Glänzendes, voluminöses, seidig glattes Haar wie in der Werbung wünschen sich viele. Und anders als viele andere Beauty-Träume lässt sich dieser mit der richtigen Pflege durchaus realisieren oder zumindest ein Ergebnis erzielen, dass dem sehr nahe kommt. Das richtige Produkt für einen selbst zu finden ist allerdings gar nicht so einfach. Zum einen, weil ihr Haar je nach Alter, Ernährung, Lebensumständen und Haarstruktur andere Bedürfnisse hat. Auch achten immer mehr Verbraucher darauf, dass sie Produkte kaufen, die möglichst wenige schädliche Inhaltsstoffe enthalten.
Die Basis einer guten Haarpflege-Routine ist immer ein Shampoo, das auf den Haartyp und die Kopfhaut abgestimmt ist. Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe spielt dabei eine wichtige Rolle. Tierfreunde achten zum Beispiel auf tierversuchsfreie oder vegane Haarprodukte. Shampoos ohne Silikone oder ohne Sulfate gelten hingegen als besonders haarschonend und werden daher auch immer beliebter. Und um auf umweltbelastende Verpackungen zu verzichten, greifen andere lieber zu festem Shampoo als zur herkömmlichen flüssigen Variante.
Im Folgenden geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick über verschiedene Shampoos und ihre Eigenschaften, basierend auf aktuellen Tests und Expertenmeinungen.
Menschen mit dünnem Haar verwenden häufig Volumen-Shampoos, die volleres Haar versprechen und einen platten Look verhindern sollen. Aber welche Shampoos für feines Haar sind wirklich empfehlenswert? ÖKO-TEST hat in der Ausgabe 7/2024 seines Magazins insgesamt 38 verschiedene Shampoos getestet und im Labor auf ihre Inhaltsstoffe untersucht. Das erfreuliche Ergebnis: Zwei Drittel der getesteten Produkte erhielten die Note "gut" oder "sehr gut". Sechs wurden mit "befriedigend" bewertet, drei erhielten nur die Note "ausreichend". Vier Produkte konnten die Expertinnen und Experten leider nicht überzeugen und fielen durch.
Besonders die 13 Naturkosmetik-Shampoos schnitten insgesamt positiv ab.
Testsieger bei ÖKO-TEST:
Alverde Shampoo Volumen
Verlierer im Test:
Doch der Test offenbarte auch Verlierer. Die Shampoos der großen Konzerne Procter & Gamble und L'Oréal fielen bei ÖKO-TEST durch. Das Hair Biology Full & Shining Shampoo von P&G und das Elvital Fibralogy Kräftigendes Aufbau Shampoo von L'Oréal wurden mit "ungenügend" bewertet. Zwei weitere Haarprodukte von L'Oréal erhielten ebenfalls die Noten "ungenügend" bzw. "mangelhaft". Diese vier Produkte bildeten das Schlusslicht des Tests.
Der Grund: ÖKO-TEST fand in den vier Shampoos kritische Duftstoffe und PEG-Verbindungen. Das Produkt von Procter & Gamble enthielt zudem den Konservierungsstoff Chlormethylisothiazolinon (CIT), der als stark allergieauslösend gilt. Einige Produkte enthielten zudem umweltschädliche Kunststoffverbindungen, die biologisch schwer abbaubar sind. Auch bei den Verpackungen bemängelte das Verbrauchermagazin fehlende Angaben bzw. Nachweise über die Verwendung von recyceltem Kunststoff.
Granat, Mahagoni, dunkler Rubin: Rote Farbtöne verleihen dem Haar eine gewisse Faszination. Rot ist auch die perfekte Farbe, um Colorschutz-Shampoos zu testen. Sie besteht aus empfindlichen Pigmenten, die bei Kontakt mit Wasser oder Sonne schnell verloren gehen.
Wir wählten ein Profi-Rot vom Friseur und färbten damit Naturhaarsträhnen. Im Test traten 15 Farbschutz-Shampoos gegeneinander an - vom günstigen Drogerieprodukt von dm für 1,35 Euro bis zum 28 Euro teuren Brilliant Colour Beauty Shampoo von Judith Williams. Sie versprechen nicht nur Farbglanz, sondern Farbschutz bis hin zu lang anhaltender Farbintensität.
Ergebnisse des Farbschutz-Shampoo Tests:
Farbverlust durch Shampoos
UV-Filter in Shampoos: Wie nützlich sind sie?
Sieben Shampoos werben mit Farbschutz durch UV-Filter. Um das zu prüfen, spannten wir kolorierte, mit den Testprodukten gewaschene Haarsträhnen in ein Belichtungsgerät mit Xenonlampe. So simulierten wir, dass sie sechs Wochen der durchschnittlichen Sonneneinstrahlung in Mitteleuropa ausgesetzt werden.
Die Filter in den Testprodukten sind meist wasserlöslich und werden unseres Wissens nach in geringer Konzentration eingesetzt. „Sie machen dort keinen Sinn“, sagt Kerstin Etzenbach-Effers, Chemikerin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Weil Haarshampoos wieder ausgespült werden.“ Um die Haaroberfläche vor Sonne zu schützen, dürfte das nicht reichen.
Colorschutz-Shampoos braucht keiner zwingend. Auch wenn einige gut pflegen, wie der Test bei den ausreichenden Produkten zeigt. „Nehmen Sie ein schonendes Produkt, damit die Schuppenschicht des Haars nicht zu stark aufgeraut wird“, rät Antonio Weinitschke, Art Director des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks. Wichtig sei ein Conditioner. „Er schließt das Haar wieder, schützt die Farbe und sorgt für Glanz.“
Insgesamt haben wir 44 Shampoos getestet, um das beste für die meisten zu finden.
Wir gebrauchen es nahezu tagtäglich, doch die wenigsten von uns wissen wahrscheinlich, wie ein Shampoo überhaupt funktioniert. Shampoo reinigt das Haar und befreit es von abgestorbenen Hautschüppchen, überschüssigem Fett und Kalkrückständen. Stylingprodukte wie Haarspray, Gel und Co. werden von einem Shampoo ebenso herausgespült wie Staub und andere Umwelteinflüsse. Um eine gründliche Reinigung zu garantieren, enthalten Shampoos Inhaltsstoffe - Stichwort: waschaktive Tenside -, die die Haarfasern öffnen.
Das Haar soll aber nicht nur sauber, sondern auch gepflegt werden. Damit ihr Shampoo optimal wirken kann, lohnt es sich beim Haarewaschen ein paar Dinge zu beachten. Schon bevor es unter die Dusche geht, können Sie Ihr Haar auf die bevorstehende Wäsche vorbereiten. Viele von uns verwenden beim Einschäumen der Haare zu viel Shampoo. Dabei ist bereits eine haselnussgroße Menge ausreichend. Mehr sollte - bei einem guten Shampoo - nicht nötig sein. Allen voran, weil stets nur der Ansatz und die Kopfhaut eingeseift werden sollten. Wird das Shampoo ausgespült, werden Längen und Spitzen automatisch mit gewaschen. Stellen sie sicher, dass Sie ihre Haare gründlich Auswaschen. Shampooreste können das Haar unnötig beschweren und für schnelles Nachfetten sorgen. Deshalb so lange spülen, bis sich die Haare wirklich sauber und frei von Schaum und Shampoo anfühlen.
Nicht jedes Shampoo funktioniert für jeden Haartyp und auch wenn wir uns in unserem Test auf normales Haar konzentriert haben, möchtet wir Ihnen hier einen kleinen allgemeinen Überblick über die verschiedenen Shampoo-Arten geben.
Auch wenn in unserem Test viele Produkte mit vorwiegend natürlichen Inhaltsstoffen vertreten waren, bleibt bei den Flüssig-Shampoos stets das Problem der Verpackung. Immer mehr Menschen wechseln deshalb zu festem Shampoo oder Haarseifen, die einfach in einer umweltfreundlicheren Pappschachtel verpackt werden können.
Wie bei jeder Seife sind auch hier die Grundzutaten Fette und Laugen. Je nach Rezepturen gesellen sich dann noch unterschiedliche Öle dazu. Allerdings kommt es bei der Verseifung - ein komplizierter Prozess, dessen Erklärung hier den Rahmen sprengen würde - häufig zu Überfettung. Sicher, manche Haare mögen sich darüber freuen. Aber meistens führt dieser Effekt zu schweren und, wie sich erraten lässt, fettigen Haaren. Dem kann man mit einer sauren Rinse allerdings gut entgegenwirken. Die Rinse lässt sich ganz einfach selbst herstellen, indem man zwei Esslöffel Apfelessig zu einem Liter Wasser hinzugibt.
Festes Shampoo ist quasi flüssiges Shampoo, dem Wasser entzogen wurde. Viel mehr Unterschiede gibt es gar nicht. So schäumt eine Haarseife ebenso wie sein flüssiger Bruder und kann zudem mit den gleichen pflegenden Ergebnissen punkten. Deshalb entscheiden sich immer mehr für feste Shampoos, zumal diese umweltfreundlich in Papier oder Pappe verpackt werden können. Übrigens: Auch auf der Liste der Inhaltsstoffe findet sich in der Regel kein Plastik, auch nicht in Form von Mikroplastik.
Mikroplastik, Parabene & Co. Wie bereits erwähnt sind die Inhaltsstoffe auf die Haarstruktur und die Effekte, die das Shampoo erzielen soll, abgestimmt. Dennoch gibt es einige Inhaltsstoffe, die auf der Liste der Inhaltsstoffe regelmäßig zu finden sind. Beispielsweise Pflanzenextrakte, Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Öle. Dass diese Substanzen dennoch regelmäßig auf den Listen der Inhaltsstoffe zu finden sind, liegt unter anderem an ihren positiven Wirkungen.
Das ist selbstverständlich keine Rechtfertigung für ihren fortwährenden Einsatz und wird zunehmend kritisch gesehen, was viele Verbraucher auch immer eindeutiger mit ihrem Kaufverhalten zeigen. Leider machen es einem die Hersteller alles andere als leicht und greifen bei der Auflistung der Inhaltsstoffe mit Vorliebe auf komplizierte chemische Bezeichnungen zurück, die gute und schlechte Inhaltsstoffe gleichermaßen fremd wirken lassen.
Häufige Inhaltsstoffe und ihre Auswirkungen:
tags: #friseur #shampoo #test #vergleich
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