Gillette Fusion5 Proglide im Test: Was taugen die Alternativen von dm und Co.?

Rasieren ist für viele Männer ein tägliches Ritual. Die Stiftung Warentest hat in einer aktuellen Untersuchung 17 Rasierer mit Wechselklingen und acht Einwegrasierer unter die Lupe genommen, um herauszufinden, welcher Nassrasierer für Männer der beste ist. Dabei wurden Kriterien wie Rasieren, Hautschonung, Haltbarkeit der Klingen und Handhabung berücksichtigt.

Das Ergebnis: Die Wechselrasierer der Marke Gillette schnitten besonders gut ab. Testsieger ist der Gillette Fusion5 Proglide mit der Note 1,8. Eine Klinge des Rasierers hielt im Schnitt 18 Rasuren - länger als alle anderen. Die gründlichste und gleichzeitig sanfteste Rasur gibt es laut den Testern mit dem Schwestermodell Gillette Skinguard, das mit der Note 1,9 auf Platz zwei landet.

Gillette lag im Wettstreit um das beste Schersystem nach Meinung der Warentester eindeutig vor Wilkinson. Fünf Typen des Herstellers schafften bessere Noten als Wilkinsons Topmodell Hydro 5. Der Testsieger Gillette Fusion Proglide Power war allerdings mit 16 Euro und Ersatzklingen für fünf Euro pro Stück das teuerste Produkt im Test. Er lieferte die beste Rasur und schonte die Haut sehr gut.

Doch auch günstigere Produkte von beispielsweise Aldi, Lidl, dm und Rossmann überzeugten. Darunter der Biocura Man Delta 6+ Trimmer von Aldi Nord, der mit dem Gesamturteil „gut“ und der Note 2,3 der beste Nassrasierer nach den Gillette-Modellen war.

Die besten Discounter-Nassrasierer waren kaum schlechter als der Wilkinson Hydro 5: Der Balea Men Revolution 5.1 von dm und der Cerrus Pace 6 von Rossmann und deren baugleiche Modelle schnitten „gut“ ab - zu Preisen zwischen fünf und sechs Euro.

Viele Männer entscheiden sich für die Nassrasur mit Systemrasierern und nicht wenige nehmen einfach den nächstbesten, den sie günstig bei ihrem Discounter oder Drogeriemarkt entdecken. Um herauszufinden, wie lange, haben wir viel Zeit investiert - insgesamt rund zwei Jahre. Mehrere Testpersonen haben die 12 Nassrasierer im Alltag benutzt, bis die Klingen streikten. Neben dem Kostenfaktor haben wir auch die Handhabung, die Gründlichkeit und eventuelle Hautreizungen in unsere Bewertung einbezogen. Am Ende hat sich ein klarer Sieger herauskristallisiert - aber wie immer gibt es auch Alternativen, die eigene Stärken aufweisen.

Quelle: Computerbild.de

Einwegrasierer im Test

Auch Einwegrasierer überraschten im Test. Einwegrasierer hielten im Test nicht wie der Name sagt nur eine, sondern bis zu neun Rasuren durch. Doch sie reizten die Haut mehr als die Wechselklingen. Am besten schnitt hier das Model Budni Care Men mit drei Klingen ab, erhielt jedoch insgesamt auch nur das Urteil „befriedigend“. Schlusslicht unter den Einwegrasierern ist das Modell Xtreme 3 Sensitive von Wilkinson Sword. Es erhielt mit einer Note von 3,9 das Gesamturteil „ausreichend“.

Es ist ein Kampf auf Messers Schneide: Die beiden großen Firmen am Markt für Nassrasierer, Wilkinson und Gillette, versuchen seit Jahren, sich zu übertreffen - erst kam die dritte Klinge, mittlerweile gibt es Modelle mit sechs. Neben der Optimierung der Scherköpfe gibt es auch allerlei Extras: Schutzgitter, Mikrokämme, die die Haare aufstellen, oder elektrische Trimmer. Neben der großen Auswahl bei den Markenrasierern gibt es auch preiswerte Modelle von Handelsketten und Discountern, die oft baugleich sind.

Der Gillette Mach3: Ein bewährter Klassiker

Der Gillette Mach3 ist ein moderner Klassiker. Auch noch über 25 Jahre nach seinem Marktstart schneidet er meisterhaft - großen Verbesserungsbedarf sehen wir nicht. Die Rasur ist sanft und gründlich, der Griff erlaubt eine tadellose Handhabung und die Klingen halten sehr lange durch, weshalb der Mach3 nicht nur die Haut, sondern auch langfristig den Geldbeutel schont.

Im Vergleich zu den anderen Testkandidaten wirkt der Gillette Mach3 regelrecht grazil. Der Griff ist kürzer als die der anderen Rasierer im Testfeld, sehr schmal, gerade und erst nahe der Klingenaufnahme abgewinkelt. Die Oberfläche besteht aus Metall und wird von gummierten Stellen durchbrochen, unten ist der Griff fast vollständig mit Gummi bezogen. Dadurch lässt er sich auch mit nassen Händen und Rasierschaum an den Fingern rutschfest und sicher halten. Er wirkt zudem recht hochwertig.

Den Gillette Mach3 als Testsieger auszuzeichnen war keine schwere Entscheidung. Das Gesamtpaket stimmt, gleichzeitig hat der Rasierer keine eklatanten Nachteile, sofern man nicht unbedingt eine Trimmerklinge benötigt. Die Stiftung Warentest (8/2020) hat unseren Favoriten mit der Gesamtnote 1,9 (»gut«) bewertet.

Quelle: maenner-rasur.de

Alternativen zum Testsieger

Der Herausforderer rasiert ebenfalls einwandfrei und ist etwas größer und ergonomischer geformt als der Testsieger. Der Wilkinson Sword Hydro 5 schlug sich in unserem Test fast genauso gut wie unser Favorit - welchen man bevorzugt ist zu einem großen Teil eine Geschmacksfrage. Preislich liegen beide nah beieinander. Wer Gillette aus irgendeinem Grund nicht mag, dem silbern glänzenden Metall-Look nichts abgewinnen kann oder sich an der kompakten Bauweise des Mach3 stört, bekommt mit dem Wilkinson Sword Hydro 5 die beste Alternative in unserem Test.

Der Fusion5 ist ergonomischer als der Testsieger, hat eine Trimmerklinge und rasiert genauso gut. Wer auf eine sehr gründliche und reizarme Rasur Wert legt, aber auf keinen Fall auf die Trimmerklinge verzichten möchte, bekommt beides vom Gillette Fusion5. Ein Klingentausch ist auch diesem Rasierer nur sehr selten nötig, denn die Schneiden sind wie bei unserem Favoriten extrem ausdauernd.

Mit dem Rasierer von Lidl kommt man langfristig mit am günstigsten weg. Insgesamt haben die günstigen Discounter- und Drogeriemarkt-Modelle in unserem Test eher enttäuscht. Eine Ausnahme gibt es aber: Mit dem Cien Men Dynamic 5 Pro vertreibt Lidl einen Nassrasierer, der nicht nur auf den ersten Blick Sparpotenzial bietet.

Rasierhobel: Eine traditionelle Alternative

Viele Nassrasur-Afficionados schwören auf Rasierhobel. Diese sind teurer in der Anschaffung, aber meist auch hochwertiger und oft auch schöner gestaltet. Im Gegenzug sind die Klingen deutlich günstiger und man ist flexibel bei der Wahl des Herstellers, denn Rasierhobel nutzen standardisierte Klingen. Der Umgang mit Rasierhobeln erfordert aber Übung und Konzentration, denn hier zieht man die Klinge direkt über die Haut - eine Schutzzone gibt es nicht. Aus diesem Grund kann man sich mit Rasierhobeln leichter verletzen, gleichzeitig ist ihre Gründlichkeit unschlagbar.

Vier traditionelle Rasierhobel haben die Tester parallel dazu ausprobiert. Auch sie erhielten alle das Qualitätsurteil «gut». Trotz weniger Klingenschutz und vermeintlich komplizierterer Handhabung benötigten die Tester übrigens im Schnitt nur eine Minute länger für die Rasur als mit einem Systemrasierer.

Zwei grosse Vorteile haben Rasierhobel: Die Klingen sind standardisiert, sodass du jeden Hobel mit Klingen aller Marken kombinieren kannst. Ausserdem sind die Klingen deutlich günstiger, wodurch sich die relativ teuren Hobel schnell amortisieren. Wer sich beispielsweise mit den Klingen von Mühle täglich rasiert, zahlt nur knapp über 10 Euro pro Jahr - nochmals deutlich weniger als mit dem Aldi-Rasierer.

Hier eine Übersicht der getesteten Rasierer und ihrer Kosten:

Modell Hersteller Kosten pro Jahr (ca.)
Gillette Labs Gillette 157 Euro
Fusion 5 Gillette 114 Euro
Sword Hydro 5 Skin Protection Advanced Wilkinson 81 Euro
Sword Hydro 5 Skin Protection Regular Wilkinson 59 Euro
Balea Men Precision5 Flex-Pro dm 45 Euro
Aldi-Rasierer Aldi 20 Euro
Mühle Rasierhobel Mühle 10 Euro

Rasiermesser vs. Shivette vs. Rasierhobel I Charlemagne Premium

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