Dieser Artikel bietet Ihnen umfassende Informationen zum Thema Friseur in Neuburg Steinhausen, insbesondere zu den Öffnungszeiten und zum Friseursalon Haarmonie.
Die 11880 Solutions AG betreibt seit 1997 eine von der Bundesnetzagentur lizensierte Auskunft. Deutschlands. 11880.com hat mehr als 4,7 Mio. mehr als 2 Mio. 2,7 Mio. 1,8 Mio.
Karin Schmidt, Inhaberin von Haarmonie, liebt ihren Beruf: „Als Friseurin und somit mit Menschen zu arbeiten - das macht einfach Spaß!
Karin Schmidt und ihre Mitarbeiterinnen setzen stets alles daran, für ihre Kunden einen typgerechten Look zu kreieren. Neben der Inhaberin arbeitet bei uns im Salon noch Alexandra, die jetzt schon 6 Jahre dabei ist. Außerdem ist nun schon seit zwei Jahren auch Kerstin im Salon.
Ihre Leidenschaft für den Friseurberuf zeigt sich auch in ihrem beruflichen Werdegang: Denn direkt nach ihrem Schulabschluss hat sie die Friseurausbildung absolviert, arbeitet seit 1995 ohne Unterbrechung in ihrem Beruf - und kann sich auch gar nichts anderes vorstellen.
2004 hat Karin Schmidt, Inhaberin von Haarmonie, die Prüfung zur Friseurmeisterin abgelegt und 2005 hat sie ihren ersten eigenen Salon in Königsmoos eröffnet. Ein Jahr später ist sie nach Neuburg gegangen und hat dort im Jahr 2007 ihren jetzigen Friseursalon in Feldkirchen in Neuburg eröffnet.
Ein moderner Friseursalon.
Hier finden Sie die Öffnungszeiten von Friseurstudio Haarzeit Inh. Doreen Kuhn.
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Friseurstudio Haarzeit Inh. Doreen Kuhn wird laufend aktualisiert.
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Um den Kontext der Region besser zu verstehen, werfen wir einen Blick auf die Geschichte von Frauenreut, einem Ort in der Nähe von Neuburg.
II. Die Hauptfiliale Frauenreut (Raeut, Reith) liegt 3,5 km südlich von Glonn auf einer fruchtbaren Anhöhe, ist ganz mit Obstbäumen umgeben und eine alte Rodungsstelle, wie der Name Reut (roden) schon andeutet. Wahrscheinlich wurde dort frühzeitig ein Marienkirchlein errichtet, woraus dann der Name Frauenreut entstand. S. 67, 1905: 61 und 1933: 50 Einwohner.
Die Ortschaft wird von wohlhabenden Bauern bewohnt, wovon einer die Wirtschaft, einer die Krämerei und einer das Schmiedhandwerk ausübt. Auch befindet sich dort noch eine Badstube.
Die Matrikel vom Jahre 1315 führt Frauenreut als Kirchdorf mit Sepultur (Begräbnis) auf. Die Kirche in Frauenreut war, wie die Abbildung zeigt, vor dem Neubau klein und mit einem Spitzturm versehen.
Um 1676 heißt es, daß das Gotteshaus ganz baufällig gewesen sei und eine Mauer eingefallen wäre, wenn sie nicht um den Preis von 46 fl. repariert worden wäre.1
Frauenreut war früher ein vielbesuchter Wallfahrtsort, wofür die vielen Verlohnistafeln in der oberen Sakristei Zeugnis ablegen. Alte Leute erzählen, daß an den Frauentagen vor 80 Jahren sehr viele Leute zusammenkamen; an Mariä Himmelfahrt fand die sogenannte Frauenreuter Dult statt, wobei etwa ein Dutzend Kramerstände aufgeschlagen wurden.
Der Wirt von Glonn und Höhenrain schänkten in Frauenreut Bier aus. Unter dem Pfarrer Pröbstl hörte der Zugang auf, weil er nicht mehr die nötige Aushilfe für den Beichtstuhl einlud. Früher fanden an Mariä Himmelfahrt zehn Gottesdienste statt und an 1500 Personen empfingen die heiligen Sakramente.
Besonders im 17. und 18. Jahrhundert muß diese Wallfahrt viel besucht worden sein, wie sich aus den Votivtafeln ergibt.
Die alte Kirche soll im romanischen Stil gebaut und mit einem Spitzturm in der Mitte versehen gewesen sein. Nachdem sie abgebrochen war, soll ein Kaufmann, der ein Kauffahrteischiff auf dem Meere besaß, im Falle einer glücklichen Zurückkunft von einer Seereise den Bau der Kirche in Frauenreut gelobt haben.3 Im Jahre 1703 wurde die Kirche vollendet und am 18.
Die Kirche St. Marien in Frauenreut.
Die Kirche ist ein einheitlicher geräumiger Bau, im Renaissancestil aufgeführt. Am Chorbogen stand bis zur Restauration die Jahreszahl 1703. Die Übereinstimmung mit den Bauformen der Pfarrkirche zu Grafing läßt vermuten, daß die Kirche vom Maurermeister Thomas Mayr in Grafing erbaut wurde.1
Der Bau ist aus Tuffsteinen ausgeführt, das Langhaus hat vier Joche, der eingezogene Chor eines und ist der Schluß von fünf Seiten eines Achteckes. Der Turm wurde 1723 an die Kirche angebaut, was leicht zu erkennen ist durch das Abreißen desselben von der Kirchenmauer.
Die Sakristei befindet sich an der Südseite des Chores und ist hell und geräumig. Die Pilaster tragen ein Tonnengewölbe mit Stichkappen aus Ziegelsteinen. Am Gewölbe befinden sich dürftige Stukkaturen, Akanthusranken, Engelsköpfchen. Die ganze Kirche macht einen sehr freundlichen Eindruck.
Die heilige Jungfrau ist als Sedes Sapientiae auf einer Bank sitzend dargestellt, in der Linken ein Buch und in der Rechten das göttliche Kind haltend. Das Bild fesselt durch den hübschen Kopf und den schönen großzügigen Faltenwurf des Mantels. Seitwärts stehen die Figuren der Heiligen Joseph und Joachim.
Hinter dem Hochaltar ist ein interessantes Bild mit naiver Auffassung des Bußsakramentes. Ungefähr zehn Personen eilen mit einem Säcklein voll Sünden auf dem Rücken dem Beichtstuhle zu, oben ist das Letzte Gericht, die Scheidung zwischen Gut und Bös, zu beiden Seiten ist die Erlösung sehr drastisch dargestellt, indem die Menschenkinder mit einem Seil in den Himmel hineingezogen werden.
An allen möglichen Stellen sind Bibelsprüche angebracht, die auf die Beicht und die Hebung des sittlichen Lebens zur Vollkommenheit abzielen.
Die Kirchweih wurde in Frauenreut am Sonntag nach Mariä Geburt gefeiert. An allen Sonn- und Feiertagen findet dort Gottesdienst statt, mit Ausnahme des Palmsonntages, der Kartage, des Fronleichnamsfestes, Johannitages, der vier Quatember- und vier Marktsonntage; ebenso soll an allen Samstagen dort Gottesdienst stattfinden.
Auf dem Kuppelturm an der Westseite der Kirche befinden sich vier Glocken. Die größte mit einem Gewicht von 530 kg wurde 1903 um den Preis von 1500 Mk. von Ulrich Kortler in München gegossen.
Die zweite Glocke mit 8 Ztr. Gewicht wurde 1791 von Karl Mayr gegossen; auf dieser steht: Libera nos Domine Jesu Christe ab omni malo (Befreie uns, o Herr Jesus Christus, von jedem Übel).
Bei der dritten Glocke mit 6 Ztr. Gewicht ist die Aufschrift schwer zu lesen. Die vierte Glocke ist klein und ohne Inschrift.
Die Lourdes-Grotte am Eingang in die Kirche wurde 1896 um 170 Mk. errichtet und die Armenseelenkapelle 1898 um 57 Mk. vom Maler Neumair in Grafing hergestellt. Frauenreut erhielt 1920 eine neue Orgel um 6000 Mk.
Von dem früher mit einem Mantel versehenen Madonnenbild in Frauenreut befindet sich ein Kupferstich im Besitze des Doktor Lebsche in Glonn.
Beim Bauern in Mattenhofen befindet sich eine aus Holz geschnitzte etwa 1,20 m große Madonna mit einem überaus zarten lieblichen Antlitz; rückwärts steht die Jahreszahl 1780 und der Name Johann Diedenhofer. Vielleicht war diese einmal eine Zierde der Kirche.
Staunen erregt die große Opferwilligkeit der Filialgemeinde Frauenreut für ihre Kirche, für die jeder mit Stolz sein Möglichstes beiträgt. Diese Opferwilligkeit zeigte sich besonders bei der großen Restauration der Kirche im Jahre 1872.
Wurden doch durch freiwillige Beiträge bei 7000 fI. zusammengebracht; der Rest wurde durch Kirchengeld gedeckt. Die Gesamtkosten betrugen etwa 11000 fl. Durch die unermüdlichen Bemühungen des damaligen Kooperators Fing konnte das Werk zur Ausführung gebracht werden. Die Leitung hatte der Baumeister Markgraf von München.
Die Glasfenster wurden von Burghardt in München 1875 hergestellt. 1868 kaufte Frauenreut die alte Orgel zu Glonn und ließ sie um 300 fl. wieder reparieren. Der Kostenvoranschlag des Johann Beham von Glonn 1880 zur Bedachung des Turmes und der Kirche lautete auf 1124 Mk.
Der größte Wohltäter war Michael Bauer, Koller von Mattenhofen, der zu wiederholtem Male hohe Summen spendete und (1873) 400 fl. zur Aussetzung des Allerheiligsten von 6-12 Uhr am Patrozinium stiftete.
Der Kreuzweg wurde von einzelnen Personen gekauft, die Tafel zu 36 fl. Der weiße Rauchmantel wurde tun 200 fl. vom Koller von Mattenhofen gekauft. Die Monstranz ist seit alten Zeiten vorhanden.
Das Ziborium wurde vorn Koller von Mattenhofen um 220 Mk. gekauft. Das schöne weiße Meßkleid ist ein Geschenk (3oo Mk.) der Korona Esteri von Reisenthal; ein anderes weißes Meßkleid ist ein Geschenk eines polnischen Dienstknechtes beim Bauernschuster in Mattenhofen. Die Jünglings- und Jungfrauenfahne kostete je 230 Mk.
Die Schwarzenberger sind seit unvordenklichen Zeiten Mesner in Frauenreut. Interessant sind auch die Votivtafeln, welche merkwürdigen Aufschluß über Tracht und Zeitverhältnisse geben.
Simmä Ohermayrin wegen der Errettung ihrer Kinder beim Brande 1779, der Steinmüller Servatius Wäsler verlobte sich „mit seinen 22 Frischlingen“ nach Frauenreut. Maria Antonia Molidorin war vom Teufel besessen und wurde auf das Gelübde hin davon befreit im Jahre 1766.
Am 18. Januar 1807 feierte unter großem Zulauf des Volkes Josef Wenig von Mattenhofen seine Goldene Hochzeit.
Am 17. Balthasar Peil stiftete eine Messe, Kaspar Göttfried von Mattenhofen eine Messe, Bernhard Riepl ein Requiem und eine Messe, Josef Rumpl von Hafelsberg ein Requiem und zwei Messen, Melchior Maier Bauernschuster von Mattenhofen zwei Messen.
Simon Falkner Überloher eine Messe, Andreas Hofberger Schäffler einen Jahrtag mit zwei Messen; diese Stiftungen bestanden schon vor 1803.
Heute bestehen noch die Stiftungen für: Emmeram Bauer, Melchior Neureither, Melchior Maier, Bernhard und Elis Riepl, Balthasar Frietzl, Kaspar Göttfried, Andreas Hofberger, Josef und Katharina Rumpl, Koloman Wenig von Mattenhofen, Georg und Barbara Maier von Glonn, die mit 2600 fl.
Nach einer alten Aufschreibung im Pfarrarchiv zu Glonn von 1611 hat vor 1600 der Kooperator in Frauenreut gewohnt. Da heißt es: „Bei der Pfarr zu Glon sind alle Zeit 3 Priester gewesen und nach den Stiftungen muß der Pfarrer den Gsellpriester unterhalten.
In Frauenreut ist der Frühmeßer mit dem Frühmeßhaus, wo der Kaplan seit Menschengedenken eine gute Wohnung hatte und stets ein Gsellpriester hauste. Nur der jetzige Pfarrer Ciamer hat sich unterstanden in besagtes Frühmeßhaus anstatt eines Priesters einen Tagwerker zu setzen und das Einkommen an sich zu ziehen.
Der Benefiziat von Moosach hält zwar um 3o kr. halten sollte. Die Bauern wissen nicht ob dieses recht ist und es entsteht ein großes Gerede wegen dieses Unfuges. Der Pfarrer Cramer hat auch einen Mann mit Weib, Kindern und Mägden in den Pfarrhof aufgenommen, um mit ihm reicher zu werden und dem gemeinen Mann ein gutes Exempel vorzutragen.
Der Pfarrer zu Glonn ist auch Dekan und bleibt so manchmal einige Tage aus und dann ist die große Pfarrei ohne Priester.
Sehr interessant sind die Antworten der verschiedenen Bauern über die Verhältnisse der Kooperatur und des Benefiziums. Vom Landgericht Schwaben wurden am 10. Mai 1611 den einzelnen Bauern zehn Fragen vorgelegt, die sie beantworten mußten.
Das Interessanteste davon soll hier bemerkt werden: Der Kirchenpropst Hanns Mayr, Weber von Mattenhofen, sagt aus, daß er erst vor sieben Jahren hergeheiratet hat und daher nichts Sicheres aussagen kann. Er weiß nur, daß das Einkommen des Priesters zu Frauenreut 24 „Daler“ und ein Scheffel Korn beträgt; er hat dem Pfarrer zu Glonn 28 fl. zugestellt als Kirchenpropst.
Der jetzige Pfarrer zu Glonn hat 1610 von Lichtmeß bis Michaeli einen Gsellpriester gehalten, der an den Feiertagen und sonst in der Woche den Gottesdienst hielt; seit dieser Zeit aber muß der Benefiziat Hannß von Moosach den Gottesdienst an den Feiertagen halten gegen eine gebührende Besoldung.
Der Pfarrer könnte leicht einen Frühmesser unterhalten, zumal der jetzige Pfarrer auch ein ziemliches Vermögen besitzen soll. Die Leute sagen auch, daß früher stets ein Priester im Frühmeßhaus zu Frauenreut gewohnt hat.
Der Hanus Pachmair von Mattenhofen, Schrenkischer Untertan, sagt aus, daß jetzt die Priester nicht mehr wie früher mit Leichtem für gut nehmen, sondern stattlich leben und essen wollen. Bei dem Pfarrer ist sonst kein Mangel, auch kann man sich über ihn nicht beklagen.
Hanns Hintermair von „Rheut“, 40 Jahre alt, sagt aus, daß in Frauenreut ein Frühmesser gewohnt hat. Das Frühmeßbenefizium ist von dem früheren Dekan und Pfarrer Matthias Renzlhauser gestiftet worden; 24 „Daler“ beträgt das Einkommen; der Benefiziat Harms von Moosach ist zwei Jahre im Frühmeßhaus zu Frauenreut gewesen und dann ein Jahr in „Glon“.
Seit Michaeli 1610 ist kein Frühmesser in Frauenreut; der jetzige Pfarrer von Helfendorf ist neun Jahre beim Pfarrer in Glonn gewesen und hat in Frauenreut den Gottesdienst gehalten.
Hanns Niedermaier von Frauenreut, 30 Jahre alt, des Klosters Zell Untertan, hier geboren und erzogen, sagt aus, daß nach dem Sagenhören jeder Zeit ein Frühmesser da war. Auch weiß er nur, daß die Frühmesser in Frauenreut sich elend durchbringen mußten, einige sind fortgezogen, einige haben sich bereichert. Der Pfarrer könnte leicht einen halten.
Kaspar Wißmer von Häflsberg, schrenkischer Untertan, 40 Jahre alt, ledigen Standes, wegen Leibesschwachheit nicht erschienen, sagt aus, daß der Pfarrer Renzlhauser das Frühmeßbenefizium gestiftet hat. Das Frühmeßhaus ist in Frauenreut nächst der Kirche gestanden.
Rumpl von Reit, Hanns Gottfried von Mattenhofen und der Kirchenpropst zu Frauenreut Hanns Überloher wollen einen Kaplan, Herrn Christoph Herrnpucher. Der Pfarrer hat frei zugesagt einen Gesellpriester für die gestifteten Messen zu Dohlberg und „Sunderhausen“ wöchentlich zu halten wie zu Frauenreut.
Der Kaplan soll ein halbes Jahr vorher anzeigen, daß er gehe; damit man sieh einen neuen verschaffen könne. Johann Schrenkh von Notzing zu Egmating richtete am 1. Juli 1611 eine Bittschrift an den Kurfürsten, damit Frauenreut einen Frühmesser bekomme.
Die Glonner Pfarr war stets eine gute Pfarr mit 500 fl. Einkommen. Der Pfarrer will dem Gesellpriester die Kost nicht reichen und so will keiner lang dableiben. Vor 1611 ist neun Jahre lang Urban Clauß, der jetzige Benefiziat in Helfendorf, Kooperator in Glonn gewesen.
Nach 1611 bewohnte der Kooperator das Kaplanhäusl, das im Wurzgarten des Pfarrhofes stand. Dieses Häuschen war gemauert und scheint an der Kreuzstraße gestanden zu sein, etwa an der Stelle, wo jetzt das Steinberger Zuhaus steht, und wurde später in ein Schulhaus umgewandelt.
Kondezimatoren waren in Frauenreut das Kollegiatstift zu U. L. Das Einkommen des Kooperators um 1800 war: Wöchentlich 1 fl. Gehalt, freie Wohnung im Pfarrhof mit einem Wohn- und Schlafzimmer, mittags und abends eine priesterliche Tischkost, morgens eine Suppe, täglich 2 Maß Bier oder dafür das Geld; Holz, Licht und Wasch frei; der Kooperator ist das ganze Jahr hindurch stipendienfrei.
Gebricht es ihm an Stipendien, so wird der Pfarrer diesem abhelfen; dem Kooperator gebühren alle Provisuren, Kindstaufen und Hervorsegnungen von seinem Bezirk mit Ausnahme des Schlosses Zinneberg; verrichtet der Kooperator die betreffenden Handlungen im Auftrage des Pfarrers in der Pfarrkirche, so kommen ihm auch die Gebühren zu; die Gebühren von Sponsalien gehören dem Pfarrer, die von Hochzeiten in Frauenreut dem Kooperator; das anfallende Opfer an seinem Altare gehört stets dem Kooperator; in der ganzen Pfarrei gehören die Seelengottesdienste dem Pfarrer, der Kooperator erhält als Stipendium 30 kr. und das anfallende Opfer; bei Beimessen erhält der Kooperator 40 kr. mit dem Opfer; die Gebühren von Kindsleichen werden geteilt; die Votivämter in Frauenreut gehören dem Kooperator, in der Pfarrkirche dem Pfarrer, die gestifteten Gottesdienste gehören nur dem Pfarrer, der Kooperator erhält nur ein Stipendium von 30 kr.
Der Kooperator genießt die herkömmliche Flachs- und Habersamrnlung zu Weihnachten. Um 1808 erhielt der Pfarrer für den Unterhalt des Kooperators 300 fl. Um 1875 hatte der Kooperator einen Gehalt von etwa 333 fl..
Für den Kreuzgang nach Tuntenhausen erhielt der Kooperator stets 28 kr. Der Opferstock in Frauenreut ergab 1695: 34 fl., ein geopfertes Kalb zu 52 kr., ein Viertel geopfertes Getreide zu 30 kr., 30 Pfund geopferten Flachs zu 3 fl. 30 kr.; der Pfarrer erhielt 1 fl. 12 kr., der Kooperator 22 fl.
Die Verpflichtungen des Kooperators sind: der Sonn- und Feiertagsgottesdienst in Frauenreut, in Glonn die vier ...
Georg Alban Ludwig Ernst, geboren am 24. April 1900 in Donauwörth, studierte nach der Reifeprüfung Medizin, Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie in Würzburg, Freiburg im Breisgau und Münster. (Staatsexamen, Physikum und Facharzt für Innere Krankheiten, Promotion)
Als Assistenzarzt arbeitete Ernst von 1926 bis 1931 am Diakonissenkrankenhaus Freiburg/Breisgau und an der Medizinischen Universitätsklinik Münster.
Von 1931 bis 1935 war Ernst Oberarzt am Röntgen- und Radoninstitut Dr. Nahmmacher in Dresden, Südvorstadt.
November 1935 eröffnete Ernst als Internist und Röntgenologe eine eigene Praxis im Stadtteil Weißer Hirsch. Die Bombennacht am 13. Februar 1945 in Dresden und die gesundheitlichen Auswirkungen auf die betroffenen Menschen schildert Ernst ausführlich in einem Brief an seine Mutter.
Noch in der Nacht zum 14. Februar hat Ernst mit überwiegend eigenen Mitteln aus seiner Praxis und mit Hilfe von Fachkollegen das Parkhotel Weißer Hirsch als Notlazarett eingerichtet. Hier wurden vom 14. Februar bis 7. Mai 1945 über 6000 Verletzte, Kranke und Hilfsbedürftige versorgt.
Ab Mai 1945 bis Januar 1946 übernahm Ernst die Leitung des Krankenhauses Dresden-Loschwitz, dem ehemaligen Sanatorium Dr. Möller. Danach bis Dezember 1949 war Ernst als Internist und Röntgenarzt am Krankenhaus der Sowjetischen Militäradministration im ehemaligen Lahmann-Sanatorium dienstverpflichtet.
Im Jahr 1950 erfolgte die Neueröffnung der Praxis Weißer Hirsch, Collenbuschstraße 16. Neben seiner Praxistätigkeit arbeitete Ernst im Vorstand der Kreisgewerkschaftsgruppe Ärzte und im Vertrauensärztlichen Dienst.
Ernst hielt zahlreiche Vorträge zur Heimatgeschichte und organisierte Ausstellungen und Ärztefeste. Neben seiner ärztlichen Praxis war Ernst auch als Schriftsteller, Kulturhistoriker und Heimatgeschichtsforscher tätig.
1961 gründete Ernst den Arbeitskreis "Heimatgeschichte, Denkmalpflege, Naturschutz", den Ernst bis 1965 leitete. 1963 erhielt Ernst den Ehrentitel "Verdienter Arzt des Volkes". Seine Praxis wurde 1966 als Poliklinik übernommen, nachdem er nach Erreichen des 65. Lebensjahres zum Zwecke der Familienzusammenführung nach Baden umzog.
Als Chefarzt der Kurkliniken Dr. Wagner Sasbachwalden arbeitete Ernst bis 1976.Georg Alban Ludwig Ernst verstarb am 18. März 1990 in Rastatt.
Vor seinem Weggang aus Dresden schenkte Ernst seine Unterlagen zur Dresdner Heimatgeschichte und zur politischen Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dem Staatsarchiv Dresden. Es handelt sich um Nachlassschriftgut aus eigener wissenschaftlicher Tätigkeit und um Sammlungsgut, welches Ernst von anderen erworben hat.
1967 wurde daraus der Bestand "Nachlass und Sammlung Ernst" gebildet. Dieser Bestand umfasst Schriftgut, Bilder, Fotografien, Karten, Pläne, Plakate und Publikationen. Einige wenige Stücke stammen von Ernsts Großonkel Maximinus Ernst, dem Mitbegründer der SPD in München, darunter Flugblätter, Plakate und politische Rundbriefe, Zeitungen, Karikaturen und Zeichnungen.
Den größten Teil des Bestandes bilden die heimatgeschichtlichen Sammlungen. Ernst erwarb vom Loschwitzer Oberlehrer und Heimatforscher Otto Kotzsch (1880-1967) und vom Fotografen August Kotzsch (1836-1910) Manuskripte und Fotografien.
Das meiste Material ist jedoch durch Ernst selbst und seinem Helfer, den Oberlehrer Siegfried Störzner, in jahrzehntelanger Forschertätigkeit zusammengetragen worden. Den Kern bilden Zeitungsausschnitte und kleinere Druckschriften sowie Notizen über Loschwitz und den Elbweinbau.
Ernst hielt Vorträge, bei denen er auch Bilder und Übersichten zeigte und ausstellte. Die Vortragsmanuskripte dazu sind im Bestand enthalten.
Wertvoll sind die von Ernst gesammelten Zeichnungen, Aquarelle, Kupferstiche und Lithographien von Dresden und Loschwitz aus dem 19. Jahrhundert.
Der Bestand wurde 1967 von Sigrid Winar und Dr. Gerhard Schmidt geordnet und verzeichnet. Seine wertvollsten Teile sind später durch Intensivverzeichnung Stück für Stück erschlossen worden. Außer seinem Sammlungsnachlass hat Ernst dem Staatsarchiv Dresden etwa 3000 heimatgeschichtliche Bücher, Druckschriften und Sonderdrucke geschenkt.
Eine zur Sammlung gehörige Totenmaske vom dänischen Dichter und Schriftsteller Martin Andersen Nexö (1869 - 1954) wurde vom Staatsarchiv Dresden im November 1967 an das Literaturarchiv der Deutschen Akademie der Künste nach Berlin abgegeben. Fotos zur Kraftfahrzeuggeschichte, Naturkatastrophen und Plakate zur Luftfahrt erhielt das Verkehrsmuseum Dresden.
Autographen der Kammersänger Tichatschek und Robert Burg sowie Handschriften, die nicht zur heimatgeschichtlichen Sammlung zugeordnet werden konnten, wurden der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden übergeben.
Der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Institut für Deutsche Volkskunde, Forschungsstelle Dresden wurden die im Bestand befindlichen volkskundlichen Materialien von Prof. Adolph Spamer übergeben.
Am 22. Oktober 2013 überließ Ernsts Schwiegertochter, Frau Ulrike Ernst, weitere Unterlagen aus dem Nachlass als Schenkung. Der Nachlass erhielt dadurch einen Zuwachs von ca. 100 Akteneinheiten, unter anderem zur medizinischen Versorgung nach dem Bombenangriff auf Dresden, Fotos und Schriften vom Weißen Hirsch, Dichtungen, Vorträge und Korrespondenz, überwiegend mit Künstlern, Wissenschaftlern und Heimatforschern.
Internist und Heimatforscher Dr. Georg Ernst, geb. am 24. April 1900 in Donauwörth, gest. am 18. März 1990 in Rastatt.
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