Spannende Wochen mit dem Gillette ProGlide Power Flexball liegen hinter uns. Es ist höchste Zeit, ein Fazit zu ziehen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte des Gillette ProGlide Rasierers, von der Flexball-Technologie bis zur Hautschonung, und bietet Ihnen eine umfassende Entscheidungsgrundlage.
Der neuste Rasierer mit der Flexball-Technologie ist bei uns erst seit Mitte Januar erhältlich, wirklich neu ist dieser aber nicht. In den USA gibt es dieses Modell schon sehr lange. An den Klingen selbst hat sich diesmal wie gesagt nichts verändert. Die Neuerung ist der sogenannte Flexball. Dadurch neigt sich die Klinge bis zu 12 Grad nach links oder rechts bei der Rasur. Dadurch soll der stetige Kontakt zur Haut besser sichergestellt werden und dadurch soll die Rasur gründlicher werden.
Ich will Euch gar nicht lange auf die Folter spannen. Ja, der Flexball bringt zumindest bei mir wirklich was und es ist eine deutliche Verbesserung. Beim ersten Rasieren war ist ziemlich skeptisch. Irgendwie hatte ich mir die Flexibilität bzw. den Neigungswinkel größer vorgestellt. Die Klinge neigt sich an dem Flexball bis zu 12 Grad nach rechts und links. Bei Rasieren sieht man die Bewegung am Gesicht kaum. Ich hatte auch Befürchtungen, dass man sich durch die Flexibilität eher schneiden würde. Diese war aber unbegründet und ich hatte diesbezüglich keine Probleme. Besonders am Hals und am Kinn ist die Rasur bei ersten Durchgang nun einfach gründlicher. Das spart bei mir auch Zeit.
Auch mit dem alten Modell ohne flexiblen Kopf war die Rasur sauber, aber man musste gewisse Stellen im Gesicht einfach von allen Seiten bearbeiten. Dies ist nun deutlich weniger der Fall. Ich habe einen recht starken Bartwuchs und muss auch mit dem Flexball die ein oder andere Stelle noch mehrfach rasieren, aber eben deutlich weniger.
Die Gillette Fusion Rasierklingen mit dem Zusatz ProGlide im Namen sind die neuesten, innovativsten und auch teuersten Systemklingen auf dem Markt. Hier hat Gillette jahrelange Forschungs- und Entwicklungsarbeit einfließen lassen und eine Menge Detailverbesserungen im Vergleich zu den Vorgängern Mach3 und Fusion (ohne ProGlide) vorgenommen. Im Klingenkopf des ProGlide hat Gillette 5 parallele Klingen untergebracht, die für eine mühelose Rasur sorgen sollen. Vor den Klingen sind die von allen Fusion Modellen bekannten Mikrolamellen angebracht, welche die Haut dehnen und die Haare so aufrichten sollen.
Am anderen Ende des Klingenkopfes liegt der blaue Lubrastrip. Der wurde im Vergleich zum Fusion weiter verbessert sorgt mit wasserlöslichen Gleitstoffen für eine erhöhte Gleitfähigkeit auf der Haut. Die Farbe des Lubrastrips dient dabei übrigens auch als Indikator für die Lebensdauer der Klinge. Wenn der Streifen verblasst ist und die blaue Farbe fast vollständig verloren hat, ist es in der Regel Zeit für einen Austausch. Das ist eine gute Orientierungshilfe, aber nicht mehr. Im Test hatten wir Klingen, die bereits völlig verblasst waren, aber ihren Dienst trotzdem noch mehr als zufriedenstellend verrichtet haben.
Wie lange kann man sich mit einer Klinge rasieren? Hier kann ich auch nur für die Fusion ProGlide-Klingen und mich sprechen. Ich bestelle meist gleich den großen Pack mit 12 Klingen. Darauf findet man die Angabe von „bis zu 9 Monaten“. Diese schaffe ich definitiv nicht. Ich würde mal realistisch von 6 Monaten vielleicht etwas mehr ausgehen. Mein Bartwuchs ist wie gesagt aber auch etwas stärker und es gibt Tage an denen ich mich auch abends noch mal rasiere.
Ich rasiere mich auch jeden Tag mindestens ein Mal, da gibt es nur extrem selten mal Ausnahmen. Hat man nun einen etwas schwächeren Bartwuchs oder setzt auch mal zwischendurch aus, dann können die 9 Monate aber vielleicht hinkommen. Ich habe den neuen Gillette Fusion ProGlide Flexball natürlich direkt mit der frischen Klinge (eine mitgeliefert) genutzt. Jetzt rund zwei Wochen später wird es für mich langsam Zeit die Klinge zu wechseln. Auch der so genannte Lubrastrip (blauer Streifen oben an der Klinge) ist nun ausgefärbt und signalisiert auch einen empfohlenen Wechsel der Klinge. Natürlich könnte man jetzt noch weiter damit rasieren, aber das Ergebnis wäre nicht so gut und auch die Haut reagiert dann zumindest bei mir empfindlich.
Wichtig ist, dass man die Klingen nach jeder Rasur gut von der Rückseite unter fließendem Wasser (ruhig kräftig) durchspült. Die Klingen liegen sehr nah aneinander und wenn es sich dazwischen verstopft sind die Klingen unbrauchbar.
Im Test zeigt sich, dass der Fusion ProGlide hält was die üppige Ausstattung verspricht. Gerade zu Beginn gleiten die Rasierklingen wirklich unglaublich leicht über die Gesichtshaut. Wir konnten keinerlei Ziepen oder Kratzen und damit auch keine Hautirritationen feststellen. Auch der Trimmer funktioniert einwandfrei. Im Vergleich zum Mach3 und auch zum Fusion hat Gillette hier in Sachen Rasur und Hautschonung definitiv noch einmal zugelegt.
Ich persönlich bin was die Haut angeht ziemlich empfindlich, aber ich konnte bei einem Vorgänger mal mit und ohne „Power“ testen und habe ehrlich gesagt für mich keinen Unterschied festgestellt. Die Klingen für die Power-Varianten sind noch mal teurer und man muss natürlich auch die Batterie von Zeit zu Zeit wechseln. Daher habe ich mich auch bei der neusten Generation wieder für das Modell ohne „Power“ entschieden.
Geht man nun von den offiziellen 11,99 Euro (mit Power 17,99 Euro) aus, so ist das aus meiner Sicht die Investition auf jeden Fall wert. Die neuen Nassrasierer sind auch regelmäßig irgendwo im Angebot und damit noch günstiger zu bekommen. Die Klingen von Gillette sind teuer, daran gibt es nicht zu rütteln. Aber die Klingen sind auf einfach sehr gut.
Jetzt gibt es sicher Leute, die keinen besonders starken Bartwuchs haben, sich nicht täglich rasieren oder auch von der Haut her weniger empfindlich sind. Da tut es für viele sicher auch der gute alte Mach 3, wo die Klingen dann auch günstiger sind.
Legt man mal meinen Verbrauch von rund 24 Klingen im Jahr zugrunde, so komme ich auf rund 80 Euro für die Klingen pro Jahr. Einen defekten Rasierer hatte ich bisher noch nicht, die halten meiner Erfahrung ewig. Aber mit rund 100 Euro pro Jahr inkl. Nassrasierer sollten die meisten klar kommen. Betrachtet man das so, ergibt sich aus meiner Sicht schon wieder ein anderes Bild als wenn man den Preis der einzelnen Klinge betrachtet. Ich finde das nicht zu viel.
Auch im Vergleich zu elektrischen Rasieren ist das denke ich nicht teuer. Ich vertrage die elektrischen Geräte wegen meiner trockenen Haut nicht, auch wenn es hier schon lange auch Geräte für nasse Haut gibt. Aber dann kann ich aus meiner Sicht eben auch gleich einen Nassrasierer verwenden und dieser ist schneller und einfacher auf Reisen verstaut.
Was viele Nutzer bei den elektrischen Geräten oft vergessen, dass hier auch Scherkopf und teils eine Scherfolie regelmäßig getauscht werden müssen. Das muss jeder für sich entscheiden. Ich habe alles durchprobiert und bin bei dem einfachen Rasiergel von dm (Balea) hängen geblieben. Meine Haut verträgt nicht alles und damit habe ich keine Probleme. Da solltet Ihr Euch einfach durchprobieren.
Das durch den Rasierschaum, bzw. das Rasiergel deutliche Unterschiede in der Gründlichkeit der Rasur auszumachen sind, bezweifele ich mal. Außer vielleicht wenn man den Bart wirklich lange hat wachsen lassen, was bei mir nie der Fall ist.
Also für mich hat sich die Investition auf jeden Fall gelohnt. Das Rasieren ist mit dem Gillette Fusion ProGlide Flexball einfach noch einen Tick besser geworden. Das Ergebnis nach einem Zug ist vor allem an Hals und Kinn deutlich besser. Somit muss man weniger Nacharbeiten und zumindest bei mir war die Rasur damit spürbar schneller erledigt.
Da man keine neuen Klingen benötigt (sofern man den Vorgänger einsetzte), hält sich die Investition in Grenzen. Klar, die Klingen sind kein Schnäppchen, aber auf ein Jahr gesehen, relativiert sich das aus meiner Sicht schnell wieder. Wer vorher noch ältere Systeme von Gillette eingesetzt hat, sollte es aus meiner Sicht mal mit dem ProGlide Flexball probieren. Auch Nutzern anderer Systeme kann ich nur mal einen Test empfehlen. Ich bin mir sicher, dass man einen Unterschied merkt, wenn man sich regelmäßig rasiert.
Das Modell mit dem Flexball war auch etwas schwerer (mehr Metall) als das Vorgängermodell. Dadurch fand ich auch, dass der Rasierer etwas bessser in der Hand liegt.
Die Stiftung Warentest vergab die Bestnote GUT auch an den SkinGuard Sensitive (1,8), MACH3 (1,9) und Gillette Fusion5 (2,0). Damit prämiert die Stiftung Warentest erneut die überlegene Produktqualität von Gillette.
Der Gillette Fusion5 ProGlide erhielt in der Kategorie“Haltbarkeit der Klingen“ mit Abstand die Bestnote SEHR GUT (1,3). Seine optimal angeordneten fünf Klingen sorgen zudem für eine besonders gründliche Rasur, dafür gibt es das Qualitätsurteil GUT (1,8).
Starker Zweiter im Test ist der Gillette SkinGuard mit Bestnoten in den Kategorien „Hautschonung“ mit dem einzigen SEHR GUT (1,5), „Rasieren“ GUT (1,7), „Handhabung“ GUT (1,9) sowie „Reinigen“ SEHR GUT. Die innovative, patentierte SkinGuard Technologie liegt zwischen den zwei Klingen und dient als Schutzelement, das den Druck zwischen Klinge und Haut reduziert.
Bestgetesteter 3-Klingen-Rasierer ist der Klassiker Gillette MACH3 mit der Gesamtbewertung GUT (1,9). Er punktet insbesondere in den Kategorien „Haltbarkeit der Klingen“ (2,0) und „Rasieren“ (1,9).
Den klaren Vierfach-Sieg komplettiert der Gillette Fusion5 mit dem Qualitätsurteil GUT (2,0).
Die Klingen des Fusion5 ProGlide, des Gillette SkinGuard Sensitive und des Gillette Fusion5 kommen alle aus Berlin. Gillette Klingen „Made in Berlin“ liefern somit seit Generationen herausragende Produktqualität. Diese Qualität wurde nun erneut durch die Stiftung Warentest mit den Bestnoten ausgezeichnet.
Hier ist ein Vergleich verschiedener Gillette Rasierer, um Ihnen bei der Auswahl des passenden Modells zu helfen:
| Modell | Vergleichsergebnis | Preis pro Rasierer | Geeignet für | Rasierer-Typ | Klingenanzahl |
|---|---|---|---|---|---|
| Gillette ProGlide | Sehr gut | 38,93 € | Herren | Manueller Mehrwegrasierer | 5 |
| Gillette Fusion 5 Herren | Sehr gut | 38,17 € | Herren | Manueller Mehrwegrasierer | 5 |
| Gillette Venus Deluxe Smooth Sensitive | Sehr gut | 20,00 € | Damen | Manueller Mehrwegrasierer | 5 |
| Gillette Intimate | Sehr gut | 18,96 € | Herren | Manueller Mehrwegrasierer | 5 |
| Gillette Mach3 | Sehr gut | 14,99 € | Herren | Manueller Mehrwegrasierer | 3 |
| Gillette Fusion 5 Power | Sehr gut | 13,95 € | Herren | batteriebetriebener Mehrwegrasierer | 5 |
Alles in allem ist der Gillette Fusion ProGlide Flexball eine lohnende Investition. Das Rasieren ist damit spürbar besser und schneller geworden, besonders an kritischen Stellen wie Hals und Kinn. Auch wenn die Klingen nicht gerade günstig sind, relativiert sich der Preis auf lange Sicht. Wer also regelmäßig zur Rasur greift, sollte den ProGlide Flexball definitiv ausprobieren.
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