren Silbersträhnen haben. Graues Haar lässt seine Trägerin oft älter wirken. Wer dazu das Selbstbewusstsein hat, dem kann man gratulieren. Es ist aber auch okay, sich damit unwohl zu fühlen.

Vorbeugende Maßnahmen

Zwar lassen sich die Zeichen der Zeit nicht gänzlich aufhalten, aber doch deutlich verlangsamen. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist, insbesondere an B-Vitaminen, Zink und Kupfer, kann die Gesundheit der Haare fördern. Neben der richtigen Pflege ist etwa ausreichend Schlaf ein Faktor, der bei der Haarpflege unterschätzt wird. Das Schlafhormon Melatonin scheint das Haarwachstum anzukurbeln. Achte darauf, viele Antioxidantien zu Dir zu nehmen, die freie Radikale bekämpfen und vor oxidativem Stress schützen. Dunkle Beeren und Nüsse sind reich an antioxidativen Wirkstoffen, die dabei helfen können, dass Deine Haare länger ihre natürliche Farbe behalten.

Weitere vorbeugende Maßnahmen:

  • Stress reduzieren
  • Nicht rauchen
  • Haare vor UV-Strahlung schützen
  • Aggressive Reinigungsmittel vermeiden
  • Nicht zu häufig Haare färben

Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, graue Haare zu behandeln:

  • Haarfärbung: Die gängigste Methode, um graue Haare zu kaschieren.
  • Tönung: Eine weniger dauerhafte Option als das Färben.
  • Renaturierung: Eine Methode, bei der die Haare ihre alte Farbe zurückbekommen sollen.
  • PRP-Behandlung: Eine Behandlung, die die Haarwurzeln stärken und die Haargesundheit verbessern kann. Eine PRP-Behandlung kann die Haarwurzeln stärken, wichtige Nährstoffe zuführen und so die Haargesundheit verbessern und möglicherweise das Ergrauen verlangsamen.

Hausmittel

Mit Hausmitteln lassen sich graue Haare zwar nicht rückgängig machen, aber vielleicht ein wenig kaschieren. Koche etwa 2 Beutel schwarzen Tee auf, gib etwas Salz hinein und lass ihn abkühlen. Nutze hierfür Schwarzen Tee und eine Prise Salz. Danach trägst Du den Tee auf das gewaschene, noch feuchte Haar auf und lässt ihn eine Stunde einwirken. Anschließend einfach gründlich ausspülen und wie gewohnt trocknen.

Pflege von grauem Haar

Da graues Haar oft trockener, rauer und fast borstig ist, ist es wichtig, Feuchtigkeit zuzuführen. Verwende Produkte, die das Haar nicht beschweren. Lass dein graues Haar in seinem natürlichen Zustand glänzen. Zu viel Styling kann das Haar unnötig strapazieren.

Weitere Tipps zur Pflege von grauem Haar:

  • Verwende Shampoos und Conditioner für trockenes Haar.
  • Verwende regelmäßig Haarkuren und Haaröle.
  • Verwende Silbershampoos, um einen Gelbstich zu vermeiden.
  • Schütze das Haar vor Hitze.

Abschließend ist es wichtig zu wissen, dass dein graues/weißes Haar genauso schön und vielseitig sein kann wie jede andere Haarfarbe. Es geht wohl vielen von uns so: Entdeckt man im Spiegel das erste graue Haar, zuckt man schon ein bisschen zusammen. Mit der richtigen Pflege, einem passenden Haarschnitt, Styling und einem verständnisvollen Umgang mit den besonderen Eigenschaften von grauem/weißen Haaren sind sie ein wahrer Hingucker.

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