Für viele Menschen sind die Haare ein wichtiges Merkmal ihres Aussehens. Regelmäßige Friseurbesuche und das morgendliche Styling gehören für die meisten zur Routine. Hinzu kommt das regelmäßige Waschen der Haare mit Shampoos, die speziell auf Haar- und Stylingtypen abgestimmt sind. Daher möchten wir diese wichtige Thematik beleuchten.
Haare gehören zu den Körpermerkmalen, die oft als erstes ins Auge fallen. Auch wenn sich mit geschickten Frisuren und Kopfbedeckungen einiges verbergen lässt, spiegeln Haare oft den Zustand unserer Gesundheit und Pflege wider. Hersteller von Haarprodukten wie Shampoos legen daher großen Wert darauf, mit Inhaltsstoffen möglichst viele gängige Probleme wie spröde Haare, Spliss oder fettiges Haar anzugehen.
Ein Blick auf die Rückseite der Shampooflaschen zeigt jedoch, dass viele Anbieter Inhaltsstoffe verwenden, die zumindest kritisch zu betrachten sind. Hier sind einige der häufigsten problematischen Inhaltsstoffe:
Wer an Silikon denkt, denkt wahrscheinlich eher an Küchenutensilien oder Fugendichtungen und nicht an Mittel, die in Shampoos gehören, und dennoch findet sich Silikon immer wieder in solchen Haarpflegeprodukten wieder. Silikon zielt darauf ab, einen glatten und glänzenden Film auf die Haare zu legen, wodurch die Haare gesund aussehen. Ein praktischer Nebeneffekt ist, dass die Haare sich hervorragend kämmen lassen.
Silikon hat jedoch auch negative Effekte. Haare und Kopfhaut werden in gewisser Weise versiegelt, was natürliche Funktionen wie das Abtragen von Schadstoffen erschwert. Silikone, die Sie zumeist in Shampoos, Conditionern, Styling-Produkten entdecken, hüllen Ihr Haar in einen unsichtbaren Film ein, der die Haarfasern daran hindert, feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe zu absorbieren. Das Haar sowie die Kopfhaut leiden unter der Schwere des Ansatzes von Silikonen, fetten schnell und entbehren die optimalen Bedingungen für das gesunde Wachstum. Langfristige Vorteile gewähren die Silikone nicht.
Erkennung: Häufig an den Endungen "cone" zu erkennen.
Oft in der Produktbezeichnung versteckt und durch den chemischen Namen von Laien überlesen, ist Propylenglykol. Während die positiven Eigenschaften ein gewisser Feuchthaltungseffekt sowie eine Konservierung sind, schadet Propylenglykol oft mehr. So kann Propylenglykol die Kopfhaut stark reizen, im schlimmsten Fall sogar mit allergischen Reaktionen. Das hängt zwar immer von der jeweiligen Person ab, allerdings sind gewisse Gefahren durchaus vorhanden.
Das wohl prominenteste Beispiel der Shampoo-Inhaltsstoffe, die in der Kritik stehen, stellt Mikroplastik dar. Auch dieses wird auf Erdölbasis gefertigt. So ist Mikroplastik insgesamt recht ähnlich zu den Silikonen und wirkt durch eine aufbauende Form, die sich nach und nach auf der Hautoberfläche und den Haaren absetzt.
Einerseits werden die Haare selbst negativ beeinflusst, da sie beschwert werden und Mikroplastik ebenso wie Silikone deren Atmungsaktivität einschränkt. Andererseits hat das Mikroplastik aufgrund der geringen Größe und der dadurch fehlenden Möglichkeit, dieses aus dem Wasser zu filtern, erhebliche Umweltauswirkungen.
Neben den genannten Stoffen gibt es noch weitere Inhaltsstoffe, die als bedenklich gelten:
Chemische Shampoo-Inhaltsstoffe können negativ auf die Gesundheit wirken und Symptome wie Kopfhautreizungen, Augenreizungen, allergische Reaktionen, Atembeschwerden, Hautausschläge und Schädigungen der Schleimhäute verursachen. Zudem können einige Inhaltsstoffe wie Phthalate und Parabene hormonell wirksam sein und das hormonelle Gleichgewicht beeinträchtigen.
Ein weiteres Problem ist, dass einige Inhaltsstoffe wie Triclosan und Triclocarban in die Umwelt gelangen können, wo sie gefährliche Auswirkungen haben können.
Bereits diese kleine Auswahl an Beispielen zeigt, dass die gängigen Shampoos aus dem Supermarkt oftmals über schädliche Inhaltsstoffe verfügen, bei denen ein kleiner Mehrwert für größere Schäden in Kauf genommen wird. Vermeidung chemischer Shampoo-Inhaltsstoffe ist daher ein wichtiger Schritt, um die Gesundheit zu schonen und das Risiko von Gesundheitsproblemen zu minimieren.
Erkennung chemischer Shampoo-Inhaltsstoffe kann eine Herausforderung sein, da viele Substanzen in der Liste der Inhaltsstoffe mit komplexen Namen aufgeführt werden. Eine Möglichkeit, chemische Shampoo-Inhaltsstoffe zu erkennen, ist die Verwendung einer App oder einer Online-Datenbank, die die Sicherheit von Inhaltsstoffen bewertet.
Eine weitere Möglichkeit ist das Lesen der Etiketten auf den Shampoo-Flaschen und das Aufpassen auf bekannte problematische Inhaltsstoffe wie Sodium Lauryl Sulfate, Sodium Laureth Sulfate, Phthalate, Parabene, Triclosan und Triclocarban. Zusätzlich kann es hilfreich sein, sich über die verschiedenen Arten von Shampoo-Inhaltsstoffen und deren Funktionen zu informieren.
WORAUF SOLLTEN SIE BEIM KAUF VON SHAMPOOS, CONDITIONERN UND STYLING-PRODUKTEN ACHTEN? In der letzten Zeit locken die Kosmetikhersteller mit den Phrasen „frei von Sulfat / Parabenen / Silikonen“. Aber was bedeutet es in der Tat? Achten Sie auf die Inhaltsstoffe Ihrer Lieblingskosmetik und seien Sie auf der Hut vor den oben genannten Inhaltsstoffen.
Eine beliebte Alternative zu chemischen Shampoo-Inhaltsstoffen ist die Verwendung von natürlichem Shampoo auf Pflanzenbasis, das aus natürlichen Inhaltsstoffen wie Kräutern, Früchten und Ölen hergestellt wird. Eine weitere Alternative ist die Verwendung von selbstgemachtem Shampoo, das aus einfachen Zutaten wie Aloe Vera, Honig, Zitrone und Apfelessig hergestellt wird. Es ist auch möglich, Shampoo durch alternative Reinigungsmethoden zu ersetzen, wie beispielsweise die Verwendung von Heilerde oder Teerseife.
✅ Bessere Alternative: Greife zu sulfatfreien Shampoos mit sanften Tensiden wie Sodium Cocoyl Isethionate (SCI) oder Decyl Glucoside. Statt Silikonen und Mineralöl sind pflanzliche Öle (Arganöl, Jojobaöl) ideal. Achte auf Produkte, die mit natürlichen ätherischen Ölen (z. B.
Haben Sie sich entschieden strittige chemische Zusatzstoffe einzuschränken, aber wollen Sie die Liste der angewendeten Inhaltsstoffe nicht detailliert durchstudieren? Schauen Sie sich nach der BIO Haarkosmetik um.
Der Hautschutzengel hat hierzu eine klare Meinung: solange keine eindeutigen Langzeitstudien mit klarem Ergebnis vorliegen, die die Unbedenklichkeit dieser Substanzen belegen, ist von einer Verwendung entsprechender Produkte eher abzuraten, wenn es Alternativen gibt. In der Kosmetik ist weniger oft mehr.
| Bedenklicher Inhaltsstoff | Mögliche Auswirkungen | Alternative |
|---|---|---|
| Silikone | Versiegeln Haare und Kopfhaut, erschweren Abtransport von Schadstoffen | Pflanzliche Öle (Arganöl, Jojobaöl) |
| Propylenglykol | Reizung der Kopfhaut, allergische Reaktionen | Natürliche Feuchthaltemittel (Aloe Vera, Honig) |
| Mikroplastik | Beschwert Haare, Umweltbelastung | Shampoos ohne Mikroplastik |
| Sulfate | Austrocknung von Haaren und Kopfhaut | Sulfatfreie Shampoos mit milden Tensiden (Sodium Cocoyl Isethionate, Decyl Glucoside) |
| Parabene | Möglicher Einfluss auf Brustkrebsentwicklung | Parabenfreie Shampoos |
| Austrocknende Alkohole | Entziehen dem Haar Feuchtigkeit | Feuchtigkeitsspendende Alkohole oder alkoholfreie Produkte |
Hinweis: Viele Inhaltsstoffe werden unter spezifischen Namen aufgeführt und sind dementsprechend nicht exakt deckend mit den hier aufgeführten Namen. Entsprechend ist es ratsam, vor dem Kauf genauer jeden Inhaltsstoff zu recherchieren oder direkt auf Produkte mit einer übersichtlichen Liste an Inhaltsstoffen zurückzugreifen.
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