Afrolocken: Die ultimative Anleitung für Pflege und Styling

Jeder Haartyp benötigt eine spezielle Pflege, ein individuelles Styling und darauf abgestimmte Produkte, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Ganz allgemein wird das Haar in vier Haartypen eingeteilt: glatt (Typ 1), wellig (Typ 2), lockig (Typ 3) und Afrolocken (Typ 4). Es ist wichtig zu betonen, dass Haartypen und -strukturen sehr vielfältig sind und sich auch vermischen können. Es handelt sich also eher um eine grobe Einteilung, die jedoch eine gute Orientierung bietet, um die eigene Haarroutine zu optimieren und an das eigene Haar anzupassen.

Du hast Afrolocken? Dann lies unbedingt weiter, denn wir haben Hair- und Make-up-Artist und Afro-Haar-Expertin Rim Zemuye nach ihren besten Tipps gefragt, die deine Haarroutine in allen Bereichen auf das nächste Level bringen werden.

Was Afrolocken ausmacht

Beim Haartyp 4, also Afrolocken, handelt es sich um dichte, superlockige und voluminöse Naturlocken. Außerdem ist jede Afrolocke extrem individuell, weshalb unterschiedliche Afro-Haartypen vorkommen. Schaut man sich die Form der Locke des Haartyps 4 genauer an, variiert ihre Struktur von S-förmigen kleinen Locken, kleinen spiralförmigen Locken, Z-förmigen wenig definierten Locken bis hin zu 75 Prozent zusammengezogenen superdichten Naturlocken.

12 Expertentipps für die perfekte Afrolocken-Pflege und Styling

Wir haben mit Rim Zemuye gesprochen, die uns ihre 12 besten Tipps für Pflege und Styling verraten hat - plus: Auf welche Produkte man nie verzichten sollte.

Top 3: Pflege-Tipps für Afrolocken

  1. Haare nicht zu häufig und mit Spülung waschen: Afro-Haar neigt dazu, trocken zu sein. Daher ist es für die Pflege sehr wichtig, die Haare nicht häufig zu waschen, da sonst die körpereigenen Fette entfernt werden. Für gewöhnlich werden Afrolocken alle eineinhalb bis zwei Wochen mit einem milden Shampoo gewaschen, da zu viel Shampoo dem Haar Feuchtigkeit entzieht und die Locken strapaziert. Daher empfehle ich alternativ, mit Conditioner die Haare zu waschen.
  2. Die Haare während des Haarewaschens richtig kämmen: Während der Conditioner oder die Kur bei der Haarwäsche einwirkt, ist es wichtig, die Haare Strähne für Strähne mit einem groben Kamm oder einer speziellen Detangling-Bürste zu kämmen. Unten bei den Spitzen beginnen und Stück für Stück Richtung Ansatz vorarbeiten. Am schonendsten geht es vorsichtig im nassen Zustand.
  3. Feuchtigkeit möglichst lange in den Haaren halten: Um die Feuchtigkeit in den Haaren zu behalten, werden Leave-in-Conditioner und Haaröl verwendet. Haaröl versiegelt die Pflege zum Schluss. Trocknen lassen und danach nicht mehr kämmen. Nur mit Feuchtigkeit oder einem Stylingfluid in Form kneten. Nicht vergessen, alle vier Wochen zusätzlich eine reichhaltige Haarmaske zu nutzen.

Top-DIY-Hack von Rim Zemuye: “Eine Sprühflasche mit einer Kombination aus destilliertem Wasser und Leave-in-Conditioner befüllen, das hilft dabei, dass die Haare die Produkte besser aufnehmen können, und auch das Styling geht leichter.”

Top 3: Styling-Tipps für Afrolocken

  1. Schützende Haarstyles: Afro-Haare lassen sich vielseitig stylen - Braids, Bantu Knots, Afro, Twist oder auch Cornrows sind tolle Frisuren. Die Haare werden dadurch vor schädlichen Umwelteinflüssen, übermäßigem Bürsten, Zerren und Brechen geschützt. Außerdem können einige der Flechtfrisuren mehrere Wochen getragen werden.
  2. Vielseitige Haarschnitte: Neben den vielen tollen Flechtfrisuren gibt es auch ebenfalls viele tolle Afro-Haarschnitte, z.B. Afro Bob, Afro Pixie oder Afro mit Pony.
  3. Schlafe niemals mit offenen Haaren: Egal ob die Haare geflochten oder ungeflochten sind, man sollte sie immer hochbinden oder zu Zöpfen flechten. Danach in einen Satin-Head-Wrap (Turban) wickeln zum Schlafen und spezielle Kissenbezüge aus Satin benutzen. Wenn man diese Kombinationen anwendet, ist man auf dem besten Weg, die Afrolocken zu erhalten.

Top-DIY-Hack von Rim Zemuye: “Durch Spliss brechen deine Afrolocken ab, weshalb regelmäßiges (alle zwei bis drei Monate) Spitzenschneiden wichtig für eine gesunde und nachhaltige Afro-Haar-Routine ist.”

Top 3: Must-have-Produkte für Afrolocken

  1. Natürliche Inhaltsstoffe: Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen, die frei von Sulfaten und Silikonen sind, sind ein Muss: Die natürliche Haarpflege sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit erhalten bleibt und das Haar nicht austrocknet.
  2. Spezielle Afro-Pflege-Produkte: Ideal sind spezielle Afro-Pflege-Produkte: mildes Shampoo, Leave-in-Conditoner, Haarmaske, Haaröl Feuchtigkeitsspray, Haarlotion oder Haarcreme.
  3. Afro-Haar-Utensilien: Diese Afro-Haar-Utensilien sind ein Must-have: Afrokamm oder Detangling-Bürste, Sprühflasche, Satin Head Wrap, Trennkamm, Edges Brush und ein Kamm-Föhn bzw.

Afro-Haare, genauer gesagt Haarstrukturen, die sich dem Bereich lockiges bis krauses Haar (in der Fachsprache als 3a-4c-Typ bekannt) zuordnen lassen, werden oft mit den Attributen aufwendig und zeitintensiv bedacht. Wer sich jedoch einmal mit seinem Haartyp und den speziellen Bedürfnissen auseinandergesetzt hat, wird schnell merken, auch Afro-Haare sind einfach zu handhaben - wenn man weiß, was zu beachten ist.

"Natural Hair"-Journeys sind langwierige (und sehr individuelle) Prozesse, die durch eine fehlende Repräsentation in der Popkultur und gängigen Medien, nicht unbedingt erleichtert werden. Dennoch ist es schön zu beobachten, dass es in den vergangenen Jahren immer mehr natürliche Styles, wie der Afro oder verschiedene Braid-Varianten, auf die Catwalks der großen Fashion Shows geschafft haben. Mit ihnen als Inspiration brechen wir mit dem Mythos, dass das Styling von Afro-Haaren immer aufwendig ist - denn wie bei allen anderen Haarstrukturen kommt es auch hier immer auf das Know-how und How-to an.

Afro-Haare, die als sehr politisch wahrgenommen werden, sind ein wichtiges Mittel zum Ausdruck und zu der Suche der eigenen Identität. Durch eurozentrische Schönheitsideale und die fehlende Repräsentation in den Medien und schwerem Zugang zu geeigneten Pflegeprodukten (die oft nur über Umwege und nicht gerade kostengünstig erworben werden können) ist es besonders für junge schwarze Frauen eine Herausforderung, ihre natürliche Haarpracht zu tragen und zu feiern - glücklicherweise ändert sich das immer mehr und besonders durch die sozialen Netzwerke und YouTube begeistern sich immer mehr Anhänger:innen für "Natural Hair"-Looks.

Warum deine Afro Haare nicht wachsen | 6 Tipps | Produktempfehlung für lockige Haare

5 einfache Frisuren für Afro-Haare (und Locken)

Inspiriert von den Beauty-Looks für 2021 haben wir für Sie 5 Frisuren herausgesucht, mit denen Sie Ihr Haar schnell und einfach stylen können - denn bei den langsam steigenden Temperaturen sollten Sie sich von Kopf bis Fuß auf den kommenden Frühjahrsbeginn einstellen.

1. Braids

Braids oder auch Flechtfrisuren im Allgemeinen sind eine tolle Möglichkeit, den Afro-Haaren eine intensive Pflege zu genehmigen. Für ein längeres Tragen gedacht ist es hierbei wichtig, die Haare zuvor darauf vorbereitet zu haben. Für Anfänger:innen ist es am einfachsten, kleine Zöpfe zu flechten - also Braids, die nicht am Kopf anliegen, sondern lose herunterhängen. Dazu werden kleine Partien abgeteilt und bis zu den Spitzen geflochten. Fixiert kann das Ende mit einem Haargummi werden und je nach Haarstruktur halten die Enden auch von selbst. Komplizierter wird es, wenn es darum geht, Cornrows zu flechten. Diese Art Braids liegen direkt an der Kopfhaut an und geht erst in lose Zöpfe über, wenn sie den Nackenbereich erreicht haben. Das Schöne hierbei, es muss nicht bis zum Ende geflochten werden, sondern kann auch als Stilmittel gezielt Verwendung finden. Nutzen Sie die Zeit mit Ihren Braids und pflegen Sie Ihre Kopfhaut und die Spitzen mit einem leichten Haaröl.

2. Der Afro

Der Afro, die wohl natürlichste Form seine Haare zu tragen, ist ein unglaublich empowernder Hair-Style - charakteristisch wird er mit starken Frauen, wie Freiheitskämpferin Angela Davis oder Pop-Ikone Diana Ross assoziiert. Nicht jede:r hat das Glück, dass die Haartextur diese Frisur sofort zulässt, und so werden die Haare in die perfekte Form gekämmt und gestylt. Hierbei ist mit Vorsicht vorzugehen, da die Haarstruktur nicht beschädigt werden sollte. Kämmen Sie Ihre Haare von den Spitzen beginnend mit einem grobzinkigen Kamm (oder bürsten Sie Ihre Afro-Haare auf, für einen Look mit Extra-Volumen) und nutzen Sie einen Afro-Pick, wenn es darum geht, Volumen in den Haaransatz zu zaubern. Auch hier kann zum Unterstützen beim Kämmen ein Wasserspray sowie weitere Pflegeprodukte wie Öle und Moisturizer verwendet werden.

3. Sleek Buns

Für alle, die eine zurückhaltende Frisur bevorzugen, bei der die Haare aus dem Gesicht gehalten werden, ist dieser Hair-Style zu empfehlen - besonders praktisch sind die Sleek Buns auch, wenn der Waschtag hinausgezögert werden will oder die Haare einfach nicht mehr so wollen, wie man selbst. Benötigt wird hierbei eine Bürste oder ein Kamm, mit der oder dem die Haare glatt und straff zu einem Zopf gekämmt werden. Damit die Locken eng am Kopf anliegen, kann dabei mit einem Leave-in-Conditioner, Haaröl oder einem Gel gearbeitet werden (zuvor die Haare anfeuchten) - dadurch erhalten sie noch ein bisschen Pflege und bekommen ein schön glänzendes Finish. Je nachdem, wo der Zopf sitzen soll, kann in der Höhe variiert werden. Diese Frisur funktioniert gut mit einem eleganten, tief sitzenden Dutt oder einem hohen.

4. Bantu Knots oder Space Buns

Bantu Knots, ein traditioneller afrikanischer Hair-Style, wurden schon von Stars wie Rihanna und Beyoncé getragen. In der Funktion als Protective-Style schützen sie die Haare vor den wechselnden Temperatureinflüssen, die gerade die Übergangszeit in den Frühling bereithält. Bantu Knots sehen erst mal aufwendig aus, hat man jedoch den Dreh herausgefunden, sind sie supereinfach in der Handhabung und sehen dazu auch noch sehr besonders aus. Die Haare werden in gleich große Sektionen geteilt und mit einer Haarklammer fixiert - je nachdem, wie viele Bantu Knots gewünscht sind, kann in der Auswahl der Größe variiert werden. Dann arbeiten Sie sich von Sektion zu Sektion vor und drehen die Strähnen ein (als würden Sie einen Dutt machen), bis sie sich um sich selbst drehen und einen kleinen Knoten bilden. Fixieren Sie den Bantu Knot mit einem dünnen Haargummi oder akzentuieren Sie ihn mit größeren bunten Scrunchies. Wichtig zu beachten ist auch hier, vorsichtig vorzugehen und die zuvor genannten Pflegeprodukte mit einzubeziehen.

5. Fantasievolle Twists und Zöpfe

Bei diesem Teil ist die eigene Kreativität gefragt. Kombinieren Sie die anderen Frisuren untereinander und lassen Sie sich von den Beauty-Looks vom Runway und der Popkultur inspirieren. Mit Afro-Haaren sind Ihnen bei der Frisurenwahl keine Grenzen gesetzt, und Sie können sich ausprobieren und so die eigenen Haare und ihre individuellen Bedürfnisse besser kennenlernen. Besonders toll ist in dem Zusammenhang, dass die meisten der vorher genannten Frisuren, nachdem man sie aufgeflochten oder -gedreht hat, als Twist-out einen weiteren coolen Hair-Style ergeben, bei dem man letztendlich eine definierte und einheitliche Lockung der Haare erhält.

Styling-Tipps für Afro-Haare: Entdecke deine individuelle Haarstruktur

Bei der Verwendung des Terminus "Natural Hair" entsteht oft das Bild von losen, weniger krausen Lockentypen - jedoch bezieht sich die Beschreibung hierbei auf den Zustand der Haare, der in diesem Fall so natürlich wie möglich sein sollte. Das bedeutet frei von chemischen Veränderungen, Wigs (Perücken) oder Braids. Im Englischen sind die Begrifflichkeiten bei der Einordnung der Locken-Strukturen deutlich differenzierter, und so sprechen wir bei Afro-Haaren oft von "kinky", "coily" oder "curly". "Coily" steht hierbei für die stärkste Lockenstruktur und umfasst kompakte Spiralen, Korkenzieher-Formen und zickzackartige Wellenmuster, die alle einen sehr engen Durchmesser besitzen. Demnach fallen alle anderen Afro-Haar-Strukturen (die eine nicht so enge Lockung besitzen) unter die Begrifflichkeiten "curly" und "kinky" - nehmen Sie sich Zeit und entdecken Sie Ihre individuelle Afro-Haar-Struktur, die durch ihre Diversität einzigartig ist. Je nachdem, wie sie also frisiert und gepflegt werden, können sie tagtäglich (durch den Styling-Prozess beeinflusst) eine unterschiedliche Gestalt annehmen.

Warum die richtige Pflege wichtig ist

Wie bereits erwähnt, haben die unterschiedlichen Lockentypen andere Bedürfnisse. Leichte Haare benötigen leichtere Produkte, andere wiederum mehr Feuchtigkeit und Pflege. Hierbei kann jedoch die Faustregel aufgestellt werden, dass Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen, frei von Sulfaten und Silikonen ein Muss für die Haar-Routine sein sollten. Die natürlichen Produkte sorgen nach der Haarwäsche dafür, dass die Feuchtigkeit da bleibt, wo sie hinsoll, und gehen dabei sicher, dass die Haare nicht austrocknen und schön gepflegt bleiben. Auch beim Frisieren sollten Sie also immer schonend und möglichst vorsichtig behandelt werden, damit sie nicht brechen und die Frisuren ihre (teilweise) schützende Wirkung ausüben können. (Styling-Tipp: Schenken Sie Ihren Haaren regelmäßig Liebe und Aufmerksamkeit sowie genügend feuchtigkeitsspendende Pflege - Sie werden sehen, es lohnt sich!)

Welche Styling-Produkte können verwendet werden?

Produkte, die auf jeden Fall in den Frisier-Prozess integriert werden sollten, sind ein Leave-in-Conditioner, Wasser und ein Haaröl. Damit die Pflegeprodukte auch im Haar bleiben und dort ihre Wirkung entfalten können, ist es essenziell, die Produkte im feuchten Zustand einzuarbeiten. Dafür kann eine einfache Pumpflasche mit Wasser oder der Kombination aus Wasser und ein wenig Leave-in-Conditioner befüllt werden - so können die Haare die Produkte besser aufnehmen, und auch das Styling fällt einfacher. Zuerst wird der Leave-in-Conditioner verwendet, der für die Feuchtigkeitspflege sorgt.

Tipps und Tricks für deine Naturlocken

Einen Friseur zu finden, der sich mit Naturlocken auskennt, ist ganz schön schwierig. Oft verzweifelt man auf der Suche und lässt längst nicht jeden herkömmlichen Coiffeur an seine Lockenmähne ran.

Sollte man Spitzen bei (Afro)Locken regelmäßig schneiden?

Hanna: Ja, ich empfehle 2 -4 mal im Jahr die Spitzen zu schneiden. Es kommt auch ein bisschen darauf an welchen Haarschnitt du aktuell trägst und welches Haarziel du verfolgst.

Wie merke ich, dass es Zeit ist für einen Spitzenhaarschnitt meiner Naturlocken?

Hanna: Das ist ganz verschieden. Ich zum Beispiel färbe meine Haare und merke es entweder an Haarspliss oder an kleinen Knötchen an den Haarenden. Das sind Zeichen fürs Spitzen schneiden, auch wenn es nur ein 1 cm ist.

Kann jeder Friseur Afrolocken schneiden? Gibt es eine spezielle Ausbildung fürs Locken schneiden?

Hanna: Es gibt verschiedene Weiterbildungen nach deiner Ausbildung zum Friseur. In der Ausbildung selbst geht es um Themen wie: Aufbau vom Haar, chemische Eigenschaften des Haars usw. Wenn du dich auf Locken spezialisieren möchtest, sind es Kurse die du nach der Ausbildung machst. Es ist immer besser zu einem Friseur zu gehen, der Verständnis für das Haar hat und dir nicht schon mit den Blicken signalisiert, dass er mit dem Haar nicht umgehen kann oder weiß was er damit anfangen soll. Ich würde immer empfehlen mir von jemandem die Haare schneiden zu lassen, der sich auf das Locken schneiden spezialisiert hat und das nötige Know-How inkl. den richtigen Produkten mitbringt.

Wie lange nimmst du Dir Zeit für einen Lockenhaarschnitt?

Hanna: Ich nehme mir Zeit für jede Haarsträhne. Von der Beratung über das Waschen, dem Haarschnitt bis zum Styling rechne ich mit ca. 2,5 h. Bei welligem Haar brauche ich ca. 1,5 -2 h. Bei krausem Haar sind es 2,5 h.

Gehst du bei den verschiedenen Lockentypen (2a - 4c) unterschiedlich vor?

Hanna: Im großen und ganzen gibt es keine Unterschiede. Ich arbeite bei allen Lockentypen, egal ob wellig oder kinky curly, mit der Struktur des Haares. Bei einem Nasshaarschnitt werden die Haare nass gemacht, ausgekämmt und mit einem Kamm gerade geschnitten. Logischerweise funktioniert das mit Locken nicht, denn so entstehen Unebenheiten. Denn jede Locke hat ihre eigene Sprungkraft.

Kann man mit der richtigen Schneidetechnik definierte Krauselocken bekommen?

Hanna: ich kann das Haar natürlich nicht verändern mit dem Haarschnitt. Man kann mit den richtigen Produkten und Styling arbeiten, damit man mehr an Länge gewinnt. Wenn du kinky curly Haare hast, empfehle ich mit Techniken wie Bantu Knots, Twistouts, etc zu arbeiten. Bantu Knots sind aufgedrehte Haarsträhnen im nassen Zustand. Stell dir vor du würdest dir Lockenwickler reindrehen, nur eben ohne Wickler. Deine Lockenstruktur verändert sich dadurch und das Ergebnis hält bis zur nächsten Haarwäsche.

Sollte man Naturlocken im trockenen oder nassen Zustand schneiden?

Hanna: Ich empfehle die Locken in trockenem Zustand zu schneiden. So habe ich es bei meiner Weiterbildung in New York gelernt. Mir ist wichtig, dass meine Kunden zu mir am besten mit offenen, entwirrten Haaren und ohne Stylingprodukt im Haar kommen. Damit kann ich sehen, wie jede Locke fällt und wie die natürliche Haarstruktur ist. So kann ich die Locken einzeln schneiden. Danach mache ich den Co-Wash und schaue mir den Haarschnitt in nassem Zustand an. Den wesentlichen Schnitt mache ich aber im Trockenen.

Kann ich mir meine Locken auch selbst schneiden?

Hanna: es kommt darauf an wie du dich traust (lacht). Ich kenne viele Leute die sagen, ich probier das einfach mal aus! Dann bitte aber eine richtige Haarschere benutzen und keine Nagelschere oder Papierschere, das tut dem Haar nicht gut. Grundsätzlich empfiehlt sich auf alle Fälle ein Besuch beim Friseur.

Zum Schluss - euer ultimativer Geheimtipp beim Locken schneiden? Was ist euer Geheimrezept?

Hanna: Die Liebe zum Haar und das Verständnis zum Haar macht es aus. Man muss das Haar lieben.

Dein Haar ist glatt, doch du willst lieber Afro Haare tragen. Und jemand mit Naturkrause sehnt sich nach glatten Strähnen. Zum Glück jedoch finden kreative Köpfe für alles eine Lösung!

Afro Frisuren für Männer und Kinder sind selbstverständlich auch vertreten. Es ist wichtig, mit sauberem Haar zu starten. Wenn die Zeit knapp ist, reicht es bei entsprechender Haarlänge, nur die Deckhaare zu glätten. Das Geheimnis schön definierter Locken ist gesundes Haar. Je gesünder die Strähnen sind, umso besser gelingt dir das Afro Haar Styling. Also steht zuerst die LOC-Routine an: Entwirren, Leave-in Conditioner* und Versiegeln.

Beim Afro Haare twisten fängst du alle kürzeren Haarspitzen ein, sodass die Locken stärker definieren als bei “glatt” verflochtenen Strähnen. So definiert kannst du gepflegt deine Afro Haare offen tragen.

Ein beliebtes Accessoire bei Afro Frisuren für Frauen ist ein breites Haarband*. Über der Stirn getragen sieht es noch authentischer aus, und es bedeckt frech abstehende Babyhaare am Ansatz.

Afro Haare Zöpfe, die beliebte Urlaubsfrisur, werden über den ganzen Kopf sehr fein verflochten und einzeln belassen.

Lilysilk Haarband* Schöne Farben. Seidiges Material.

Echthaar-Extensions sind ziemlich teuer, doch ergeben einen natürlichen Look. Weitaus beliebter und in allen möglichen Farben und Strukturen erhältlich sind synthetische Extensions. Von langem Haar in der Naturfarbe bis zum aktuellen “Afro Haare Ombre Look” in schrillem Farbverlauf - das alles macht “Instant-Hair” sofort möglich.

Weaving ist eine schonende Methode, die beim Afro Haare stylen angewandt wird. Das eigene Haar benötigt nur 5 cm Länge, um mit Micro-Braids Extensions vom Haaransatz zu verflechten, für Cornrown sind 10 cm Naturhaar nötig.

Juziviee Pferdeschwanz Extensions* Sehr angenehmer Tragekomfort. Länge: ca.

Stevie Wonder trägt sie genau so wie die Fußballstars Renato Sanches oder Javier Balboa: exakt gezirkelte Cornrows.

Bei schwarzen Männerfrisuren führt zurzeit kein Weg am Undercut vorbei.

Pflegeleicht müssen sie sein und es darf nicht ziepen: Es ist einfacher gesagt als getan, naturkrause Kinderhaare zu pflegen. Auf Afro Haar Styling mit chemischen Glättmitteln sollte so lange wie möglich verzichtet werden, da Kinderhaut viel empfindlicher auf aggressive Substanzen reagiert.

Ein gutes Finish hält deinen Style in Form und schützt das Haar vor Frizz-Attacken bei zu trockener oder zu feuchter Umgebung.

Gel* ist in verschiedenen Stärke-Graden erhältlich. Es definiert einzelne Partien und erzeugt eine Art „Wet-Look“, der im Haar regelrecht erstarrt.

Cantu Twist&Lock Gel* Weit über 10.000 Bewertungen können sich nicht irren.

Wachs* beschwert das Haar und versiegelt es.

Swiss-o-Par Kokos Haarwachs* Hervorragendes Haarwachs.

Schön soft fallen die Locken, indem du eine Strähne um zwei Finger drehst und die Schnecke auf dem Kopf mit jeweils zwei Haarklammern* feststeckst. Dafür brauchst du einen extradünnen Lockenstab*. Mehr Sprungkraft erzielst du mit einem aktivierendem Spray.

Afro Haare machen Spaß, deshalb sollst auch du mit glatten Haaren dieses Gefühl selbst einmal erleben. Rastazöpfe oder Cornrows machen aus dir für einige Monate einen ganz neuen Typen.

Weitere Tipps, um Locken selber zu machen findest Du in diesem Ratgeber.

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