Früher dienten Haare besonders zum Schutz vor Kälte, heute sind sie eher ein wichtiges Zeichen für Attraktivität. Bei Frauen und Männern werden sie gleichermaßen mit Schönheit verbunden. Doch was steckt hinter dem Ergrauen der Haare, und wie können Männer damit umgehen?
Unsere Haare wachsen aus Haarwurzeln, in denen sich Zellen befinden, die für die Farbe unserer Haare verantwortlich sind. Im Fachjargon heißen diese Zellen Melanozyten, die Farbpigmente Melanin produzieren. Um den Haarfarbstoff Melanin produzieren zu können, braucht der Körper die Aminosäure Tyrosin. Ist davon nicht ausreichend vorhanden, wird in der Zelle kein Melanin mehr gebildet.
Fehlt das Melanin, wächst das Haar farblos beziehungsweise weiß nach. Graue Haare sind also in der Regel eine optische Täuschung: Durch die Kombination von weißen, farblosen und noch pigmentierten, dunklen Haaren wirken die Haare insgesamt grau. Mit dem Alter produzieren wir immer weniger Melanin, sodass unsere Haare ganz natürlich ergrauen.
Die Melanin-Produktion in den Haarwurzeln verlangsamt sich, bis der Körper sie irgendwann ganz einstellt. Wann es so weit ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Genen, Ernährung, Lebensstil etwa. Wann die ersten weißen Haare hervorblitzen, ist daher bei jedem anders. Bei Mitteleuropäern beginnt das in der Regel mit Mitte 30, bei Afrikanern und Asiaten deutlich später.
Es gibt durchaus Unterschiede im Tempo, in dem Männer grau werden. Dies hat seltsamerweise auch mit der Geografie oder Herkunft zu tun. So werden weiße Männer am schnellsten grau. Das kann schon ab deinem 30sten passieren, oder manchmal noch früher. Männer aus Asien sind bis ins höhere Alter mit dunklem/schwarzem Haar gesegnet. Ab ihrem 40sten haben sie erst die Chance auf Grautöne im Haar. Herren afrikanischer Herkunft müssen Geduld haben, bevor das graue Haar seinen Einzug hält.
Der häufigste Grund, der grauen Haaren zugrunde liegt, ist die genetische Bestimmung. Es ist tatsächlich in deinem DNA beschlossen, dass du in einem bestimmten Alter graue Haare bekommst.
Wenn Haare in jungen Jahren ergrauen, dann können Ursachen wie zum Beispiel eine posttraumatische Belastungsstörung, viel Stress oder ein Mineralstoffmangel aufgrund unausgewogener Ernährung eine Pigmentstörung in den Haaren verursachen. Ebenso kann eine Übersäuerung des Körpers eine Ursache sein und ein Ergrauen in jungen Jahren auslösen.
Denn durch die Übersäuerung kann Wasserstoffperoxid, der durch den normalen menschlichen Stoffwechsel in geringen Mengen im Körper und im Haar entsteht, nur sehr schlecht oder gar nicht mehr abgebaut werden. Wasserstoffperoxid ist unter anderem als Bleichmittel bekannt.
Weitere Faktoren, die das Ergrauen beeinflussen können:
Hier ist eine Tabelle, die die durchschnittlichen Zeitpunkte des Beginns grauer Haare nach ethnischer Zugehörigkeit zeigt:
| Ethnische Zugehörigkeit | Durchschnittlicher Beginn |
|---|---|
| Mitteleuropäer | Mitte 30 |
| Afrikaner | Deutlich später |
| Asiaten | Deutlich später |
Welches Mittel das richtige ist, hängt vom Stadium des Ergrauens ab. Sind es nur ein paar Härchen oder ist schon der ganze Kopf weiß?
In deinem ansonsten kräftigen Haar sprießen ein paar graue Strähnchen? Prüfe, ob und was sich bei dir verändert hat, und stelle es, wenn möglich, ab - vielleicht wachsen dann wieder dunkle Haare nach. Anti-Grau-Shampoos versprechen, dass sich bei regelmäßigem Gebrauch Farbpigmente gezielt in den für die weiße Farbe verantwortlichen Leerräumen anlagern können, um die dort fehlenden Farbpigmente zu ersetzen.
Die Vorstufe zum vollständigen Ergrauen siehst du zuerst an Schläfen und Bart, wo die Haare eine kürzere Lebensdauer haben. In diesem Stadium ist die Produktion des Farbpigmentes Melanin bereits gedrosselt. Tipp: Möchtest du das Ergrauen tarnen, hilft ein Produkt zur Repigmentierung, das du alle 6 bis 8 Wochen in das Haar massierst. Dabei wird tief in die Haarwurzeln eine Vorstufe der Farbpigmente eingeführt, wo sich diese dann entwickeln.
Du bist bereits komplett grau? Dann fehlt dir die Möglichkeit, Melanin zu bilden. Nachwachsende Haare sind weiß beziehungsweise farblos. Verstärkend kommt hinzu, dass du keine dunkleren Haare mehr hast, die den Effekt optisch abschwächen. Du hast jetzt 2 Möglichkeiten: 1.: Die grauen Haare tönen oder färben. Oder aber 2.: Das graue Haar einfach mit Stolz tragen und dafür sorgen, dass es gepflegt aussieht.
Friseure:innen können Männern helfen, ganz gleich, in welchem Stadium des Ergrauens sie sich befinden. Aber Vorsicht: Gefärbte Haare sehen schnell unnatürlich aus - vor allem, wenn sie am Tag vorher noch komplett grau waren. Eine gute Alternative ist es ergraute Stellen mit Kammsträhnen im Naturton zu kaschieren. Dabei kämmt der Friseur die Haarfarbe gezielt in weißen Haarpartien, lässt aber ein paar Härchen aus, damit die Farbe am Ende nicht helmartig wirkt.
Graue Haare sollte man lieber tönen, anstatt sie zu färben. Am besten du lässt dich vom/von der Friseur:in bei der Farbwahl beraten. Zu dunkle Haare lassen Männer älter erscheinen, als sie sind. Deshalb immer lieber einen Ton zu hell als zu dunkel wählen. Auch fallen verbliebene und nachwachsende graue Haare dadurch weniger auf. Da die Farbe nach und nach bei jeder Haarwäsche schwächer wird. Nachfärben solltest du am besten immer dann, wenn du ohnehin zum Haareschneiden gehst.
Übrigens kann man auch graue Bärte tönen. Leichte Transparenz erhöht die Natürlichkeit.
Wenn du sehr zufrieden mit deinen natürlichen grauen Locken bist, möchtest du diese natürlich so gut wie möglich pflegen. So gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Farbe davon auf dem richtigen Niveau zu halten. Indem du zum Beispiel ein Silbershampoo zu verwenden, die den gelben Schimmer fernhält. Das ist nämlich ein Merkmal von grauem Haar.
Weiße Haare sind empfindlicher als dunkle. So können sie sich gegen UV-Licht mangels Melanin nicht gut schützen. Chlor, Nikotin oder Autoabgase lagern sich in ihnen sichtbarer an. Folge: Das Haar bekommt einen Gelbstich. Dagegen hilft ein Silbershampoo. Es enthält violettfarbene Pigmente. Im Farbkreis steht Lila gegenüber von Gelb. Heißt: Nach dem Komplementärfarbenprinzip neutralisieren sich die beiden Töne. Das Ergebnis sind silbrig-graue Haare.
Der Einsatz eines richtigen Conditioner mit raffinierten Ölen kann dem grauen Haar Topnahrung geben, sodass es gesund, glänzend und dauerhaft stilvoll grau aussieht.
Neben Farbe kannst du auch Farbe Pomade, Gel, Mousse oder Creme in die Haare einmassieren, um die grauen Haare auf eine gute Weise zu kaschieren.
Wenn die Vergrauung des Haares dich überkommt, kann es natürlich erschreckend sein. Die Zeichen des Alterns werden plötzlich sichtbar. Es könnte auch mehr Rollen generieren.
Findest du, dass graue Locken dein Image positiv verstärken und du möchtest es dauerhaft stärken, kannst du dies auf verantwortungsvolle Weise weiter gestalten. So gibt es natürlich verschiedene Haarspülungen, die dein graues Haar auf natürliche Weise nachfärben. Grau Haar färben machst du zum Beispiel mit American Crew Precision Blend, eine feine Farbe, um grau Haar mit einer semipermanenten Färbung zu versehen. Frei von Ammoniak & Parabenen und mit 87% natürlichen Inhaltsstoffen!
Star-Friseur Tobias Tröndle aus Frankfurt findet, dass graue Haare Männer interessanter machen. Tendenziell rät er bei grauen Haaren zu kurzen, präzisen Haarschnitten à la George Clooney, David Beckham oder Ben Affleck. Längere Haare wirken oft trocken, spröde und lassen sich nur schlecht stylen. Sie benötigen intensive Pflege und viel Feuchtigkeit.
Es klingt vielleicht seltsam, aber Grautöne sind im Allgemeinen nicht nur in Bezug auf das Aussehen beliebt, sondern zum Beispiel auch in einem Interieur schick und zeitlos. Man sieht auch immer mehr Prominente, die die Vergrauung ihrer Haare umarmen.
Mach graue Haare zu deinem Vorzug statt zum Makel. Ich beobachte, dass die heutigen Männer selbstbewusst sind und kein Problem damit haben, graue Haare zu bekommen. Grau Haar. Eine Quelle des Ärgernisses oder es kann dir gerade ein vornehmes Aussehen verleihen.
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