Das Isar-Amper-Klinikum in Haar ist eines der größten Fachkrankenhäuser für Psychiatrie, Psychotherapie, psychosomatische Medizin und Neurologie in Deutschland und ein Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Isar-Amper-Klinikum Haar
Das kbo-Isar-Amper-Klinikum Haar leistet die psychiatrische Vollversorgung für die Landeshauptstadt München und das Umland mit einem umfassenden ambulanten, teil- und vollstationären Behandlungsangebot. Neben sektorisierten allgemeinpsychiatrischen Kliniken können sich Patientinnen und Patienten bei Bedarf auch in der Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie, der Klinik für Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie oder in dem Zentrum für Altersmedizin und Entwicklungsstörungen behandeln lassen.
Das Klinikum befindet sich in einem parkähnlichen Gelände mit einem kleinen Wasserschloss. Es sichert für die Landkreise Erding und Freising, einschließlich des Flughafens München, die Diagnostik und Therapie psychischer Störungen. Die historischen Wurzeln der Klinik basieren auf einer Einrichtung des damaligen Landesarmenverbandes, der 1919 das Taufkirchener Wasserschloss für die Betreuung psychisch kranker Menschen erwarb. 1971 wurde die Errichtung zu einer Akutklinik für Diagnostik und Therapie psychischer Erkrankungen.
Das kbo-Isar-Amper-Klinikum unterhält neben den beiden Hauptstandorten Haar und Taufkirchen (Vils) mehrere Außenstellen zur wohnortnahen stationären, teilstationären und ambulanten psychiatrischen Versorgung.
Die Erfahrungen in der geschlossenen Psychiatrie in Haar sind vielfältig und reichen von positiven Berichten über zugewandte und kompetente Mitarbeiter bis hin zu kritischen Stimmen, die Mängel in der Versorgung und im Umgang mit Patienten bemängeln. Einige Patienten berichten von einer hilfreichen und verständnisvollen Behandlung, während andere von traumatischen Erfahrungen und dem Gefühl berichten, nicht ernst genommen zu werden.
Einige der genannten Herausforderungen umfassen:
Es gibt auch Berichte über Gewaltvorfälle und Suizide in der Klinik, die Fragen nach der Sicherheit und der Verantwortung des Personals aufwerfen. Die Anwälte der Eltern eines Opfers erheben schwere Vorwürfe gegen das Isar-Amper-Klinikum in Haar.
Vor drei Jahren wurde die 40-Jährige Kamilla Nagy von einem Mitpatienten in der Isar-Amper-Klinik umgebracht. Die Grünen im Landtag wollen von der Sozialministerin wissen, wie es in einer staatlichen Schutzeinrichtung zu so einer Tat kommen konnte - doch die lässt viele Fragen einfach unbeantwortet. Ob das Personal mitverantwortlich ist für das brutale Verbrechen, ist noch immer unklar. Die Anwältin der Eltern des Opfers wirft der Justiz Untätigkeit vor.
"Den Eltern ist es wichtig zu sagen, dass nicht nur ihre Tochter, sondern auch der Täter ein Opfer sei", erklärt Rechtsanwältin Jella von Wiarda. Es sind starke Worte, wenn man bedenkt, dass Miguel R. (alle Patientennamen geändert) in einer psychiatrischen Klinik, einem eigentlich geschützten Ort, die 40-jährige Mitpatientin Lucia B. geschlagen, stranguliert und angezündet hat.
Die zweite Strafkammer am Landgericht München I verurteilte den Mann am Freitag wegen Totschlags zur Unterbringung in einer geschlossenen Klinik auf unbestimmte Zeit. Derweilen erheben die Anwälte der Eltern des Opfers, Jella von Wiarda und Andreas Müller, heftige Vorwürfe gegen das Isar-Amper-Klinikum in Haar.
Aktuell ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft gegen unbekannt im Isar-Amper-Klinikum, "ob gegebenenfalls der Vorwurf einer fahrlässigen Tötung durch Unterlassen durch einzelne Personen verwirklicht worden sein könnte", sagte Staatsanwältin Anne Leiding auf Nachfrage. "Wir sehen die Hauptverantwortung bei der Klinikorganisation und dem Personal", sagt Jella von Wiarda.
Trotz der genannten Herausforderungen bietet das Isar-Amper-Klinikum eine Vielzahl von Behandlungsansätzen und Therapien an, darunter:
Das Zentrum für Altersmedizin und Entwicklungsstörungen setzt auf ganzheitliche Therapien gegen Alzheimer und ähnliche Erkrankungen. Dazu können Tätigkeiten im Garten gehören - oder auch Fechtübungen mit Chefarzt Jens Benninghoff.
Das Isar-Amper-Klinikum unternimmt verschiedene Anstrengungen, um die Qualität der Versorgung und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Dazu gehören:
Als neue Pflegedirektorin am Isar-Amper-Klinikum muss Brigitta Wermuth den Personalmangel verwalten. Sie hat deshalb eine konkrete Bitte an den neuen Gesundheitsminister.
Die Bewertungen des Isar-Amper-Klinikums als Arbeitgeber auf Plattformen wie Kununu zeigen ein gemischtes Bild. Während einige Mitarbeiter den guten Zusammenhalt im Team, die vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten und die guten Weiterbildungsmöglichkeiten loben, kritisieren andere die mangelnde Wertschätzung, die starren Strukturen und die fehlende Kommunikation.
Hier eine Zusammenfassung der Kununu-Bewertungen:
| Aspekt | Bewertung |
|---|---|
| Kununu Score | 3,4 von 5 Punkten |
| Weiterempfehlung | 66% |
| Positive Aspekte | Gute Weiterbildungsmöglichkeiten, starker Zusammenhalt im Team (auf unterer Ebene), vielfältige Arbeitsmöglichkeiten |
| Negative Aspekte | Mangelnde Wertschätzung, elitäre Abschottung, Mikromanagement, fehlende Kommunikation, starre Strukturen |
Die Bewertungen zeigen, dass es im Isar-Amper-Klinikum sowohl positive als auch negative Aspekte gibt und dass es Verbesserungspotenzial in verschiedenen Bereichen gibt.
tags: #geschlossene #psychiatrie #haar #erfahrungen
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.