Sind Wimpernverlängerungen schädlich für die natürlichen Wimpern? Eine umfassende Analyse

Viele Frauen träumen von langen, dichten und perfekt geschwungenen Wimpern. Eine Wimpernverlängerung scheint eine einfache Lösung zu sein, um diesen Wunsch zu erfüllen. Doch bevor man sich für diesen Beauty-Trend entscheidet, sollte man sich mit den potenziellen Nachteilen und Risiken auseinandersetzen. Sind Wimpernextensions wirklich schädlich und gefährlich? Dieser Artikel untersucht die Vor- und Nachteile von Wimpernverlängerungen und geht auf die Frage ein, ob sie für die natürlichen Wimpern schädlich sind.

Vorteile einer Wimpernverlängerung

Die Vorteile einer Wimpernverlängerung liegen klar auf der Hand:

  • Dichte, schwarze, geschwungene, lange Wimpern: Sie sitzen immer perfekt und zaubern einen sexy Augenaufschlag. Wow-Wimpern: Solch ein Wimpern-Ergebnis bekommt keine Mascara besser hin, selbst wenn man sie mit ganz viel Liebe aufträgt. Eine Wimpernverlängerung verleiht einfach einen unglaublichen Augenaufschlag und lässt jede Frau erstrahlen.
  • Zeitersparnis: Morgens für den perfekten Wimpern-Look nicht mehr Stunden vorm Spiegel stehen! Du sparst morgens definitiv einige Minuten ein, in denen du sonst deine die Mascara auftragen würdest. Die künstlichen Wimpern müssen nur einmal kurz gekämmt werden und gut ist. Aber auch Abends kannst Du das das Abschminken ersparen, wenn du nicht noch anderweitig geschminkt warst (z.B. Make-Up, Lidschatten).
  • Wasserfest: Die Wimpernverlängerung ist (bis auf 48h nach der Behandlung, wo der Kleber aushärten muss) wasserfest. Klar kann man auch wasserfeste Wimperntusche benutzen - diese zaubert Dir aber weder so tolle lange Wimpern, noch sitzt sie so perfekt. Im schlimmsten Falle krümelt sie sogar ab.
  • Immer perfekt: Ein großer Vorteil der Wimpernverlängerung ist einfach der immer perfekt sitzende Beauty-Look. #WokeUpLikeThis: Endlich kann man mal berechtigt den Spruch “I woke up like this” sagen.
  • Sofort lange Wimpern: Der Vorteil einer Wimpernverlängerung liegt dabei genau darin, dass du sie jederzeit spontan machen lassen kannst und in 1-2 Stunden einen neuen Wimpern-Look hast. Das ist besonders praktisch, wenn du beispielsweise eine besonderes Event bevorstehen hast. Normalerweise muss man auf lange Wimpern eine Zeit lang “hinarbeite” z.B., indem man über 8 Wochen lang ein Wimpernserum aufträgt oder über ein halbes Jahr Eisen- und Zinktabletten schluckt, um das Haarwachstum zu fördern.
  • Komplimente: Du wirst deutlich mehr Komplimente bekommen, was Dir natürlich ein ganz neues Lebensgefühl gibt. Denn durch mehr Anerkennung fühlt man sich einfach rundum wohler und das wirkt sich auch auf den Rest deines Lebens aus. Natürlich zählen auch die inneren Werte, aber keine Frau kann behaupten, dass sie sich nicht ein bisschen besser fühlt nach einem Kompliment ;).
  • Wimpernzange adé: Eine Wimpernzange ist bei einer Wimpernverlängerung ein absolutes tabu, da sie die Lash Extensions brechen kann - das ist gar kein Problem, denn wer eine Wimpernverlängerung trägt, braucht die lästige Wimpernzange eh nicht mehr.
  • Optimal für Mamis: Wer von euch schon Kinder hat, weiß wie sehr die eigene Beauty-Pflege auf der Strecke bleibt. Man hat einfach keine Zeit mehr sich schön herzurichten, trotzdem will man aber seinem Partner und auch sich selbst gefallen. Hierfür sind die dauerhaft künstlichen Wimpern die optimale Lösung.
  • Immer schwarze Wimpern: Wer blonde Haare hat, ist meist nicht mit schönen tiefschwarzen Wimpern gesegnet und kann seine Augen ohne Wimperntusche kaum hervorheben.

Nachteile und Risiken einer Wimpernverlängerung

Ja, auch Wimpernverlängerungen haben ihre Nachteile. Zu den größten Nachteilen zählen:

  • Hohe Kosten: Eine Wimpernverlängerung kostet nicht nur bei der Erstbehandlung 110-140 € (bei einem Einsatz von ca. 60 künstlichen Wimper), sondern auch bei jedem weiteren Wimpern-Refill (ca. alle 3-4 Wochen) erneute 50-80 €. Auch im Jahr 2022 sind die Preise für Lash-Extensions noch relativ hoch. Das heißt ein Nachteil der Wimpernverlängerung sind eindeutig die hohen Kosten.
  • Aufwendigeres Abschminken: Da sich der Wimpernkleber durch eine falsche Abschmink-Lotion (z.B. ölhaltiger Make-Up-Remover) oder starkes Reiben der Augen lösen kann, gestaltet sich das Abschminken jeden Abend etwas komplizierter als einfach nur mit normaler Mascara. Andererseits muss man auch sagen, dass man mit einer Wimpernverlängerung nicht wirklich mehr Mascara benötigt. Aber auch wenn Du Dich komplett nicht schminkst und nur Deine Wimpernverlängerung als Augen-Make-Up trägst, solltest du trotzdem regelmäßig (1x Woche) die Zwischenräume deiner Wimpern mit einem speziellen Wimpernshampoo ausreinigen, denn über die Zeit sammeln sich hier Staub, Dreck und Augensekret.
  • Unerfahrene Wimpernstylistin: Anbieter von Wimpernverlängerungen gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Unerfahrene Lash-Artisten können deine Wimpern schädigen, indem sie zum Beispiel die drei Wachstumsphasen einer Wimper nicht unterscheiden können und die Kunstwimpern auf sogenannte “Babywimpern” kleben. Da sich die “Babywimpern” aber noch im Aufbau befinden, brechen sie unter der Last der Kunstwimper ab - sprich hier ist eine echte Liebe zum Detail gefragt. Problem: Immer häufiger bieten auch unerfahrene Privatpersonen Wimpernverlängerungen an - teilweise sogar ohne ein offizielles Zertifikat zur Wimpernstylistin.
  • Erste Lücken sichtbar: Wimpernextensions sehen einfach perfekt aus. Aus diesem Grund fallen einem aber auch schon die kleinsten Veränderungen auf und man nimmt jede fehlende Wimpern wahr. Auch wenn die kleine Lücke vermutlich nur Dir selbst auffällt - jede ausgefallene Wimpern „schmerzt“ und man fängt sogar teilweise an die Wimpern, die ausfallen zu zählen.
  • Verzicht auf ölhaltige Produkte: Wer seine teuren Kunstwimpern nicht frühzeitig verlieren will, sollte auf öl- und fetthaltige Kosmetik verzichten, da diese den Wimpernkleber lösen können. Das bedeutet aber auch, dass man sich die passenden Kosmetik-Produkte überhaupt erstmal zulegen muss - wie zum Beispiel die ölfreie Augencreme von Clinique oder Filz-Eyeliner von Maybelline anstatt einen Gel-Eyeliner. Ein weiterer Nachteil der Wimpernverlängerung, denn keiner trennt sich gerne von seinen altbewährten Beauty-Produkten. Solltest du trotzdem nicht auf das ein oder andere ölhaltige Pflegeprodukt (z.B. Augencreme) verzichten, muss dieses sehr vorsichtig aufgetragen werden, sodass es nicht in Kontakt mit dem Wimpernkleber kommt.
  • Eigene Wimpern können leiden: Ja, die eigenen Wimpern können unter einer Wimpernverlängerung leiden. Dies ist aber nur der Fall, wenn die Wimpernverlängerung unsauber appliziert wurde - zum Beispiel eine Kunstwimper anstatt auf nur eine Naturwimper auf mehrere Naturwimpern geklebt wurde.
  • Allergie-Gefahr: Ein seltener aber unangenehmer Nachteil einer Wimpernverlängerung kann eine allergische Reaktion (meist gegen den Wirkstoff Cyanacrylate im Wimpernkleber) sein. Die Allergie kann zu Augenentzündungen führen, die sich durch rote Augen und Juckreiz bemerkbar machen. In einigen Fällen kann es sogar zu Schwellungen und Schuppungen am Augenlid kommen.
  • Suchtgefahr: Wenn man sich einmal an den atemberaubenden Wimpernaufschlag und die perfekt geschwungenen Wimpern gewöhnt hat, kann man nicht mehr ohne sie. Plötzlich sehen die Naturwimpern im Vergleich zu den Eyelash-Extensions so schmächtig aus und man fühlt sich gleich kahl und nackt.
  • Ausgiebiges Augenreiben: Was gibt es schöneres als sich morgens im Halbschlaf mal richtig schön die Augen zu reiben.
  • Wimpern picksen im Auge: Kunstwimpern sind halt keine Echthaarwimpern und haben dementsprechend auch eine andere Beschaffenheit als unsere Eigenwimpern. Wenn sich also mal eine künstliche Wimpern verdreht und ins Auge pickst oder sogar ausfällt und im Auge landet, dann tut das ganz schön weh. Denn die Wimpern aus Kunststoff sind um einiges härter und weniger elastisch als unsere Naturwimpern. Der Wimpernmarkt entwickelt sich aber immer weiter und die neuen leichten und super biegsamen Flatlashes (Cashmerewimpern) sind schon weniger „picksig“. Autsch - Wimpern picksen im Auge.
  • Alle 3-4 Woche auffüllen: Da die künstliche Wimpern irgendwann ausfallen und deine Wimpernverlängerung nach 3-4 Wochen sichtbare Lücken im Wimpernkranz aufweist, musst du gezwungenermaßen zum Wimpern-Refill (Wimpern auffüllen lassen). Andernfalls siehst du schnell aus wie ein gerupftes Huhn. Das bedeutet nicht nur eine gute Terminkoordination, sondern auch immer noch eine zusätzliche Stunde auf der Kosmetikliege, während du deine Wimpern auffüllen lässt.
  • Langzeitnutzung kann zu kaputten Wimpern führen: Ganz klar - Wimpernverlängerungen sind auf lange Sicht eine Belastung für die Naturwimpern.
  • Aufgeschmissen ohne Wimpernbürste: Genau wie lange Haare müssen auch lange Wimpern intensiver gepflegt werden und regelmäßig gekämmt werden, damit sie sich nicht „strubbelig“ aussehen. Je länger die Wimpern sind, umso leichter kommen sie auch außer Form - so kann schon ein Windstoß die Wimpern auch schon mal verwuscheln und man muss sie mit der Wimpernbürste wieder zurecht kämmen.
  • Schlafposition unbequem: Wenn der Schönheitsschlaf gestört wird, bringt auch die beste Wimpernverlängerung nichts mehr, um morgens vor dem Spiegel zu strahlen. Leider bringt eine Wimpernverlängerung oft den Nachteil mit sich, dass man nicht mehr so gut auf dem Bauch schlafen kann, ohne viele Wimpern zu verlieren. Durch den Druck des Kissens auf die Wimpern kommt es daher oft zu einem bösen Erwachen am nächsten morgen.
  • Störend für Kontaktlinsen/ Brillenträgerinnen: Auch wenn man sich eigentlich lange Wimpern wünscht, manchmal kann die extreme Länge auch störend sein für Brillenträger, da die Wimpern leicht am Glas lang streichen. Kontaktlinsen-Trägerinnen haben oft das Problem, dass die Augen durch die Linsen austrocknen, wodurch sie vermehrt die Augen reiben. Übermäßiges Augenreiben wiederum führt zum Ausfall der Lashes.

Wann ist eine Wimpernverlängerung schädlich?

Eine Wimpernverlängerung ist schädlich, wenn man sie über einen langen Zeitraum (1 Jahr und länger) trägt, ohne den Naturwimpern eine Regenerations-Pause (mind. 1 Monat) zu geben. Aber auch billiger Wimpernkleber kann die Schleimhaut reizen, strapazieren und austrocknen.

Folgende Fehler können zu Schäden an den Naturwimpern führen:

  1. Falsche Auswahl der Extensions: Ein Profi analysiert Deine Naturwimper, bevor er die richtigen Extensions für Dich auswählt. Da die Extensions auf die Naturwimpern geklebt werden, müssen diese die Kunstwimpern tragen. Sind die Extensions zu lang oder zu schwer, belastet das die Naturwimpern und lässt diese im worst case abbrechen.
  2. Minderwertige Qualität: Wimpernextensions von niedriger Qualität sind oft schwerer als nötig und belasten die Naturwimpern. Ist der Kleber minderwertige Billigware, kann er die Naturwimper zusätzlich schädigen. Diese Kleber enthalten mehr und stärkere Lösungsmittel und verätzen die Haarstruktur, was unweigerlich zum Ausfall der Naturwimpern führt.
  3. Mangelnde Pflege: Gerade während einer dauerhaften Wimpernverlängerung ist die Pflege davor, während des Tragens der Extensions und danach enorm wichtig für ein optimales Ergebnis. Vor der Behandlung kann man die Naturwimpern durch pflegende Seren stärken, um sie für das Tragen der Extensions bestmöglich vorzubereiten. Sind die Wimpernextensions befestigt, ist das tägliche Bürsten und waschen mit hochwertigem Wimpernshampoo das Erfolgsrezept für einen wunderschönen Wimpernschlag; beim Wimpernshampoo sollte der PH-Wert beachtet werden.

Tipps zur Vermeidung von Schäden:

  • Wimpernserum verwenden: Eine Möglichkeit ist die Verwendung eines Wimpernserums, das hilft, das Wachstum der natürlichen Wimpern zu stimulieren. Dieser Wimpern Booster enthält Inhaltsstoffe wie Biotin, Peptide und Panthenol, die zusammenwirken, um einzelne Wimpern zu stärken und zu pflegen, was mit der Zeit zu länger aussehenden Wimpern führt.
  • Professionelle Anwendung: Wimpernverlängerungen sollten in jedem Fall von einem Profi vorgenommen werden.
  • Sorgfältige Pflege: Wenn du dich für Wimpernverlängerungen entscheidest, solltest du sicherstellen, dass du dich von einer erfahrenen Person behandeln lässt und du die Verlängerungen sorgfältig pflegst, um die Risiken zu minimieren.
  • Regelmäßige Pausen: Eine Wimpernverlängerung ist schädlich, wenn man sie über einen langen Zeitraum (1 Jahr und länger) trägt, ohne den Naturwimpern eine Regenerations-Pause (mind. 1 Monat) zu geben.

DIY Wimpernverlängerungen:

  • DIY Wimpernverlängerungen können Deine natürlichen Wimpern nicht schädigen.
  • Die DIY-Wimpernverlängerungen haben den Vorteil, dass du sie einfach anbringen und entfernen kannst.
  • Wenn du abends die Verlängerung entfernst, kannst du die Wimpern pflegen und morgens die neuen Wimpernverlängerungen aufbringen.

1:1 Wimpernverlängerung:

Die 1:1 Wimpernverlängerung, auch bekannt als klassische Wimpernverlängerung, ist eine Methode, bei der eine einzelne künstliche Wimper auf eine natürliche Wimper appliziert wird. Es handelt sich um eine präzise Technik, bei der jede einzelne natürliche Wimper mit einer künstlichen Wimper verlängert wird, um einen natürlichen, voluminösen Look zu erzielen.

Wenn die 1:1 Wimpernverlängerung von einer professionellen Wimpernstylistin durchgeführt wird und die richtige Pflege und Wartung befolgt wird, sollte sie die natürlichen Wimpern nicht schädigen. Es ist wichtig, dass die Wimpernverlängerungen nicht zu schwer sind und dass keine zu vielen natürlichen Wimpern verklebt werden, um ein Überlasten der Wimpern zu vermeiden.

UV-Wimpernverlängerung:

UV-Wimpernverlängerungen sind sogar noch gesundheitsschonender. Warum? Weil du bei einer UV-Wimpernverlängerung nicht 24-48 Stunden lang die Aushärtungsdämpfe des Klebers mit dir trägst. Das Ergebnis? Eine sichere und nicht schädliche Wimpernverlängerung, die deinen natürlichen Wimpern nicht schadet!

Alternativen zur Wimpernverlängerung:

Regelmäßige Termine im Kosmetikstudio sind auf Dauer kaum erschwinglich. Mal davon abgesehen, dass nicht jeder so viel Zeit für diese dauerhaften Termine im Alltag hat. Die Heimanwendung von Wimpernverlängerungen hat in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. Der größte Vorteil ist zweifellos die Zeitersparnis. Ein Besuch in einem Kosmetikstudio kann eine Weile dauern, vor allem, wenn man einen vollen Terminkalender hat. Die Kostenersparnis ist ein weiterer Vorteil. Die Kosten für den Besuch eines Kosmetikstudios sind extrem hoch. Vor allem dann, wenn man regelmäßige Termine wahrnehmen muss. Für die Anwendung brauchst du keine Vorkenntnisse.

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