Warum wird mein Glätteisen nicht mehr heiß? Ursachen und Lösungen

Sie wünschen sich traumhaft schöne Locken oder einen streng geglätteten Look? Ein Glätteisen ist ein vielseitiges Werkzeug für die tägliche Beauty-Routine. Doch was tun, wenn das Glätteisen plötzlich nicht mehr richtig heiß wird? Hier erfahren Sie mehr über die möglichen Ursachen und wie Sie das Problem beheben können.

Mögliche Ursachen, warum Ihr Glätteisen nicht mehr heiß wird

Manchmal können wir tun und lassen, was wir wollen - unsere Haare sind trotzdem spröde und brechen an den Spitzen ab. Grund dafür kann ein Glätteisen-Fehler sein, den die meisten von uns machen und gar nicht auf dem Schirm haben. Dabei geht es nicht um die Haare an sich, sondern um das Tool: Das sollte nämlich zwischendurch auch mal gereinigt werden.

1. Produktreste auf den Heizplatten

Spulen wir noch mal zum Hitzeschutz zurück: Das viele Zeug, das wir uns in die Haare sprühen - ob zum Stylen oder Schützen - kommt natürlich auch mit unserem Glätteisen in Berührung. Mehr als das: Es kann an den Platten hängen bleiben und sich dort ansammeln.

Bleiben Produktreste am Glätteisen hängen, können sie dessen Funktion einschränken. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass wir mit dem Hitzetool besonders oft über unsere Strähnen fahren und die dadurch mehr strapazieren, als wir mit einem sauberen, funktionierenden Glätteisen tun würden.

2. Abgenutzte oder zerkratzte Heizplatten

Das vielleicht offensichtlichste Merkmal, dass du dringend ein neues Glätteisen benötigst, ist, wenn die Heizplatten bereits stark abgenutzt und zerkratzt sind. Die Beschichtung beim Glätteisen ist extrem wichtig, denn sie verhindert, dass unsere Haare der Hitze vollkommen und direkt ausgesetzt sind.

Die verheerenden Konsequenzen, wenn du deine Mähne trotz zerkratzten Platten munter weiter glättest: Die natürlichen Öle deiner Haare werden vernichtet, den Strähnen fehlt es an Flexibilität und Feuchtigkeit. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass deine Haare brüchiger und trockener werden, häufiger abbrechen und durch die enorme Hitze auch schneller verbrennen.

Tipp: Je nachdem, was du für ein Glätteisen verwendest, kannst du einzelne Heizplatten kaufen und selbst austauschen. Das ist oft um einiges preiswerter als ein komplett neues Gerät.

3. Defekte Hitzekontrollleuchte

Wirf als Nächstes einen Blick auf die Hitzekontrollleuchte deines Glätteisens. Schaltet sich das Licht während des Stylingvorgangs immer wieder ein und aus, so ist das leider ein verräterisches Zeichen dafür, dass dein Glätteisen aufgehört hat, die Wärme konstant zu halten.

Ob das wirklich der Fall ist, kannst du ganz easy überprüfen: Gehst du mit dem Glätteisen immer wieder über ein und dieselbe Strähne, ohne wirklich ein Ergebnis zu sehen, dann heizt das Gerät nicht mehr ausreichend. Es muss wohl oder übel ein Ersatz her. Denn eine DIY-Reparatur ist hier nicht so leicht möglich wie bei kaputten Heizplatten.

Laut Expert:innen hält ein gutes Glätteisen übrigens in der Regel zwei bis drei Jahre. Tauscht man zwischendurch die Platten aus, so kann man die Lebensdauer locker um ein zusätzliches Jahr verlängern. Doch auch eine regelmäßige Reinigung sorgt dafür, dass du länger etwas von deinem Glätteisen hast.

Wenn du deine Haare glättest, lagern sich nämlich Stylingprodukte wie Schaum oder Hitzeschutz sowie einzelne Haarsträhnen und Schuppen auf den Heizplatten ab. Das führt auf Dauer dazu, dass die Beschichtung aufraut und das Glätteisen nach einiger Zeit den Geist aufgibt. Außerdem wird das Stylingtool zu einer wahren Bakterienschleuder.

Wie reinige ich mein Glätteisen richtig?

Das Gute: Für die Reinigung brauchen wir weder viele Produkte noch viel Zeit. In der Regel reichen schon warmes Wasser und ein paar Baumwoll-Pads, bei einer Tiefenreinigung wird das Wasser einfach mit Isopropyl Alkohol ersetzt.

  1. Produktreste lassen sich besser entfernen, wenn die Platten erwärmt sind. Dafür das Glätteisen auf kleinster Stufe einschalten und erhitzen lassen.
  2. Danach das Glätteisen abschalten und den Stecker aus der Steckdose entfernen!
  3. Jetzt die Baumwoll-Pads in warmes Wasser tunken und vorsichtig über die Platten des Tools fahren. Achtung: Das Glätteisen ist noch heiß, nur das Pad sollte damit in Berührung kommen. Außerdem sollte nicht zu sehr über das Glätteisen gerubbelt werden, das könnte die Platten beschädigen.

Wer das Glätteisen ab und an benutzt, sollte es etwa einmal im Monat reinigen. Jene, die ihre Haare wirklich jeden Tag damit stylen, reinigen ihr Glätteisen am besten nach jeder Benutzung.

Tipps für die richtige Anwendung eines Glätteisens

Glättest du dir regelmäßig die Haare? Dann ist dir bestimmt auch schon der eine oder andere Fehler unterlaufen. Wir verraten dir, was viele beim Haare glätten falsch machen und worauf du unbedingt achten solltest.

7 Dinge, die jedes Mädchen beim Glätten immer falsch macht:

  1. Das falsche Glätteisen: Am besten wählst du ein Glätteisen, bei dem die Platten mit Keramik oder Teflon versiegelt sind. Billige Metallplatten schaden deinem Haar!
  2. Haare nach dem Waschen glätten: Du solltest deine Haare niemals direkt nach dem Waschen glätten. Nasse Haare dürfen sowieso nicht ins Glätteisen, da sie sonst direkt verbrennen, aber auch deine trockene Mähne sollte erst ein bisschen ruhen.
  3. Keinen Hitzeschutz: Hitzespray muss sein! Das wird vor dem Glätten leicht in die Haare gesprüht. Dieses Spray bildet einen Schutzfilm zwischen dem Haar und der Hitze des Eisens.
  4. Die falsche Technik: Stelle das Glätteisen nicht zu heiß ein, denn auch das schadet der Haarstruktur. 190 Grad reichen vollkommen aus. Außerdem solltest du das Glätteisen immer in Bewegung halten und nicht lange auf einer Stelle im Haar bleiben, sonst entstehen Knicke und das strapaziert die Haare.
  5. Täglich Haare glätten: Haare glätten ist auf Dauer nicht gesund. Zwei Mal pro Woche sollten reichen, denn sonst werden die Haare trocken und spröde.
  6. Zu wenig Pflege: Haare, die oft geglättet werden, brauchen mehr Pflege als normales Haar! Nutze einmal pro Woche eine gute Intensivkur und beobachte deine Haare.
  7. In Eile Haare glätten: Du bist in Eile, hast verschlafen oder einfach zu wenig Zeit eingeplant, dir die Haare zu glätten? Möchtest du vermeiden, dass deine Haare austrocknen und schlimmsten Fall abbrechen, solltest du das Haareglätten lieber sein lassen und dir einfach schnell einen Zopf machen.

Haare glätten mit Glätteisen: Hair Tutorial

Die richtige Temperaturwahl

Oftmals stellt sich die Frage, wie heiß man denn eigentlich das Glätteisen aufdrehen sollte. Damit das Glätteisen seine optimale Temperatur findet, muss es an deine Haare und dessen Struktur angepasst werden.

Nun, an dieser Stelle gilt es das eigene Haar zu analysieren und zu unterschieden, ob es nun eher dünner, mittelmäßig, oder gar dicker ist. Denn dementsprechend müssen wir auch die Temperatur Einstellungen vornehmen.

Haartyp Empfohlene Temperatur
Dickes, welliges und widerspenstiges Haar 170° - 220° Grad
Coloriertes und getöntes Haar 160° - 170° Grad
Chemische Haarglättung oder Haarverlängerung 140° - 170° Grad

Bitte niemals vergessen, dein Haar vor dem Glätten ordentlich mit Hitzeschutzmittel ein zu spüren und einwirken zu lassen. Hierbei beachten, dass du das komplette Haar begonnen vom Haaransatz, bis hin zu den Spitzen bearbeitest.

Hitzeschutz ist ein Muss

Selbst das Schnelltrocknen mit Föhn hat seinen Preis - insbesondere, wenn wir täglich zum beliebten Stylinghelfer greifen. Der Grund: Bei Hitze trocknen unsere Haare regelrecht aus. Die hohen Temperatur entzieht ihnen Feuchtigkeit, was die Haarstruktur porös macht. Die Haare verlieren ihren Glanz, werden brüchig und es kommt zu Spliss.

Sprays, Fluide und Cremes mit Hitzeschutz bilden einen Schutzfilm um die äußere Schicht der Haare, sodass die natürliche Feuchtigkeit der Haare enthalten bleibt. Viele Produkte enthalten zudem pflegende Stoffe und glätten die Oberfläche, was den Glanz der Haare verstärkt. Einige unterstützen noch dazu den Styling-Effekt - glätten oder verleihen Volumen, je nach gewünschtem Ergebnis.

Spätestens beim Haarewaschen löst sich auch der unsichtbare Schutzfilm von den Haaren. Immer dann, wenn‘s ans heiße Eisen oder an den Lockenstab geht, aber auch vor dem Föhnen.

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