Chemische Haarfärbemittel können unsere Haare auf Dauer schädigen. Zum Glück gibt es schonende und natürliche Alternativen, um graue Haare abzudecken oder die eigene Haarfarbe aufzufrischen. Natürliche Kosmetik liegt seit Jahren im Trend, und auch beim Haarefärben können Sie von den Vorteilen der Natur profitieren.
Vor allem bei empfindlichen Haaren lohnt es sich, beim Haarefärben auf Chemie zu verzichten. Denn die chemischen Mittel können Haarausfall fördern.
Chemische Färbemittel machen unsere Haare auf Dauer kaputt.
Wer braune Haare trägt und seine Farbe etwas aufpeppen möchte, sollte ein paar Walnüsse knacken. Die getrockneten Schalen der Nuss einfach in einer Kaffeemühle mahlen. Anschließend mit kochendem Wasser übergießen und umrühren, bis ein sämiger Brei entsteht. Dazu einen Esslöffel Olivenöl sowie einen Teelöffel Zitronensaft geben und ins feuchte Haar einmassieren.
Es gibt verschiedene natürliche Mittel, um graue Haare auf schonende Weise zu kaschieren oder zu färben. Hier sind einige beliebte Optionen:
Schon Frauen im alten Rom benutzten Holunderblütensaft, um ihre Haare zu färben. Dabei werden die Früchte der Pflanze als natürliches Haarfärbemittel verwendet. Holunder wächst nahezu überall.
Bevor es losgeht, solltest du deine Arbeitsfläche mit Zeitungspapier auslegen. Es ist außerdem ratsam, während der Zubereitung Handschuhe und ein altes T-Shirt zu tragen, denn mögliche Flecken lassen sich oft nicht so leicht entfernen.
Für die Holundermaske benötigst du 300 bis 500 Gramm Holunder und ein Eigelb. Die Holunderbeeren vom Stiel trennen und anschließend in einem Dampfkochtopf (alternativ in einem Sieb über Wasserdampf) kochen. Danach die Früchte zerstampfen, das Eigelb hinzugeben und alles vermengen. Die entstandene Maske in das feuchte Haar einmassieren und für etwa ein bis zwei Stunden lufttrocknen lassen.
Tipp: Am besten probierst du die Mischung zunächst an einer Haarsträhne aus, um die Intensität zu testen.
Um braunem Haar mehr Glanz und Vitalität zu verleihen, empfiehlt sich außerdem Kaffeesatz. Einfach im Haar verteilen und zehn Minuten einwirken lassen.
Das ideale Hausmittel, um Haare natürlich aufzuhellen, sind Kamillenblüten. Fünf Esslöffel mit einem Eigelb vermengen und mit einem Viertelliter Wasser aufkochen. Dazu den Saft einer Zitrone geben und das Gemisch durch ein Sieb in ein Gefäß gießen. Die Kamille hellt nicht nur schonend auf, sondern macht das Haar durch das enthaltene Lecithin weich und geschmeidig.
Erste graue Haare entdeckt? Viele haben ihn im Garten stehen - aber nur wenige wissen, dass Salbei auch graue Haare verstecken kann: vor allem für Menschen mit dunklem Haar ein Tipp. Einfach vier Esslöffel frische Salbeiblätter (alternativ 2 EL getrocknet) sowie einen Beutel Schwarztee mit 100 ml Wasser aufbrühen. Nach einer halben Stunde den Teebeutel und die Blätter entfernen und die Flüssigkeit im Haar verteilen. Anschließend etwa 30 Minuten einwirken lassen und ausspülen.
Und dann gibt es natürlich noch Pflanzenfarben, die das Haar ohne Chemie, dafür etwa mit Henna färben. Pflanzenhaarfarbe zur Grauabdeckung bietet gegenüber chemischen Produkten einige Vorteile. Pflanzenfarben für graue Haare gibt es in vielen verschiedenen Farbtönen. Wer sich nicht nur kräftige und naturreine Farben wünscht, sondern auch die Gesundheit der Haarstruktur unterstützen möchte, wird die Vorzüge von Pflanzenhaarfarben bei grauen Haaren schätzen.
Naturhaarfarben für graue Haare - die Vorteile
Der größte Vorteil von Pflanzenhaarfarben für graue Haare liegt darin, dass die Naturfarben keine chemischen Komponenten enthalten, die Haar oder Kopfhaut schädigen können. Durch die Ummantelung des Haares mit den natürlichen Farbpigmenten erhält das Haar einen zusätzlichen Schutz gegen Umwelteinflüsse.
Welche Unterschiede gibt es bei den Pflanzenhaarfarben für graue Haare?
Pflanzenhaarfarben für graue Haare können dem Haar neue Fülle und Griffigkeit verleihen. Jedoch existieren auch bei den Pflanzenhaarfarben Qualitätsunterschiede. Um die beste Pflanzenhaarfarbe für graue Haare zu finden, sollte vor allem auf die Naturreinheit der Farben geachtet werden. Die Oliebe Naturhaarfarben enthalten zum Beispiel ausschließlich Rohstoffe wie Henna, Kurkuma, Kaffee, Rote Beete und weitere pflanzliche Rohstoffe.
Pflanzenfarben, die mit synthetischen Komponenten versetzt sind, können schädliche Wirkungen auf den Körper haben. Ähnlich wie die chemischen Colorationen können sie bei empfindlichen Personen zu allergischen Reaktionen führen sowie Haar und Kopfhaut schädigen. Einige Komponenten, die in Pflanzenfarben mit geringer Reinheitsstufe gefunden wurden, gelten zudem als mutagen oder krebserzeugend. Durch das sogenannte Greenwashing mancher Unternehmen ist es nicht immer leicht, reine Naturhaarfarben für graue Haare gleich zu erkennen.
Wer unsicher ist, ob es sich bei der Pflanzenfarbe für graue Haare tatsächlich um rein natürliche Farbpigmente handelt, sollte sich die Liste mit den Inhaltsstoffen genau ansehen und sich nicht allein auf Verpackung und Marketing-Formulierungen verlassen.
Graue Haare mit Pflanzenfarbe zu färben kann etwas länger dauern als das Färben mit chemischen Mitteln. Sind die Haare noch nicht vollständig ergraut, kommt es vor, dass die grauen Partien intensiver behandelt werden müssen, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Mit Pflanzenhaarfarben lassen sich erste graue Strähnen gut abdecken. Der natürliche Farbton und Glanz der übrigen Haare bleibt erhalten oder wird noch verstärkt. Durch die Ummantelung der grauen Haare entstehen schöne natürliche Reflexe im gesamten Haar. Ein besonderer Vorteil der rein natürlichen Haarfarben sind die weichen Übergänge: Der Haaransatz sticht nicht mehr so deutlich hervor.
Um eine optimale Farbannahme zu erreichen, sollte das Haar unbehandelt sein. Günstig ist es, schon einige Wochen vor der Färbung auf silikonhaltige Mittel zu verzichten. Auch bei den Naturhaarfarben zur Grauabdeckung sind vielfältige Farbnuancen wählbar. Gerade bei bereits vollständig ergrautem Haar lässt sich die Wunschhaarfarbe leicht herstellen. Für Blondtöne sind in der Regel nur kurze Einwirkzeiten nötig. Die Nuancen variieren von Goldblond über Aschtöne bis hin zu rötlich-blonden Reflexen. Für ein sattes Dunkelblond oder für kräftige Brauntöne sind teilweise zwei Färbungen nötig, je nachdem wie intensiv der Farbton ausfallen soll. Schwarz wird nach einer Vorpigmentierung mit einem Braunton angewendet.
Während bei einem dunklen Naturton mit einer reinen Pflanzenfarbe keine großen Typveränderungen geschaffen werden können - eine deutliche Aufhellung ist beispielsweise nicht möglich - lassen sich graue Haare optimal mit Naturhaarfarben behandeln und färben. Zusätzlich wirken die Pflanzenhaarfarben zur Grauabdeckung schützend. Die natürlichen Farbpigmente legen sich um den Haarschaft, stärken sprödes und brüchiges Haar und wirken wie eine dauerhafte Pflegekur.
Es gibt zwar heute ein großes Angebot an „natürlichen“ Pflanzenhaarfarben. Die Erfahrungen damit zeigen allerdings, dass sie ergrauendes Haar nur bedingt abdecken. Zudem müssen sie teilweise mehrfach angewendet werden, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen.
Für das Färben mit Henna gilt: Der natürliche Farbstoff Lawson, der in Henna enthalten ist, wurde vom wissenschaftlichen Ausschuss der EU als erbgutschädigend eingestuft. Entwarnung gab es dagegen vom Bundesinstitut für Risikobewertung, nachdem sich diese Annahme nach Tierversuchen nicht bestätigte.
Allgemeiner Tipp: "Bei all diesen natürlichen Färbemitteln gehört auch immer ein wenig Experimentierfreude dazu. Denn die selbst hergestellte Natur-Kosmetik wirkt natürlich bei jedem Haartyp und jeder Haarfarbe anders. Eine lange Haltbarkeit ist ebenfalls nicht garantiert."
Beachten Sie bei der Farbauswahl, dass Ihre grauen Haare die Farbe etwas stärker annehmen als die noch pigmentierten Haare. Es ist deshalb besser, tendenziell eine etwas hellere Nuance als Ihren Naturton auszuwählen. Es ist von Vorteil, wenn die Coloration, also die chemische Haarfarbe, nicht mehr als zwei Nuancen von Ihrer Naturhaarfarbe abweicht.
Graue Haare blond färben
Kann man graue Haare blond färben? Wer seine grauen Haare blond färben oder tönen möchte, begibt sich am besten in Profihände. Ein schönes Blond bei grauen Haaren zu erzielen, ist nicht einfach. Schnell kommt statt des hübschen Blonds ein bläulicher oder türkiser Farbstich heraus. Egal ob Sie Ihre grauen Haare aschblond oder platinblond färben möchten - Ihr Friseur weiß am besten, welche Farbmischung bei Ihnen den gewünschten Blondton ergibt.
Graue Haare rot färben
Auch den Farbsprung von Grau zu Rot schaffen normalerweise nur die Profis. Das gilt insbesondere dann, wenn Ihre Naturhaarfarbe dunkel ist. In diesem Fall müssen die Haare zunächst blondiert werden. Erst im nächsten Schritt färbt Ihr Friseur die Haare rot. Größere Chancen, zu Hause ein gutes Ergebnis zu erzielen, haben blonde Menschen. Wählen Sie jedoch ein Produkt, das eine optimale Grauabdeckung verspricht.
Graue Haare weiß färben
Genau genommen werden unsere Haare mit dem Alter nicht grau, sondern weiß. Da einige Haare noch Restpigmente der Naturhaarfarbe enthalten, wirken sie grau. Insofern ist ein Wechsel von vollständig ergrautem zu weißem Haar etwas einfacher. Beim Färben werden die restlichen Naturpigmente entfernt und die Haare intensiv aufgehellt. Die größte Herausforderung bei diesem Farbwechsel ist es, einen Gelbstich zu vermeiden. Die meisten Färbesets für zu Hause enthalten einen sogenannten Anti-Gelbstich-Balsam. Das beste Ergebnis erzielt wie immer der Friseur.
Graue Haare tönen oder färben: Was ist sinnvoller?
Wer graue Haare kaschieren möchte, fragt sich meist, ob Tönen oder Färben sinnvoller ist. Eine Tönung für graue Haare enthält Farbstoffe, die sich an die äußere Schuppenschicht der Haare anlagern beziehungsweise so klein sind, dass sie in das Haar eindringen und ihm so Farbe geben. Graue Haare lassen sich damit allerdings oft nicht vollständig abdecken.
Besser geeignet, um graue Haare zu färben, ist chemische Haarfarbe. Doch diese belastet die Haarstruktur. Der Grund: Damit sich die Farbpigmente einlagern, muss das Haar zunächst einmal zum Aufquellen gebracht werden. Zudem greift das in den Mitteln oft enthaltene Wasserstoffperoxid die Haarsubstanz an.
Mit dem Verlust der Melaninpigmente und dem Ersatz durch Luftbläschen verändert sich auch die Haarstruktur. Die grauen Haare sind etwas dicker als die pigmentierten Haare. Sie können aber trockener sein und durch die veränderte Haarstruktur an Glanz verlieren. Graue Haare sind rauer, lassen sich oft schwerer in Form bringen und benötigen daher ein zusätzliches Maß an Pflege. Sanfte und natürliche Pflegeprodukte sind am besten geeignet.
Durch den Melaninverlust sind die ergrauten Haare anfälliger für Umwelteinflüsse. Der UV-Schutz ist mit der Pigmentierung verloren gegangen. Sonneneinstrahlung oder Hitzeeinwirkung beanspruchen graue Haare stärker als pigmentiertes Haar. Die Keratinschicht kann stark geschädigt werden, wodurch das ergraute Haar spröde, zerbrechlich oder schlecht kämmbar wird. Graues Haar benötigt eine intensive Feuchtigkeitspflege, die auch die Kopfhaut miteinbezieht.
Um die Elastizität des Haares zu erhalten, sind regelmäßige, nährende Haarkuren ideal. Auch die Anwendung natürlicher Öle, die ins Haar und in die Kopfhaut einmassiert werden, wirken regenerierend und pflegend. Zusätzlich helfen Bürstenanwendungen mit einer Wildschweinborstenbürste.
Inzwischen gibt es noch eine weitere Möglichkeit, graue Haare ohne Färben zu kaschieren: die sogenannte Repigmentierung. Bei ihr geht es Schritt für Schritt zurück zur Naturhaarfarbe. Eine Creme bildet mithilfe von Sauerstoff Farbpigmente im Haar. Die Effekte sind ähnlich wie bei einer Coloration. Jedoch werden vor allem natürliche Farbstoffe verwendet. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, die Farbintensität selbst zu bestimmen.
Es gibt bei der Repigmentierung jedoch auch Einschränkungen: Derzeit ist sie nur bei Menschen mit dunklen Haaren möglich. Auch darf das Haar vorher nicht gefärbt sein. Der gewollte natürliche Farbton kommt außerdem nicht immer zustande, manchmal gibt es einen Stich ins Violette.
Hinweise darauf, dass graue Haare wieder Farbe annehmen, finden sich in der wissenschaftlichen Literatur schon seit Jahrzehnten als isolierte Fallstudien. Es gibt Menschen, bei denen einzelne Haare in der Nähe der Enden hell und in der Nähe der Wurzeln dunkel sind. Warum das so ist, wird noch erforscht. Aktuelle Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich der Ergrauungsprozess möglicherweise durch Stressreduktion umkehren lässt. Diese Studien sind jedoch nicht repräsentativ.
Dass Haare an Farbe verlieren, liegt an den farbgebenden Zellen in den Haarwurzeln, den Melanozyten. Mit steigendem Lebensalter arbeiten diese unregelmäßiger und langsamer - bis sie ganz aufhören, Melanin zu produzieren. Wie schnell sich die Haare grau verfärben, ist erblich bedingt. Im Alter von 50 Jahren ist aber bei den meisten Menschen jedes zweite Haar grau.
| Natürliches Färbemittel | Effekt |
|---|---|
| Holunderbeeren | Violett-Ton, Auffrischung dunkler Haare |
| Walnussschalen | Aufpeppen brauner Haare |
| Kaffeesatz | Mehr Glanz und Vitalität für braunes Haar |
| Kamillenblüten | Natürliche Aufhellung |
| Salbei | Verstecken grauer Haare (vor allem bei dunklem Haar) |
Übrigens: Dein graues Haar musst du gar nicht zwingend färben. Steh einfach dazu, das steht dir garantiert gut!
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