Ghusl (arabisch غسل) bedeutet wörtlich übersetzt "Waschung, bei der Wasser auf etwas gegossen wird". Im islamischen Verständnis ist Ghusl die Waschung des gesamten Körpers mit Wasser, das die Eigenschaften "rein und reinigend" besitzt.
Der Ghusl ist eine gottesdienstliche Handlung ('Ibadaa), für die man von Allah viel Lohn erhält, denn ALLAH liebt die sich Reinigenden. Die rituelle Ganzkörperreinigung ist sehr wichtig für die Gesundheit und bewirkt ein besseres Körpergefühl.
Pflicht (Fardh) ist der Ghusl, wenn man sich im Zustand der großen Unreinheit (Hadath akbar) befindet. Nach dem Eintritt der großen Unreinheit kann man den Zustand der Reinheit nur mit Ghusl wiederherstellen. Nach dem Ghusl befindet man sich im Zustand der vollen Reinheit (Tahara), was notwendig ist, um gottesdienstliche Handlungen (Ibadat) wie Gebet und Fasten zu verrichten.
Ghusl ist in folgenden Fällen erforderlich:
Es gibt zwei Herangehensweisen für den Ghusl:
Die grundsätzliche Vorgehensweise ist:
Anschließend gilt die rituelle Vollkörperreinigung als vollendet.
Bei der eintauchenden Weise wird der ganze Körper nach der entsprechenden Absicht (Niyyah) und nach der Reinigung des ganzen Körpers von ritueller Unreinheit (Nadschasah) vollständig ins Wasser eingetaucht und bewegt. Dabei wird jeder Teil des Körpers mit Wasser umspült.
Eine häufige Frage ist, ob es möglich ist, Ghusl zu verrichten, ohne die Haare komplett nass zu machen, besonders wenn sie geflochten sind. Hier sind einige Punkte zu beachten:
Es ist wichtig, sicherzustellen, dass das Wasser alle erforderlichen Stellen erreicht, auch wenn die Haare geflochten sind. Wenn dies gewährleistet ist, ist der Ghusl gültig.
Nach einigen Gelehrten (Marja's) ist es so, dass nach dem Ghusl kein Wudu mehr erforderlich ist, es sei denn, es liegt ein Ereignis vor, das den Wudu ungültig macht (z.B. Urinieren oder Blähungen). Nach Imam Khamenei ersetzt kein Ghusl den Wudu außer der Ghusl-ul-Janaba (d.h. den Ghusl den man verrichtet, wenn man im Janaba-Zustand ist), in allen anderen Fällen muss man zusätzlich zum Ghusl noch den Wudu verrichten.
Um ein Gebet verrichten zu können, bedarf es der rituellen Reinheit. Hier ist eine kurze Anleitung, wie man Wudu korrekt durchführt:
| Ghusl-Art | Grund | Pflicht (Fardh) | Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| Ghusl al-Janaba | Nach Geschlechtsverkehr oder Ejakulation | Ja | Ersetzt den Wudu nach einigen Gelehrten |
| Ghusl nach Menstruation (Haidh) | Nach dem Ende der Menstruation | Ja | Wichtig für die Wiederherstellung der rituellen Reinheit |
| Ghusl am Freitag | Vor dem Freitagsgebet | Empfohlen (Sunnah) | Kann am Donnerstagabend durchgeführt werden |
| Ghusl bei Konversion | Bei Eintritt in den Islam | Ja |
Es ist wichtig, sich bei Unklarheiten an einen Gelehrten oder eine religiöse Autorität zu wenden, um sicherzustellen, dass der Ghusl korrekt durchgeführt wird. Keine schlimmen Sorgen machen.
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