Fungoral Shampoo: Erfahrungen, Anwendung und Wirkung

FUNGORAL 2% Lösung mit Ketoconazol bekämpft effektiv Pilzinfektionen der Haut und Kopfhaut. Schuppen sind häufig kein kosmetisches Problem, sondern eine Krankheit, da die Ursache von schuppigem Haar oft eine Pilzinfektion der Kopfhaut ist.

Die häufigste Ursache für Schuppen ist der Hefepilz Malassezia furfur. Er tritt ganz natürlich in einer Konzentration von bis zu 46 % bei jeder Person in der Mikroflora der Kopfhaut auf. Schuppen betreffen mehr Männer als Frauen. Ein Grund hierfür ist, dass Männer hormonell bedingt mehr Talg produzieren.

FUNGORAL ist ein medizinisches Shampoo zur Behandlung von Schuppen und seborrhoischer Dermatitis mit Schuppung und Juckreiz.

Anwendung von Fungoral Shampoo

Eine kleine Menge des FUNGORAL Anti Schuppen Lösung (6ml) auf das nasse Haar geben, wie ein Shampoo aufschäumen und für 3 bis 5 Minuten einwirken lassen. Die betroffenen Stellen der Kopfhaut mit FUNGORAL waschen und 3 bis 5 Minuten einwirken lassen, bevor es ausgespült wird.

Dosierung von FUNGORAL 2% Lösung:

  • Bei seborrhoischer Dermatitis: Erwachsene - eine ausreichende Menge, 2-mal wöchentlich.
  • Bei Hautflechte durch Kleienpilz: Erwachsene - eine ausreichende Menge, 1-mal täglich.

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Anwendungshinweise:

  1. Reiben Sie das Arzneimittel in die Kopfhaut ein.
  2. Zuvor feuchten Sie die betroffene(n) Stelle(n) mit Wasser an.
  3. Das Arzneimittel sollte 3-5 Minuten auf der Haut einwirken.
  4. Danach spülen Sie es mit viel warmem Wasser aus.
  5. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen.

Dauer der Anwendung:

  • Bei seborrhoischer Dermatitis: 2-4 Wochen, zur Prophylaxe jede 2. Woche über 12 Wochen bis maximal 6 Monate.
  • Bei Hautflechte durch Kleienpilz: maximal 5 Tage.

Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 2 Wochen anwenden, wenn keine Besserung der Beschwerden nach dieser Zeit eingetreten ist.

Wirkungsweise von Ketoconazol

Der Wirkstoff Ketoconazol ist ein Antimykotikum, welches Anwendung in der Therapie folgender Erkrankungen findet:

  • Endogenes Cushing Syndrom bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahren
  • Seborrhoische Dermatitis bei Erwachsenen und Jugendlichen
  • Pityriasis versicolor bei Erwachsenen und Jugendlichen
  • Dermatomykosen wie z. B. Tinea pedis/cruris/corporis, Mikrosporien sowie Soormykosen bei Erwachsenen

Bei äußerlicher Anwendung schädigt der Wirkstoff Ketoconazol die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von auf der Haut wachsenden Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert.

Ketoconazol ist ein Imidazol-Derivat, welches als starker Blockierer der Steroidogenese durch seine Eigenschaften als Hemmer der Cytochrom-P450-Enzyme in der Nebenniere wirkt. Es blockiert insbesondere die 17α-Hydroxylase und beeinflusst zudem die 11-Hydroxylierung sowie bei höherer Dosierung die Spaltung von Cholesterinseitenketten, wodurch es sowohl die Cortison- als auch die Aldosteronsynthese unterdrückt.

Zudem wirkt Ketoconazol als Antimykotikum stark gegen die Ergosterinbiosynthese, einem wesentlichen Bestandteil der Zellmembran von Pilzen. Diese Substanz reguliert die Membranpermeabilität und modifiziert andere Lipidbestandteile der Zellmembran. Bei fungistatischer Wirkung fördert es die Vermehrung des Plasmalemmas und die Verdickung der Zellwand, was zu Änderungen in der Membranpermeabilität führt und die Aufnahme essenzieller Nährstoffe behindert. In fungizider Konzentration verursacht es die Nekrotisierung des Zellinneren.

Ketoconazol ist effektiv gegen diverse Pilzerreger, inklusive Dermatophyten und Hefen wie Malassezia spp., die bei seborrhoischer Dermatitis eine Rolle spielen.

Wichtige Hinweise und Gegenanzeigen

Gegenanzeigen:

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
  • Stillzeit: Das Arzneimittel sollte nicht auf die Brust aufgetragen werden.

Wichtige Hinweise:

  • Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Clotrimazol)!
  • Vorsicht bei Allergie gegen Formaldehyd (E-Nummer E 239)!
  • Konservierungsstoffe (z.B. Benzoesäure und Benzoate, E 210, E 211, E 212, E 213) können Reizungen an Haut, Augen und Schleimhäuten hervorrufen.
  • Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Perubalsam und Zimt.

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
    • Hautrötung
    • Juckreiz
    • Brennen auf der Haut
    • Kontaktdermatitis (Allergische Hautreaktionen, die erst bei wiederholter Anwendung auftreten)

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Haarschuppen? So wirst du sie los!

Lagerung

Das Arzneimittel muss:

  • vor Hitze geschützt
  • vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
  • aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Monate verwendet werden!

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