Der Stufenschnitt hat eine lange Geschichte und ist immer wieder ein beliebter Trend. Klassisch wurde er durch Jennifer Aniston in der Serie "Friends" bekannt, wo sie ihr Haar sehr fransig und stufig trug. Dieser Schnitt erlebt immer wieder ein Comeback, oft in noch trendbewussteren und stilsichereren Varianten. Fransige Stufenschnitte dominierten in den letzten Jahren die Frisurentrends, was Grund genug ist, sich dieses Phänomen genauer anzusehen.
Ein Stufenschnitt kann viele Gesichter haben und unterschiedliche Längen und Strukturen aufweisen. Ob die Stufen auf Ohrhöhe beginnen, schulterlang sind oder bis zur Taille reichen - sobald das Haar in Stufen geschnitten ist, spricht man von einem Stufenschnitt. In der Regel sind das Deckhaar am Oberkopf und die Frontpartie rund um das Gesicht kürzer als die restlichen Längen. Die Übergänge zwischen den Stufen können dabei stark oder weich sein. Es gibt fransige, subtile, markante und sogar versteckte Stufen.
Kurz gesagt: Jede*r kann einen Stufenschnitt tragen. Allerdings sollte man darauf achten, den Stufenschnitt an die eigene Haarstruktur anzupassen. Es gibt viele Gründe, warum dieser Schnitt immer wieder an die Spitze der Frisurentrends zurückkehrt. Er wird oft genutzt, um einer Frisur mehr Schwung, Dynamik und Leichtigkeit zu verleihen. Stufen können die Haare fülliger und lockerer fallen lassen, aber auch Fülle wegnehmen, wo dicke Haare zu schwer wirken. Zudem kann ein Stufenschnitt Locken und Wellen besser zur Geltung bringen oder Haarfarben ins richtige Licht rücken. Stufen rund um das Gesicht wirken schmeichelhaft, je nach Gesichtsform. Ein Stufenschnitt kann also ein echtes Upgrade für die eigene Frisur sein, wenn man den richtigen Schnitt für den richtigen Zweck findet.
Suchen Sie nach einer prominenten Person, die Ihrem Haar möglichst ähnlich sieht. Dies kann ein*e Schauspieler*in oder ein Model aus einer Shampoo-Werbung sein.
Dickes Haar: Dickes Haar wirkt oft sehr füllig oder schwer und kann mit Stufen geschickt ausgedünnt werden. Stylist*innen greifen dann zu sogenannten Freehand-Stufen oder schneiden die klassischen Stufen. Die mittellangen bis langen Haare werden von oben tannenbaumartig durchgestuft. Um zu vermeiden, dass die Spitzen zu dünn wirken, kann man die Point Cutting Technik einsetzen, um weiche Übergänge zu schaffen. Kurze, dicke Haare werden meist etwas fransiger geschnitten.
Dünnes Haar: Umgekehrt kann man in dünnes Haar dank Stufen mehr Volumen bringen. Hierbei sollte man darauf achten, dass die Lagen nicht zu markant und die Stufen nicht zu kantig werden. Leichte Abstufungen und weiche Übergänge sorgen dafür, dass die Lagen feines Haar voller wirken lassen, als es ist. Um spiegelglattem Haar mehr Schwung zu verleihen, kann man sogenannte versteckte Stufen schneiden, bei denen die Lagen kaum erkennbar und subtil platziert sind. Es genügt oft, einzelne Partien zu schneiden, die mehr Bewegung gebrauchen können, wie zum Beispiel die Gesichtspartie.
Lockiges Haar: Ebenso wie glattes Haar können auch Locken und Wellen manchmal mehr Bewegung und Sprungkraft gebrauchen. Stufen sind dafür ideal. Indem die Spitzen und Längen in Stufen gelegt werden, gewinnen Locken und Wellen mehr Leichtigkeit und Raum, um wieder schöner zu fallen. Ein Profi kann mit Lagen nachhelfen, wenn Locken wieder richtig springen sollen.
Stufenschnitte lassen sich wunderbar mit Pony Frisuren kombinieren. Gerade Outgrown Bangs oder Curtain Bangs, aber auch jede Variante von Face Framing Schnitten sieht mit durchgestuften Lagen rund um das Gesicht besonders lässig und modern aus. Ob Balayage oder Highlights, alle trendigen Farbverläufe können mit geschickt platzierten Stufen noch besser in Szene gesetzt werden. Übrigens sind Stufenschnitte tolle Frisuren, um Kurzhaarschnitte herauswachsen zu lassen. Wer den Kurzhaarschnitt aber behalten will, der sollte trotzdem über eine durchgestufte Version nachdenken. Meist wird das Deckhaar länger gelassen, während die Stufen eher an den Spitzen sitzen. Also genau umgekehrt als bei langem Haar. Mit weichen Fransen kann nun die Struktur und der natürliche Schwung der kurzen Haare unterstützt werden, damit sie auch ohne aufwendiges Styling locker fallen können.
Stufen werden auch 2024 in den Trends ganz vorne mitmischen. Viele der ganz großen Stufenschnitte werden vom Tierreich inspiriert sein. Daneben sind zudem Pony Frisuren immer noch und immer mehr beliebt unter Trendsetter*innen. Kurzhaarfrisuren vom Pixie, über den Mixie bis hin zu Kinnlangen Choppy Cuts haben sich schon 2022 als Trendschnitte etabliert. Auch wenn sie bisher eher den mutigen Köpfen vorbehalten waren. Die 70er-Jahre Nostalgie, die uns schon einige rockig fluffige Trend-Haarschnitte beschert hat, bleibt uns auch 2024 erhalten. Das nächste Jahr wird auch von Frisuren dominiert, die sich von Französinnen und ihrem Stil inspirieren lassen haben. Für alle Langhaar-Freunde wird es 2024 wohl nur einen großen Trend geben: Den Curve Cut. Der klassische Kurvenschnitt kehrt zurück. Weich und fließend durchgestuft verleiht er langem Haar mehr Dynamik und lässt die Längen besonders schön fallen.
Grundsätzlich kann man sich einen Stufenschnitt auch zuhause selber schneiden. Am Ober- und Hinterkopf gestaltet sich das Ganze jedoch etwas schwierig. Stufen, die das Gesicht umrahmen oder im Fransen im Ponybereich kann man sich dagegen leichter selbst zuhause schneiden. Achtung: Die Strähnen müssen auf beiden Seiten gleich lang sein, ansonsten wirkt es nicht symmetrisch und professionell. Die Haare hierfür zuerst nass machen und mit einem Kamm kämmen. Danach von oben beginnend mit einer offenen Schere einen leichten Bogen nach unten hin schneiden.
Der beste Zeitpunkt für einen Do-It-Yourself-Haarschnitt ist ein paar Stunden nach der Haarwäsche. Am besten wäschst du deine Haare am Morgen und schneidest sie am Abend. Dann fällt das Haar schön natürlich.
Das Friseur-Handwerk ist nicht umsonst ein langwieriger Ausbildungsberuf. Trotz Nachschneiden zu Hause solltest du dir und deinem Haar regelmäßig einen professionellen Schnitt gönnen.
Eine weitere Methode, um einen Stufenschnitt selber zu machen, ist die Zopf-Methode. Hierbei wird das Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden und dann geschnitten.
Eine weitere Variante ist die Vier-Zopf-Methode:
Es kann eine gute Erfahrung sein, sich die Haare selber zu schneiden. Es birgt aber auch einige Fallstricke. Um unerwünschte Ergebnisse zu vermeiden, sollten Sie die häufigsten Fehler kennen und wissen, wie Sie sie umgehen.
Das Selberschneiden der Haare ist eine verlockende Möglichkeit, Geld zu sparen und kreativ zu sein. Doch ist diese Methode für jede Frau geeignet? Hier sind einige Punkte, die Ihnen bei der Entscheidung helfen können:
Wenn du deinen Stufenschnitt erstmal hast, willst du bestimmt auch, dass er nach der Haarwäsche zu Hause wieder genauso aussieht, wie frisch vom Friseur. Ein Stufenschnitt braucht Styling und dafür nimmst du am besten erstmal eine Rundbürste und einen Föhn (mit geradem und später einem Diffusor-Aufsatz) zur Hand.
Dicke Haare mit Stufenschnitt lassen sich prima mit dem Glätteisen stylen. Wenn vor dem Styling Hitzeschutzspray in die Haare gegeben wird, überstehen dicke Haare eine regelmäßige Stylingprozedur unbeschadet. Top-Trick für alle, die sich etwas Welle wünschen: Die Strähnen mit dem Glätteisen drehen und die Haare langsam bis zur Spitze durchziehen. So entstehen leichte Wellen, die perfekt zu durchgestuftem Haar passen. Gut abkühlen lassen und ganz leicht von unten nach oben "bouncen" lassen, indem du sie mit der Handinnenfläche an den Spitzen anstupst.
Feine Haare mit Stufenschnitt können am besten über eine große Rundbürste geföhnt werden. So bekommen sie Volumen und der Haaransatz "klebt" nicht am Kopf. Wichtig: Vor dem Eindrehen auf die Bürste die Haare gut durchkämmen und einzelne Strähnen sorgfältig abtrennen. Dann die Strähne gerade auf die Rundbürste drehen, warm anföhnen und auskühlen lassen, sonst hält die große Locke nicht. Alternativ kannst du auch den Dyson-Airwrap nutzen, der die Haare schonend lockt und mit einem Luftstrom arbeitet, um sie in Form zu bringen. Etwas Haarspray zum Schluss sorgt dafür, dass auch feine Haare in Form bleiben.
Auch die Haarpflege sollte nicht außer acht gelassen werden. Wenn das Haar sehr trocken und spröde ist, fällt es nicht geschmeidig.
Stylingwachs oder Gel lässt sich toll in die Haare einkneten und verleiht allen Frisuren mit Stufenschnitt einen lässigen Look. Das Styling Gel Oud Royal Gravity Defying von Philip B* hat eine ultraleichte Formel, die das Haar nicht beschwert oder die Sprungkraft reduziert.
Der Stufenschnitt ist eine vielseitige und zeitlose Frisur, die sich an verschiedene Haartypen und Gesichtsformen anpassen lässt. Ob fransig, subtil oder markant - die richtige Technik und Pflege machen den Unterschied. Mit unseren Anleitungen und Styling-Tipps können Sie den Stufenschnitt auch zu Hause selbst kreieren und Ihre Haare optimal in Szene setzen.
tags: #frisuren #langhaar #stufenschnitt #anleitung
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