Rasieren, Waxen, Enthaarungscreme, Epilieren, Lasern/IPL oder Sugaring - wir Damen haben die Qual der Wahl, wenn es darum geht, uns von unerwünschten Körperhaaren zu trennen. Da der individuelle Haarwuchs unterschiedlich ist, gibt es eine breite Palette an Damenrasierern.
Bei einer im Jahr 2022 veröffentlichten Umfrage von VuMa zum Thema »Beliebteste Arten der Haarentfernung bei Frauen in Deutschland« landeten Nassrasierer, Einwegrasierer und Systemrasierer ganz vorne. Kein Wunder, denn es geht schnell unter der Dusche und ist von der Anschaffung auch günstig.
Doch welcher Rasierer ist wirklich gut und hält, was er verspricht? Ein ehrlicher Testbericht soll Ihnen bei der Entscheidung helfen.
Fünf Rasierer, fünf kritische Redakteurinnen - für unseren Test haben wir wochenlang Arme, Beine, Achseln und die Bikinizone rasiert. Das sind unsere persönlichen Eindrücke, Empfehlungen und die besten Damenrasierer:
Die Haut von Beauty-Redakteurin Erika ist am Körper vorwiegend normal, an den Beinen neigt sie an wenigen Stellen zu sehr starker Trockenheit, Juckreiz und Neurodermitis, die sich im Winter deutlich verschlechtern. Bei Rasierern ist ihr somit wichtig, dass die Klingen lange sehr scharf sind und ihre empfindliche Haut nicht reizen. Darüber hinaus zieht sie nachhaltige Rasierer mit robustem Griff vor, die man im Idealfall nur einmal kauft und dann jahrelang nutzen kann.
Informationen zum Rasierer:
Anwendung und Ergebnis: Der Rasierer des schwedischen Herstellers Estrid rasiert super gründlich - es braucht für jede Körperstelle nur einen Zug und die Haare sind schonend aber restlos entfernt. Er greift selbst kurze Stoppeln zuverlässig und gleitet seidig über die Haut. Mit einer frischen Klinge brauche ich keinen Rasierschaum. Meine trockene, empfindliche Haut ist nach der Verwendung wie eingecremt, die Öle im Feuchtigkeits-Pad hinterlassen ein geschmeidiges Hautgefühl - darüber freue ich mich enorm! Keine Spuren von Rasurpickeln, Rasurbrand oder Schnitten!
Fazit: Mit dem Estrid-Rasierer habe ich einen sehr zuverlässigen, nachhaltigen Rasierer für mich gefunden, der meine teils sehr trockene Haut schonend enthaart. Er sieht luxuriös aus - ein kleines Schmuckstück im Bad - und fühlt sich bei der Anwendung genauso an. Luxus, Nachhaltigkeit und Effizienz für knapp 13 Euro? Das kann man nicht meckern. Eine große Empfehlung an Freunde und Verwandte!
Die Venus-Damenrasierer von Gillette gehören vermutlich zu den bekanntesten Damenrasieren aus der Drogerie - auch Stiftung Warentest hat sie regelmäßig in den Top-Positionen. Es gibt sie in zig verschiedenen Farben und mit verschiedenen Arten Klingen. Beauty-Redakteurin Carolin Brühl hat die neue Comfortglide Festival-Edition von Gillette Venus mit Sugarberry Scent getestet, nachdem sie bereits seit Jahren Venus-Rasierer von Hersteller Gillette benutzt. Damit kann sie die neue Edition gut mit ihrer alten vergleichen.
Informationen zum Rasierer:
Anwendung und Ergebnis: Hersteller Gillette verspricht mit dem Venus Comfortglide Sugarberry Scent eine spielend leichte Rasur, die durch die Gleit-Kissen und die fünf Klingen zudem 50 Prozent sicherer sein soll als mit normalen Rasierklingen. Rasurbrand und Hautreizungen sollen dadurch vermieden werden. Und mein erster Eindruck ist sehr positiv. Durch die Kissen gleitet der Rasierer ohne Rasierschaum oder Duschgel sanft über meine Haut. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich Rasierschaum bräuchte. Es ziept nichts, meine Haare werden wirklich easy abrasiert.
Fazit: Ich bin nach wie vor Venus-Fan! Man kann mit den Rasierern nichts falsch machen. Die Klingen sind scharf, das Design ist süß und funktional und das Ergebnis ist eine glatte und seidige Haut. Durch die enorme Größe des Rasierkopfes mit den Gel-Kissen komme ich gerade im Intimbereich aber nicht so leicht an bestimmte Stellen. Das empfinde ich als etwas störend. Vermutlich werden das nicht meine liebsten Rasierköpfe werden. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn meine alten Venus-Klingen, die ich noch im Badschrank habe, passen perfekt auf das Handstück.
Redakteurin Sophia Windisch hatte vor dem Rasierhobel-Test etwas Bammel, sie hat im Alltag eher zu normalen Nassrasierern für ihren normalen Hauttyp tendiert. Bei der Rasur ist ihr eine gute Handhabung und flexible Anwendung für die Beine, Achseln und den Intimbereich wichtig. Hier kommt Sophias Bericht zum Mylily Rasierhobel:
Informationen zum Rasierer:
Anwendung & Ergebnis: Fangen wir mal so an: Wenn man von herkömmlichen Nassrasierern auf Rasierhobel umsteigt, braucht es Übung und die richtige Technik - hast du erst einmal den Dreh raus, wirst du nicht mehr zurückwollen! Das erste Mal rasieren mit dem Mylily Rasierhobel verlief mehr oder weniger katastrophal. Ich habe mich super oft geschnitten, meine Haare waren nicht gründlich rasiert, sondern auch nach der Rasur stoppelig und ich war allgemein unzufrieden.
Fazit: Insgesamt ist der Rasierhobel ein tolles Produkt insbesondere für alle, die gerne nachhaltiger leben wollen und keine Lust mehr auf herkömmliche Plastik-Rasierer haben. Die Rasur an sich hat mir nach ein bisschen Übung richtig gut gefallen und auch meine Haut ist wunderbar mit dem Rasierhobel klargekommen. Abgesehen davon sind die Klingen zum Nachkaufen recht günstig mit 30 bis 60 Cent pro Klinge, je nachdem, welches Klingenset du dir zulegst.
Redakteurin Dalia Cirillo hat normale Haut, die manchmal ganz leicht zu Trockenheit neigt. Beim Rasieren ist ihr wichtig, dass die Klinge geschmeidig und widerstandsfrei über ihre Haut gleitet. Außerdem muss es manchmal schnell gehen, daher möchte sie nicht bei jeder zu ruckartigen Bewegung Angst haben, sich zu schneiden.
Informationen zum Rasierer:
Anwendung & Ergebnis: Der Intuition Rasierer von Hersteller Wilkinson gleitet bei der ersten Rasur sehr geschmeidig und widerstandsfrei über meine nasse Haut, da im Kopf bereits eine Art Rasiergel enthalten ist. Ich habe meinen ganzen Körper mit dem Rasierer enthaart. Meine Haut fühlt sich nach der ersten Rasur richtig gut und sehr weich an - das enthaltende Pflegegel hält, was es verspricht.
Der Rasierer ist quasi ein Selbstläufer auf der Haut. Schwingköpfe haben inzwischen viele Systemrasierer in ihrer Ausstattung dabei. Eine Gelenkkugel wie bei der Gilette Venus Deluxe Smooth Swirl ist da noch die Ausnahme. Der Flexi Ball sorgt für noch Beweglichkeit beim Rasieren, da der Rasierkopf sanft über die Konturen gleitet, ohne dass man dabei viel Druck ausüben muss.
Neben den Top-Platzierten gibt es noch weitere Damenrasierer, die im Test überzeugen konnten:
Alle Systemrasierer sehen irgendwie gleich aus? Das täuscht. Ob die Anzahl der Schneiden (erhältlich sind Modelle mit zwei bis sechs Klingen) im Klingenblock, ob mit Gelkissen, Gleitring/-streifen oder ohne sowie das Material des Handstücks - die Auswahl ist groß. Nicht zuletzt gibt es neben dem Anschaffungspreis auch ein großes Gefälle bei den Kosten für die Wechselklingen. Von unter einem Euro bis knapp vier Euro für eine neue Klinge ist alles möglich.
Elektrorasierer haben ihren Preis, können dafür aber mit individuellen Aufsätzen auftrumpfen. Da gibt es Equipment speziell nur für die Beine, die Achseln, die Bikinizone oder fürs Gesicht. Ladyshaver sind meistens mit einem Trimmaufsatz ausgestattet, sodass auch nur ein Kürzen beziehungsweise Trimmen möglich ist. Außerdem sind die elektrischen Rasierer in der Regel auch sehr sanft zur Haut, denn die Körperhaare werden nicht mit einer scharfen Klinge abgeschnitten. Stattdessen sorgt hier ein Scherkopf, bestehend aus einem Klingenblock mit einer darüber liegenden Scherfolie, die die Haut vor Schnittverletzungen schützt, für die glatten Ergebnisse.
Nach 12-18 Monaten wird ein Wechsel der Scherfolie empfohlen, sonst besteht die Gefahr, dass die Haut zu sehr gereizt wird und Rasurbrand entsteht, wenn die Folie stumpf wird.
Neben einem guten Rasierer ist das Drumherum mindestens genauso wichtig: Wer schon mal einen Nassrasierer auf trockener Haut genutzt hat (weil es manchmal einfach schnell gehen muss), weiß wovon wir sprechen: Schnitte, Ausschlag, juckende Haut. Am besten also immer gleich unter der Dusche mit Duschgel oder Schaum rasieren.
Viele Menschen legen Wert darauf, stets frisch rasiert zu sein. Dabei geht es allerdings nicht nur darum, alle unerwünschten Haare loszuwerden. Auch Rasurbrand und kleine Verletzungen sollten vermieden werden. Stellt sich nur die Frage, welcher Rasierer angenehm über die Haut gleitet und vielleicht sogar ein weiches Hautgefühl hinterlässt.
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