Die Weiterbildung zum Friseurmeister oder zur Friseurmeisterin ist ein wichtiger Schritt für alle, die im Friseurhandwerk aufsteigen und einen größeren Verantwortungsbereich übernehmen möchten. Die Fortbildung bietet sich insbesondere für Friseure an, die gerne einen eigenen Friseursalon eröffnen möchten. Die Weiterbildung bringt nicht nur neue berufliche Möglichkeiten mit sich, sondern wirkt sich auch positiv aufs Gehalt aus.
Im Friseurhandwerk besteht Meisterpflicht, d.h. wer einen Salon leiten, einen bestehenden übernehmen oder selbst gründen will, muss die Meisterprüfung erfolgreich ablegen. Friseurmeister*innen beherrschen ihr Handwerk auf dem höchsten Niveau, verfügen über eine besonders solide Grundlage für eine erfolgreiche Unternehmensführung und sind kompetente Ausbilder*innen für den handwerklichen Nachwuchs. Der Meistertitel ist Gütesiegel und Auszeichnung zugleich - nicht nur in Deutschland, sondern auch darüber hinaus.
Wer den Meisterbrief erworben hat, zeigt, dass er*sie über Fachkompetenz, technisches Know-how, Führungswissen und soziale Kompetenz verfügt. Der Meistertitel genießt bei Kund*innen, in der Öffentlichkeit und im Handwerk selbst ein hohes Ansehen und Vertrauen. Auch als Angestellte erfüllen sie anspruchsvolle Führungsaufgaben.
Ihre beruflichen Möglichkeiten als Meister*in im Friseurhandwerk sind vielfältig und voller Perspektiven - ob als selbstständige*r Unternehmer*in oder als Führungskraft.
Die Meisterprüfung ist erst nach Ablegen aller vier Prüfungsteile abgeschlossen.
Die Durchführung der Meisterprüfungen ist auf Grundlage bundesweit einheitlicher Verordnungen und Gesetze geregelt.
Die Meisterprüfung im Friseurhandwerk besteht aus vier Teilen:
Teil III und Teil IV müssen separat zugebucht werden.
Ihr Meisterprüfungsprojekt beschäftigt sich mit der Gestaltung und Abwicklung eines Kundenauftrages und einer Situationsaufgabe. Im anschließenden Fachgespräch präsentieren und begründen Sie Ihr Projekt vor dem Prüfungsausschuss.
Die Fachpraxis umfasst folgende Bereiche:
Die Fachtheorie gliedert sich in zwei Bereiche:
Sie erfahren, wie Sie einen Kundenauftrag in allen Einzelschritten kundenorientiert einleiten und abschließen, u.a.:
Dazu gehören folgende Inhalte:
Sie erfahren alles, was Sie über Betriebsführung und Betriebsorganisation wissen müssen:
Die Inhalte umfassen:
Viele Bildungseinrichtungen bieten spezielle Vorbereitungskurse auf die Meisterprüfung an. Diese Kurse vermitteln nicht nur das notwendige Fachwissen, sondern bereiten auch auf die praktische Prüfung vor.
Fördermöglichkeiten:
Nutzen Sie ihren individuellen Rechtsanspruch auf Förderung von beruflicher Aufstiegsfortbildung und die damit verbundenen finanziellen Vorteile. Hierbei unterstützt der Staat die Teilnahme an Vollzeit- und Teilzeitmaßnahmen bei Lehrgangs- und Prüfungsgebühren mit einem einkommens- und vermögensunabhängigen Maßnahmenbeitrag in Höhe der tatsächlich anfallenden Gebühren, jedoch höchstens mit 15.000 €. Er besteht aus einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent und aus einem zinsgünstigen Bankdarlehen. Mit bestandenem Meister erhalten Sie zusätzlich 50 Prozent Erlass auf das erhaltene Darlehen.
Die Zulassung zur Prüfung wird im Einzelfall durch die Prüfungsabteilung geprüft.
Die Prüfungsgebühren für die einzelnen Teile der Meisterprüfung sind wie folgt:
| Leistung | Gebühr |
|---|---|
| Teil I - Prüfung der meisterhaften Verrichtung der wesentlichen Tätigkeiten | 300,- € |
| Teil II - Prüfung der erforderlichen fachtheoretischen Kenntnisse | 275,- € |
| Teil III - Prüfung der erforderlichen betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse | 150,- € |
| Teil IV - Prüfung der erforderlichen berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse | 150,- € |
| Pauschalierter Auslagenersatz im Friseurhandwerk (Teil I: 100,- € / Teil II: 50,- €) | 150,- € |
| Meisterbrief und Meisterkarte | 60,- € |
| Gesamt: Gebühren und Auslagen der Friseurmeisterprüfung | 1.085,- € |
Hinzu kommen die Kosten für den Besuch von etwaigen Vorbereitungskursen, über welche Sie sich direkt beim ausgewählten Vorbereitungsträger erkundigen sollten.
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