Viele von uns wünschen sich ein Badezimmer, das einem 5-Sterne-Hotel ähnelt: sauber, gut beleuchtet, stilvoll und aufgeräumt. Die Realität sieht oft anders aus, da das Badezimmer stiefmütterlich behandelt wird und es an Ideen mangelt, wie man all die verschiedenen Utensilien am besten aufbewahrt.
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Zum Glück gibt es Profis wie Isabella Franke, die uns verraten, wie wir unser Badezimmer in eine Wohlfühl-Oase verwandeln und gleichzeitig zusätzlichen Stauraum schaffen können. Ihre Tricks sind nachhaltig und helfen, die neue Ordnung beizubehalten.
Zuerst muss alles aus Schränken und Schubladen entfernt werden, um zu sehen, was vorhanden ist und was entsorgt werden kann. Viele Kosmetikartikel haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum, das nach dem ersten Öffnen oder der ersten Benutzung beginnt. Das Symbol eines geöffneten Tiegels mit einer Monatsangabe gibt an, wie lange ein Produkt haltbar ist.
Wenn alles entsorgt ist, was nicht mehr haltbar oder funktionstüchtig ist, kann es ans Kategorisieren gehen. Denn erst, wenn man sieht, wie viele Produkte es von einer Kategorie gibt, lässt sich die geeignetste Art der Aufbewahrung bestimmen.
Für viele kleine Produkte eignen sich am besten einzelne Aufbewahrungsboxen, die sich individuell in die Schubladen integrieren lassen. Einheitliche Labels auf den Boxen sorgen zusätzlich für Ordnung im Bad. Außerdem helfen die Labels dabei, das neue Ordnungssystem auch langfristig beizubehalten.
Die einzelnen Boxen oder Kisten haben zudem den Vorteil, dass man sie komplett herausnehmen kann. Wer eine Option mit durchsichtigem Deckel wählt, schützt die Produkte zudem vorm Einstauben.
Größere Produkte und Hilfsmittel sind im Badezimmer am besten in dekorativen Kisten oder Körben aufgehoben. Wer es wohnlicher im Bad mag, wählt am besten Körbe aus Rattan oder welche, die mit Stoff bezogen sind. Wer es cleaner oder auch maskuliner mag, greift zu Kisten aus Plexiglas, dunklem Holz oder gebürstetem Metall.
Gerade in einem kleinen Badezimmer kann man bei der Aufbewahrung gut in die Höhe denken. Ein schmales Wand- oder Eckregal kann vielen einheitlichen Kisten Platz bieten ohne wuchtig zu wirken. Nach oben wandern hier die Dinge, die nicht täglich im Gebrauch sind - wie das Glätteisen oder der Lockenstab, die wir nur für besondere Anlässe benutzen.
Immer wieder ausmisten und gar nicht erst so viel anhäufen! Die Schränke sind oft gefüllt mit Sachen, die wir schon seit Jahren nicht mehr benutzt haben und sehr wahrscheinlich auch nie wieder benutzen werden. Ist einmal rigoros ausgemistet, merkt man schnell, dass man so viel Stauraum gar nicht braucht. Für den Rest reicht meist schon ein großer Waschbecken-Unterschrank.
Hilfreich ist es auch - sollte es nicht schon vorhanden sein - ein breites Ablagebrett über dem Waschbecken anzubringen. Denn hier brauchen wir die meisten Produkte direkt griffbereit. Ein Hängeschrank mit Spiegel über dem Waschbecken ist auch oft ein kleines Stauraum-Wunder. Er ist auch ein guter Aufbewahrungsort für Dinge, die wir täglich nutzen, aber nicht unbedingt offen auf der Ablage liegen lassen wollen.
Sie sind klein, sie kosten meist nicht viel und man verliert sie sehr schnell, weswegen wir ständig neue davon anschaffen. Richtig, die Rede ist natürlich von Haargummis. Es gibt sehr kleinteilige Schubladen Aufbewahrungssysteme, wo beinahe jedes Haargummi und jede Spange einen eigenen Platz hat.
Man kann für Haargummis & Co. auch wunderbar eine Schmuckkiste benutzen. Alternativ lassen sich Haargummis und Scrunchies auch über spezielle Haargummi-Halter drapieren. Die praktischen Röhren oder auch Scrunchie-Türme genannt, gibt es zum Beispiel aus Samt oder Acryl.
Für alle, die nicht in die Wände bohren dürfen oder wollen, bieten sich Handtuchhalter am Boden an. Platzsparender als ein Handtuchhalter am Boden sind meist Halterungen, die an der Wand befestigt werden. Besonders praktisch sind im Badezimmer natürlich Heizkörper, die zugleich als Handtuchhalterung fungieren können.
Den Bastlern und Kreativen sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt. Wer sein Handtuch besonders individuell an den Haken hängen möchte, kann zum Beispiel hübsche Kleiderbügel umgedreht dafür an der Wand befestigen. Oder man nutzt eine dekorative Leiter.
Die Optimierung der Aufbewahrung macht vor der Duschkabine nicht halt. Es gibt verschiedene Ablagen und Korbsysteme, die sich an der Duschkopfhalterung oder der Duschwand einhaken lassen. Sogenannte Dusch-Caddies sind eigene kleine Regalsysteme, die besonders viel Stauraum für Duschgel, Shampoo und Spülung bieten.
In Moskau wurden Garderobe, Regal und Schrank geschickt in ein Möbel gesteckt, in Japan Stauraum einfach ums Fenster gebaut und in den USA eine Küchenschublade für Schneebesen & Co. auf Maß gefertigt. Platz ist in der kleinsten Hütte - lassen Sie sich von Stauraum-Ideen weltweit inspirieren!
Im Zimmer eines 13-jährigen Teenies aus Moskau haben die Interior Designer von Int2architecture viele Stauraum-Möglichkeiten kurzerhand in einem Einbaumöbel verpackt. Die multifunktionale ‚Box‘ aus unbehandeltem Fichtefurnier bietet viel Stauraum und einen Platz zum Schlafen, Lesen und Entspannen.
Dass mit gut geplantem Stauraum sogar eine 18 Quadratmeter kleine Studentenbude groß rauskommen kann, zeigt dieses beliebte Beispiel von der französischen Interior Designerin Géraldine Laferté. Im Einbauschrank neben dem Hochbett kommt Geschirr, Kleidung und Co. unter. Bei Bedarf lässt sich ein Schreibtisch herunterklappen.
Oben Bett, unten Schrank und Schreibtisch. Dieses Kinderzimmer-Podest von Interior Designerin Susanna Cots ist ein echter Multitasker. Die vier Stufen zum Schlafplatz beherbergen Kleinkram - und hinter den Fronten des Podests verstecken sich nicht nur Kleider, sondern auch ein kleiner ausziehbarer Schreibtisch.
Weltweit beliebt ist auch diese Stauraum-Idee von Sicora Design/Build. In dieser Schublade mit eingebauten Steckdosen werden Elektrogeräte verstaut, die häufig im Gebrauch sind, wie Fön, Glätteisen und Co. Kabelsalat adé! Mit einer Kindersicherung versehen ist diese Stauraum-Variante auch mit Kindern vollkommen ungefährlich.
Elektro-Schublade aus Minneapolis von Sicora Design/Build
Aufbewahrungsmöglichkeiten für das Bad gibt es in verschiedenen Materialien, die jeweils ihre Vorteile haben:
Gerade in einer Mietwohnung bieten sich Saug-, Klemm- oder Klebesysteme an:
| Idee | Beschreibung | Vorteile |
|---|---|---|
| Schubladen-Organizer | Boxen mit Fächern in Schubladen | Übersichtlich, platzsparend, individuell anpassbar |
| Wandregal | Schmales Regal zur Wandmontage | Nutzt vertikalen Raum, leicht zugänglich |
| Hängesysteme | Halterungen für Tür, Schrank oder Wand | Flexibel, einfach zu installieren |
| Elektro-Schublade | Schublade mit eingebauten Steckdosen | Kabelmanagement, sicher, komfortabel |
| Körbe und Kisten | Dekorative Behälter aus Rattan, Holz oder Metall | Ästhetisch, vielseitig, für größere Gegenstände |
Mit diesen Ideen und Tipps können Sie Ihr Badezimmer in eine aufgeräumte und stilvolle Wohlfühl-Oase verwandeln. Nutzen Sie den vorhandenen Platz optimal und schaffen Sie Ordnung für ein entspanntes Ambiente!
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