Johann Wolfgang von Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre" ist ein wegweisender Bildungsroman, der 1795/96 erschien und aus acht Büchern besteht. Die ersten fünf Bücher lehnen sich inhaltlich an das Fragment "Wilhelm Meisters theatralische Sendung" an. Der Roman beleuchtet Wilhelms Entwicklung und seine Auseinandersetzung mit verschiedenen Lebensbereichen, insbesondere dem Theater.
Wilhelm Meisters Lehrjahre
Das Schauspiel dauerte sehr lange. Mariane, sich von den Geschenken wegwendend, rief mit Leidenschaft aus: »Fort! Fort! Vorsatz nicht ausreden. Keine Gesichter!« »Spotte, wie du willst. Ich lieb ihn! ich lieb ihn!«, rief sie zum erstenmal diese Worte aus! Ja, ich will mich ihm um den Hals werfen! ihn ewig halten wollte. Norberg kommt! er! Hier ist sein Brief, der die Geschenke begleitet hat. Mit welcher Lebhaftigkeit flog sie ihm entgegen! umschlang er die rote Uniform! drückte er das weiße Atlaswestchen an seine Brust! dem Vater, der wiederholt immer wozu es nur nütze sei? Hatten wir in dem alten Hause nicht Raum genug? nötig, ein neues zu bauen? Mobilien, sind sie nicht auch unnütz? Blumen, Schnörkel, Körbchen und Figuren machen einen durchaus unangenehmen Eindruck. kommen mir höchstens vor wie unser Theatervorhang. sitzen! verdrießlich wird, die Schuld. zum Hin- und Widerlaufen, der Eingang war durch eine unerwartete Festlichkeit ausgefüllt. wies man jedem sein Stühlchen an und gebot uns, in Geduld zu warten. Höhe und zeigte eine hochrot gemalte Aussicht in den Tempel. hingehen und mit dem gewaltigen Riesen in den Streit treten. wie ein Klotz und gab der ganzen Sache einen herrlichen Ausschlag. hatte man nicht verfehlt, beide recht charakteristisch zu machen. großen Stecknadel mit wächsernem Griff dem kleinen David in die Hand klebtest. Stimme, durch die Bewegung seiner Hände zu beleben glaubte. vorschwebte, für immer entbehren zu lernen. verband sich mit der ersten Liebe zu einem weiblichen Geschöpfe.
Wilhelm war von der Welt des Theaters fasziniert. Er baute ein Puppentheater und inszenierte Stücke. Dabei entdeckte er seine Leidenschaft für die Kunst und die Darstellung von Emotionen. Die Erfahrungen im Theater halfen ihm, sich selbst besser zu verstehen und seine eigenen Gefühle auszudrücken.
Einblicke in ein Puppentheater
erraten«, versetzte Wilhelm. verworrenen Haufen spannenlanger Puppen sehen ließ. Die Alte schlich verdrießlich beiseite. sein glattes Kinn, sein gelb und rotes Kleid und der Turban. einem alten Kleide der Großmutter genommen sei. geweckt, welcher auf der Straße entstand. nächsten Stückes anzupassen beschäftigt war. die Alte wußte das Gespräch auf Wilhelms Lieblingsmaterie zu wenden. Weihnachtsabend unterhalten; es war lustig zu hören. nicht alles abgelaufen, wie es sollte.« »O ja«, versetzte Wilhelm, »sehr gut! Erinnerung auf mein ganzes Leben geblieben. Abenteuer hatten keine Spur zurückgelassen. wüßten nicht zu schätzen, was ihnen Gutes täglich begegnete. er ehmals in müßigen Stunden zusammengebaut, geschnitzt und gemalt hatte. verschiedenen Rollen hersagte. Gefälligkeit zugestand, was er seinen Kindern aus Überzeugung abgeschlagen hatte. das Theater ward wieder aufgestellt, einige Nachbarskinder gebeten und das Stück wiederholt. meine halbbefriedigte Neugierde frische Nahrung. Erstaunen den Lieutenant im Heiligtume sehr geschäftig erblickt. tiefes Nachdenken und war nach dieser Entdeckung ruhiger und unruhiger als vorher. einen großen Teil des kindischen Glücks ausmacht. ich in der Nähe war, mich wenigstens an der eröffneten Atmosphäre zu weiden. Häkchen versehen, durch den übel verschlossenen Schieber heraushingen. Treppe hinauf in eine Dachkammer rettete. müßte, wenn ich auch die Gestalten dazu mit meinen Fingern beleben könnte. darüber in meinen Gedanken selbst zum David und Goliath. Schauspielern bereitete. Sie merkte auf, drang in mich, und ich gestand. geäußert hatte, mich in diese Geheimnisse einweihen zu dürfen. sein, und das Proszenium abermals die Öffnung der Türe ausfüllen sollte. keinen Teil an dem, was zubereitet wurde, nehmen durfte. Abends um fünf Uhr kam mein Führer und nahm mich mit hinauf. über das Theater erhub, so daß ich nun über der kleinen Welt schwebte. großes Gelächter verursachte und mich unsäglich kränkte. Sieger vorgestellt habe. Kammer und ließ die Puppen wacker durcheinanderspielen. Einbildungskraft brütete über der kleinen Welt, die gar bald eine andere Gestalt gewann. Büchern des Großvaters die ?Deutsche Schaubühne? des Stückes schritt. wurden. sagen. im regelmäßigen Drama gar nicht angehen wollte. Personal an Ausführung großer Sachen hinderte. Helden auch nach und nach bewegliche Kleider zu verschaffen. waren. große Anstalten, auch wohl einige Versuche, und es bleibt alles zusammen liegen. Fehlers muß ich mich auch anklagen. und in der Beschäftigung der Einbildungskraft. um irgendeiner Szene willen, und ich ließ gleich wieder neue Kleider dazu machen. aufgeführt werden konnte.
Wilhelms Leidenschaft für das Theater führte ihn zu Chlorinde. Besonders fesselte mich Chlorinde mit ihrem ganzen Tun und Lassen. gemachten Reize Armidens, ob ich gleich ihren Garten nicht verachtete. vor. ganzem Herzen bei, als sie unternahm, den großen Turm der Belagerer anzuzünden. löst, sie erkennt und zur Taufe bebend das Wasser holt. überall unwissend zu verletzen! eingenommen war, daß ich es auf irgendeine Weise vorzustellen gedachte. Silber- und Goldpapier, den glänzenden Reinald zieren. sollte. Diesen Zweifeln half ich mit vieler Leichtigkeit ab. Wänden hinstellen und zum Grund ein großes Tuch nehmen müsse. Da war guter Rat teuer! Theater, an Vorhängen. Die spanischen Wände waren das einzige, was wir hatten. Beschreibung von der Herrlichkeit machten, die es geben sollte. grünen Vorhängen, die Bäume wurden auch gleich mit in die Reihe gestellt. habe. Personen, in deren Welt ich sie versetzt hatte. etwas sehen. ?David und Goliath? zu spielen. die ich, als dem Ernste des Stückes zuwider, sehr ungern geschehen ließ. gutem Bedachte genoß. Schauspiele darzustellen, konnte selbst der unbiegsamste Stoff nicht widerstehen. Bühne vorgehen. theatralischer Produktionen durch, wie sie der Zufall mir in die Hände führte. unsre Befriedigung finden. Holz zum Degen, jedes Bündelchen zur Puppe und jeder Winkel zur Hütte. entwickelte sich unser Privattheater. dafür nehmen, wofür wir uns gaben. hielt man es für eine nützliche Beschäftigung und lud Gesellschaften darauf. Artillerielieutenant verließ uns auch hier nicht. wenig Dank, indem wir die theatralischen Künste schon besser als er zu verstehen glaubten. vollkommen zu sein. und uns wohl gar vor Wut und Verzweiflung auf die Erde werfen durften. meistenteils Komödie in der Komödie gespielt wurde. verzehrten und mit Trotz und Schadenfreude allerlei Unheil anrichteten. nicht ohne Nutzen für uns. gewinnen kann. schreiben und zu spielen. gewaltsamer von allem, was ich für ein niedriges Geschäft halten mußte. Zufriedenheit finden. personifiziert hatte, sich um meine werte Person recht wacker zanken.
Wilhelms Reise ist geprägt von der Suche nach seiner wahren Bestimmung. Er muss sich von alten Vorstellungen lösen und neue Wege beschreiten. Die Auseinandersetzung mit Kunst, Liebe und Gesellschaft hilft ihm, sich selbst zu finden und seinen Platz in der Welt zu definieren.
Die Reise der Selbstfindung
kleinlich und beschwerlich! sollte! Wie anders trat jene dagegen auf! Welche Erscheinung ward sie dem bekümmerten Herzen! gebildet, in ihrem Wesen und Betragen als eine Tochter der Freiheit anzusehen. tausendfaches Echo die reizenden Bewegungen der Göttlichen. Welch ein Kontrast! Seite sich mein Herz wandte, kannst du leicht denken. kenntlich zu machen. überliefert hatten, waren ihr auch hier zugeteilt. Weiße recht nah aneinander zu malen pflegt. eine Stecknadel aufhebt, und jene wie eine, die Königreiche verschenkt. Schleier zuwarf und meine Blöße bedeckte. desselben geworden sein! seliger Stunden zu. Gewohnheit. geliebte Mädchen mit sich emporzuheben. Menschheit an sie geknüpft war. mehr als die Hälfte seiner selbst sei. Er war dankbar und hingegeben ohne Grenzen. Glücks mit ihm. Ach! Herz gefahren wäre! Flügeln seiner Liebe. zu bedauern. von Tag zu Tag abschütteln. fand sich äußerlich und innerlich um nichts gebessert. aufrichten konnte. hatte keinen Widerhalt. verlieren, mit jedem Tage näherrückte. aufgegangen, aber reich an herrlichen Aussichten. »Sie ist dein! Sie hat sich dir hingegeben! erhabensten Gesinnungen vor. herauszureißen, aus dem er schon so lange sich zu retten gewünscht hatte. Haus, die Seinigen zu verlassen schien ihm etwas Leichtes. künftigen Nationaltheaters, nach dem er so vielfältig hatte seufzen hören. was in den innersten Winkeln seiner Seele bisher geschlummert hatte, wurde rege. sehr ineinanderflossen; dafür aber auch das Ganze eine desto reizendere Wirkung tat. Er saß nun zu Hause, kramte unter seinen Papieren und rüstete sich zur Abreise. Welt auch von jeder unangenehmen Erinnerung frei sein. unaufgeschnitten waren. Hälfte sich hineinlesen können. worden waren, selbst Versuche gemacht. aus: »Bist du schon wieder über diesen Papieren? eins oder das andere zu vollenden! müde, eh es zur Hälfte kam. neue Kleider für die Zwerggesellschaft gemacht, neue Dekorationen ausgeschnitten? ließen und den Aufwand einer weitläufigen und unnützen Garderobe machten? euren theatralischen Feldzügen Vorteil zog wie Lieferanten vom Kriege. Venezianer im ähnlichen Falle. ihren Torheiten zu heilen.« »Wie ich sie kenne, möchte das wohl ein eitles Bestreben sein. Unkosten der andern.« »Es fällt mir eben recht der ?Jüngling am Scheidewege? »das ist doch fertig geworden, es mag übrigens sein, wie es will.« »Leg es beiseite, wirf es ins Feuer!« versetzte Werner. dir den Unwillen des Vaters zu. grundfalsch. er...
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