Deine Spitzen sehen trocken aus und du kämpfst mit Spliss? Dann ist die Zeit für einen Spitzenschnitt gekommen! Schnell fühlt man sich unwohl, wenn etwas mit den Haaren nicht stimmt. Aber jedes Mal zum Friseur rennen - das kann ganz schön ins Geld gehen. Mit den richtigen Tipps kannst du dir die Spitzen selber schneiden und sparst Kosten und Zeit.
Regelmäßiges Spitzenschneiden ist wichtig, denn deine Haare werden durch Stylinghitze, Haargummis und andere Umwelteinflüsse strapaziert und es droht Spliss. Um Spliss zu vermeiden, solltest du je nach Haarschnitt und der Gesundheit deiner Haare alle zwei bis vier Monate einen Friseur aufsuchen, der dir die Spitzen schneidet. Leider gibt es aber auch Ausnahmesituationen, in denen du selber die Schere ansetzen musst.
Hier findest du eine detaillierte Anleitung, wie du vorgehen kannst, um ein professionelles Ergebnis zu erzielen. Ob Spitzen, Pony oder Locken: Wir zeigen dir Schnitt für Schnitt, wie du deine Frisur zu Hause auffrischst, welche Fehler du vermeiden solltest und welches Equipment wirklich unverzichtbar ist.
Bevor es losgehen kann, stelle sicher, dass du im Besitz einer Haarschneideschere bist. Bitte lass die Finger von Haushalts- oder Bastelscheren - damit schadest du deinen Haaren, statt sie vor Spliss zu schützen.
Die Haare ohne eine richtige Haarschere schneiden? Auf keinen Fall! Nur Profi-Scheren sind scharf genug, um die Haare nicht aufzurauen. Greifst du zu einer gewöhnlichen Bastelschere, riskierst du Haarbruch und noch mehr Spliss. Vor allem, wenn du ohnehin schon eine strapazierte Mähne hast. Eine richtige Haarschere fühlt sich etwas schwerer an und ist auch teurer. Aber es lohnt sich: Diese Scheren bleiben lange sehr scharf. Du hast also viele Jahre etwas davon.
Neben einer Schere brauchst du einen gewöhnlichen Kamm. Er sollte nicht zu grobzinkig sein, sonst werden die Strähnen nicht sauber durchgekämmt. Eine Bürste solltest du außerdem zur Hand haben, um die Haare zu Beginn von jeglichen Knoten befreien zu können. Das ist essentiell, sonst wird der Schnitt ungerade. Und das willst du bestimmt nicht!
Das Wichtigste in Kürze:
Bitte nutze die Schere wirklich nur für deine Haare. Sie wird stumpf, wenn du damit Papier, Stoff oder ähnliches schneidest. Und gehst du dann nochmal ans Haar, schneidest sie nicht mehr richtig. Das wäre schade ums Geld.
Das wohl wichtigste beim ersten Mal Spitzen selber schneiden ist allerdings nicht käuflich erwerblich: Ruhe und Geduld. Tun Sie sich selbst und Ihren Haaren den Gefallen und wählen Sie keinen Tag mit Zeitdruck oder schlechter Stimmung aus, um Ihren Spitzen zu Leibe zu rücken.
Spitzen selber schneiden bei frisch gewaschenen Haaren? Lieber nicht! Deine Mähne ist dann so fluffig und durch den Waschvorgang leicht aufgeraut, dass es sehr schwierig wird, einen komplett geraden Schnitt durchzuführen. Am besten ist es, wenn du die Spitzen mit handtuchtrockenen Haaren schneidest. So macht es auch der Friseur. In diesem Zustand sind die Haare etwas schwerer und flutschen nicht so leicht aus den Fingern. Außerdem sind sie dann viel glatter, wodurch das Ergebnis akkurater wird.
Also: Haare wie gewohnt waschen, das Wasser mit einem Handtuch ausdrücken und dann kann es auch schon losgehen. Bürste die Haare zunächst gut durch. Schön vorsichtig sein, im halbtrockenen Zustand ist deine Mähne besonders empfindlich. Bei sehr brüchigen Haaren empfiehlt es sich sogar, erst vorsichtig die Längen und Spitzen zu entwirren und nicht gleich vom Ansatz an zu bürsten. Das kann Haarbruch verursachen.
Es ist sehr wichtig, dass das vor dem Haareschneiden passiert. Denn je nachdem, wo dein Scheitel sitzt, fallen die Haare anders. Und das beeinflusst den Schnitt. Du variierst den Scheitel gerne und trägst ihn mal mittig, mal rechts oder links? So hast du den größten Spielraum.
Sind bei dir alle Längen gleich lang geschnitten, solltest du eine ziemlich deutliche horizontale Linie ohne Bogen erkennen. Im ersten Schritt kämmst du die Haare alle nach vorne, so dass die Spitzen auf dem Dekolleté aufliegen. Dir wird auffallen, dass die hinteren Strähnen jetzt etwas kürzer wirken, als die vorderen Strähnen.
Greife dir nun einzelne Partien und kämme sie mit dem Kamm durch. Wenn du die Partie jetzt zwischen zwei Fingern zusammenhältst, solltest du einen schrägen Verlauf erkennen. Den gilt es unbedingt beizubehalten, damit die Haare am Ende wieder ganz gerade und auf einer Länge fallen. Kürze diese Partie um einen Zentimeter und achte darauf, dass du die Haare schräg abschneidest. So gehst du dann Strähne für Strähne vor.
Wenn die Haare auf dem Rücken liegen, erkennst du eine leichte U-Form? Dann gehst du beim Spitzen selber schneiden etwas anders vor. Das Ziel ist natürlich, die Form zu bewahren.
Und so geht’s: Binde dir einen tiefen Pferdeschwanz und fixiere ihn mit einem Haargummi. Anschließend greifst du nach einem weiteren Haargummi und bindest es etwa fünf Zentimeter darunter ins Haar. So gehst du weiter vor, bis du das Ende des Pferdeschwanzes erreicht hast. Die Haare werden so fixiert, wodurch der Schnitt sauberer wird. Anschließend greifst du dir die Spitze vom Zopf und hältst sie zwischen zwei Fingern. Jetzt kürzt du die Partie um einen Zentimeter. Wichtig: Schneide die Spitzen ganz gerade ab. Fertig!
Trägst du einen Pony? Auch deshalb musst du nicht gleich zum Profi rennen. Einen nachgewachsenen Pony kannst du schnell und einfach selbst schneiden - hier findest du hilfreiche Tipps dafür.
Schneide dein Pony nur im trockenen Zustand. So gehst du auf Nummer sicher, dass es nicht zu kurz wird. Für die Ponypartie nimmst du die Strähne mit Zeige- und Mittelfinger in der Mitte des Gesichts nach vorn und spannst sie senkrecht nach oben. Deine Finger sind jetzt also waagerecht zum Kopf.
Für das Nachschneiden am besten in den Zustand bringen, in dem Sie ihn alltäglich tragen. Sollten Sie beispielsweise welliges Haar haben und Ihren Pony für gewöhnlich glätten, dann tun Sie dies auch für den Schnitt. Falls Ihre Haare zu widerspenstig sind, um Sie trocken zu schneiden, können Sie den Pony auch leicht anfeuchten. Jedoch ist das Risiko, dass die Strähnen sich nach dem Spitzen schneiden im getrockneten Zustand hochziehen und dadurch kürzer ausfallen auf diese Weise sehr viel höher.
Starte in der Mitte des Ponys, denn hier ist meistens der kürzeste Punkt. Schneiden Sie nun die Spitzen der mittigen Strähnen auf Ihre gewünschte Länge. Nutzen Sie dazu kleine und vorsichtige Schnitte von schräg unten. Nun haben Sie eine Richtlänge und können sich Schritt für Schritt nach außen vorarbeiten. Achten Sie dabei immer darauf, dass Sie nicht kürzer, sondern je nach vorherigem Schnitt eher etwas länger werden.
Starte oben am kürzesten Punkt und halten Sie dabei die Schere schräg nach unten. Bringen Sie die Ponysträhne auf die gewünschte Länge. Arbeiten Sie sich anhand der Orientierungssträhne mit vorsichtigen Schnitten in einer diagonalen Linie am Ponyverlauf entlang.
Den Pony nachschneiden können Sie hingegen ohne Probleme selbst. Sie sollten die Ponypartie sauber abtrennen und alle anderen Haare mit Spangen zurückstecken. Lassen Sie die den Pony beim Nachschneiden am besten einfach weiter ins Gesicht hängen oder halten Sie ihn beim Schneiden möglichst flach an der Stirn.
Spliss entfernen: Die kaputten Spitzen einzeln zu schneiden kann funktionieren, ist aber mühsam. Die Spliss-Schnitt-Technik, bei der Strähnen gedreht und abstehende Enden gekappt werden, erfordert viel Übung.
Die einzige Lösung für kaputtes Haar ist tatsächlich dieses abzuschneiden. Das klingt erstmal radikaler als es ist, denn Spliss kann auch entfernt werden, ohne dass das gesunde Haar weichen muss.
Dafür wird am häufigsten die sogenannte Zwirbeltechnik verwendet. Mit dieser können auch Sie daheim Spliss selber schneiden:
Versuchen Sie alles, was Spliss verursacht auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu gehört direkte Sonneneinstrahlung genauso wie das Färben und heiße Föhnen der Haare.
Seien wir ehrlich: Nicht jeder Schnitt lässt sich zu Hause realisieren. Wo definitiv der Profi ran muss: Stufen, Undercut, Pixie oder fließende Übergänge. Diese Schnitte erfordern Fachwissen und professionelle Technik.
Regelmäßiges Spitzenschneiden ist wichtig, und jetzt weißt du, wie es funktioniert, wenn du ausnahmsweise nicht deinen Friseur aufsuchen kannst. Trotzdem ist die richtige Pflege das A und O für gesunde Haare.
Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern hängt von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem von der Haarstruktur und deren Zustand sowie der Haarlänge und dem Schnitt. Eine gute Orientierung sind diese zwei Richtwerte: Je gesünder die Haare desto seltener und je aufwändiger der Schnitt desto häufiger ist das Spitzen schneiden nötig.
Ist Ihr Haar also wirklich strapaziert, sollte der Schnitt ca. alle vier Wochen aufgefrischt werden. Gleiches gilt in vielen Fällen auch für Kurzhaarfrisuren. Längeres Haar mit oder ohne Stufen kann in der Regel auch sechs bis acht Wochen oder länger ohne Scheren-Kontakt gesund bleiben und gut liegen. Solange es Ihrer Haarstruktur gut geht, können Sie sich dabei auch immer ein wenig nach Ihrem Gefühl richten.
Es gibt nicht die Antwort darauf, was die richtige Vorgehensweise ist, um Haare langfristig gesund zu halten. Ein wichtiger Schritt bei diesem Vorhaben ist jedoch die Erkenntnis, dass Haare unterschiedlich sind. Ist Ihr Haar trocken oder tendenziell fettig? Haben Sie feines Haar oder eine kräftige Haarstruktur? Je nach Haartyp sollten Sie also lieber eine individuelle Pflege anstreben. Hierbei kann eine Expertenberatung vom Profi sehr hilfreich sein.
Folgende Grundsätze können Sie im Alltag beachten:
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