Abstehende Ohren, auch bekannt als Segelohren, können für viele Menschen eine Quelle der Unsicherheit sein. Schätzungen zufolge haben etwa 5% der Bevölkerung mehr oder weniger stark ausgeprägte Segelohren. Obwohl sie kein physisches Problem darstellen, können sie das Selbstbewusstsein beeinträchtigen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten, Segelohren zu kaschieren oder sie durch operative Eingriffe korrigieren zu lassen.
Allgemein spricht man von Segelohren, wenn der Winkel zwischen Ohr und Kopf größer als 30 Grad ist. Die Ursache liegt meist in einer fehlenden Anthelix, der Umschlagsfalte am Rand der Ohrmuschel. In manchen Fällen ist auch eine zu ausgeprägte Concha (Ohrmulde) verantwortlich. Segelohren sind genetisch bedingt und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
Oft zeigen sich Segelohren bei Babys schon wenige Tage nach der Geburt. In der Medizin spricht man von einer Otapostasis, wenn die Ohren mehr als 2cm vom Kopf abstehen oder der Winkel von Ohrmuschel zu Schläfenbein über 30 Grad beträgt. Ab wann Segelohren als diese wahrgenommen werden, hängt jedoch auch von der Kopfform und Frisur ab.
Eine einfache Möglichkeit, Segelohren zu kaschieren, ist die Wahl der richtigen Frisur. Hier sind einige Tipps:
Es gibt jedoch auch Situationen, in denen lange Haare unpraktisch sind. In solchen Fällen können Accessoires wie Caps oder Haarbänder helfen, die Ohren zu verdecken.
Die einzige dauerhafte Lösung für Segelohren ist eine Operation, die sogenannte Otopexie oder Otoplastik. Dabei wird der Abstand zwischen Ohr und Kopf verringert und die Ohrmuschel neu geformt. Es gibt verschiedene OP-Methoden:
Die Fadenmethode nach Dr. Muringaseril gilt als besonders schonend, da sie die dreidimensionale Struktur des Ohres berücksichtigt und individuell auf den Patienten eingeht.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Kein Schnitt erforderlich | Nicht für alle Ohrenformen geeignet |
| Geringeres Risiko von Komplikationen | Erfahrung des Operateurs ist entscheidend |
| Schonender Eingriff |
Es kursieren viele Methoden im Internet, was man gegen Segelohren bei Babys machen kann, jedoch ist keine Methode erfolgreich. Oft werden Babys mit Mullbinden, Stirnbändern oder Mützen die Ohren angelegt, in der Hoffnung, dass diese so bleiben, da der Knorpel noch weich ist. Die Auswirkungen dieser Methoden sind als sehr gering einzustufen.
Letztendlich ist es wichtig, sich mit seiner Ohrenform wohlzufühlen. Viele Menschen mit Segelohren haben gelernt, diese selbstbewusst zu tragen und sehen sie als Teil ihrer Persönlichkeit.
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