Tierversuchsfreie Kosmetik: Ein umfassender Leitfaden

Auf der Suche nach einem passenden Neujahrsvorsatz? Wir hätten da so eine Idee: den Inhalt des eigenen Kosmetiktäschchens dauerhaft gegen cruelty-free Produkte austauschen. Better believe us - das erleichtert das eigene Gewissen ungemein. Außerdem leistest du einen wertvollen Beitrag zum Tierwohl.

Sich für tierversuchsfreie Kosmetik zu entscheiden, bedeutet allerdings nicht, dass wir unsere Liebe zu farbenfrohen Lip Sticks, wohlduftenden Shampoos, geschmeidig pflegenden Cremes und anderen Kosmetika aufgeben müssen. Nein, vielmehr geht es darum, schwarze Schafe im Produkt-Dschungel zu entlarven und unsere Sammel-Sucht stattdessen mit Kosmetik zu befriedigen, die ohne Tierversuche auskommt. Challenge accepted?

In diesem Artikel erfährst du, warum Tierversuche (leider) immer noch zur gängigen Praxis vieler Beauty-Unternehmen gehören und woran du tierversuchsfreie Kosmetik zuverlässig erkennst. Außerdem verraten wir, worin der Unterschied zu veganer Kosmetik liegt. Stay tuned!

Warum werden immer noch Tierversuche gemacht?

Obwohl das Bewusstsein für Tierrechte und ethische Produktionsmethoden in den vergangen Jahren gestiegen ist, wird in der Kosmetikindustrie noch immer nicht vollständig auf Tierversuche verzichtet. Dies gelingt überwiegend durch Gesetzeslücken. So gilt das Tierversuchsverbot der EU beispielsweise nur für Inhaltsstoffe, die ausschließlich für Kosmetik verwendet werden, was selten der Fall ist.

Ganz im Gegenteil: Fallen die entsprechenden Inhaltsstoffe unter die Europäische Chemikalienverordnung („REACH“), so müssen sie sogar an Tieren getestet worden sein. Zudem gilt das Verbot von Tierversuchen innerhalb der EU nur für neue Produkte. Kosmetik, für die in der Vergangenheit Tierversuche vorgenommen wurden, kann daher auch weiterhin geshoppt werden.

Aber warum werden überhaupt noch Versuche an Tieren gemacht? Berechtigte Frage. Der Hauptgrund dafür liegt in der Verträglichkeitsprüfung. Viele Unternehmen begründen die Tests an Tieren damit, dass sie die Sicherheit ihrer Produkte für den Menschen gewährleisten möchten.

Zum Glück gibt es mittlerweile fortschrittliche Alternativen zu Tierversuchen, die ebenso effektiv und on top wesentlich ethischer sind. Hierfür werden zum Beispiel menschliche Zellen aus dem Labor mit bestimmten Inhaltsstoffen in Verbindung gebracht, um die Verträglichkeit letzterer zu testen. Der Deutsche Tierschutzbund weist sogar darauf hin, dass auf diese Art deutlich „aussagekräftigere Ergebnisse“ erzielt würden.

Kurzum: Es gibt eigentlich keine Legitimation dafür, weiterhin an Tierversuchen festzuhalten, weshalb tierversuchsfreie Kosmetika unsere neuen Go-to-Produkte sind.

Kosmetik ohne Tierversuche: Beliebte Produkte und Brands

Falls du inzwischen schockiert festgestellt hast, dass dein Kosmetikbeutel dringend ein Clean-up benötigt, lass dir gesagt sein: Nobody's perfect! Es ist ganz normal, dass man als Verbraucher*in nicht immer den vollen Überblick behalten kann. Ein erhobener Zeigefinger ist also völlig fehl am Platz.

Aber da es bekanntlich nie zu spät ist, um etwas besser zu machen, greifen wir von jetzt an mit Vorliebe auf tierversuchsfreie Kosmetik zurück. Die steht herkömmlichen Kosmetikprodukten in nichts nach. Das beweisen folgende neun Beauty-Favoriten verschiedener beliebter Brands:

  1. Schöne Haut incoming: Tierversuchsfreies Serum von Paula's Choice
    Tierversuche kommen bei Paula's Choice nicht in die Tüte, weshalb sich die Skincare-Brand mit dem strengen „Leaping Bunny“ ausweisen darf. Diesen Fact feiern wir am liebsten mit einem Beauty-Hero wie dem antioxidativen „25% Vitamin C + Glutathione Clinical Serum“, das unsere Haut im Handumdrehen zum Strahlen bringt und uns einen deutlich gleichmäßigeren, glatteren Teint beschert. Lieben wir!
  2. Naturkosmetik ohne Tierversuche von Charlotte Meentzen
    One capsule a day … Mit der 5-Tage-Ampullen-Kur der Naturkosmetik-Brand Charlotte Meentzen, die sowohl „PETA approved“ als auch NATRUE-zertifiziert ist, verhilfst du deiner Haut zu einem Retreat der besonderen Art. So steht im ersten Schritt die Stärkung der Hautbarriere auf dem Plan, gefolgt von der Entspannung feiner Fältchen wie Linien und abschließender Regeneration.
  3. Veganes Shampoo für sensible Kopfhaut von Garnier
    Vegan und zugleich tierversuchsfrei kommt das milde Shampoo aus der „Wahre Schätze“-Linie des mit dem „Leaping Bunny“ ausgezeichneten Unternehmens Garnier. Der Haar-Helfer im praktischen XL-Format (nachfüllbar und aus recycletem Plastik) richtet sich vor allem an sensibles Haar sowie empfindliche Kopfhaut. Zu diesem Zweck pflegt die Rezeptur mit Reiscreme und Bio-Hafermilch nicht nur besonders sanft, sondern beruhigt auch irritierte Partien.
  4. Auf der tierversuchsfreien Liste von PETA: Gesichtspeeling von No Cosmetics
    AHA und PHA sind no new friends und geben gemeinsam ein unschlagbares Hautpflege-Duo für empfindliche sowie fettige Haut ab! Denn: Während die im chemischen Peeling von No Cosmetics enthaltene AHA-Säure deine Haut von abgestorbenen Hautschüppchen und Co. befreit (ohne dabei zu reizen), liefert PHA-Säure verschiedene Anti-Aging-Effekte und hilft dir dabei, Pigmentflecken loszuwerden. Und das Beste daran: Für deinen neuen Dream-Glow muss kein einziges Tier leiden!
  5. Ohne Tierversuche: Nährende Bodylotion von Grown Alchemist
    Ebenfalls „PETA approved“ ist die hydrierende Körpercreme mit Mandarine und Rosmarinblatt von Grown Alchemist, die deine Haut mit dutzenden Schönmachern - wie Sheabutter, Jojobaöl und Hagebuttenöl - versorgt. Da sie ruckzuck absorbiert, ist die Pflege auch ideal für alle, die es morgens eilig haben, den täglichen Feuchtigkeitskick aber keinesfalls missen möchten!
  6. Tierversuchsfreie Kosmetik für die Lippen von OYESS
    Weil bekanntlich aller guten Dinge drei sind, kommt die natürliche Lippenpflege von OYESS als cutes Trio und inklusive „Leaping Bunny“-Siegel. Mit dabei: ein veganer Lip Balm in der Sorte "Himbeere" (mit der Veganblume zertifiziert), der deine Lips vor dem Austrocknen schützt, ein "Extra Care"-Stick für besonders spröde Lippen und eine „Superfruits“-Lippenpflege mit Bio-Granatapfelsamenöl. Eingerissene Mundwinkel und Co. gehören mit dem Set also endgültig der Vergangenheit an!
  7. Vegane Foundation ohne Tierversuche von Lavera
    Produkte aus dem Naturkosmetik-Haus Lavera sind sowohl „PETA approved“ als auch durch NATRUE oder den Cosmos Standard (Haircare) zertifiziert und damit nachweislich frei von Tierversuchen. Dass es sich bei der „Hyaluron Liquid Foundation“ dann auch noch um vegane Kosmetik handelt, finden wir besonders gut. Der Make-up-Helfer mit mittlerer Deckkraft und natürlichem Finish ist außerdem für jeden Hauttyp geeignet, sodass er auf jeden Fall das Zeug zum neuen best Buddy im Badezimmer besitzt.
  8. PETA-zertifiziertes und veganes Kosmetikprodukt mit Ceramiden von Junglück
    Ceramide gelten als absolute Allrounder in der Skincare und sind derzeit auf Erfolgskurs. Zu recht! Schließlich stärken diese die Hautbarriere und gleichen Feuchtigkeitsdefizite aus. Nur logisch, dass es uns auch das Ceramide Serum mit veganer Formulierung der deutschen Brand Junglück angetan hat, die sich ebenso auf der PETA Positiv-Liste einreihen darf.
  9. Sichert das Tierwohl: Deo mit Wasserlilien-Duft von CDAuf
    der eben erwähnten Liste von PETA ist auch das vegane Deodorant von CD zu finden, für dessen Herstellung keine Tierversuche vorgenommen werden. Auch ungesunde Aluminiumsalze sucht man in dem Produkt mit Veganblume vergeblich. Stattdessen überzeugt der Frischmacher mit pH-hautneutralen, milden Inhaltsstoffen, einem herrlich dezentem Duft und einem 24-Stunden-Schutz vor unangenehmen Körpergerüchen.

Wie erkenne ich tierversuchsfreie Kosmetik?

Tierversuchsfreie Kosmetik zu identifizieren, ist alles andere als easy. Auf welche Red Flags sollte man also achten? Verschiedene Siegel und Zertifizierungen sollen dazu beitragen, Licht ins Dunkel zu bringen.

Im Folgenden stellen wir dir deshalb die wichtigsten Siegel zur Erkennung von tierversuchsfreier Kosmetik vor:

  • Leaping Bunny: Das hüpfende Häschen, welches von der „CCIC“ (Coalition for Consumer Information on Cosmetics - ein Zusammenschluss aus mehreren Tierschutzorganisationen) vergeben wird, ist eines der bekanntesten internationalen Siegel und garantiert, dass weder das Endprodukt noch dessen Inhaltsstoffe an Tieren getestet wurden.
  • PETA-Siegel und PETA-Liste mit tierversuchsfreier Kosmetik: Als eine der führenden Tierschutzorganisationen der Welt gewährt PETA Marken, die Tierversuche nachweislich ablehnen, dass diese das PETA-Logo als eine Art Siegel auf ihren Produkten ausweisen. Zudem stellt PETA Verbraucher*innen eine umfangreiche Liste mit tierversuchsfreien Marken und Produkten („PETA approved“) zur Verfügung.
  • Hase mit schützender Hand (auch „Kaninchen unter schützender Hand“): Vom Deutschen Tierschutzbund in Zusammenarbeit mit dem „IHTN“ (Internationaler Herstellerverband für tierschutzgeprüfte Naturkosmetik, Kosmetik und Naturwaren e.V.) ins Leben gerufen, kennzeichnet der Hase, über dessen Kopf sich schützend eine menschliche Hand legt, Kosmetika, für die auch im weiteren Sinne keine Tierversuche zum Einsatz kommen. Wichtig zu wissen: Seit 2021 wird das Siegel nicht mehr neu vergeben.
  • Veganblume: Verliehen von der Vegan Society, steht die Veganblume für tierversuchsfreie Kosmetik, die zugleich vegan und damit frei von tierischen Inhaltsstoffen ist.

Naturkosmetik ohne Tierversuche

Im Bereich der Naturkosmetik gibt es zudem Siegel, die einerseits gewährleisten, dass das entsprechende Beauty-Essential zu 100 Prozent natürliche Inhaltsstoffe enthält (unsere Haut findet's gut!) und andererseits darauf hinweisen, dass es sich um tierversuchsfreie Naturkosmetik handelt (was allerdings nicht für das gesamte Unternehmen gelten muss).

  • Cosmos Standard: Das COSMOS Standard Siegel zeichnet sich durch strenge Richtlinien für organische und natürliche Kosmetik aus und garantiert dir, dass die zertifizierten Produkte ohne Tierversuche hergestellt werden.
  • BDIH: Auch dieses Siegel steht für kontrollierte Naturkosmetik mit Inhaltsstoffen von hoher Qualität. Zugleich stellt es sicher, dass bei der Entwicklung und Herstellung der zertifizierten Produkte auf Tierversuche verzichtet wird.
  • NATRUE: Das NATRUE-Siegel kennzeichnet ebenfalls Naturkosmetik, für die keine Tierversuche vorgenommen werden. Im Gegensatz zum Cosmos Standard sowie dem BDIH-Siegel wird Verbraucher*innen aber ausschließlich zugesichert, dass das Gesamtprodukt tierversuchsfrei ist, was jedoch nicht auf sämtliche Inhaltsstoffe zutreffen muss.

Vegane Kosmetik vs. tierversuchsfreie Kosmetik - darin liegt der Unterschied

Vegane und tierversuchsfreie Kosmetik werden gerne in einen Topf geworfen. Schließlich können Veganer*innen, die auf tierische Inhaltsstoffe verzichten, kaum befürworten, dass Tiere für vegane Kosmetika leiden müssen und umgekehrt - oder?

Der Grundgedanke ist natürlich nicht verkehrt und vermutlich trifft dieses Credo auch auf die meisten Veganer*innen bzw. Befürworter*innen von tierversuchsfreier Kosmetik zu. Dennoch ist es kein Muss, dass vegane Kosmetik auch ohne Tierversuche auskommt. Gleiches gilt für tierversuchsfreie Kosmetik, die nicht zwangsweise vegan sein muss.

Möchtest du also ganz sichergehen, dass kein Tier für deine liebsten Kosmetikprodukte leiden muss, so solltest du vor dem Kauf deiner Beauty prüfen, ob beides mit entsprechenden Siegeln belegbar ist.

Cruelty Free Shopping & The Leaping Bunny

Garnier und Tierversuche: Ein genauerer Blick

Die Gesundheit und Sicherheit unserer Verbraucher haben für Garnier schon immer höchste Priorität. Genauso wichtig ist uns das Wohlergehen von Tieren. 1989 und damit 14 Jahre früher als es die gesetzlichen Regelungen erforderten, hörte Garnier endgültig auf, seine Produkte an Tieren zu testen. Auch Inhaltsstoffe testet Garnier heute nicht mehr an Tieren und verfolgt diese Richtlinie weltweit sehr genau.

All unsere Produkte sind von Cruelty Free International anerkannt. Cruelty Free International ist die weltweit führende Organisation mit dem Ziel Tierversuche auf der ganzen Welt zu beenden. Das Leaping Bunny Programm verlangt von Marken, ihre gesamte Lieferkette, einschließlich aller Rohstoffe und einzelner Inhaltsstoffe, auf alle Fälle von Tierversuchen zu untersuchen.

Für Garnier bedeutete das: Erklärungen und Beweise von mehr als 500 Lieferanten aus der ganzen Welt einzuholen, die über 2.800 verschiedene Inhaltsstoffe für die Marke beziehen. Seit vielen Monaten arbeiten Garnier und Cruelty Free International zusammen, um diese Beweise zu sichern und sicherzustellen, dass jedes Produkt im globalen Portfolio von Garnier offiziell das Cruelty Free International Leaping Bunny-Siegel tragen kann.

Garnier Produkte werden weltweit verkauft, sind allerdings auf dem chinesischen Markt nicht erhältlich. Grund hierfür ist, dass Kosmetik-Hersteller in China dazu verpflichtet sind, ihre Produkte mit Tierversuchen testen zu lassen, bevor diese überhaupt zugelassen werden können.

L’Oréal setzt sich bereits seit über 10 Jahren bei den chinesischen Behörden und wissenschaftlichen Einrichtungen dafür ein, dass alternative Testmethoden anerkannt werden. Dabei konnten bereits erste Erfolge gefeiert werden. So werden in China hergestellte und verkaufte, bestimmte Kosmetik-Produkte wie Duschgele, Shampoos oder Make-up-Produkte seit 2014 nicht mehr an Tieren getestet.

Der Prozess, in dem wir unsere Produkte testen, erfolgt in vier Schritten. Im ersten Schritt werden potenzielle Rohstoffe und Inhaltsstoffe, im Hinblick auf Qualität und Herkunft analysiert. Als nächstes werden die Rohstoffe mit Hilfe von In-vitro Tests geprüft und auf ihr Risikopotential bewertet. Zusätzlich finden in spezialisierten Instituten auch Untersuchungen mit Probanden statt. Einerseits wird die Verträglichkeit geprüft, zum Beispiel durch die Einbeziehung von Personen mit empfindlicher oder zu Akne neigender Haut. Andererseits wird die Wirksamkeit der Produkte untersucht.

Im dritten Schritt schauen wir uns dann das Zusammenspiel einzelner Inhaltsstoffe bzw. Rohstoffe, also die Produktformulierung, an. Danach sind unsere Produkte fertig und werden auf den Markt gebracht.

Garnier engagiert sich seit 1989 für eine Welt ohne Tierversuche. Von Cruelty Free International im Rahmen des Leaping Bunny Programms offiziell anerkannt zu werden, war immer ein wichtiges Ziel unserer Green Beauty-Mission.

Weil uns der Tierschutz am Herzen liegt, leistet L'Oréal seit über 40 Jahren Pionierarbeit bei der Entwicklung von rekonstruierter menschlicher Haut, mit der sich das Verhalten von kosmetischen Inhaltsstoffen und Produkten auf menschlicher Haut beurteilen lässt.

Um die Leaping Bunny-Siegel zu erhalten, muss eine Marke sicherstellen, dass auch die Lieferanten alle Kriterien für die Anerkennung erfüllen. Für Garnier bedeutete das: Erklärungen und Beweise von mehr als 500 Lieferanten aus der ganzen Welt einzuholen, die über 3.000 verschiedene Inhaltsstoffe für die Marke beziehen.

Im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsprogramms Green Beauty haben wir uns dazu verpflichtet, die Umwelt- und Sozialauswirkungen unserer Produkte zu verbessern.

PETAs Liste für tierversuchsfreie Kosmetik

Wir von PETA Deutschland erhalten fast täglich Anfragen zu tierversuchsfreier Kosmetik. Anstatt sich durch unklare Herstellerangaben zu kämpfen, können Sie einen Blick auf unsere Liste peta-approved.de werfen - nur dort finden sich Marken, die uns schriftlich zugesichert haben, vollständig tierversuchsfrei zu arbeiten.

Unter peta-approved.de finden Sie eine Liste mit Kosmetikfirmen, die bei der Herstellung ihrer Produkte WELTWEIT keinerlei Tierversuche durchführen, in Auftrag geben oder anderweitig in Kauf nehmen. Dies bezieht sich sowohl auf das Endprodukt als auch auf die einzelnen Inhaltsstoffe.

Während Tierversuche am kosmetischen Endprodukt in der EU schon seit Jahren verboten sind, ist es immer noch so, dass neue Produkte in Nicht-EU-Ländern teilweise in Tierversuchen getestet werden müssen.

Bezüglich Firmen, die NICHT auf der Liste geführt werden, können wir keine definitive Aussage dahingehend treffen, ob diese Firmen tatsächlich Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Verbraucher:innen immer wieder nachfragen und Informationen einfordern.

Wenn Sie Produkte von einem Hersteller kaufen möchten, der nicht auf peta-approved.de zu finden ist, können Sie eine Produktanfrage stellen und direkt beim Unternehmen nachfragen, warum bislang keine Zertifizierung vorliegt. Wie testet Ihr Unternehmen seine Produkte? In welchen Ländern sind Ihre Produkte erhältlich?

Diese Fragen zeigen den Unternehmen, dass tierversuchsfreie Produkte von der Kundschaft ausdrücklich gewünscht werden. Gleichzeitig gilt: Solange ein Unternehmen nicht unabhängig zertifiziert ist, sind solche Selbstauskünfte leider nicht belastbar.

Manche Hersteller behaupten beispielsweise, dass die Bezeichnung „tierversuchsfrei“ auf Verpackungen nicht abgedruckt werden darf, da fast jeder Inhaltsstoff von Kosmetikprodukten irgendwann einmal an Tieren getestet wurde.

Die Vergangenheit können wir nicht ändern - daher ist es ausgesprochen wichtig, dass sich Unternehmen dazu entscheiden, tierversuchsfrei zu sein indem sie ab sofort keine Tierversuche mehr für ihre Produkte in Kauf nehmen.

Nach der Europäischen Kosmetikverordnung (Verordnung (EG) Nr. 1223/2009) sind Tierversuche seit 2013 neu geregelt. Das heißt:Sicherheitsnachweise für in der EU verkaufte Kosmetik müssen zwar ohne Tiere auskommen - aber ob für andere Länder Tierversuche gemacht werden, wird nicht kontrolliert und ist somit auch nicht verboten.

tags: #garnier #shampoo #tierversuche

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen