Cornrows flechten: Eine detaillierte Anleitung für die traditionelle afrikanische Frisur

Cornrows sind eine traditionelle afrikanische Flechtfrisur, die seit Jahrhunderten von Frauen und Männern getragen wird. Die Flechttechnik ist sehr vielseitig und kann auf verschiedene Arten gestaltet werden. Aber auch in anderen Kulturen erfreuen sich Cornrows großer Beliebtheit.

Wir haben uns etwas näher mit dem Thema auseinandergesetzt und verraten dir, wie du die bekannte Frisur nachstylen kannst und wie du den Hairstyle richtig pflegst.

How To: CORNROWS / BOXER BRAIDS flechten für ANFÄNGER | All about Braids

Cornrows flechten: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wenn du lernen möchtest, wie man Cornrows flechtet, folge einfach dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Teile das Haar in Abschnitte: Beginne damit, das Haar in gleichmäßige Abschnitte zu teilen. Je nachdem, wie viele Zöpfe du flechten möchtest, kann dies zwischen drei und acht Abschnitten variieren.
  2. Nimm eine kleine Strähne: Nimm eine kleine Strähne aus dem ersten Abschnitt und teile sie in drei gleich große Teile.
  3. Flechte den Zopf: Beginne mit dem Flechten des Zopfes, indem du die rechte Strähne über die mittlere Strähne legst und dann die linke Strähne über die neue mittlere Strähne legst. Diese Abschnitte werden eng an der Kopfhaut entlang geflochten.
  4. Füge Haare hinzu: Wenn du weiter flechtest, füge immer wieder Haare aus dem Abschnitt hinzu, um den Zopf enger anliegen zu lassen.
  5. Wiederhole den Vorgang: Wiederhole diesen Vorgang für jeden Abschnitt, bis alle Cornrows fertig sind.
  6. Fixiere die Zöpfe: Fixiere die Zöpfe am Ende mit einem Haargummi oder einer Haarnadel.

Übung (und Geduld) macht hier den Meister. Je öfter du dich an die Frisur traust, umso besser wird das Ergebnis werden.

Welche Haartypen eignen sich für Cornrows?

Cornrows können bei den meisten Haartypen geflochten werden, aber es ist wichtig, dass das Haar lang genug ist, um geflochten zu werden. Wenn das Haar zu kurz ist, kann es schwierig sein, die Cornrows zu halten. Außerdem sollten die Haare nicht zu dünn sein, da dies dazu führen kann, dass die Cornrows schnell ausfallen.

Wie pflegt man Cornrows?

Es ist wichtig, Cornrows regelmäßig zu pflegen, um sicherzustellen, dass sie lange halten. Eine gute Möglichkeit, Cornrows zu pflegen, ist das Einölen der Kopfhaut. Dies hält die Kopfhaut feucht und verhindert, dass die Cornrows austrocknen und brechen. Es ist auch wichtig, die Cornrows nicht zu fest zu flechten, da dies dazu führen kann, dass das Haar ausfällt oder bricht.

Welche Styling-Optionen gibt es für Cornrows?

Cornrows sind sehr vielseitig und können auf verschiedene Arten gestaltet werden. Eine Möglichkeit ist es, sie zu einem Zopf zusammenzufassen oder sie zu einem Knoten zu binden. Eine andere Möglichkeit ist es, Perlen oder andere Accessoires in die Cornrows einzuflechten. Es gibt auch die Option, die Cornrows zu einem Muster zu flechten, um eine einzigartige Frisur zu kreieren.

Tabelle: Vor- und Nachteile von Cornrows

Vorteile Nachteile
Vielseitige Styling-Optionen Zeitaufwendiges Flechten
Schutz der Haare vor Umwelteinflüssen Kann bei zu festem Flechten zu Haarausfall führen
Lange Haltbarkeit Regelmäßige Pflege erforderlich

Afro-Haare: Natürliche Frisuren und Styling-Tipps

Afro-Haare, genauer gesagt Haarstrukturen, die sich dem Bereich lockiges bis krauses Haar (in der Fachsprache als 3a-4c-Typ bekannt) zuordnen lassen, werden oft mit den Attributen aufwendig und zeitintensiv bedacht. Wer sich jedoch einmal mit seinem Haartyp und den speziellen Bedürfnissen auseinandergesetzt hat, wird schnell merken, auch Afro-Haare sind einfach zu handhaben - wenn man weiß, was zu beachten ist.

"Natural Hair"-Journeys sind langwierige (und sehr individuelle) Prozesse, die durch eine fehlende Repräsentation in der Popkultur und gängigen Medien, nicht unbedingt erleichtert werden. Dennoch ist es schön zu beobachten, dass es in den vergangenen Jahren immer mehr natürliche Styles, wie der Afro oder verschiedene Braid-Varianten, auf die Catwalks der großen Fashion Shows geschafft haben.

Mit ihnen als Inspiration brechen wir mit dem Mythos, dass das Styling von Afro-Haaren immer aufwendig ist - denn wie bei allen anderen Haarstrukturen kommt es auch hier immer auf das Know-how und How-to an.

Die Ausdruckskraft von Afro-Haaren

Afro-Haare, die als sehr politisch wahrgenommen werden, sind ein wichtiges Mittel zum Ausdruck und zu der Suche der eigenen Identität. Durch eurozentrische Schönheitsideale und die fehlende Repräsentation in den Medien und schwerem Zugang zu geeigneten Pflegeprodukten (die oft nur über Umwege und nicht gerade kostengünstig erworben werden können) ist es besonders für junge schwarze Frauen eine Herausforderung, ihre natürliche Haarpracht zu tragen und zu feiern - glücklicherweise ändert sich das immer mehr und besonders durch die sozialen Netzwerke und YouTube begeistern sich immer mehr Anhänger:innen für "Natural Hair"-Looks.

Inspiriert von den Beauty-Looks für 2021 haben wir für Sie 5 Frisuren herausgesucht, mit denen Sie Ihr Haar schnell und einfach stylen können - denn bei den langsam steigenden Temperaturen sollten Sie sich von Kopf bis Fuß auf den kommenden Frühjahrsbeginn einstellen.

5 einfache Frisuren für Afro-Haare (und Locken)

  1. Frisuren für Afro-Haare: Braids

    Braids oder auch Flechtfrisuren im Allgemeinen sind eine tolle Möglichkeit, den Afro-Haaren eine intensive Pflege zu genehmigen. Für ein längeres Tragen gedacht ist es hierbei wichtig, die Haare zuvor darauf vorbereitet zu haben. Für Anfänger:innen ist es am einfachsten, kleine Zöpfe zu flechten - also Braids, die nicht am Kopf anliegen, sondern lose herunterhängen.

    Dazu werden kleine Partien abgeteilt und bis zu den Spitzen geflochten. Fixiert kann das Ende mit einem Haargummi werden und je nach Haarstruktur halten die Enden auch von selbst. Komplizierter wird es, wenn es darum geht, Cornrows zu flechten. Diese Art Braids liegen direkt an der Kopfhaut an und geht erst in lose Zöpfe über, wenn sie den Nackenbereich erreicht haben.

    Das Schöne hierbei, es muss nicht bis zum Ende geflochten werden, sondern kann auch als Stilmittel gezielt Verwendung finden. Nutzen Sie die Zeit mit Ihren Braids und pflegen Sie Ihre Kopfhaut und die Spitzen mit einem leichten Haaröl.

  2. Frisuren für Afro-Haare: Der Afro

    Der Afro, die wohl natürlichste Form seine Haare zu tragen, ist ein unglaublich empowernder Hair-Style - charakteristisch wird er mit starken Frauen, wie Freiheitskämpferin Angela Davis oder Pop-Ikone Diana Ross assoziiert. Nicht jede:r hat das Glück, dass die Haartextur diese Frisur sofort zulässt, und so werden die Haare in die perfekte Form gekämmt und gestylt.

    Hierbei ist mit Vorsicht vorzugehen, da die Haarstruktur nicht beschädigt werden sollte. Kämmen Sie Ihre Haare von den Spitzen beginnend mit einem grobzinkigen Kamm (oder bürsten Sie Ihre Afro-Haare auf, für einen Look mit Extra-Volumen) und nutzen Sie einen Afro-Pick, wenn es darum geht, Volumen in den Haaransatz zu zaubern. Auch hier kann zum Unterstützen beim Kämmen ein Wasserspray sowie weitere Pflegeprodukte wie Öle und Moisturizer verwendet werden.

  3. Frisuren für Afro-Haare: Sleek Buns

    Für alle, die eine zurückhaltende Frisur bevorzugen, bei der die Haare aus dem Gesicht gehalten werden, ist dieser Hair-Style zu empfehlen - besonders praktisch sind die Sleek Buns auch, wenn der Waschtag hinausgezögert werden will oder die Haare einfach nicht mehr so wollen, wie man selbst.

    Benötigt wird hierbei eine Bürste oder ein Kamm, mit der oder dem die Haare glatt und straff zu einem Zopf gekämmt werden. Damit die Locken eng am Kopf anliegen, kann dabei mit einem Leave-in-Conditioner, Haaröl oder einem Gel gearbeitet werden (zuvor die Haare anfeuchten) - dadurch erhalten sie noch ein bisschen Pflege und bekommen ein schön glänzendes Finish. Je nachdem, wo der Zopf sitzen soll, kann in der Höhe variiert werden. Diese Frisur funktioniert gut mit einem eleganten, tief sitzenden Dutt oder einem hohen.

  4. Frisuren für Afro-Haare: Bantu Knots oder Space Buns

    Bantu Knots, ein traditioneller afrikanischer Hair-Style, wurden schon von Stars wie Rihanna und Beyoncé getragen. In der Funktion als Protective-Style schützen sie die Haare vor den wechselnden Temperatureinflüssen, die gerade die Übergangszeit in den Frühling bereithält.

    Bantu Knots sehen erst mal aufwendig aus, hat man jedoch den Dreh herausgefunden, sind sie supereinfach in der Handhabung und sehen dazu auch noch sehr besonders aus. Die Haare werden in gleich große Sektionen geteilt und mit einer Haarklammer fixiert - je nachdem, wie viele Bantu Knots gewünscht sind, kann in der Auswahl der Größe variiert werden.

    Dann arbeiten Sie sich von Sektion zu Sektion vor und drehen die Strähnen ein (als würden Sie einen Dutt machen), bis sie sich um sich selbst drehen und einen kleinen Knoten bilden. Fixieren Sie den Bantu Knot mit einem dünnen Haargummi oder akzentuieren Sie ihn mit größeren bunten Scrunchies. Wichtig zu beachten ist auch hier, vorsichtig vorzugehen und die zuvor genannten Pflegeprodukte mit einzubeziehen.

  5. Frisuren für Afro-Haare: Fantasievolle Twists und Zöpfe

    Bei diesem Teil ist die eigene Kreativität gefragt. Kombinieren Sie die anderen Frisuren untereinander und lassen Sie sich von den Beauty-Looks vom Runway und der Popkultur inspirieren. Mit Afro-Haaren sind Ihnen bei der Frisurenwahl keine Grenzen gesetzt, und Sie können sich ausprobieren und so die eigenen Haare und ihre individuellen Bedürfnisse besser kennenlernen.

    Besonders toll ist in dem Zusammenhang, dass die meisten der vorher genannten Frisuren, nachdem man sie aufgeflochten oder -gedreht hat, als Twist-out einen weiteren coolen Hair-Style ergeben, bei dem man letztendlich eine definierte und einheitliche Lockung der Haare erhält.

Styling-Tipps für Afro-Haare: Nehmen Sie sich Zeit und entdecken Sie Ihre individuelle Haarstruktur

Was bedeutet "Natural Hair"?

Bei der Verwendung des Terminus "Natural Hair" entsteht oft das Bild von losen, weniger krausen Lockentypen - jedoch bezieht sich die Beschreibung hierbei auf den Zustand der Haare, der in diesem Fall so natürlich wie möglich sein sollte. Das bedeutet frei von chemischen Veränderungen, Wigs (Perücken) oder Braids.

Im Englischen sind die Begrifflichkeiten bei der Einordnung der Locken-Strukturen deutlich differenzierter, und so sprechen wir bei Afro-Haaren oft von "kinky", "coily" oder "curly". "Coily" steht hierbei für die stärkste Lockenstruktur und umfasst kompakte Spiralen, Korkenzieher-Formen und zickzackartige Wellenmuster, die alle einen sehr engen Durchmesser besitzen.

Demnach fallen alle anderen Afro-Haar-Strukturen (die eine nicht so enge Lockung besitzen) unter die Begrifflichkeiten "curly" und "kinky" - nehmen Sie sich Zeit und entdecken Sie Ihre individuelle Afro-Haar-Struktur, die durch ihre Diversität einzigartig ist. Je nachdem, wie sie also frisiert und gepflegt werden, können sie tagtäglich (durch den Styling-Prozess beeinflusst) eine unterschiedliche Gestalt annehmen.

Wieso die richtige Pflege wichtig ist

Wie bereits erwähnt, haben die unterschiedlichen Lockentypen andere Bedürfnisse. Leichte Haare benötigen leichtere Produkte, andere wiederum mehr Feuchtigkeit und Pflege. Hierbei kann jedoch die Faustregel aufgestellt werden, dass Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen, frei von Sulfaten und Silikonen ein Muss für die Haar-Routine sein sollten.

Die natürlichen Produkte sorgen nach der Haarwäsche dafür, dass die Feuchtigkeit da bleibt, wo sie hinsoll, und gehen dabei sicher, dass die Haare nicht austrocknen und schön gepflegt bleiben. Auch beim Frisieren sollten Sie also immer schonend und möglichst vorsichtig behandelt werden, damit sie nicht brechen und die Frisuren ihre (teilweise) schützende Wirkung ausüben können. (Styling-Tipp: Schenken Sie Ihren Haaren regelmäßig Liebe und Aufmerksamkeit sowie genügend feuchtigkeitsspendende Pflege - Sie werden sehen, es lohnt sich!)

Welche Styling-Produkte können verwendet werden?

Produkte, die auf jeden Fall in den Frisier-Prozess integriert werden sollten, sind ein Leave-in-Conditioner, Wasser und ein Haaröl. Damit die Pflegeprodukte auch im Haar bleiben und dort ihre Wirkung entfalten können, ist es essenziell, die Produkte im feuchten Zustand einzuarbeiten.

Dafür kann eine einfache Pumpflasche mit Wasser oder der Kombination aus Wasser und ein wenig Leave-in-Conditioner befüllt werden - so können die Haare die Produkte besser aufnehmen, und auch das Styling fällt einfacher. Zuerst wird der Leave-in-Conditioner verwendet, der für die Feuchtigkeitspflege sorgt.

Rastazöpfe: Ein schützender und vielseitiger Hairstyle

Die 90er-Jahre erleben schon seit einiger Zeit sowohl in der Mode als auch bei den Haartrends ein großes Comeback - dazu gehören auch Rastazöpfe. Doch Braids sind viel mehr als nur ein Trend. Warum Rastazöpfe eine wahre Wohltat für deine Haare sein können, erfährst du hier. Es gibt zahlreiche Varianten, Rastazöpfe zu flechten.

Afrohaare gehören zu den Haaren mit der schwächsten Haarstruktur - auch wenn viele das Gegenteil glauben. Sie sind sehr anfällig für Haarbruch, da sie schnell an Feuchtigkeit verlieren, austrocknen und dann abbrechen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, im Sommer und Winter auf „protective Hairstyles“ auszuweichen. So können sich deine Haare erholen und sind vor den extremen Temperaturen geschützt.

Rasta ist nicht gleich Rasta: Beim aufwendigen Flecht-Trend kannst du verschiedene Varianten ausprobieren. So werden die Casamas Braids, die nach ihrem Ursprungsort Casamas im Senegal benannt sind, sehr dick und möglichst fest geflochten. Im Kontrast dazu stehen die Micro Braids. Bei der wohl gängigsten Rasta-Variante werden filigrane Strähnen, vom Ansatz bis in die Spitzen, sehr dünn und zart geknüpft. Eine dritte Möglichkeit sind die Open Braids. Hierbei werden die Afro-Zöpfe maximal zehn Zentimeter lang geflochten und die verbleibenden Haarlängen bleiben einfach offen.

Bei den Box Braids werden die Haare von der Wurzel bis in die Längen geflochten. Die Breite der einzelnen Zöpfe kannst du selbst bestimmen. Sollten deine Haare zu kurz sein, kannst du dir Rastazöpfe auch problemlos mit Extensions flechten.

Anleitung zum Flechten von Box Braids

  1. Bevor du dir Rastazöpfe flichtst, wasche deine Haare gründlich und nimm reichlich Conditioner, der deine Haare mit Feuchtigkeit versorgt.
  2. Kämme deine Haare mit einem grobzinkigen Kamm, um sie von Knötchen zu befreien.
  3. Teile deine getrockneten Haare nun in vier Teile - achte darauf, dass sie ungefähr gleich groß sind und stecke sie mit einer Haarklammer fest.
  4. Mit einem dünnen Kamm teilst du die untere Partie deiner Haare im Nacken nun in zwei bis vier gleich große Teile - je nachdem, wie dick deine Braids werden sollen.
  5. Bevor du mit dem Flechten der Haare beginnst, streiche etwas Haaröl von der Wurzel in deine Längen.
  6. Beginne nun die abgetrennten Partien in kleine Zöpfe zu flechten und wiederhole diesen Vorgang mit den restlichen Haaren deines unteren Haars. Solltest du mit Extensions arbeiten, flichtst du diese in deine natürlichen Haare ein.

Afrohaare benötigen sehr viel Feuchtigkeit und Pflege. Mit Braids ist es einfacher, deine Haare zu schützen und zu pflegen, da du sie nur einmal pro Woche waschen musst. Verwende hierzu ein feuchtigkeitsspendendes und im besten Fall durchsichtiges Shampoo, um sichtbare Rückstände in deinen Braids zu vermeiden.

Langeweile kommt bei Rastazöpfen garantiert nicht auf, denn der Flecht-Look ist so wandelbar wie kaum eine andere Frisur. Ponytail, Updo, lange Mähne, Dutt oder Half-up-Frisur sind in Nullkommanichts gestylt. Und das Beste: Die vielen geflochtenen Strähnen erzeugen eine Schwere, durch die die Stylings besonders gut halten.

Afrikanische Zöpfe: Vielfalt und Pflege

Afrikanische Zöpfe sind eine andere Bezeichnung für eine Flechtfrisur, die aus vielen, dünnen Zöpfen besteht. Andere gebräuchliche Namen sind Rastas, Rastalocken, Afrozöpfe, Afrolocken oder auch Braids. Dabei gibt es verschiedene Varianten, um afrikanische Zöpfe zu flechten, die Basis stellt aber in den meisten Fällen ein einfacher Zopf aus drei Strähnen dar.

Beim Flechten werden die einzelnen Haarsträhnen in jeweils drei Stränge unterteilt und immer im Wechsel die beiden äußeren Stränge über den mittleren Strang geführt. Wichtig ist, dass der Ansatz recht fest geflochten wird, damit der Zopf gut hält, aber andererseits auch nicht zu straff gezogen wird, damit die Spannung auf die Kopfhaut nicht zu groß wird.

Werden die afrikanischen Zöpfe ausschließlich aus eigenen Haaren und verhältnismäßig dick geflochten, werden solche Zöpfe als Plaits bezeichnet. In den meisten Fällen werden aber Kunst- oder Echthaare miteingeflochten, was nicht nur mehr Fülle verleiht, sondern die Zöpfe auch insgesamt länger haltbar macht.

Prinzipiell müssen dünne Zöpfe nicht versiegelt werden, wenn sie aber einen größeren Anteil an Kunsthaar enthalten, werden die Enden vielfach thermisch versiegelt.

Da die Anleitung für afrikanische Zöpfe eigentlich nur darin besteht, dünne Strähnen abzuteilen und diese zu einfachen Zöpfen zu flechten, könnte man die Rastas eigentlich auch selbst flechten, allerdings erfordert dies etwas Übung, Geschick und vor allem Zeit, denn im Schnitt dauert es zwischen fünf und zehn Stunden, bis die Frisur fertiggestellt ist.

Etwas weniger zeitaufwändig sind die sogenannten Casamas Braids, die ihren Ursprung im Senegal haben. Hierbei handelt es sich zwar auch um afrikanische Zöpfe, allerdings in einer sehr dicken Variante.

Eine weitere Form von afrikanischen Zöpfen sind Twists, die aus zweisträhnigen Zöpfen bestehen und wie Kordeln oder Spiralen aussehen. Auch Twists stammen ursprünglich aus dem Senegal, können mit oder ohne Kunsthaar geflochten werden und werden häufig eingesetzt, um nach dem Öffnen volle, wellenförmige Locken zu gewinnen. Dicke Twists werden meist nur wenige Stunden getragen, dünne Twists halten bis zu drei Wochen.

Afrikanische Zöpfe hingegen bleiben durchschnittlich drei Monate erhalten und sind recht pflegeleicht. Um sie möglichst lange schön und frisch aussehen zu lassen, sollten die afrikanischen Zöpfe nur etwa ein Mal pro Woche gewaschen werden, indem mildes Haarshampoo in der Hand aufgeschäumt, über die Zöpfe und die Kopfhaut gestrichen und anschließend gründlich ausgewaschen wird.

Zum Schlafen ist es sinnvoll, die Zöpfe zu einem Zopf zusammenzufassen. Neigt die Kopfhaut zu Juckreiz oder zur Bildung von Schuppen, bieten sich Pflegeprodukte an, die Brennnessel, Rosmarin, Birke oder Teebaumöl enthalten, bei gereizter Kopfhaut helfen Substanzen wie Kamille, Arnika oder Calendula.

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